Self-Tracking 2015

Wie schon im letzten Jahr, habe ich 2015 mit vielen guten Vorsätzen begonnen. Diese Tools und Methoden helfen mir, sie umzusetzen.

Hattest Du Dir Anfang des Jahres auch Vorsätze gemacht und falls ja, wie klappt es mit der Umsetzung? Ende 2013 habe ich den Jahreswechsel für mich als idealen Zeitpunkt zur Reflexion und Planung entdeckt und einen Jahresplan mit 12 Fokusthemen erstellt, in denen ich mich weiter entwickeln wollte. Dieses Werkzeug habe ich als sehr hilfreich empfunden und konnte zum Ende des letzten Jahres feststellen, dass ich immerhin bei der Hälfte der Themen deutliche Fortschritte erzielen konnte. Die Bereiche in denen ich weniger erfolgreich war nehmen nun im Jahresplan für 2015 die zentrale Stellung ein und ich freue mich auch dieses Jahr wieder darauf, mein Leben und meine Gewohnheiten bewusst zu verändern. Der Jahresplan mit den Fokusthemen dient dabei dem mittelfristigen Tracking und kommt nur alle paar Wochen zum Einsatz. Um meine persönliche Entwicklung auch im Alltag fördern, nutze ich derzeit drei neue Tools zum Self-Tracking und als Trigger für eine gezielte Auseinandersetzung mit mir selbst. Zwei dieser Methoden dienen dabei weniger dem neutralen Erfassen von Informationen, sondern vielmehr der gezielten Beeinflussung meiner Gedanken durch Lenkung der Aufmerksamkeit. So schreibe ich ein Erfolgstagebuch und reflektiere jeden Abend kurz, was an dem Tag gut gelaufen ist und was ich gelernt habe. Ziel der Übung ist es nicht, mein Leben umfassend zu dokumentieren, sondern die Wahrnehmung gezielt auf positive Dinge zu lenken und meine Geisteshaltung dadurch aktiv zu beeinflussen. Unter der Vorgabe Positives zu suchen, empfinde ich es als sehr angenehmen, meine Erlebnisse zu reflektieren und mich mit mir selbst auseinanderzusetzen. Außerdem arbeite ich seit einigen Tagen mit der Tagessparplan-Methode welche ich in einem Webinar von Peter Neumann kennengelernt habe. Die Methode sieht vor, täglich etwas Geld bei Seite zu legen um es für die Zukunft zu sparen. Dazu habe ich mir ein geeignetes Gefäß bereitgestellt, in das ich regelmäßig mein Kleingeld werfe. Da ich einen Geldbeutel ohne Münzfach verwende, sammeln sich bei mir Münzen in Hosen-  und Jackentaschen, für welche nun eine passender Platz und eine Bestimmung gefunden ist. Das Aufräumen der Münzen wird so zum Trigger, mich bewusst für das Sparen zu Entscheiden und beeinflusst dadurch meine Einstellung und meinen Umgang mit Geld. Außerdem spiegelt das Volumen des gesammelten Geldes auch anschaulich die Menge der Ersparnisse und kann Freude auslösen, insbesondere wenn man erkennt, wie das Volumen zunimmt. Als dritte Methode experimentiere ich seit einigen Tagen mit einem Schmerztagebuch in dem ich meine chronischen Ohrenschmerzen mit ihrer wechselnden Intensität erfasse. Ziel hierbei ist es zu verstehen, welche Auslöser meine Schmerzen verstärken um diese zukünftig besser vermeiden zu können. Welche App hierfür am Besten geeignet ist, versuche ich derzeit noch herauszufinden und bin für Hinweise in den Kommentaren dankbar. Trotzdem zeichnet sich schon jetzt ab, das die bewusste Auseinandersetzung mit den Schmerzen das Erkennen von Zusammenhängen fördert. Auch beim Sparen und beim Erfolgstagebuch erweist sich Self-Tracking als großartiges Hilfsmittel sich seiner selbst bewusst zu werden und sich weiter zu entwickeln. Falls auch Du 2015 mit neuen Zielen gestartet hast, wünsche ich Dir viel Erfolg und freue mich ggf. von Deiner Erfahrung zu hören.

9 Comments

  1. Mathias

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    Die Sauerkraut-App beinhaltet auch ein Schmerzprotokoll. Wenn du das nutzt, kannst du auch leicht rausfinden, ob deine Schmerzen mit deiner Ernährung zusammen hängen.

  2. Andrea Bauer

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    Hallo Florian, ein Tipp zu den Ohrenschmerzen; ich habe erst gerade sehr gute Erfahrungen mit Handreflexzonenmassage gemacht. Und zwar hatte ich ein verstopftes Ohr, und das hat mich mehrere Tage (und Nächte!) fast wahnsinnig gemacht. …. Lange Rede, kurzer Sinn: habe die betreffenden Stellen an der Hand morgens und abends massiert, so fünf, zehn Minütchen, und schwups wars besser und dann ganz weg. …. Wo die Reflexzonen für das rechte bzw. linke Ohr liegen, brauchst du nur unter Bilder googeln. ….. lg, Andrea

    • Florian Schumacher
      Florian Schumacher

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      Danke für den Tip, Andrea. Das werde ich ausprobieren. Bin gespannt, ob es bei mir auch so gut klappt wie bei Dir! LG, Florian

  3. Peter Neumann

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    Ein kleiner aus NLP abgeleiteter Hinweis analog zur Tagessparplan-Methode:
    Fokussiere Dich nicht auf das, was Du nicht willst, sondern auf das, was Du willst!

    Also am Beispiel der Tagessparplan-Methode: NICHT „ich will nicht arm sein“, SONDERN „ich will reich/wohlhabend/vermögend/finanziell frei sein“.

    Angewendet auf Deine Ohrenschmerzen bedeutet das:
    Führe kein Schmerztagebuch, sondern ein Wellness-Tagebuch!
    Notiere in Deinem Tagebuch NICHT, wann die Schmerzen besonders übel sind.
    SONDERN notiere, unter welchen Umständen es Dir besonders gut geht.

    Das ist eminent wichtig!
    Dein retikuläres Aktivierungssystem sucht beständig nach dem, auf das Du es trimmst.

    Suchst Du nach Schmerzen, so wirst Du welche finden.
    Und suchst Du nach Wohlgefühl, so wirst Du es finden.

    Fokussiere Dich und Dein RAS also unbedingt auf das, was Du willst, nämlich auf ein gutes finanzielles und gesundheitliches Wohlbefinden!

    Liebe Grüße
    Peter

    • Florian Schumacher
      Florian Schumacher

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      Hallo Peter, Danke für den Tip! Da das Problem mit meinen Ohren schon länger besteht, dachte ich es wäre sinnvoll mir einen neutralen Überblick zu Ursache und Wirkung zu verschaffen. Das Tracking der negativen Symptome hat mir allerdings keinen Spaß gemacht, deshalb bin ich zum selben Schluss gekommen und werde den Fokus auf den gewünschten, positiven Zustand richten.
      😉

  4. Patrick

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    Hallo Florian, danke für Deinen Bericht! Mit welchen „Tool“ führst Du Dein Tagebuch? Klassisch Papier und Stift oder digital? Und wie gehst Du mit „Ausnahmen“ um, wenn Du bspw sehr spät nach Hause kommst, keine Lust hast, etc?

    • Florian Schumacher
      Florian Schumacher

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      Hallo Patrick, für mein Tagebuch nehme ich die App Day One, die ich auf iPhone, iPad und Mac installiert habe. Diese App schickt mir jeden Abend einen Reminder, meistens schreibe ich das Tagebuch so zwischen 10 und 11 Uhr. Ich finde es praktikabel und sinnvoll in zwei bis drei Sätzen festzuhalten, was an dem Tag besonderes gut gelaufen ist. Das das meist recht schnell geht, hatte ich bisher keine Probleme meine Einträge zu erstellen. Und wenns mal gar nicht klappt, kann man den Eintrag auch am anderen Tag nachholen.

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