Software, Sensoren und Maschinen

Welche Tools zur Steigerung der Lebensqualität gibt es und was leisten sie? Apps und Gadgets für Sport, Gesundheit und Wohlbefinden im Praxistest.

Welche Tools zur Steigerung der Lebensqualität gibt es und was leisten sie? Apps und Gadgets für Sport, Gesundheit und Wohlbefinden im Praxistest.

Top Gear 2015 – die besten Tools für Lifestyle, Sport und Wohlbefinden

Mit den richtigen Tools und Werkzeugen lassen sich Lebensqualität, Gesundheit und Zufriedenheit steigern – deshalb bin ich bekennender Fan von Gadgets und Geräten die mit ihrer Funktion mein Leben besser und glücklicher machen (manche nennen es auch Produktfetischismus). In diesem Artikel möchte ich Euch vorstellen, welche Produkte für mich 2015 am wichtigsten waren. Neben Self-Tracking-Gadgets findet ihr auch praktische Lösungen die Euer Zuhause wohnlicher machen oder mit denen Ihr das Beste für Eure Ernährung herausholen könnt.

Die besten Lifestyle-Tools 2015

Apple Watch

Nachdem ich während der letzten Jahre über 20 verschiedene Fitness-Tracker im Einsatz hatte, ist die Apple Watch seit Mai mein favorisierter Begleiter am Handgelenk. Apple’s ganzheitliches Konzept zum Bewegungstracking ist allen anderen Lösungen überlegen, beim Laufen ersetzt sie außerdem eine Pulsuhr was bei anderen Sportarten leider noch nicht optimal funktioniert. Dass Display ist gut geeignet um sich Reminder von anderen Tracking Apps wie Coach.me anzeigen zu lassen und so seinen Fortschritte bei diversen Zielen festzuhalten. Nützlich sind auch einige der smarten Funktionen der Apple Watch. Bei mir besonders beliebt: Anrufe in unpassenden Situationen ablehnen. Falls ihr Euch lediglich zu mehr Bewegung motivieren wollt, könnte ein Activity-Tracker die günstigere Alternative sein. Die besten Modelle im Überblick findet ihr hier.

Apple Watch_activity app

Schlafsystem Withings Aura

Das Schlafsystem Withings Aura besteht aus einem Lichtwecker und einem Sensor der unter der Matratze platziert wird, um die Schlafdauer und Schlafqualität zu messen. So lässt sich ohne weiteren Aufwand der eigene Schlaf aufzeichnen – insbesondere praktisch wenn die Smartwatch Nachts geladen werden muss oder man keine Lust hat ein Gerät am Handgelenk zu tragen. Auch der Lichtwecker und die weiteren Funktionen zur Verbesserung der Schlafhygiene sind sinnvoll und das System wird durch regelmäßige Software-Updates kontinuierlich verbessert. Weitere Informationen im Schlaf-Tracker Überblick oder bei Amazon.

Smarte Waage Withings Body Analyzer

Seit 4 Jahren verwende ich vernetzte Waagen und der Withings Body Analyzer ist dabei das fortschrittlichste System das ich bisher getestet habe und noch heute nutze. Regelmäßiges Wiegen ist ein essentieller Bestandteil meiner Gewichtskontrolle. In Phasen in denen ich mich länger nicht gewogen habe, nehme ich stets zu – regelmäßiges Wiegen hilft zum Glück wieder, meine Ziele zu erreichen (Ein Effekt der übrigens auch aus Studien bekannt ist). Den Body Analyzer und weitere smarte Waagen habe ich hier im Detail vorgestellt. Eine Alternative für Sportler könnte die TanitaRD 901 BT sein, die ich demnächst testen möchte. Den Withings Body Analyzer bei Amazon findest Du hier.

Smarte Beleuchtung Philips Hue

Licht hat einen entscheidenen Einfluss auf das Wohlbefinden und mit vernetzten Lampen wie der Philips Hue lässt sich dieser Einfluss gezielt steuern. Durch Änderung der Helligkeit und Lichtfarbe lassen sich die Stimmungen in Eurem Lebensraum extrem vielseitig gestalten. Meine Hue ist so programmiert, dass sie den Verlauf des Sonnenlichts imitiert und sich so positiv auf meinen Biorhythmus auswirkt- einer der effektivsten Hacks um meinen Schlaf zu verbessern. Leider hat Philips beim Kundenservice und im Bereich Smart Home Produktstrategie die unangenehme Eigenschaft etwas bitchy zu sein. Mangels besserer Alternativen zur smarten Beleuchtung gebe ich hier dennoch eine Empfehlung. Weitere Informationen zur Philips Hue findet Ihr hier bei Amazon.

philips_hue

Smarte Heizung Homematic ip

Auch die Temperatur unserer Umgebung hat einen wichtigen Einfluss auf unser Wohlbefinden und sollte daher stets unseren Anforderungen angepasst sein. Durch Vernetzung und Programmierung der Heizung könnt Ihr sicherstellen, dass Eure Räume immer dann beheizt sind wann, ihr es braucht und zugleich keine Energie verschwendet wird wenn ihr nicht zu Hause seit. Das neue System von Homematic welches ich seit einigen Wochen im Einsatz habe erledigt diese Aufgabe hervorragend und ist im Gegensatz zu vielen anderen System kinderleicht zu installieren. Alle Geräte verfügen über eine eigene ip-Adresse so dass in zukünftigen Smarthome-Anwendungen eine noch reibungslosere Integration möglich sein sollte. Ein weiterer Vorteil ist, dass Ihr mit dem Kauf der Hardware einen kostenlosen Cloudservice bekommt, mit dem ihr auch unterwegs vom Smartphone Temperatureinstellungen ändern könnt. Bei anderen Anbietern kostet dies oft eine zusätzliche monatliche Gebühr. Zum Ausprobieren gut geeignet ist das Homematic ip Starterkit das Ihr hier bei Amazon findet.

WiFi-Lautsprecher Bose Soundtouch 10

Wenn Ihr bei idealer Beleuchtung und Temperatur aufgewacht seid, könnt Ihr Euren Start in den Tag am Besten mit der richtigen Musik im Badezimmer perfektionieren. Ideal dafür ist das Bose Soundtouch 10. Wie bei den meisten anderen modernen Lautsprechern könnt Ihr via Bluetooth Musik und Hörbücher vom Smartphone streamen. Was mich am Bose Soundtouch jedoch begeistert ist die Möglichkeit, 6 Web-Radio-Sender zu programmieren, die Ihr durch Knöpfe an der Box oder der mitgelieferten Fernbedienung direkt starten könnt. So kann man schnell den Sound aufdrehen ohne am Handy rumdrücken zu müssen. Perfekt für einen Start in den Tag mit Hip Hop Classics, Electro Beats oder DnB Heaven. Im Gegensatz zu manch anderen Herstellern gibt Bose keine explizite Empfehlung für die Verwendung in feuchten Räumen. Mein Lautsprecher hat im Badezimmer bisher jedoch keinen Schaden genommen. Weitere Informationen zur Soundtouch 10 findet Ihr hier bei Amazon.

Virtual Reality Brille Gear Vr

Virtual Reality wird das ganz große Ding 2016. Falls Ihr ein Samsung Galaxy S6 besitzt, könnt Ihr Euch für 99€  eine Brille kaufen, die aus dem Smartphone einen VR Computer macht. Ein großartiges Spielzeug für alle die einen Blick in die Zukunft werfen wollen. Gibts hier bei Amazon.

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Die besten Sport-Tools 2015

Smartes Springseil Smart Rope

Insbesondere auch vor dem Kraftsport sollte man den Kreislauf in Schwung bringen, wofür ein Springseil hervorragend geeignet ist. Besonders Spaß macht das mit der smarten Variante Smart Rope, bei der ein LED Display in das Seil integriert ist, mit dem ihr die Anzahl der Wiederholungen stets vor Augen habt. Wie das in der Praxis aussieht seht Ihr im nachfolgenden Video. Sehr motivierend!

Smarte Sportkleidung Athos

Apps zum Tracking des Kraftsports sind meist mühsam und erfordern die manuelle Erfassung der Art der Übung, des gewählten Gewicht und der Anzahl der Wiederholungen. Mit den Textilien von Athos wird die Muskelspannung gemessen und in einer Smartphone App ausgewertet und visualisiert. Diese Daten lassen sich nutzen, um die Ausführung einzelner Übungen und auch die Ausgewogenheit des Trainingsplans zu kontrollieren. Die Technologie ist noch sehr jung und hat noch Potential nach oben wobei Athos regelmäßig Updates seiner Software veröffentlicht. Eine interessante Alternative für Kraftsportler ist das smarte Armband von Atlas Wearables welches Fitness-Übungen automatisch erkennen soll. Mehr dazu sobald ich das Gerät testen konnte.

Suspension Trainer TRX Force Kit

Ich trainiere gern mit freien Gewichten weshalb mein Wohnzimmer zugleich ein kleines Fitnessstudio ist. Darin befindet sich auch ein TRX, ein System aus Gurten mit dem Ihr verschiedenste Übungen durchführen könnt. Im Gegensatz zu anderen Formen des Bodyweight-Trainings kann man mit einem Suspension Trainer einfacher größere Trainingsreize erzielen und ich finde es auch viel angenehmer in den Seilen zu hängen als auf dem Boden zu turnen. Praktisch sind Suspension Trainer insbesondere auch für Menschen die viel Reisen oder draußen Sport machen. Mein TRX hat mich schon in diversen Hotels und Parks begleitet. Begonnen habe ich mit dem Suspension Training mit einem günstigen Nachbau von Kettler der eigentlich einen guten Job macht. Der Original TRX Force Kit den ich seit einem Jahr verwende ist preislich schon ziemlich abgehoben, fühlt sich aber insbesondere in der martialischen Tactical Force Edition wirklich toll an..

Quadlock Smartphone Halterung

Den Weg ins Büro bestreite ich fast täglich mit meinem Rennrad – einer ziemlich flotten Maschine die ich auch für sportliche Ausfahrten nutze. Wichtig ist mir dabei mein Smartphone stets im Blickfeld zu haben. Perfekt geht das mit den Quadlock-Halterungen mit denen Ihr Euer Telefon sicher am Fahrradlenker befestigen könnt. So habt Ihr Google Maps und Co stets im Blick und könnt an roten Ampeln auch mal die Musik oder das Hörbuch wechseln oder schauen was es neues in der Mailbox oder auf Facebook gibt. Quadlocks System ist modular aufgebaut und mit diversem Zubehör auch in vielen anderen Bereichen nützlich. Zum Beispiel könnt Ihr Euer Smartphone beim Joggen an einem praktischen Oberarmband befestigen. Den Quadlock Bike-Kit und die anderen Varianten findet Ihr bei Amazon.

Wahoo Fahrradsensor

Der erste Faktor den man als ambitionierter Sportler beim Rennradfahren betrachten sollte, ist die Trittfrequenz. Ganz einfach geht dies mit dem Wahoo Fahrradsensor der die Umdrehungen der Kurbel misst und über einen Speichensensor auch die Geschwindigkeit misst (was bessere Ergebnisse liefert als das GPS des Smartphones das schnelle Geschwindigkeitsänderungen nur mit erheblicher Verzögerung erkennt). Die Daten könnt ihr Euch on diversen kompatiblen Als auf dem Smartphone ansehen. Für ca. 50 € ein lohnenswertes Tool das mir geholfen hat, meine Fahrtechnik zu optimieren. Gibts hier bei Amazon.

Smarte Pedale Garmin Vector 2

Für Profis und richtig ambitionierte Radsportler sind die  Vector 2 Pedale von Garmin, welche neben der Trittfrequenz eine Vielzahl weiterer Parameter erfassen. Der wichtigste davon ist die übertragene Leistung, welche im Gegensatz zu Werten wie Geschwindigkeit oder Pulsfrequenz eine neutrale Vergleichsmöglichkeit liefert die nicht von der Tagesform oder dem Gegenwind beeinflusst wird. Darüber hinaus liefern die Vector 2 noch viele weitere Daten die helfen können den Bewegungsablauf beim Pedaltritt zu optimieren. Ich habe während der letzten Monate ein Testexemplar von Garmin geliehen mit dem ich viel Spaß hatte. Leider sind die Pedal mit einem Preis von 1300€ nicht gerade ein Schnäppchen – mal sehen ob ich mir in der nächsten Radsaison ein Paar kaufen werde. Für ambitionierte Rennradler liefern sie auf jeden Fall ein detailliertes Feedback und können enorm motivieren. Weitere Information gibt es hier bei Amazon.

Fahrrad Airbag Hövding 2.0

Auch beim Casual Cycling ins Büro oder anderen Strecken in der Stadt erreicht man Geschwindigkeiten und ist mit Verkehrsteilnehmern konfrontiert, die bei einem Unfall üble Konsequenzen haben können. Da ich jedoch bei Alltagsfahrten keine Lust auf einen Helm habe, schütze ich mich mich mit dem Fahrrad Airbag von Hövding, der im Fall des Falles auch noch eine viel bessere Schutzwirkung als ein klassischer Helm erzielen soll. Das Teil wird wie ein Schal getragen, ist bequem und hat eine Akkulaufzeit von ca. 10 Stunden. Funktioniert top und wenn Ihr regelmäßig Fahrrad fahrt und nicht lebensmüde seid dann ist der Hövding eigentlich ein Nobrainer 😉 Gib’s hier bei Amazon.

Hoevding

Die besten Tools für Ernährung

Power Mixer Vitamix etc.

Für wirklich leckere Smoothies führt kaum ein Weg an einem High Power Mixer wie dem Vitamix vorbei. Ich habe mir ein günstigeres Vitamix-Plagiat von Klarstein gekauft, dessen Mixerbehälter schon ziemlich bald unappetitlich wurde und keine heißen Getränke ausgehalten hat. Dieses habe ich jetzt mit einem Original Vitamix Behälter ersetzt in dem auch heiße Drinks wie ein Bulletproof Coffee perfekt gemixt werden können. Da ich das Gerät fast täglich im Einsatz habe, hätte ich mir im Nachhinein lieber gleich einen Vitamix gekauft aber wenn man Smoothies und Co zum ersten mal probiert und noch nicht weiß ob das dauerhaft zur Leidenschaft wird, kann man sich mit den günstigeren Geräten gut vorantasten.

Saftpresse Sana TNC 707

Bei der Saftpresse habe ich nach dem Versuch mit einem günstigen Modell schnell auf mein Traumgerät gewechselt. Mit der Sana 707 lassen sich aus Grünzeug, Gemüse und Obst perfekt die Nährstoffe in Form von Saft extrahieren, dabei ist die Reinigung im Vergleich zu den meisten anderen Slow-Juicern ein Kinderspiel. Außerdem lassen sich gefrorene Beeren etc. ganz easy zu Sorbet oder Eis verarbeiten und aus Mandeln macht die wunderschöne Wundermaschine Mandelmuss oder Mandelmilch. Mein Öko- und Biohacking-Herz schlägt höher für die Sana 707. Gibts hier bei Amazon.

Sana Juicer

Limettenpresse Modell Budget

Wasser ist gesund und lecker aber wenn man erst mal ein paar Tausend Liter davon getrunken hat, kann es ein wenig langweilig werden. Unter anderem deshalb presse ich mir Standardmäßig Limetten oder Zitronen in einen Wasserkrug was viel besser schmeckt und tolles Vitamin C liefert. Mit einer Limettenpresse geht das einfach und sauber und dieses Modell erledigt seine Aufgabe jetzt schon seit Monaten täglich ganz hervorragend.

Milchschäumer Profi Cook

Meinen Kaffe trinke ich am liebsten Schwarz aber mit Milchschäumern lassen sich auch ganz andere Jobs bewältigen. Meine Nährstoffe und alles weitere was ich unter biochemischen Gesichtspunkten für sinnvoll halte hole ich mir nicht nur aus Nahrungsmitteln sondern auch mal aus Nahrungsergänzungsmitteln. Manche davon sind billiger in Pulverform und lassen sich mit einem leistungsfähigen Milchschäumer sehr schön in Wasser auflösen. Ähnlich gut funktioniert dass auch für widerspenstige Proteinpulver oder was auch immer Ihr euch reinziehen wollt. Der erste Milchschäumer den ich gekauft hatte war mit AAA Batterien etwas schwach drauf. Dieser hier mit Doppel AA Batterie-Power macht alles wunderbar homogen und kann dank stabiler Hülle auch mal mit auf die Reise um unterwegs einen Bulletproof Coffee zu zaubern.

Selbsttests für Blutwerte und Allergien

Eure Ernährung ist vom Feinsten aber Ihr wüsstet gerne was das bringt oder an welcher Stelle ihr noch Potential zur Verbesserung habt? Währen der letzten Jahre habe ich diverse Bluttests ausprobiert die genau darüber Erkenntnisse liefern können wie großes Blutbild beim Arzt, Vitamin D Test zu Hause oder auch Selbsttests auf diverse Allergien, Nährstoffmängel etc. Hier gibts wirklich viele Möglichkeiten in die ihr Euch ggf. weiter einlesen solltet. Einen guten Überblick zu den verfügbaren Tests findet Ihr bei Vimeda.

Top Tools für Euren Geist

Heartmath Inner Balance Trainer

Wenn ihr von dem ganzen Sport, dem guten Essen und den fetten Beats im Badezimmer auch mal wieder runterkommen wollt, könntet Ihr ne Runde meditieren. Inner Balance von Heartmath ist eine Art Meditationscoach der Euch dabei hilft, tiefer zu entspannen. Mit einem Clip am Ohr misst das Gerät Eure Herzratenvariabilität und gibt Euch per Smartphone App Feedback, mit dem Ihr gezielt locker werden könnt.

Self-Tracking mit Apple Numbers

Eines der besten Personal Dev Tools gibts für Apple User gratis und für alle anderen erfüllt MS Office oder Google Docs einen ähnlichen Zweck. Seit zwei Jahren schnappe ich mir um Sylvester eine Tabelle und überlege mir, was ich in den kommenden 12 Monaten erreichen möchte. Dabei halte ich für jeden Monat ein Ziel in einer Zeile der Tabelle fest und überlege dabei auch welche Ressourcen etc. notwendig sind, um dieses Ziel zu erreichen. Das Ergebnis ist ein sehr übersichtlicher Miniplan an dem ich mich im Verlauf des Jahres immer wieder orientiere und in dem ich Gelerntes als Notiz ergänze und den Grad meiner Zielerreichung protokolliere. Mir haben diese Pläne 2014 und 2015 viel Fokus und Motivation beschert und ich freue mich schon darauf, die Prioritäten für 2016 zu setzen. Wie auch immer Ihr Eure Ziele erreicht – ich wünsche Euch dabei viel Spaß und Erfolg und lasst mich wissen, welches Tools euer Leben verändert haben 😉

p.s.: Im Artikel verwende ich Affiliate-Links die dazu führen, dass wenn Ihr etwas bei Amazon bestellt, ich mit einer kleinen Provision an den Einnahmen beteiligt werde. Der Kaufpreis ändert sich für Euch dadurch nicht und ihr tut mit Euren Einkäufen sogar etwas gutes. Die Hälfte meiner Affiliate-Einnahmen spende ich an gesellschaftlich relevante und wohltätige Organisationen wie Netzpolitik.org und die Effective Altruism Organisation Give Directly.

Schlaftracker – der große Überblick

Neben regelmäßiger Bewegung und gesunder Ernährung ist ausreichender und erholsamer Schlaf entscheidend für eine gute Leistungsfähigkeit und eine hohe Lebensqualität. Jeder Dritte in Deutschland ist jedoch von gelegentlichen Schlafproblemen betroffen – jeder Zehnte leidet an chronischen Schafstörungen. Der Lösung dieser Probleme hat sich mittlerweile auch die Wearables und Digital Health Industrie angenommen. Viele Activity-Tracker eignen sich so auch zur Schlafmessung und versprechen ein besseres Verständnis für den eigenen Schlaf sowie eine gesteigerte Motivation, rechtzeitig ins Bett zu gehen. Wer keine Lust hat selbst am Körper einen Sensor zu tragen, kann auch sein Bett mit geeigneter Technik aufrüsten. Sensoren zur Befestigung auf oder unter der Matratze erfassen während des Schlafs verschiedenste Körperregungen und ziehen aus diesen Rückschlüsse über Schlafdauer, Schlafprobleme und Schlafqualität.

Schlaftracker

Was die verschiedenen Geräte können und wie genau sie messen habe ich in einem großen Praxistest untersucht. Dazu bin ich mit 10 Acitivity-Trackern und Bettsensoren ins Schlaflabor und haben die Ergebnisse der Gadgets mit einer medizinischen Schlafmessung verglichen. Mit ins Labor genommen habe ich die Armbänder und Uhren von Basis, Fitbit, Microsoft, Misfit, Polar und Withings sowie die Bettsensoren von Beddit, Emfit und Withings. Außerdem dabei war die iPhone App Sleep Cycle welche die Smartphone-Sensoren nutzt, um die Bewegungen während der Nachtruhe zu analysieren und ein Zeo Stirnband zur Messung der Hirnströme, welches mittlerweile nicht mehr erhältlich ist. Das Projekt hat sich dabei als echte Herausforderung herausgestellt. Da mein iPhone aufgrund der großen Menge an Bluetooth Devices die ich im Einsatz habe gerne Zicken macht, habe ich die Daten der unterschiedlichen Sensoren zur Sicherheit mit verschiedenen Geräten eingesammelt. Zwei iPhones, ein iPad und ein WiFi-Hotspot für die Bettsensoren haben die Daten dann auch reibungslos protokolliert. Von der Optimierung dieses Setups in den beiden Nächten vor dem Experiment im Schlaflabor war ich dann auch entsprechend müde und schlief im Labor trotz umfangreicher Verkabelung wie ein Engel. Zusätzlich zur Messung im Schlaflabor, bei welcher ich mich direkt zum Schlafen ins Bett gelegt hatte und relativ zügig eingeschlafen war, habe ich die Geräte auch einem Alltagstest unterzogen, bei welchem sie unter erschwerten Bedingungen ihr Können unter Beweis stellen mussten. Hier lag ich teilweise längere Zeit wach im Bett um zu lesen oder Filme zu schauen – genauso mussten die Sensoren fürs Bett mit dem von meiner Freundin erzeugten Datenrauschen umgehen, welche teilweise noch im Bett blieb, nach ich schon aufgestanden war. Wie das im echten Leben so ist, konnte hier nicht immer ausgeschlossen werden dass sie sich nach frei werden meiner Betthälfte nicht auf der Matratze ausbreitet, und dabei mit ihren Bewegungen meine Sensoren getäuscht hat. Zur Analyse der Genauigkeit der Geräte im Heimeinsatz habe ich mir die Messwerte der verschiedenen Geräte im Vergleich angeschaut und auf Plausibilität untersucht.

So funktioniert die Schlafmessung

Informationen zum Schlaf lassen sich mit vielen verschiedenen Sensoren erfassen. Die Münchner Schlafklinik Prosomno, mit deren Unterstützung ich diesen Test durchgeführt habe, stattet seine Probanden dazu mit Elektroden, Beschleunungungssensoren, Mikrofonen und optischen Sensoren aus. So werden die elektrischen Signale von Hirnströmen, Herzschlag, und Muskelspannungen gemessen, Bewegungen erfasst und Atemgeräusche wie Schnarchen oder andere akustische Äußerungen während der Nacht aufgezeichnet. Zusätzlich wird mit einem Drucksensor an der Nasenöffnung die Atmung überwacht und ein Finger des Probanden mit einem Pulsoximeter durchleuchtet um die Sauerstoffkonzentrationen im Blut zu erfassen.

Florian_Schumacher_Schlaflabor

Die Messwerte der verschiedenen Sensoren werden in einer zentralen Einheit am Körper gesammelt und per WiFi an das Computersystem des Schlaflabors übertragen. Aus diesen Daten lassen sich der Zeitpunkt des Einschlafens und Aufwachens ermitteln sowie der Verlauf der verschiedenen Schlafphasen während der Nacht. Dazu werden die unterschiedlichen Messwerte von den Ärzten der Schlafklinik im Zusammenhang betrachtet um das entsprechende Schlafstadium zu klassifizieren. Außerdem lassen sich mit den Sensoren im Schlaflabor auch Anomalien und Störungen im Schlaf feststellen, wie zum Beispiel  Muskelzuckungen, Schnarchen oder Atemaussetzer. Für die exakte Analyse des Schlafverlaufs müssen dabei komplexe Muster in den Messwerte erkannt werden. Eine reine Bewegungsmessung wie sie bei vielen Fitness-Trackern angewendet wird, kann die Feinheiten der einzelnen Schlafphasen hingegen nicht unterscheiden. Deutlich wird dies bei den Tief- und REM-Schlafphasen die im Gegensatz zum Leichtschlaf von relativ geringer Bewegungsaktivität gekennzeichnet sind. Entsprechend machen hier auch die meisten Geräte keine Unterscheidung und fassen Tief- und REM Schlafphase welche eine wichtige Funktion für die körperliche bzw. mentale Regeneration besitzen unter Begriffen wie „tiefem Schlaf“ oder „erholsamem Schlaf“ zusammen. Nur die Geräte von Basis, Emfit, Withings (Aura) und Zeo zeigen eine ähnliche Detailreiche Schlafarchitektur wie das Schlaflabor wozu sie weitere Daten wie Puls oder Hirnströme berücksichtigen.

Schlaflabor_Smartphone
Der Infrarotkamera im Schlaflabor entgeht nichts..

Auch die Geräte zur Installation im Bett messen die Bewegungen des Schlafenden, wozu kapazitive Sensoren die durch Bewegung ausgelösten Druckveränderungen erfassen. Dabei sollen nicht nur die Druckveränderungen durch Bewegungen wie Umdrehen im Bett erkannt werden, auch die durch Atmung oder den Herzschlag erzeugten Mikrobewegungen können laut der Hersteller unterschieden werden. Im Vergleich zu einfachen Wearables stehen bei den Lösungen zur Installation im Bett also mehr Daten zur Verfügung welche genauere Messwerte ermöglichen sollten. In der Praxis war dieser Effekt jedoch teilweise bemerkbar, die Geräte unterscheiden sich viel mehr durch andere funktionelle Vor- und Nachteile von ihren Alternativen für das Handgelenk.

Vor- und Nachteile von Activity-Tracker und Bettsensoren 

Insbesondere wenn man schon einen Activity-Tracker mit Schlafmessung besitzt, stellt sich die Frage ob die Anschaffung eines zusätzlichen Gerätes sinnvoll ist. Aber auch wenn noch kein entsprechendes Gerät vorhanden ist, besitzen Activity-Tracker auch zur Schlafmessung praktische Eigenschaften. Bewegungs- und Schlafmessung mit einem Gerät spart unnötige Kosten und sorgt dafür dass die verschiedenen Daten übersichtlich in der App eines Herstellers angezeigt werden können. Außerdem sind die Wearables mobil und können auch auf Reisen mitgenommen werden, wohingegen die Bettsensoren auf oder unter der Matratze installiert sind und auf eine Bettseite eingeschränkt sind. Wer also beruflich oder privat viel unterwegs ist oder aus anderen Gründen öfter nicht im eigenen Bett schläft, ist mit einem Wearable flexibler. Viele Activity-Tracker besitzen jedoch keine automatische Schlaferkennung und müssen beim Zubettgehen manuell in den Schlafmodus gestellt werden. Vergisst man dies, erhält man keine Schlafdaten. Alle von mir getesteten Modelle verfügen hingegen über eine automatische Schlaferkennung – dies macht das Schlaf-Tracking komfortabler aber auch anfälliger für Messfehler, zum Beispiel wenn man wach im Bett liegt ohne sich zu bewegen und der Tracker annimmt, dass man schläft. Dieses Problem tritt aber auch bei den Bett-Sensoren auf, welche ebenfalls automatisch erkennen wenn man sich schlafen legt und dabei unter Umständen zu falschen Ergebnissen kommen.

Ist es nicht unglaublich, wie gut ich im Schlaf aussehe?
Ist es nicht unglaublich, wie sexy ich im Schlaf aussehe?

Sensoren zur Installation im Bett sind gut geeignet wenn man Nachts kein Gerät am Handgelenk tragen möchte, oder tagsüber eine Smartwatch verwendet, die aufgrund ihrer geringen Akkulaufzeit Nachts geladen werden muss. Hersteller wie Withings kombinieren ihre Bett-Sensoren mit einer Basis-Station welche weitere Messwerte aus der Umgebung erfasst und zusätzlich als Lampe eingesetzt werden kann. Im Vergleich zu den Wearables wird hier also nicht nur der schlafende Nutzer vermessen sondern auch sein Umfeld welches einen entscheidenden Einfluss auf die Schlafqualität haben kann. Wichtig zu beachten bei den Bett-Sensoren ist, dass diese keine Personen unterscheiden können und daher Daten sammeln sobald jemand im Bett liegt, egal ob dies der vorgesehene Nutzer, dessen Partner oder der Hund ist.

Gemeinsam haben die Acitivty-Tracker und Bett-Sensoren die automatische Übertragung der Daten in eine App oder ein Onlineprofil per Bluetooth oder Wifi. Nach dem Schlafen können die eigenen Daten so direkt auf dem Smartphone, bei manchen Geräten auch auf einer Website angesehen werden. Typischerweise werden der Zeitpunkt des Einschlafens und Aufwachens angezeigt, ebenso die Dauer und Erholsamkeit des Schlafs, wobei sich die Art der Auswertungen bei den unterschiedlichen Hersteller teilweise deutlich unterscheiden. Manche Geräte bieten einen statistische Daten zur durchschnittlichen Schlafmenge der letzten Tage oder Wochen für einen einfacheren Überblick oder Tips zur Verbesserung des Schlafs. Dies ist insbesondere praktisch wenn man seine Schlafgewohnheiten verbessern und die Erfolge direkt in der App nachvollziehen möchte. Neben der reinen Schlafmessung besitzen viele Geräte auch eine smarte Weckfunktion, die einen morgens in der Leichtschlafphase weckt, was vielen Menschen leichter fällt als aus der Tiefschlafphase gerissen zu werden. Die weiteren Funktionen, Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Geräte findet ihr hier im Detail.

Withings Aura

Withings_Aura

Das Withings Aura besteht aus einem Sensor der unter der Matratze platziert wird und einer Lampe die neben dem Bett platziert wird. Sensor und Lampe sind über ein Kabel verbunden. Die Lampe ist über WiFi mit dem heimischen WiFi verbunden und überträgt die Daten zum Schlaf auf Withings Server von wo aus die per Smartphone App oder Online Profil betrachtet werden können. Die Messung des Schlafs erfolgt vollautomatisch sobald man sich hingelegt hat. Mit zwei Prozent Abweichung bei der Schlafdauer lag das Withings Aura sehr nah am Ergebnis des Schlaflabors. Unter Alltagsbedingungen kam es jedoch zu weitaus größeren Abweichungen bei der Schlafdauer. Die gemessene Dauer von REM- und Tiefschlafphase wichen mit 38 beziehungsweise 32 Prozent deutlich von den Ergebnissen des Schlaflabors ab. Neben der eigentlichen Schlafmessung bietet die Withings Aura eine smarte Weckfunktion. Dabei kann man sich morgens im Leichtschlaf aufwecken, wenn man vor ein Zeitfenster angibt, innerhalb welchem man aufstehen möchte. Zum Wecken kombiniert Aura angenehme Klänge mit blauem Licht, welches die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin hemmt und so hilft, leichter aus dem Bett zu kommen. Zugleich kann Aura auch als Nachttischlampe verwendet werden. Durch Tippen auf das Berührungsempfindliche Gehäuse wird ein wames Licht eingeschaltet welches sich durch doppeltes Tippen wieder ausschalten lässt. Durch seitliches Wischen lässt sich dieser Farbton aktivieren und in einem zweiten Modus lassen sich als Einschlafhilfe beruhigende Klänge aktivieren. Helligkeit und Lautstärke der Klänge lassen sich auch über die smartphone App einstellen, ebenso können dort verschiedene Klänge vom Meeresrauschen bis hin zu leichten Klavierklängen ausgewählt werden. Wie sinnvoll diese Funktion ist, hängt vom persönlichen Geschmack ab, zeigt aber wie vielfältig Aura in seinen Einsatzmöglichkeiten ist. Paare haben die Möglichkeit einen zweiten Schlafsensor per USB an die Lampe anzuschließen, eine dritte USB Buchse kann genutzt werden, um z.B ein Ladekabel für das Smartphone einzustecken. Bei der Schlafanalyse bietet Withings hochaufgelöste Ergebnisse – neben Leichtschlaf werden auch Tief- und REM-Schlaf unterschieden. Neben dem Verlauf des Schlafs zeigt die App auch Informationen zum Verlauf der Helligkeit und der Raumtemperatur. Die Bedienung der Aura ist etwas gewöhnungsbedürftig, der Hersteller liefert aber durch Software-Updates bei App und Firmware regelmäßige Verbesserungen vor. Damit verfolgt Withings mit der Aura ein interessantes Konzept, welches mit 299 € (UVP, im Handel teilweise billiger) jedoch auch einen stolzen Preis hat. Wie auch bei allen anderen Produkten von Withings, können die Daten als CSV Tabelle heruntergeladen werden, um sie mit Excel oder anderen Statistik-Programmen zu analysieren.

+Sowohl zur Schlafmessung wie zur Schlafoptimierung geeignet
+Unterstützt Apple HealthKit und Google Fit
+Daten können über Website heruntergeladen werden
-Preis

Zum Withings Aura auf Amazon

Beddit

Beddit

Der Schlafsensor von Beddit besteht aus einem dünnen Sensorstreifen welcher mit Hilfe eines Klebebands auf der Matratze fixiert wird. An einer Seite des Sensors befindet sich eine Elektronik-Einheit welche die Messwerte per Bluetooth an das Smartphone sendet. Dazu muss das Smartphone zur Schlafmessung in Reichweite und die Bluetooth-Verbindung aktiv sein – Wifi und Mobilfunkverbindung können deaktiviert werden. Die zugehörige Smartphone App wertet die Daten des kapazitiven Sensors aus, um aus diesen auf das Schlafverhalten zu schließen. Zusätzlich werden dabei auf Mikrofon und Helligkeitssensor des Smartphones zugegriffen, um die Helligkeit im Schlafzimmer und nächtliches Schnarchen zu erkennen. Nach dem Aufwachen zeigt die Beddit-App unter anderem die Schlafdauer, Atem-und Herzfrequenz sowie einen „Sleepscore“ an. Dieser Sleepscore berücksichtigt neben der Schlafdauer auch wie unruhig der Schlaf war, ob man geschnarcht hat oder während der Nacht wach wurde und das Bett verlassen hat. Im Vergleich zum Schlaflabor betrug die Abweichung der gemessen Schlafdauer lediglich 1% – unter Alltagsbedigungen kam es jedoch auch beim Beddit zu weitaus größeren Abweichungen bei der Schlafdauer. Im Vergleich zu der bei einigen anderen Geräten vorgesehenen Platzierung unter der Matratze ist die Befestigung des Beddits auf der Matratze etwas weniger robust. Nach längerer Nutzung kann sich der Sensor von der Matratze lösen und muss dann mit einem neuen Klebeband erneut fixiert werden. Beddit unterstützt die Synchronisation der Daten mit Apple Healthkit. Ein Download der Daten wird im Beddit-Onlineportal angeboten.

+unauffällig und einfach zu installieren
+Unterstützt Apple HealthKit und Download der Daten
-Smartphone muss in Reichweite und Bluetooth aktiviert sein

Zum Beddit Schlafsensor bei Amazon

Withings Activité

Withings Activite

Withings Acitivité ist eine Analog-Uhr mit integriertem Activity-Tracker. Dank wasserdichtem Gehäuse und Uhrenbatterie ist die Activité praktisch in der Handhabung und kann auch zum Schwimmen eingesetzt werden. Die Laufzeit mit einer Batterie beträgt laut Hersteller ca. 8 Monate und ein Batteriewechsel kann vom Nutzer selbst durchgeführt werden. Tagsüber misst die Activité die Anzahl der Schritte und zeigt diese auf einem zusätzlichen kleinen Zeiger im Zifferblatt an. Nachts getragen misst die Uhr die Bewegungen im Schlaf und erkennt so die Schlafdauer und die Tiefe des Schlafs. Angezeigt werden diese Daten in Withings App Healthmate welche per Bluetooth mit der Activité synchronsiert wird. Bei meinem Test im Schlaflabor erzielte die Activité mit weniger als einem Prozent Abweichung bei der Schlafdauer das beste Ergebnis – im Alltagstest kam es aber auch bei der Activité zu größeren Abweichungen. Tief- und REM-Schlafphase werden hingegen nicht unterschieden, weshalb Withings App bei Nutzung der Activité auch nur die Gesamtdauer, Dauer von Leicht- und Tiefschlaf sowie deren Verlauf während der Nacht darstellt. Die Activité ist als Luxusmodell in Schweizer Fertigung und in einer modischen Variante namens Activité Pop erhältlich. Beide Varianten bieten die selben Funktionen und unterscheiden sich primär durch ihr Design und die Qualität der verwenden Materialen. Die Daten der Activité können mit Apple Healthkit und Google Fit synchronisiert und auf der Withings Website als Tabelle heruntergeladen werden.

+Wasserdicht und lange Batterielaufzeit
+Unterstützt Apple Healthkit, Google Fit und Download der Daten

Zur Withings Activité auf Amazon

Fitbit Charge

Fitbit-Charge

Der Fitbit Charge ist ein Activity-Tracker mit Display welcher auch die Uhrzeit und den Namen bei eingehenden Telefonanrufen anzeigen kann. Angeboten wird er in zwei Varianten, als Charge und als Charge HR, welcher zusätzlich über eine optische Pulsmessung verfügt die eine kontinuierliche Messung der Herzfrequenz erlaubt. Beide Modelle erkennen automatisch wenn man sich schlafen legt, und geben in der App die Schlafdauer inklusive Unterbrechungen durch Ruhelosigkeit und Aufwachen an. In einer Detailgrafik kann man sich den Durchschnitt pro Woche, Monat oder Jahr ansehen und bekommt so einen guten Überblick über das eigene Schlafpensum. Für unseren Test hatten wir das Modell Charge HR im Einsatz – welcher die Schlafdauer mit 5% Abweichung zum Laborwert relativ gut erkannt hat. Dieser Eindruck bestätigte sich auch im Alltagstest, bei welchem der Charge HR die zweitbesten Resultate aller getesteten Geräte erzielte. Die Akkulaufzeit beträgt beim Modell Charge ca. 7-10 Tage, der Charge HR muss bereits nach 5 Tagen mit frischer Energie versorgt werden. Im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern unterstützt Fitbit die Smartphone-Schnittstellen Apple Healthkit und Google Fit nicht, welche es erlauben Daten in einer zentralen App zu speichern und mit anderen Apps auszutauschen. Abhilfe schafft die App Syncsolver welche die Fitbit Daten sowohl mit den entsprechenden Schnittstellen von iOS und Android synchronisiert. Der Fitbit Charge ist gut verarbeitet und in verschiedenen Farben erhältlich. Im Gegensatz zu den anderen getesteten Geräten ist der Fitbit nicht für den Einsatz unter Wasser konzipiert. Auch wenn das Gerät gegen Wasser geschützt ist, rät der Hersteller vom Einsatz beim Schwimmen ab.

+Optische Pulsmessung zur kontinuierlichen Messung der Herzfrequenz
-Synchronisation mit HeathKit und Google Fit nur über Zusatzpaps möglich

Zum Fitbit Charge HR auf Amazon

Polar Loop

Polar Loop
Das Polar Lopp ist der Activity Tracker des Sport-Spezialisten, über den ich hier schon ausführlich berichtet habe. Das Gerät ist mittlerweile bereits in der zweiten Generation erhältlich, welche über Bluetooth mit dem Smartphone verbunden auch eingehende Anrufe und weitere Notifications anzeigt. Neu bei der zweiten Generation ist unter Anderem ein Vibrationsalarm, welcher bei längerer Inaktivität daran erinnert, aufzustehen und sich zu bewegen. Der wasserdichte Activity Tracker kann auch unter der Dusche oder beim Schwimmen verwendet werden und lässt sich mit einem kompatiblen Bluetooth Brustgurt zur Pulsmessung verbinden. Nachts getragen erkennt der Loop auch die Schlafdauer und Phasen unruhigen Schlafs welche in einem Diagramm und als Zahlen angezeigt werden können. Die Schlafmessung basiert wie bei der Withings Activité auf der Aktigraphie. Bei meinem Test im Schlaflabor, welchen ich mit einem Gerät der ersten Generation durchgeführt haben wurde die Schlafdauer mit einem Prozent Abweichung vom Ergebnis des Schlaflabors sehr gut erkannt. In der Praxis kam es jedoch zu weitaus größeren Abweichungen, Geräte mit Pulsmessung lieferten hier plausiblere Werte und eine Unterscheidung von REM und Tiefschlaf sind bei dem von Polar eingesetzten Verfahren nicht möglich. Die Messwerte des Polar Loops werden mit einer Smartphone-App synchronisiert und können auch in einem Online-Profil betrachtet werden. Polar synchronisiert die Daten auch mit Apple HealthKit und Google Fit, ein Download der Daten ist ebenfalls möglich. Besonders geeignet ist der Loop für Sportler die den Pulsgurt oder andere Sensoren von Polar einsetzen und alle Messwerte in einem Onlineprofil betrachten wollen.

+ Wasserdicht
– Kurze Batterielaufzeit (bei zweiter Generation verbessert)

Zum Polar Loop (zweite Generation) auf Amazon

Misfit Flash

Misfit_Flash
Neben Firmen wie Fitbit, Jawbone und Nike hat sich das amerikanische Unternehmen Misfit Wearables als Anbieter von Activity Trackern auf dem Markt etabliert. Im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern setzt Misfit auf elegantes Design und einfache Bedienung – die Geräte des Herstellers werden mit einer Uhrenbatterie betrieben und laufen bis 6 Monate bevor der Nutzer eine neue Batterie einlegen muss. Misfits Modell Shine ist aus hochwertigem Aluminium hergestellt und kann mit diversem Zubehör als Armband, Brosche oder Halskette getragen werden. Die günstigere Variante Flash welche wir im Schlaflabor getestet haben besteht aus Kunststoff und ist primär als Armband konzipiert. Beide Varianten verzichten auf das bei anderen Trackern übliche Display und zeigen die Bewegungsaktivität stattdessen über 12 Leuchtdioden an, welche auch zur Anzeige der Uhrzeit genutzt werden können. Misfits Tracker messen Nachts die Schlafdauer und tiefe des Schlafs, die Daten werden in einer Smartphone App angezeigt. Wie bei den anderen Geräten mit reiner Bewegungsmessung wird auch bei Misfits Modell nicht zwischen REM- und Tiefschlaf unterschieden. Beide Phasen werden unter der Bezeichnung „erholsamer Schlaf“ zusammengefasst. Bei der Messung der Schlafdauer lag das von uns getestete Modell Flash mit 5 % Abweichung relativ nahe am Ergebnis des Schlaflabors. Auch im Alltagstest lieferte der Tracker relativ plausible Werte für die Schlafdauer mit Ausnahme von einer sehr kurzen Nacht, für die das Gerät keinen Schlaf erkannt hat. Technikfans können den Flash auch als smarten Knopf verwenden und über die Automatisierungsplattform IFTTT vernetzte Dienste wie z.B. Smart Home Anwendungen steuern.

+Günstig
+Lange Batterielaufzeit

Zum Misfit Flash auf Amazon

Basis Peak

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Basis Peak ist ein smarter Activity-Tracker und mit reichlich Sensoren ausgestattet. Das Gerät verfügt neben der Bewegungsmessung über einen optischen Pulssensor, Hautwiderstandsmessung und zwei Thermometer zur Ermittlung der vom Körper abgegeben Wärme. Durch die Identifizierung der charakteristischen Datenmuster erkennt der Tracker Aktivitäten wie Gehen, Laufen oder Radfahren ohne dafür manuell die Aufzeichnung starten zu müssen. Auch die Schlafdauer und Schlafarchitektur wird vom Peak automatisch erkannt – die Smartphone App zeigt den Verlauf und die Dauer der verschiedenen Schlafphasen an. Die Schlafdauer wurde mit 6 % Abweichung vom Laborwert gut erkannt und in der Praxis konnten mit dem Gerät sogar die plausibelsten Werte für die Schlafdauer gemessen werden. Die Länge von REM- und Tiefschlafphase wichen jedoch deutlich von den Laborwerten ab und sollte mit Vorsicht genossen werden. Neben den automatischen Trackings-Fähigkeiten setzt Basis insbesondere auf Gamification und Gewohnheitsbildung. Ziele wie mehrmals täglich Joggen zu gehen, zu einer bestimmten Uhrzeit ins Bett zu gehen oder eine bestimmte Schlafmenge zu erreichen lassen sich mit Hilfe der App einfach überwachen. Für das Erreichen seiner Ziele erhält man Punkte und steigt in höhere Level auf, welche Voraussetzung sind, um sich neue Ziele zu setzen. So wird man Schritt für Schritt an neue Gewohnheiten herangeführt und das Setzen von zu vielen Zielen wird verhindert. Die Daten können mit Apple Health und Google Fit synchronisiert werden, ein Download von der Website ist ebenfalls möglich. Neben dem Sport- und Gesundsheitstracking zeigt das Peak Notifications auf welche es mit einem Vibrationsalarm aufmerksam macht.

+Automatische Erkennung von Gehen, Laufen und Radfahren
-Display und Bedienung etwas umständlich

Microsoft Band

Microsoft Band
Das Microsoft Band ist das High-Tech Gerät im Testfeld und mit einer Vielzahl von Sensoren ausgestattet. Neben der Bewegungsmessung verfügt es über eine optische Pulsmessung, Hautwiderstandsmessung, ein UV Sensor und beim Ausdauersport kann zusätzlich ein GPS Empfänger aktiviert werden. Neben Activity- und Fitnesstracking kann das Microsoft Band auch Schlaf aufzeichnen. Bei meinem Test im Schlaflabor lieferte das Band mit 12% Abweichung bei der Schlafdauer die ungenauesten Ergebnisse im Testfeld. Ob dies repräsentativ für das MS Band ist, kann ich leider nicht beurteilen, da ich das Gerät geliehen hatte und bei einem späteren Test unter Alltagsbedingungen aufgrund technischer Probleme keine Daten sammeln konnte. Ich würde aber davon ausgehen, dass Microsoft an der Optimierung seiner Algorithmen arbeitet und mittelfristig ähnlich gute Resultate wie die anderen Armbänder mit integrierter Pulsmessung liefert. Die Daten vom Microsoft Band können mit Apple Healthkit und Google Fit synchronisiert werden. Außerdem bietet das Microsoft Band eine Anbindung an Microsoft Healthvault, eine kostenlose medizinische Akte in der diverse Gesundheitsdaten gespeichert und ggf. auch mit Ärzten geteilt werden können. Neben den Fitness- und Gesundheits-Funktionen bietet das Microsoft Band die Möglichkeit über Apps erweitert zu werden, Notifications und eine Anbindung an Microsoft Cortona. Im Vergleich zu den meisten Wettbewerbern hebt es sich mit einem farbigen Display ab, welches auch für die Darstellung von Mails geeignet ist. Die aufwendige Technik führt zu Abstrichen bei der Akkulaufzeit, je nach Nutzungsintensität muss das Microsoft Band bereits nach ein bis zwei Tagen wieder aufgeladen werden. Das smarte Armband ist mit Android, iOS und Microsoft mobile kompatibel. Mittlerweile ist bereits eine zweite verbesserte Version des Microsoft Bands erschienen. Ob und wann dieses in Deutschland verfügbar wird, hat das Unternehmen noch nicht angekündigt.

+Viele Sensoren und Funktionen
-Kurze Akkulaufzeit

Fazit

Bei der Genauigkeit der gemessenen Schlafdauer konnten die meisten von uns getesteten Geräte mit relativ guten Werten überzeugen. Die besten Ergebnisse in der Praxis lieferten die Armbänder mit integriertem Pulssensor von Basis und Fitbit, aber auch die auf reiner Bewegungsmessung basierenden Modelle Withings Activité und Misfit Shine erzielten hier etwas genauere Werte als die Sensoren für die Installation im Bett.

Weniger Aussagekräftig dagegen waren die Ergebnisse zum Verlauf des Schlafs. Die gemessene Dauer von leichtem und tiefem Schlaf wich bei allen Geräten deutlich von den Laborwerten ab, auch bei den von Basis Peak und Withings Aura gemessenen Werten der REM-Schlafphase kam es zu erheblichen Abweichungen. Ähnliches galt für die von den Trackern ermittelten Werte, wie häufig man aufgewacht ist und wie lange diese Wachphasen dauerten. Damit sind die Messwerte zum Schlafverlauf für medizinische Aussagen eher ungeeignet – die Veränderung eines Trends sollte in vielen Fällen dennoch nachvollziehbar sein.

Mit den guten Ergebnissen bei der Messung der Schlafdauer eignen sich die Gerät insbesondere, um sein Bewusstsein für das eigene Schlafpensum zu schärfen und Dank der automatischen Messung machen es die Geräte leicht den Überblick zu bewahren. Wertvoll sind insbesondere auch die Funktionen zum Erlernen sinnvoller Schlafgewohnheiten wie die Möglichkeit sich Schlafziele zu setzen und diese mit Hilfe der Tracker zu kontrollieren. Auch die bei einigen Apps integrierten Tipps zur Verbesserung des Schlafs liefern praktische Anleitung um seine Gewohnheiten und Umgebungsfaktoren zu optimieren und dadurch eine bessere Schlafqualität zu erzielen. Mit ihren zusätzlichen Daten zu Helligkeit, Lautstärke, Schnarchen und Temperatur liefern hier auch insbesondere die im Bett zu installierenden Sensoren von Beddit und Withings sinnvolle Zusatzdaten. Abgesehen davon ist die Wahl eines Sensor fürs Bett oder eines Activity-Trackers primär eine Frage der persönlichen Vorliebe. Einen Mehrwert gegenüber der von uns im Labor mitgetesteten Smartphone App „Sleep Cycle“ liefern beide Arten von Geräten durch eine wesentlich genauere Messung der Schlafdauer und Schlafeffizienz und die Coachingfunktionen welche zu einem besseren Schlaf verhelfen können.

Neben den hier vorgestellten Devices gibt es einige andere Activity Tracker mit automatischer Schlafmessung und auch bei den Sensoren fürs Bett entsteht viel derzeit viel neues. Dieser Artikel wird regelmäßig ergänzt und upgedadet, es lohnt sich also wieder reinzuschauen. Wenn Du Dich neben Schlaf-Trackern auch für Activity Tracker interessierst, solltest Du einen Blick auf den großen Activity Tracker Überblick werfen. Wirklich sinnvoll und praktisch finde ich auch vernetzte Körperwaagen. Hier findest Du die gängigsten Modelle.

Leistungssteigerung mit elektrischer Muskelstimulation und Antelope Gründer im Interview

Letzten Freitag war ich auf ein Panel auf der Buchmesse zu Werables und neuen Content-Formaten eingeladen. Unter der Moderation von Datarella Gründer Jörg Blumtritt diskutierten Dr. Trommen von der Apps Factory, meine ehemalige Kollegin von Wearable Technologies, Johanna Mischke, Kay Rathschlag von der Wearable Life Science GmbH und ich das Potential von mit Wearables erfassten Daten und neuer Interfaces wie Virtual- und Augmented Reality Brillen für die Verlagsbranche. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen mich im Anschluss an das Panel noch etwas über Inhalte aus dem Bereich Gesundheit und Fitness auf der Buchmesse informieren und mit den Ausstellern über ein Buchkonzept zu sprechen, dass ich in den kommenden Monaten umsetzen möchte (melden Sie sich gerne liebe Verleger, es lohnt sich!). Von diesem Plan habe ich mich durch Kay Rathschlag abbringen lassen, der mir vorgeschlagen hat, ein EMS Training in einem seiner Frankfurter Fast Forms Studios zu probieren und einen Prototypen seiner leistungssteigernden Sportanzüge zu testen. Diese Entscheidung habe ich nicht bereut, denn der Nachmittag mi Kay war überaus interessant und der erfolgreiche Unternehmer hat mich innerhalb kürzester Zeit überzeugt, dass er mit seinem Team an etwas Großartigem arbeitet.

Fast Forms

Durch meine eigenen Versuche mit EMS- und TENS-Geräten während der letzten Monate waren mir das Potential aber auch die Schwächen der aktuell verfügbaren Technologie bereits bekannt – was mir Kay im Fast Forms Studio gezeigt hat, sehe ich deshalb auch klar als Gamechanger, welcher die Elektrostimulation in den Mainstream bringen und ganz neue Anwendungsfelder ermöglichen kann. Die mit Elektroden ausgestattet Shirts und Hosen von Antelope ermöglichen es, die Muskeln beim Sport gezielt zu aktivieren wodurch wie beim EMS-Training eine höhere Trainingseffizienz erreicht wird. Das geniale an der Lösung ist, dass sie sich bei beliebigen Aktivitäten einsetzen lässt, wodurch Trainingseffekte gezielt und unabhängig von der ausgeübten Sportart erreicht werden können. So wird es zum Beispiel möglich, beim Rennradfahren seine Rückenmuskulatur zu trainieren oder seine Muskeln nach einem anstrengenden Krafttraining mit Hilfe der Elektrosimulation zu entspannen. Hierdurch entsteht eine Autonomie bezüglich Aktivität und Wirkung und auch eine Unabhängigkeit vom Trainingsmaterial – spannend insbesondere auch bei Reisen, bei denen es nicht möglich ist, Gewichte und Hantelbank mitzunehmen. Nach dem Test der Prototypen habe ich mit Kay noch lange über das zukünftige Einsatzpotential philosophiert – EMS als neue Interface-Ebene für Virtual Reality und andere Anwendungen bei welchen die Muskeln des Körpers gezielt aktiviert werden, stellen ein enormes Potential für die Zukunft dar. Bis es zu einer Vernetzung von Computerspielen und anderen Inhalten und Diensten mit smarten Muskelstimulations-Textilien kommt, dürfte noch einige Zeit vergehen, doch das Potential der ersten Generation der Antelope Textilien für Sportler ist bereits enorm. Fans von EMS-Training sollten sich daher unbedingt die aktuell laufende Crowdfunding-Kampagne von Antelope ansehen. Und auch wenn ihr mit der Muskelstimulation bisher noch keine Erfahrungen haben solltet, lohnt sich ein Blick in das Video zur Kampagne.

Weitere Details hat mir Kay Rathschlag im nachfolgenden Interview verraten:

Hallo Kay: Was ist Antelope und wofür kann es eingesetzt werden?

ANTELOPE ist die weltweit erste leistungssteigernde Sportbekleidung. Das ANTELOPE System setzt auf Elektro Muskel Stimulation, einer Technologie die aus dem Leistungssport sowie der Rehabilitation stammt. ANTELOPE besteht aus aus einer Kompressionsbekleidung mit integrieren Elektroden, einer smartphonegrossen Elektronikeinheit sowie einer App zur Steuerung des Systems. Über elektrische Impulse von außen werden Muskelkontraktionen beim Sport verstärkt.

Wie unterscheidet sich Antelope von den Lösungen für EMS Training im Studio und EMS / TENS-Geräten für Heimanwender?

Zu den über 10.000 Euro teuren stationären Studio EMS Geraten ist ANTELOPE in jedweder Weise eine Verbesserung, um nicht zu sagen ein Quantensprung. Smartphonegrosse Elektronik im Vergleich zu stationären Geraeten, verbesserte Software, die Elektroden sind voll integriert in die Sporttextile.  Die Westensysteme in den Studios benötigen hingegen zusätzliche Gurten für Arme, Beine und Gesäß und müssen befeuchtet werden. Aufgrund der eigens entwickelten elastischen Elektroden ist bei ANRTELOPE kein externes Elektrolyt erforderlich, es muss also nicht befeuchtet werden.  Außerdem ist ANTELOPE ein Fashion Produkt mit verbesserte Hygiene weil jeder sein eigenes Textil verwenden kann wohingegen die Weste beim Training im Studio auch von anderen Trainierenden benutzt wird. Der Vergleich ANTELOPE zu bisherigen Consumer-Lösungen ist in den Faqs in der Indiegogo Kampagne ausführlich erläutert. Die wesentlichen Unterschiede liegen in der nur lokalen, passiven Stimulation mit Klebelektroden durch die Konsumergeräte welche nur wenige Muskelpartien mit geringer Intensität trainiert, wohingegen ANTELOPE ein intensives, aktives Ganzkörpertraining ermöglicht.

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Was sind die spannendsten Anwendungen für die Antelope-Bekleidung?

ANTELOPE ist in jede Sportart integrierbar und das Training kann wann immer und wo immer man möchte erfolgen. Neben Sport zu Hause oder im Freien, kann auch das Training im Fitnessstudio unterstützt werden. Darüber hinaus gibt es viele Reha Anwendungen bei Skoliose, Rückenprobleme und vielen anderen. Durch die Elektro-Stimulation wird die Regeneration gefördert, es lassen sich Effekt wie bei einer Massage erzielen, zum Beispiel die Förderung der Durchblutung. Genauso ist es möglich ANTELOPE einfach nur im Alltag zu tragen um mehr Kalorien zu verbrennen und Verspannungen zu lösen.

Wie siehst Du das zukünftige Potential für EMS-Bekleidung?

Zukünftig wird jeder der sportlich aktiv ist, intelligente Kleidung tragen. Und damit meine ich Kleidung, die nicht nur über integrierte Sensorik bestimmte Vitalparameter misst, sondern auch Textilien, die anhand dieser Messwerte proaktiv das Training verbessern und effektiver und zeitsparender macht. Genau dies ist durch EMS möglich. Sportkleidung mit EMS ist aber erst der Anfang. ANTELOPE ist ein Lifestyle Produkt das für alle Menschen geeignet ist. In ein paar Jahren wird man solche intelligente Kleidung 24 Stunden am Tag tragen und sie wird verschiedenste Funktionen übernehmen. EMS wird dann zu einem neuen Interface zu unserem Körper dass es erlaubt, diesen gezielt zu beeinflussen. Neben Gesundheit und Sport werden Software-Entwickler auf der ganzen Welt noch viele weitere Anwendungen für dieses Interface finden.

Danke Kay, ich wünsche Euch weiterhin viel Erfolg mit Eurer Indiegogo-Kamapgne.

Florian Schumacher im Antelope Sportanzug

 

Apple Watch – der neue Stern am Self-Tracking-Himmel?

Während der letzten Jahre hat Apple den Self-Tracking Markt vorangetrieben wie kaum ein anderes Unternehmen. Activity Tracker, vernetzte Waagen und Blutdruckmessgeräte werden schon lange prominent in den Apple Stores zum Verkauf angeboten und durch die frühzeitige Implementierung von Bluetooth 4.0 sowie exklusive Partnerschaften mit Firmen wie Nike, hat sich Apple eine große Fangemeinde unter den Self-Tracker aufgebaut. Mit HealthKit und der Apple Watch wird das Unternehmen nun erstmals auch als Hersteller von digitalen Fitness- und Gesundheitsprodukten aktiv. Das Activity-Tracking ist eines der besten Features der Apple Watch und das Display am Handgelenk bietet auch für andere Quantified Self-Apps neue Einsatzmöglichkeiten. Hat Apple es mit seinem tragbaren Computer geschafft, das Gesundheits- und Fitnesstracking auf ein neues Level zu bringen?

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Activity-Tracking mit der Apple Watch

Für das Activity-Tracking hat Apple einen neuen Ansatz entwickelt, der in seiner Ganzheitlichkeit weit über die gängigen Activity-Tracker hinausgeht. Statt lediglich Schritte zu messen, motiviert die Uhr zu Bewegung in jeglicher Form, regelmäßigem Sport und einem aktiven Alltag. Im Gegensatz zu den meisten Activity Trackern wählt man bei der Apple Watch kein Schritteziel, sondern die Menge an Kalorien, die man pro Tag durch Bewegung verbrennen möchte. Wie auch bei anderen Schrittzählern und Smartwatches werden Bewegungen von Beschleunigungssensoren in der Apple Watch erkannt. Zusätzlich misst ein optischer Pulssensor auf der Rückseite des Gehäuses über den Tag hinweg immer wieder die Herzfrequenz und soll so den Energieverbrauch erkennen, egal ob beim Gehen, Radfahren oder im Fitnessstudio. Zum Erreichen des Tagesziels ist es nur wichtig, genügend Kalorien zu verbrauchen – wie viele Schritte man dabei macht, spielt keine Rolle. Diese Form des Activity-Trackings ist also wesentlich ganzheitlicher und insbesondere für Menschen die regelmäßig Radfahren oder sich anderweitig sportlich betätigen, weitaus motivierender als das Feedback eines reinen Schrittzählers.

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Als zweiten wichtigen Aspekt des Lebensstils überwacht die Apple Watch, ob man seinen Kreislauf regelmäßig in Schwung bringt, egal ob durch Sport oder durch flottes Gehen. Um den eigenen Körper gesund zu halten reicht es nämlich nicht, einfach nur Zehntausend Schritte vor sich hin zu schlendern – wichtig ist regelmäßiges Training bei erhöhter Belastung, was die Apple Watch mit ihren integrierten Sensoren automatisch erkennt. Das vorgegebene Ziel liegt hier bei 30 Minuten pro Tag und kann durch gezielten Sport aber auch alltägliches Radfahren oder flottes Gehen erreicht werden. Diese Funktion ist praktisch, um sich zu regelmäßigem Sport zu motivieren, und hilft den Unterschied zwischen langsamer Bewegung und echtem Training zu verstehen. Als dritten wichtigen Aspekt des Lebensstils motiviert die Apple Watch dazu mindestens einmal pro Stunde aufzustehen und sich zu bewegen, wodurch das übermäßige „Herunterfahren“ des Kreislaufs und Haltungsschäden vorgebeugt werden kann. In Amerika gilt  „sitting ist the new Smoking“ und durch die Kontrolle durch die Smartwatch erhält man ggf. eine Erinnerung als Feedback oder aber eine positive Bestätigung wenn man es schafft, sich in mindestens 12 Stunden eines Tages für mindestes eine Minute zu bewegen.

Apple Watch Activity App

Kalorienverbrauch, Trainingszeit und Stehziel werden in einem Kreisdiagramm visualisiert wodurch man einen guten Überblick über die verschiedenen Aspekte der Bewegung bekommt. Eine Miniatur dieser Grafik kann auch in einer Ecke des Zifferblatts dargestellt werden, wodurch ein sehr niederschwelliger Zugang zum Feedback des tragbaren Computer entsteht. Die Apple Watch selbst zeigt dabei immer nur die Werte des aktuellen Tages an, möchte man in der eigenen Historie schmökern, benötigt man die Activity App auf dem iPhone, in der man auf die Einzelwerte der vergangenen Tage zugreifen kann. Eine Kurve mit dem Verlauf der einzelnen Werte gibt es jedoch in der Activity App auf dem iPhone nicht, lediglich eine Kalender-Ansicht die den Status der einzelnen Tage im Überblick anzeigt.

Apple Activity App iPhone

Wer mehr Statistik haben möchte, kann sich seine Daten in Apple’s „Health“-App anschauen. Hat man hier einmal alle relevanten Metriken für die Übersicht ausgewählt, kann man die verbrauchten Kalorien, gelaufenen Schritte und vieles mehr in Kurven über einen Zeitraum einer Woche, eines Monats oder eines Jahrs ansehen. Damit ist die Health App gut geeignet um einen Überblick über die eigenen Daten zu bekommen, insbesondere wenn Messwerte anderer Apps und Geräte wie vernetzter Waagen, Schlafsensoren etc. in das eigene Dashboard mit einfließen. Tiefer gehende Analysen sind auch in Apple Health nicht möglich aber dafür bietet die App die Möglichkeit die eigenen Daten als Tabelle herunterzuladen oder direkt an andere Apps weiterzugeben.

Apple Health

Sport-Tracking mit der Apple Watch

Sportliche Aktivitäten wie Wandern, Laufen, Radfahren und viele weitere Sportarten lassen sich mit der Apple Watch auch mit der App „Workout“ aufzeichnen. Startet man das Tracking mit der Workout App, wird die Pulsmessung der Apple Watch dauerhaft aktiviert und das Display zeigt je nach Sportart Werte wie Geschwindigkeit, zurückgelegte Strecke, verbrauchte Kalorien oder Puls an. Wie auch im alltäglichen Einsatz erlischt das Display dabei jeweils nach einigen Sekunden und wird erst wieder durch eine Drehung des Handgelenks aktiviert, was insbesondere beim Radfahren nicht optimal ist. Auch die Lesbarkeit bei starkem Sonnenlicht könnte besser sein und kommt nicht an die Displays vieler Sportuhren heran. Auf dem Display werden jeweils zwei Werte gleichzeitig angezeigt wobei die Ansicht vom Nutzer konfiguriert werden kann.

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Insgesamt recht zufriedenstellend funktionierte für mich die Apple Watch beim Joggen und im Fitnessstudio auf einem Crosstrainer – ähnlich gute Resultate dürften auch beim Wandern, auf einem Laufband oder bei ähnlichen Sportarten erzielt werden. Ambitionierte Läufer, die neben Puls und Geschwindigkeit auch ihre Schrittfrequenz im Überblick behalten wollen, kann die Apple Watch mit ihrem aktuellen Funktionsumfang jedoch nicht zufriedenstellen. Auch beim Radfahren schafft es die Apple Watch leider nicht, meine Anforderungen zu erfüllen. Die Daten während der Fahrt vom Display der Uhr abzulesen empfinde ich als eher unkomfortabel – insbesondere wenn man die zweite Hand braucht um durch das Menü der Uhr zu navigieren kann das beim Radfahren zu einem Sicherheitsrisiko werden. Wer deshalb sein iPhone oder einen speziellen Fahrradcomputer zur Darstellung der Daten am Lenker verwenden möchte, ist weiterhin auf einen anderen Pulssensor angewiesen. Die Pulswerte der Apple Watch lassen sich während des Trainings nämlich weder in Apple’s eigenen Apps auf dem iPhone anzeigen und auch andere Anbieter bekommen keinen Zugriff auf die mit der Smartwatch gemessene Herzfrequenz. Für die Anzeige des Puls auf dem iPhone oder auf einem Fahrradcomputer ist also ein zusätzlicher Brustgurt oder ein Handgelenks-Sensor wie von Mio oder Basis notwendig. Umgekehrt besteht die Möglichkeit einen externen Pulssensor über Bluetooth mit der Apple Watch zu koppeln. Hierdurch wird der Akku der Apple Watch geschont und im Falle eines Brustgurts ggf. auch die Genauigkeit der Messwerte verbessert. Ob sich die Nutzung eines solchen Brustgurts lohnt, hängt jedoch stark von der ausgeübten Sportart ab, da die Ergebnisse der Apple Watch hier teilweise sehr unterschiedlich sind.

Die Apple Watch im solo-Betrieb

Während die meisten Features der Apple Watch die Verbindung mit einem iPhone vorraussetzen, ist die Nutzung beim Sport auch ohne mitgeführtes Telefon sinnvoll. Auch solo ermöglicht die Apple Watch die Messung von Puls und Kalorienverbrauch und Läufern wird Geschwindigkeit und zurückgelegte Strecke auf Basis der gemessenen Schritte angezeigt. Apple kalibriert hierzu automatisch die eigene Schrittlänge bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten, weshalb zumindest am Anfang das mitführen des iPhones sinnvoll ist. Beim Radfahren hingegen ist ohne das GPS des iPhones keine Geschwindigkeits- und Distanzmessung möglich, weshalb man im solo-Begtrieb der Uhr lediglich Dauer, Kalorienverbrauch und Puls angezeigt bekommt. Bei anderen Sportarten wie zum Beispiel beim Krafttraining spielen Geschwindigkeit und Strecke ohnehin keine Rolle. Hier kann die Uhr also zur Messung von Puls und Kalorienverbrauch eingesetzt werden, wenngleich auch die Ergebnisse wie wir gleich noch sehen werden, nicht immer zufriedenstellend sind. Ebenfalls gut im solo-Betrieb ist, dass die Apple Watch in Verbindung mit Bluetooth-Kopfhörern zum Musikhören verwendet werden kann. Unterstützt werden derzeit leider nur Songs aus der eigenen iTunes Library wobei bis zu 6 Gigabyte Speicher für die Synchronisierung der eigenen Musik zur Verfügung stehen.

Genauigkeit der Apple Watch

Bei der Genauigkeit der Bewegungs- und Pulsmessung ergab sich bisher leider ein gemischter Eindruck. Um die Puls-  und Kalorienmessung zu beurteilen, habe ich die Messwerte verschiedener Workouts mit den Werten eines Brustgurts in Kombination mit einer Polar V800 und der Wahoo App verglichen. Die besten Messwerte mit der Apple Watch erhielt ich dabei beim Joggen oder Crosstraining. Zu Beginn des Workouts dauerte es zwar kurz, bis sich die Apple Watch eingeschwungen hatte, danach erhielt ich jedoch sehr ähnliche Werte wie mit dem Brustgurt. Lediglich bei abrupten Belastungswechseln wie beim Intervalltraining oder bei einem Ampelstart, dauert es einige Sekunden bis die Apple Watch die Veränderung erkannte. Beim Radfahren und beim Krafttraining war die Erfahrung hingegen weniger positiv. Die Apple Watch war hier häufig nicht in der Lage, meinen Puls zu messen und insbesondere beim Krafttraining lagen die angezeigten Messergebnisse oft drastisch daneben oder pendelten sich zeitweise auf der Hälfte des realen Herzschlags ein. Entsprechend wurde auch ein zu niedriger Kalorienverbrauch berechnet welcher sowohl von den Werten der Polar V800 wie auch der Wahoo App deutlich abwich. Noch drastischer waren diese Abweichungen, wenn ich vor meinen sportlichen Aktivitäten nicht den Workout Modus der Apple Watch aktivierte. Den Kalorienverbrauch bei einer Radtour schätzte die Apple Watch dann trotz mitgeführtem iPhone viel zu nieder ein – teilweise auf nur ein viertel des Wertes den ich über die Pulsuhr erhalten hatte. Da der Kalorienverbrauch die primäre Metrik bei Apple’s Motivations-System darstellt, fällt dieser Fehler besonders schwer ins Gewicht. Hier bleibt zu hoffen, dass Apple die Genauigkeit der Pulsmessung und der Berechnung des Kalorienverbrauchs zukünftig verbessert. Software-Upgrades und Algorithmen die sich auf die Gewohnheiten der Nutzer einstellen, sollten hier einiges an Potential erlauben.

Auswertung der Daten

Die Auswertung der Daten nach einem Workout fällt eher rudimentär aus und beschränkt sich auf die Darstellung von Dauer und Kalorienverbrauch, durchschnittlicher Herzfrequenz sowie ggf. Geschwindigkeit und Strecke. Selbst bei mitgeführtem Smartphone gibt es nach dem Training keine Möglichkeit sich die zurückgelegte Strecke auf einer Karte anzusehen. Statistische Werte zu den Trainings der vergangenen Tage gibt es ebenfalls nicht im Überblick. Lediglich in der Activity-App auf dem iPhone lassen sich die einzelnen Trainings in der Tagesansicht aufrufen. Hat man sich Apple’s Health-App auf dem iPhone entsprechend konfiguriert, lassen sich dort einige Werte im Verlauf ansehen. Auch dann bleibt der Überblick jedoch eher abstrakt und dürfte Sportlern die ihre Trainings umfassend analysieren wollen, nicht ausreichen. Stattdessen richtet sich Apple klar an  Sportler denen etwas Feedback beim Sport und im Alltag und ein grober Überblick zu den eigenen Bewegungsgewohnheiten ausreicht.

Self-Tracking Apps für die Apple Watch

Neben Apple’s Apps für seine Smartwatch, haben auch viele andere Hersteller eigene Self-Tracking Apps vorgestellt. Diese können jedoch nicht auf die Sensoren der Apple Watch zugreifen und sind daher auf ein mitgeführtes iPhone angewiesen um z.B die Geschwindigkeit zu messen. In Kombination ergeben sich hier dennoch spannende Möglichkeiten. Besonders gut gefallen haben mir bisher das 7 Minuten Workout „7“ und die Sixpack App von Runtastic aber auch für Jogger und Radfahrer gibt es ein breites Angebot an Apps von Nike, Strava, Runtastic und vielen mehr. Was diese Apps bieten, werde ich Dir demnächst in einem weiteren Artikel vorstellen. Wie auch für alle anderen Apps für die Appel Watch gilt, dass die Hersteller teilweise noch lernen müssen, mit den Rahmenbedingungen von Apple’s Smartwatch sinnvoll zu arbeiten. Schon jetzt ist allerdings absehbar, dass Apple mit seiner Uhr die vorerst größte Plattform für Wearable Computer etabliert und damit ein attraktives Ökosystem um seine Uhren aufbauen wird.

Stern oder Sternchen?

Ist die Apple Watch der neue Stern am Self-Tracking Himmel und lohnt es sich, dafür so tief in die Tasche zu greifen? Auch wenn die Genauigkeit der Apple Watch beim Activity-Tracking teilweise noch zu wünschen übrig lässt, setzt Apple auf einen ganzheitlichen Ansatz, welcher es einfach macht, gesundheitsförderliche Bewegungsgewohnheiten zu verstehen und zu erlernen. Die Präsentation der Daten und Erfolge ist attraktiv – das tolle Farbdisplays ermöglicht hier im Vergleich zu den einfachen Anzeigen der meisten Fitnessarmbändern eine neue Qualität die Spaß macht. Auch beim Sport wird die Smartwatch gemäßigten Ansprüchen gut gerecht, wenn sie auch für viele ambitionierte Sportler eine spezielle Fitnessuhr nicht ersetzen kann. Kehrseite all der technischen Finesse von Apple’s Smartwatch sind eine Akkulaufzeit von gerade mal einem Tag und ein Preis der schnell beim 5- 10 fachen eines herkömmlichen Activity-Trackers liegt. Interessant ist die Uhr deshalb insbesondere als Plattform – Apple hat mit soliden Apps und Werkzeugen zum Activity-Tracking und für die niederschwellige Kommunikation vorgelegt. Der volle Nutzen der Smartwatch erschließt sich allerdings erst, wenn man auch Lust hat, zukünftig  mit seiner Uhr zu bezahlen, sein Auto zu öffnen oder seine Lampen fernzusteuern. Damit ist die Apple Watch zum aktuellen Zeitpunkt insbesondere für Early Adapter mit einem stark vernetzten Lebensstil sinnvoll oder eben für Menschen die einen besonders schicken und hochwertigen Fitness-Tracker suchen und sich dabei vom Preis nicht abschrecken lassen. Wie sinnvoll die Apple Watch als Quantified Self-Computer ist, werde ich weiter untersuchen und dazu über die weitere Entwicklung der Self-Tracking-Fähigkeiten der Apple Watch und des Angebots von Drittanbietern berichten. In Anbetracht von Apples strategischen Entscheidungen der letzten Jahre ist zu erwarten, dass das Unternehme mit seiner Hard- und Software für Fitness und Gesundheit noch einiges vor hat. Die Apple Watch stellt hierfür einen soliden Start einer neuen Produktkategorie und viel zukünftiges Potential dar. Wenn Ihr selber schon Erfahrung mit der Apple Watch sammeln konntet oder noch Fragen offen sind, ab damit in die Kommentare.

Data Madness 2015 Part 1: Rennrad

Self-Tracking-Technologien haben in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Neben den Activity-Trackern, vernetzten Waagen und Gesundheitsapps sind viele neue Lösungen entstanden, mit denen noch detailliertere Daten beim Sport, der Ernährung oder über den eigenen Körper erfasst werden können. Insbesondere für die kommenden Monate sind zahlreiche sehr spannende neue Technologien angekündigt. Einige der innovativsten Wearables und Sensoren habe ich mir für meine neuen Self-Tracking Projekte schon bestellt. Welche das sind und wofür ich diese einsetzen möchte, stelle ich Dir in diesem und weiteren Artikeln vor. Los geht mit dem ersten Teil, meinem Projekt „Mad Cyclist“.

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Ein böses Gerät für Geschwindigkeits- und Datenfetischisten

Eines meiner Ziele für 2015 ist es, neben meinem regelmäßigen Kraftsport auch mehr Ausdauersport zu betreiben. Seit letztem Jahr gehe ich hin und wieder mit mäßigen Ambitionen Joggen. Da ich herausgefunden habe dass mir Rennrad fahren mehr Spaß macht, habe ich mir vor einigen Wochen eine Hightech-Maschine zugelegt, mit der ich nun fast täglich durch München fege. Was mir neben dem eigentlichen Fahren am Rennrad besonders gefällt, sind die vielfältigen Möglichkeiten Daten zu sammeln und mit diesen zu arbeiten. Geschwindigkeit, Puls und Trittfrequenz sind die Standards die ich aktuell mit einem Pulsgurt von Polar und einem Fahrradsensor von Wahoo messe. Angezeigt werden die Daten auf meinem Smartphone, welches ich mit einer Halterung von Quadlock am Lenker befestig habe. So kann ich an der Ampel auch mal die Playlist wechseln oder Mails checken und habe bei Bedarf die Straßenkarte schön im Blickfeld. Sobald verfügbar werde mir die smarten Pedale Vector 2 von Garmin an mein Rennrad schrauben, dann erhalte ich Daten über die von mir erzeugte Leistung (in Watt) so wie viele weitere Metriken zur Krafteinwirkung auf die Pedale. Ebenso fürs Rennrad fahren nutzen möchte ich die smarten Textilien von Athos welche die Anspannung der Muskeln von Beinen und Oberkörper erfassen, sodass ich meine Fahrtechnik, also insbesondere den Pedaltritt und die Körperhaltung analysieren und optimieren kann. Bis das Shirt und die Hose mit den Textilelektroden geliefert werden, dürften noch einige Wochen vergehen. So lange kannst Du Dir gerne schon mal das Video von Athos anschauen und Dich auf meinen Bericht freuen.

Auch das Fahrrad selbst wird zukünftig immer leitungsfähiger. Deshalb habe ich bei meinem neuen Rennrad großen Wert auf eine elektrische Gangschaltung gelegt. In Verbindung mit neuen Smart-Bike Lösungen sollten so leistungsoptimierte, automatische Gangwechsel und vieles mehr möglich werden. Spannend für eine solche Vernetzung ist insbesondere das Bike-Cockpit von Cobi, welches wesentliche Funktionen des Fahrrads über eine App auf dem Smartphone unterstützt und dabei verschiedene Systeme und Diente wie Navigation, Musik, Bremslicht und Blinker integriert.

Ideal geeignet für das smarte Radfahren sind auch die Bluetooth-Ohrhörer „The Dash“ von Braagi. Die mit diversen Sensoren ausgestatteten Ohrhörer können beim Radfahren als Alternative zum Brustgurt für die Pulsmessung eingesetzt werden. Und da die smarten Ohrhörer auch spezielle Audio-Apps ermöglichen sollen (die dann direkt auf den Kopfhörern laufen), könnten zukünftig viele weitere Funktionen dazu kommen. Bereits angekündigt hat der Hersteller die Verstärkung von Umgebungsgeräuschen, welche gerade im Stadtverkehr wichtig ist, um trotz Musik und verschlossener Ohren alles mitzubekommen und keine Sicherheitsrisiken einzugehen.

Insbesondere bei temporeichen Fahrten auf dem Rennrad wird die Sicherheit zu einer wichtigen Anforderung. Übrigens das mit Abstand großartigste Sicherheitsprodukt das ich für mich für das Radfahren entdeckt habe, ist der Fahrrad-Airbag von Hövding. Dieser wird als Alternative zum Helm wie ein Schal um den Hals getragen und erkennt durch integrierte Sensoren den Sturz des Fahrers und löst bei einem Unfall einen Airbag aus, der den Kopf umschließt und schützt. Die Schutzwirkung ist dabei weitaus besser als die eines konventionellen Helms und was die Optik und das Feeling angeht, ziehe ich den Hörding meinem bisherigen Fahrradhelm bei weitem vor. Wie der Airbag funktioniert zeigt Hövding in diesem lustigen Video.

So viel zu meinem ersten neuen QS Projekt „Mad Cyclist“. Mit etwas Technik kann man hier also viel Spaß haben, interessante Daten erfassen und das Radfahren auf ein ganz neues Level bringen. In den kommenden Artikeln stelle ich Dir neue Sensoren für Ernährung, Sport und Gesundheit vor. Hier sind ein paar extrem spannende Geräte in der Pipeline die Du Dir auf keinen Fall entgehen lassen solltest. Schau also am Besten bald wieder vorbei und abonniere den Newsletter oder checke den Status auf Facebook oder Twitter. Und wenn Du selber auch ein Rad-Nerd bist oder Ideen für andere Self-Tracking Projekte hast, dann ab damit in die Kommentare!

Self-Tracking 2015

Hattest Du Dir Anfang des Jahres auch Vorsätze gemacht und falls ja, wie klappt es mit der Umsetzung? Ende 2013 habe ich den Jahreswechsel für mich als idealen Zeitpunkt zur Reflexion und Planung entdeckt und einen Jahresplan mit 12 Fokusthemen erstellt, in denen ich mich weiter entwickeln wollte. Dieses Werkzeug habe ich als sehr hilfreich empfunden und konnte zum Ende des letzten Jahres feststellen, dass ich immerhin bei der Hälfte der Themen deutliche Fortschritte erzielen konnte. Die Bereiche in denen ich weniger erfolgreich war nehmen nun im Jahresplan für 2015 die zentrale Stellung ein und ich freue mich auch dieses Jahr wieder darauf, mein Leben und meine Gewohnheiten bewusst zu verändern. Der Jahresplan mit den Fokusthemen dient dabei dem mittelfristigen Tracking und kommt nur alle paar Wochen zum Einsatz. Um meine persönliche Entwicklung auch im Alltag fördern, nutze ich derzeit drei neue Tools zum Self-Tracking und als Trigger für eine gezielte Auseinandersetzung mit mir selbst. Zwei dieser Methoden dienen dabei weniger dem neutralen Erfassen von Informationen, sondern vielmehr der gezielten Beeinflussung meiner Gedanken durch Lenkung der Aufmerksamkeit. So schreibe ich ein Erfolgstagebuch und reflektiere jeden Abend kurz, was an dem Tag gut gelaufen ist und was ich gelernt habe. Ziel der Übung ist es nicht, mein Leben umfassend zu dokumentieren, sondern die Wahrnehmung gezielt auf positive Dinge zu lenken und meine Geisteshaltung dadurch aktiv zu beeinflussen. Unter der Vorgabe Positives zu suchen, empfinde ich es als sehr angenehmen, meine Erlebnisse zu reflektieren und mich mit mir selbst auseinanderzusetzen. Außerdem arbeite ich seit einigen Tagen mit der Tagessparplan-Methode welche ich in einem Webinar von Peter Neumann kennengelernt habe. Die Methode sieht vor, täglich etwas Geld bei Seite zu legen um es für die Zukunft zu sparen. Dazu habe ich mir ein geeignetes Gefäß bereitgestellt, in das ich regelmäßig mein Kleingeld werfe. Da ich einen Geldbeutel ohne Münzfach verwende, sammeln sich bei mir Münzen in Hosen-  und Jackentaschen, für welche nun eine passender Platz und eine Bestimmung gefunden ist. Das Aufräumen der Münzen wird so zum Trigger, mich bewusst für das Sparen zu Entscheiden und beeinflusst dadurch meine Einstellung und meinen Umgang mit Geld. Außerdem spiegelt das Volumen des gesammelten Geldes auch anschaulich die Menge der Ersparnisse und kann Freude auslösen, insbesondere wenn man erkennt, wie das Volumen zunimmt. Als dritte Methode experimentiere ich seit einigen Tagen mit einem Schmerztagebuch in dem ich meine chronischen Ohrenschmerzen mit ihrer wechselnden Intensität erfasse. Ziel hierbei ist es zu verstehen, welche Auslöser meine Schmerzen verstärken um diese zukünftig besser vermeiden zu können. Welche App hierfür am Besten geeignet ist, versuche ich derzeit noch herauszufinden und bin für Hinweise in den Kommentaren dankbar. Trotzdem zeichnet sich schon jetzt ab, das die bewusste Auseinandersetzung mit den Schmerzen das Erkennen von Zusammenhängen fördert. Auch beim Sparen und beim Erfolgstagebuch erweist sich Self-Tracking als großartiges Hilfsmittel sich seiner selbst bewusst zu werden und sich weiter zu entwickeln. Falls auch Du 2015 mit neuen Zielen gestartet hast, wünsche ich Dir viel Erfolg und freue mich ggf. von Deiner Erfahrung zu hören.

Neue Version des Schlafsensors Beddit erhältlich

Mit dem Schlafsensor Beddit kann man seine Schlafdauer und Schlafqualität analysieren. Dazu klebt man einen dünnen Sensorstreifen auf die Matratze und verbindet das Gerät mit dem Smartphone. So werden Bewegungen, Puls und Atemfrequenz während der Nacht gemessen und im Smartphone ausgewertet – als Feedback erhält man Informationen zu Schlafdauer, leichtem und tiefem Schlaf sowie der Schlafqualität. Zusätzlich wird durch das Mikrofon des Smartphones auch der Geräuschpegel im Schlafzimmer überwacht, per App kann man kontrollieren, ob man in der Nacht geschnarcht hat. Bei der ersten Version des Beddit mit Bluetooth 2.0 musste die Verbindung zum Smartphone jede Nacht manuell hergestellt werden. Dass soll sich in der neuen Variante mit Bluetooth Smart nun vereinfacht haben. Sobald ich das neue Beddit testen konnte erfahrt ihr hier, wie sinnvoll das Gerät im praktischen Einsatz ist. Dann erwartet Euch auch ein Vergleich der Genauigkeit mit dem Withings Aura, Basis Band und einigen anderen Geräten zur Schlafmessung aus meiner Sammlung. Weitere Information zum Beddit findet ihr im nachfolgenden Video und auf dieser Website.

Oviva – Der Ernährungsberater im Smartphone

Während der letzten Monate habe ich mich intensiv mit meiner Ernährung auseinandergesetzt. Neben der Information durch Blogs und Kochbücher haben mir dabei insbesondere auch Apps geholfen, meine Ernährung zu verstehen und mein Verbesserungspotential umzusetzen. Für einen grundlegenden Überblick zu meiner Kalorienaufnahmen und Nährstoff-Versorgung habe ich MyFitnessPal verwendet. Hier reichte eine gelegentliche Dokumentation meiner Nahrungsaufnahme um Defizite zu erkennen und Gegenmaßnahmen wie z.B den Verzehr von mehr Fetten, abzuleiten. Für die Umsetzung meiner Vorsätze im Alltag, wurde ich von einem Ernährungsberater im Rahmen des Betatests von Oviva unterstützt. Dieser neue Dienst funktioniert ganz einfach. Mit einer Smartphone App macht man Fotos von seinem Essen und schickt diese an professionelle Ernährungsberater, die einem Feedback, Verbesserungsvorschläge und Rezepte zurücksenden. Ebenso kann man Fragen stellen und Ziele mit den Ernährungsberater vereinbaren, was sich förderlich auf die eigene Motivation auswirkt.

Oviva App - Ernährungsberater

 

Vegane High-Fat-Diät durch Ernährungsberater

Ich hatte das Glück über mehrere Monate hinweg von der überaus charmanten und sehr kompetenten Ernährungsberaterin Sandra Mikhail begleitet zu werden und habe von ihr viel hilfreiches Feedback bekommen. Dies war eine tolle Unterstützung bei meinen Versuchen mit einer veganen High-Fat-Diät, bei der ich viele für mich neue Nahrungsmittel ausprobiert habe. Da ich mich entgegen konservativer Empfehlungen wie z.B. von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, über mehrere Monate von Fett als primärer Energiequelle ernähren wollte, war Sandras Begleitung und Feedback eine tolle Absicherung meines Experiments. Dabei hat mich Sandra mit vielen tollen Hinweisen und Rezeptideen unterstützt und mir geholfen, einige Ernährungsmythen und -hypes die mir bei meinen Recherchen begegnet sind, in einem neutraleren Licht zu sehen. Besonders gefallen hat mir, wie Sandra in ihrem Feedback stets auf meine individuellen Ernährungswünsche einging und mir so half, mit den für mich in Frage kommenden Nahrungsmitteln die besten Resultate zu erzielen. Das Ergebnis meines High-Fat-Experiments war übrigens sehr positiv und auch wenn ich mittlerweile zu einer gemäßigteren Diät gewechselt habe, bin ich nach wie vor ein großer Fan von gesunden, fettreichen Energiequellen wie Avocados, Nüssen, Ölen oder auch mal Butter. Die persönliche Betreuung und den freundlichen und zugleich verbindlichen Kontakt mit einem Ernährungsberater kann ich allen empfehlen, die Ihre Ziel erreichen wollen und dafür eine hochwertige Unterstützung suchen. Neben Sandra gibt es bei Oviva viele andere Ernährungsberater mit Schwerpunkten wie Diabetes-Beratung, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Gewichtsreduktion sodass auf verschiedenste Anforderungen eingegangen werden können. Oviva ist seit einigen Wochen live und jetzt auch in Deutschland verfügbar. Weitere Information zum Angebot von Oviva findet Ihr hier.