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Unter Self Tracking versteht man die Aufzeichnung unterschiedlicher Daten in Bezug auf sich selbst und die Selbsterkenntnis durch jene Daten.
Jede Handlung produziert eine Vielzahl von messbaren Informationen.
Beim Self-Tracking werden die relevanten Daten, zur Produktivität, Ernährung, Finanzen Aufenthaltsorte, die Stimmung und Schlafverhalten aufgezeichnet um diese später zu analysieren.
Diese Daten können Aufschluss auf potentielle Krankheiten oder Risiken geben, jedoch auch dazu genutzt werden, um die eigenen Gewohnheiten zu erkennen und einen Überblick über die eigene Ernährungsweise zu erhalten.

Durch diese Selbstmessung, ist es möglich sich zu motivieren etwas am eigenen Verhalten zu verbessern und so gesunder zu leben oder gewisse Aktivitäten effektiver zu absolvieren.
So kann man durch Self-tracking zum Beispiel, den optimalen Zeitpunkt zum Aufstehen berechnen um so fit und ausgeruht in den Tag zu starten oder beim Abnehmen unterstützt werden.
Der Mensch ist in seiner Wahrnehmung des eigenen Körpers aber sehr beschränkt und kann nicht alle Informationen ohne technischen Hilfsmittel erhalten, wie z.B den Blutdruck oder den Tagesverbrauch an Kalorien.
Über Technologien und Self-Tracking Methoden werde ich auf meiner Seite näher erläutern.

igrowdigital Research Kit veröffentlicht

Die Überraschung bei Apple’s Keynote am vergangenen Montag war für mich nicht die Apple Watch oder das neue MacBook sondern die Vorstellung von ResearchKit, einer neuen open source Plattform die Self-Tracker und ihre Daten mit Universitäten und medizinischen Forschungseinrichtungen verbindet. Fünf Partneruniversitäten haben bereits Apps für die Erforschung von Diabetes, Asthma, Parkinson, Brustkrebs und Herzerkrankungen vorgestellt mit denen sie möglicherweise die größten Studien zu den Krankheiten durchführen werden. ResearchKit verbindet die Forschungseinrichtungen mit den iPhone-Nutzern und deren Daten und stellt so die Vorraussetzungen für eine ganz neue Form von Big Data in der medizinischen Forschung bereit. Neben Befragungen innerhalb der App können Nutzer auch ihre selbst erfassten Daten via Apple HealthKit freigeben und auch ganz neue Werkzeuge via Asthmasprays die über Bluetooth Rückschlüsse auf ihre Verwendung mitteilen, können in das System eingebunden werden. Für mich war die Ankündigung eine überaus erfreuliche Neuigkeit, leitet Sie doch die zweite Phase des von Quantified Self erzeugten Nutzens ein. Wenige Tage zuvor hatte ich mich persönlich dazu entschlossen, mit meinen Daten zum Fortschritt in Medizin und Wissenschaft beizutragen und dazu einen Teil meiner Daten auf igrowdigital veröffentlicht. Zum Start des Projekts umfasst das Set Werte wie Aktivität, verbrannte Kalorien, Schlafmenge inkl. Dauer der einzelnen Schlafphasen und Gewicht. Ich beabsichtige hierzu regelmäßige Updates zu veröffentlichen. Der aktuelle Stand ist hier zum Download verfügbar.

Self-Tracking 2015

Hattest Du Dir Anfang des Jahres auch Vorsätze gemacht und falls ja, wie klappt es mit der Umsetzung? Ende 2013 habe ich den Jahreswechsel für mich als idealen Zeitpunkt zur Reflexion und Planung entdeckt und einen Jahresplan mit 12 Fokusthemen erstellt, in denen ich mich weiter entwickeln wollte. Dieses Werkzeug habe ich als sehr hilfreich empfunden und konnte zum Ende des letzten Jahres feststellen, dass ich immerhin bei der Hälfte der Themen deutliche Fortschritte erzielen konnte. Die Bereiche in denen ich weniger erfolgreich war nehmen nun im Jahresplan für 2015 die zentrale Stellung ein und ich freue mich auch dieses Jahr wieder darauf, mein Leben und meine Gewohnheiten bewusst zu verändern. Der Jahresplan mit den Fokusthemen dient dabei dem mittelfristigen Tracking und kommt nur alle paar Wochen zum Einsatz. Um meine persönliche Entwicklung auch im Alltag fördern, nutze ich derzeit drei neue Tools zum Self-Tracking und als Trigger für eine gezielte Auseinandersetzung mit mir selbst. Zwei dieser Methoden dienen dabei weniger dem neutralen Erfassen von Informationen, sondern vielmehr der gezielten Beeinflussung meiner Gedanken durch Lenkung der Aufmerksamkeit. So schreibe ich ein Erfolgstagebuch und reflektiere jeden Abend kurz, was an dem Tag gut gelaufen ist und was ich gelernt habe. Ziel der Übung ist es nicht, mein Leben umfassend zu dokumentieren, sondern die Wahrnehmung gezielt auf positive Dinge zu lenken und meine Geisteshaltung dadurch aktiv zu beeinflussen. Unter der Vorgabe Positives zu suchen, empfinde ich es als sehr angenehmen, meine Erlebnisse zu reflektieren und mich mit mir selbst auseinanderzusetzen. Außerdem arbeite ich seit einigen Tagen mit der Tagessparplan-Methode welche ich in einem Webinar von Peter Neumann kennengelernt habe. Die Methode sieht vor, täglich etwas Geld bei Seite zu legen um es für die Zukunft zu sparen. Dazu habe ich mir ein geeignetes Gefäß bereitgestellt, in das ich regelmäßig mein Kleingeld werfe. Da ich einen Geldbeutel ohne Münzfach verwende, sammeln sich bei mir Münzen in Hosen-  und Jackentaschen, für welche nun eine passender Platz und eine Bestimmung gefunden ist. Das Aufräumen der Münzen wird so zum Trigger, mich bewusst für das Sparen zu Entscheiden und beeinflusst dadurch meine Einstellung und meinen Umgang mit Geld. Außerdem spiegelt das Volumen des gesammelten Geldes auch anschaulich die Menge der Ersparnisse und kann Freude auslösen, insbesondere wenn man erkennt, wie das Volumen zunimmt. Als dritte Methode experimentiere ich seit einigen Tagen mit einem Schmerztagebuch in dem ich meine chronischen Ohrenschmerzen mit ihrer wechselnden Intensität erfasse. Ziel hierbei ist es zu verstehen, welche Auslöser meine Schmerzen verstärken um diese zukünftig besser vermeiden zu können. Welche App hierfür am Besten geeignet ist, versuche ich derzeit noch herauszufinden und bin für Hinweise in den Kommentaren dankbar. Trotzdem zeichnet sich schon jetzt ab, das die bewusste Auseinandersetzung mit den Schmerzen das Erkennen von Zusammenhängen fördert. Auch beim Sparen und beim Erfolgstagebuch erweist sich Self-Tracking als großartiges Hilfsmittel sich seiner selbst bewusst zu werden und sich weiter zu entwickeln. Falls auch Du 2015 mit neuen Zielen gestartet hast, wünsche ich Dir viel Erfolg und freue mich ggf. von Deiner Erfahrung zu hören.

Quantified Self, Cyborgs und Transhumanismus bei Planet Wissen

Gemeinsam mit Enno Park vom Berliner Cyborg e.V. und der Medizin-Ingenieurin Frau Prof. Thun war ich Ende letzten Jahres in Baden Baden für eine Aufzeichnung der Fernsehsendung Planet Wissen. Thema der Sendung waren Möglichkeiten der Selbstoptimierung durch Self-Tracking und die Erweiterung des Körpers mit Hilfe von Implantaten. Zuletzt diskutierten wir auch transhumanistische Ideen und den Einfluss der Selbstoptimierung auf die Gesellschaft. Hier gehts zur Sendung.

Neue Version des Schlafsensors Beddit erhältlich

Mit dem Schlafsensor Beddit kann man seine Schlafdauer und Schlafqualität analysieren. Dazu klebt man einen dünnen Sensorstreifen auf die Matratze und verbindet das Gerät mit dem Smartphone. So werden Bewegungen, Puls und Atemfrequenz während der Nacht gemessen und im Smartphone ausgewertet – als Feedback erhält man Informationen zu Schlafdauer, leichtem und tiefem Schlaf sowie der Schlafqualität. Zusätzlich wird durch das Mikrofon des Smartphones auch der Geräuschpegel im Schlafzimmer überwacht, per App kann man kontrollieren, ob man in der Nacht geschnarcht hat. Bei der ersten Version des Beddit mit Bluetooth 2.0 musste die Verbindung zum Smartphone jede Nacht manuell hergestellt werden. Dass soll sich in der neuen Variante mit Bluetooth Smart nun vereinfacht haben. Sobald ich das neue Beddit testen konnte erfahrt ihr hier, wie sinnvoll das Gerät im praktischen Einsatz ist. Dann erwartet Euch auch ein Vergleich der Genauigkeit mit dem Withings Aura, Basis Band und einigen anderen Geräten zur Schlafmessung aus meiner Sammlung. Weitere Information zum Beddit findet ihr im nachfolgenden Video und auf dieser Website.

Selbstvermessen wie ein Pro

Was tracke ich mit welchen Hilfsmitteln und wie werte ich meine Daten aus?

 

Gestern hat mich der igrowdigital-Leser Thomas Hoffman per Mail gefragt, welche Quantified Self Tools ich verwende und wie ich meine Daten auswerte. Ein ausführliche Antwort dazu erstelle ich derzeit mit dem mehrteiligen Self-Tracking Guide. Für Thomas und alle Anderen die nicht so lange warten wollen beschreibe ich hier schon mal grob mein aktuelles Self-Tracking Setup. Einfach ausgedrückt, sammle ich auf zwei verschiedene Arten meine Daten. Alles was mit Sensoren oder anderer Technik automatisch gemessen werden kann, erfasse ich regelmäßig und / oder kontinuierlich. Im Gegensatz dazu erfasse ich einige Werte die eine manuelle Messung erfordern nur in größeren Abständen als „Stichprobe“, je nachdem wie wichtig die Werte sind und wie wahrscheinlich es ist, dass sich signifikante Änderungen ergeben haben. Konkret handelt es sich bei den regelmäßigen erfassten Werten um Gewicht, Aktivität, Schlaf, Computernutzung und noch ein paar andere.

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Self-Tracking Erfahrung im igrowdigital Podcast

Gemeinsam mit Christian Grasse und Johannes Kleske produziere ich seit einigen Monaten den igrowdigital Podcast, auf dem wir über die neusten Trends im Bereich Quantified Self und Wearables sprechen. In der aktuellen Folge geht es um unsere persönliche Erfahrung mit Self-Tracking. Johannes berichtet davon, wie er seinen Blutdruck gesenkt und mit intermittierendem Fasten sehr schnell abgenommen hat. Ich erkläre mein aktuelles Self-Tracking Programm, mit dem ich Gewicht reduziert, Muskeln aufgebaut und meinen Schlaf und meine Produktivität verbessert habe. Eine spannende Unterhaltung die uns allen viel Spaß gemacht hat, und die wir mit neuen Ergebnissen in der Zukunft sicher fortsetzen werden. Die aktuelle Folge des igrowdigital Podcasts zum anhören gibts direkt hier im Soundcloud Player.

Großer Wearables Bericht in der c’t

Bild Wearables

Für die aktuelle c’t habe ich einen Bericht über Wearable Computing und andere Wearable Technologien geschrieben. Dieser beschreibt auf vier Seiten die großen Wearable-Trends wie Activity Tracker, Smartwatches und Datenbrillen, aber auch Zukunftstechnologien wie smarte Textilien und Kontaktlinsen mit integrierten Displays. Im Artikel befindet sich ein Interview mit Intel’s Chief Futurist Steve Brown den ich auf der Inside Augmented Reality sprechen konnte. Im c’t Wearables Bericht schildert er seine Einschätzung über den aktuellen Stand und Zukunftstrends bei Wearables. Erschienen ist der umfassende Überblick zu Wearable Technologien in der Ausgabe 25/13 welche seit dem 18.10.13 erhältlich ist.

 

Einen aktuellen Überblick über verschiedene Activity Tracker, findest du hier

Die umfangreichen und detaillierten Funktionen und Testberichte der einzelnen Wearables kannst du auch auf meiner Seite finden.

Self-Tracking und Wearables auf der Medizintechnik-Messe MEDICA

MEDICA LogoVom 20. bis zum 23. November findet in Düsseldorf die Welt-größte Fachmesse und Konferenz rund um Medizintechnik, Laborausstattung und Arzneimittel statt. Auch im Bereich Quantified Self und Wearables bietet die MEDICA gute Informations-Möglichkeiten. Im Rahmen des MEDICA Health IT Forums findet eine Podiumsdiskussion zum Thema Self-Tracking statt, welche Moderator Hans Peter Bröckendorff mit Martin Jöhnk von der Telekom und mit mir, als Vertreter von Quantified Self Deutschland, führt. Ziel der Session ist es, die Marktchancen vernetzter Gesundheitssensoren für Privatanwender abzuwägen, den medizinischen Nutzen des Self-Tracking zu diskutieren und das Spannungsfeld auszuleuchten, welches sich zwischen präventivem Gedanken und datenschutzrechtlichen Risiken auftut. Meine Kollegen von Wearable Technologies befinden sich ebenfalls auf der MEDICA und präsentieren am Stand C03 in Halle 15 die neuesten Wearable Tech Anwendungen im Medizinbereich. Mit dabei sind Anbieter von Sensoren, die Physiotherapie spielerisch unterstützen aber auch smarte Textilien, die Druckverteilungen beim Liegen oder Gehen erkennen und die für Wearables so wichtigen Anbieter von elektronischen Schaltungen und Batterien. Ich freue mich auf eine spannende Diskussion und interessante neue Technologien bei der Show von Wearable Technologies sowie viele interessierte Besucher auf der MEDICA.