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Ergonomie mit Notebook, Smartphone & Co – Tipps für weniger Belastung

Ob mit dem Smartphone, Computer oder Tablet – wir verbringen immer mehr Zeit mit digitalen Geräten. Die zunehmende Nutzung digitaler Medien beansprucht uns mental, stellt aber auch ergonomisch eine echte Herausforderung dar. Anstatt uns zu bewegen und unsere Wirbelsäule in Balance zu halten, verbringen wir immer mehr Zeit sitzend. Dabei geben digitale Anzeigen und Bedienelemente unsere Haltungs- und Bewegungsmuster vor.

Berücksichtigen Desktop-Computer mit ihren externen Bildschirmen die menschliche Anatomie zumindest bei der nach vorne ausgerichteten Kopfhaltung, stellen Notebooks, Tablets und Smartphones noch eine größere Gefahr für unsere Gesundheit dar. Der auf den Bildschirm nach unten gerichtete Blick führt zur Belastung der Halswirbelsäule, da die Muskeln zusätzliche Kraft aufbringen müssen, um den Kopf zu halten. Mögliche Folgen sind chronische Muskelverspannungen, verringerte Durchblutung und Schmerzen in Schulter, Nacken und Kopf.

Mit zunehmender Kopfbeugung nimmt die Krafteinwirkung auf die Halswirbelsäule zu. Quelle:  Kenneth K. Hansraj

Auch das dauerhafte Halten von Smartphones, Tablets und Readern führt zur Beanspruchung von Hand, Arm und Schulter. Abhilfe schaffen Halterungen, die diese Geräte in eine ergonomisch günstige Position bringen, sodass der menschliche Halteapparat entlastet wird. Auch die Ergonomie von Tastatur und Maus spielt bei der Nutzung von Computern und Notebooks eine wichtige Rolle. Mit welchen Hilfsmitteln Ihr Euren Arbeitsplatz und Eure private Medien-Nutzung ergonomisch optimieren könnt, erfahrt Ihr in diesem Artikel.

Notebookständer

Notebooks sind praktisch und ermöglichen es an jedem Ort zu arbeiten. Besonders ergonomisch sind sie dabei jedoch nicht. Um nicht dauerhaft den Nacken zu belasten, solltet Ihr Euer Notebook deshalb so platzieren, dass sich die Bildschirmoberkante ungefähr auf Augenhöhe befindet. Einfach erreicht Ihr dies mit Notebookständern, die in verschiedenen Ausführungen angeboten werden. Aus einem Stück gefertigte Designermodelle ohne Höheneinstellung bieten dabei oft nicht genügend Flexibilität und sind meist zu niedrig. Empfehlenswert sind daher einstellbare Modelle, mit denen Ihr mindestens 25 cm Höhe gewinnt. Genau das bietet zum Beispiel meine Empfehlung auf Amazon*.

Bild: BoYata

Mit einem Notebookständer habt Ihr den Bildschirm ergonomisch positioniert und könnt so eine gesunde Kopfhaltung einnehmen. Dasselbe solltet Ihr auch mit den Eingabegeräten machen, welche die Haltung Eurer Hände, Arme und Schultern vorgeben. Hierfür benötigt Ihr ein externes Keyboard und eine Maus, die sich nahe bei Euch, ca. 10 cm von der Tischkante, befinden sollten. Als Resultat habt Ihr einen Winkel von ca. 90 Grad in den Ellenbogen, die Arme waagrecht und die Schultern hinten.

Ergonomische Maus

Auch bei Mäusen gibt es mittlerweile eine Vielzahl an ergonomisch optimierten Modellen. Teilweise muten diese recht exotisch an und brechen mit den gewohnten Bedienkonzepten. Klassisch bedienbar, jedoch ergonomisch vorteilhaft, sind vertikale Mäuse. Im Gegensatz zu normalen Mäusen liegt die Hand bei den vertikalen Modellen nicht flach auf, sondern dreht schräg nach oben. Dies führt zu einer offeneren Haltung von Hand und Arm, reduziert die Muskelbeanspruchung und kann damit zur Reduktion von Beschwerden beitragen. Eines der ausgefeiltesten Modelle ist die Unimouse von Contour. Deren Winkel und Abstützung des Daumens sind einstellbar und lassen sich an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Außerdem hat sie programmierbare Tasten und macht eine tolle Figur auf dem Schreibtisch. Findet Ihr hier auf Amazon.

Bild: Contour

Tastatur

Layout und Art der Tastatur haben einen enormen Einfluss auf die Beanspruchung von Muskeln und Sehnen. Unter ergonomischen Gesichtspunkten gibt es mehrere Aspekte zu berücksichtigen. Ergonomische Tastaturen* mit ihrer V-förmigen Tastenanordnung können die Belastung in den Handgelenken reduzieren, indem das bei konventionellen Tastaturen übliche, seitliche Abknicken der Hände vermieden wird. Wichtig ist auch die Breite der Tastatur. Tastaturen ohne Nummernblock erlauben eine Positionierung der Maus direkt neben den Buchstaben, wodurch das Wechseln von den Tasten zur Maus einfacher wird.

Bild: Microsoft

Einen wichtigen Einfluss auf das Schreibgefühl einer Tastatur hat auch die Art der verbauten Tasten. Insbesondere bei Notebooks ging der Trend zu immer kleineren Tastenhüben, wodurch flachere Tastaturen ermöglicht wurden. Für Vielschreiber kann jedoch eine mechanische Tastatur mit längerem Tastenhub und dem charakteristischen Gefühl mechanischer Schalter vorteilhaft sein. Bei diesen ist die für die Betätigung einer Taste notwendige Kraft exakt definiert, wodurch die Finger beim Schreiben ein taktiles Feedback erfahren. Außerdem besitzen die Tasten eine mit den Fingerkuppen gut spürbare Kontur, was beim blinden Schreiben eine bessere Orientierung ermöglicht. Im Gegensatz zu den weit verbreiteten halb-mechanischen Tastaturen mit Gummimembran sind Switches mit mechanischem Schlitten und Metallfedern lauter.

Bild: Cheery

Manche Nutzer schätzen gerade diese Eigenschaft und entscheiden sich sogar für besonders laute Schalter, welche per Klicken ein zusätzliches Feedback liefern. Es gibt aber auch besonders leise mechanische Tastaturen, die kaum lauter als ihre Gummikollegen sind. Insbesondere bei Gamern ist ein regelrechter Kult um mechanische Tastaturen entstanden, der in der Individualisierung der eigenen Tastatur seine Vollendung findet. So lassen sich einzelne Tasten oder auch ganze Tastensätze austauschen, um mit Form, Material und Farbe der Tasten ein Statement zu setzen. Ebenso gibt es auch ergonomische mechanische Tastaturen*, die aus separaten Tastenblöcken für jede Hand bestehen. Ich verwende die Race 3 von Vortex* die mit unterschiedlichen Cherry-Switches erhältlich ist. Sie ist eines der wenigen Modelle mit deutschsprachigem Tastatur-Layout, das zugleich relativ gut mit Mac OS kompatibel ist. Geliefert wird sie mit grauen und bunten Tasten für einen coolen Retro-Look oder Farbenfreude am Schreibtisch.

Bild: Vortexgear

Stehtisch oder Tischaufsatz

“Sitzen ist das neue Rauchen” weiß jeder, der von seinem Fitness-Tracker immer wieder zum Aufstehen aufgefordert wird. Regelmäßige Pausen mit Bewegung sind gut, noch besser ist es jedoch, wenn man auch die Arbeit im Stehen verrichten kann. Ideal dafür geeignet sind elektrisch höhenverstellbare Tische, die je nach Situation auf die gewünschte Höhe gebracht werden können. Hier gibt es mittlerweile eine enorme Auswahl vom günstigen Einstiegsmodell bis zum smarten Designertisch, der einen mit Nudging ans Aufstehen gewöhnt. Wirklich wichtig ist jedoch vor allem eine Speicherfunktion für unterschiedliche Höheneinstellungen. So findet der Tisch automatisch zur Lieblingshöhe für Sitzen und Stehen zurück und häufige Positionswechsel gehen schnell von der Hand.

Bild: Inwerk

Wer keinen Platz für einen separaten Schreibtisch hat, muss nicht auf das Arbeiten im Stehen verzichten. Hersteller wie Inwerk bieten stylishe Varianten mit verchromten Kufen, die auch im Wohnbereich eine gute Figur machen. Je nach Designwunsch kann man das Tischgestell mit einer zum Rest der Einrichtung passenden Platte kombinieren. Wir haben mittlerweile sowohl in unseren Büros wie auch in unserer Küche höhenverstellbare Tische im Einsatz. So haben wir auch in der Küche stets den perfekten Tisch zum Essen und Arbeiten im Home-Office, für Stehpartys oder als zusätzliche Arbeitsfläche für große Kochaktionen.

Wenn räumliche oder finanzielle Hürden dem Umstieg auf einen höhenverstellbaren Tisch verhindern, gibt es einfache Hilfsmittel, um auch an einem normalen Tisch im Stehen arbeiten zu können. Eine Möglichkeit besteht darin, stabile Kartons zur Erhöhung von Tastatur und Notebook zu verwenden. Am besten Ihr probiert es mit vorhandenem Material. Es gibt aber auch spezielle Aufbauten aus Karton im Handel. Eher für einen separaten Schreibtisch geeignet sind verstellbare Aufbauten*, die sowohl beim Sitzen wie auch beim Stehen auf dem Tisch verbleiben können.

Bild: Songmics

Praktisch sind auch Holzgestelle die nach der Verwendung rasch auseinandergebaut und beiseite gestellt werden können. Für eine gute Ergonomie solltet Ihr auf eine Lösung mit separaten Etagen für das Notebook und die Tastatur achten. Befinden sich beide auf derselben Höhe müsst Ihr bei der Haltung von Kopf und Armen Kompromisse machen und belastet Schulter und Nacken. Eine gute Lösung, die ich auch selbst schon testen konnte, bietet Standsome*.

Bild: Standsome

Bürostuhl für das Home-Office

Auch wenn Ihr schon diverse Küchenstühle, Hocker und Sessel bei Euch zu Hause habt – für längeres, produktives Arbeiten führt kein Weg an einem guten Bürostuhl vorbei. Nur dieser ist auf Eure Körperform einstellbar und passt sich an wechselnde Körperhaltungen an. Ein Modell, das in der Küchen oder in Wohnräumen eine besonders gute Figur macht, ist der Capisco des skandinavischen Herstellers Hag. Mit seinem Sattelsitz lädt er zum aktiven und abwechslungsreichen sitzen ein. So eignet er sich auch gut zum Sitzen an einem erhöhten Tisch, z. B. bei mittlerer Einstellung eines höhenverstellbaren Tisches. In der Ausführung mit langer Gasfeder kann er sogar als Stehhilfe genutzt werden und unterstützt so viele verschiedene Körperhaltungen.

Aufgrund der für einen Bürostuhl untypischen Form und der niedrigen Rückenlehne passt er auch optisch gut in viele Küchen-Arrangements und hilft Euch den entspannten Look Eures Wohnraums zu bewahren. Beim Möbelhändler Eures Vertrauens findet Ihr eine große Auswahl an Stoff- und Ledermustern für den Capisco. So wird der Hag zu einem dezenten aber charismatischen Unterstützung der Euch viel Ausdauer bei der Arbeit im Home-Office ermöglicht. Mit seiner guten Ergonomie macht er natürlich auch im Arbeitszimmer oder Büro einen hervorragenden Job.

Bild: Flokk

Monitorarm

Unter dem Gesichtspunkt der Produktivität lohnt sich ein großer externer Bildschirm, der die übersichtliche Darstellung mehrerer Fenster erlaubt. Die sind mittlerweile sehr erschwinglich und wenn es Platz und Geldbeutel zulassen gilt hier, umso größer umso besser. Ich bin mittlerweile bei einem 38 Zöller angekommen und feiere meinen Arbeitsplatz jeden Tag J. Insbesondere bei größeren Bildschirmen lohnt sich ein Monitorarm, der einen hohen Verstellbereich und rasche Positionswechsel ermöglicht. So könnt Ihr einfach unterschiedliche Einstellungen ausprobieren und abwechseln und Eure Haltung am Schreibtisch kontinuierlich optimieren.

Praktisch ist so ein Monitorarm auch für alle Nutzer großer Bildschirme die häufig an Videokonferenzen teilnehmen. So habe ich die Oberkante meines 38er beim regulären Arbeiten deutlich über Augenhöhe, die Webcam erwischt mich in der Einstellung aus der Vogelperspektive. Deshalb bewege ich den Monitor zur Verbesserung der Kameraperspektive für Videocalls auf Augenhöhe – danach gehts wieder zurück nach oben für den maximalen Überblick. Ein weiterer Vorteil eines Monitorarms ist übrigens der Platzgewinn auf dem Schreibtisch, da der Ständer unter dem Bildschirm wegfällt. Auch beim Design sind die meisten Monitorarme im Vergleich zur mitgelieferten Originalhalterung ein Gewinn. Achtet auf die Robustheit des Monitorarms, um bei stürmischen Tastenanschlägen ein Wackeln des Bildschirms zu vermeiden. Topp sind die Monitorarme von Ergotron*.

Bild: Ergotronic

Halterungen für Tablet & Co

Auch bei der Nutzung von Smartphone, Tablet und Reader spielt Ergonomie eine wichtige Rolle, denn gerade mit diesen Geräten werden die Sessions immer länger und damit belastender für den Halteapparat J Ähnlich wie bei den großen Computern lässt sich auch hier mit einfachen Hilfsmitteln die Belastung für Euren Arm reduzieren. Statt Euer Gerät selbst zu halten, steckt Ihr dieses einfach in eine Halterung* welche den Bildschirm in perfekter Position zu Eurem Gesicht ausrichtet. Ideal für Orte, an denen Ihr Euch besonders gerne mit Eurem mobilen Gerät aufhaltet, wie Eurem Lieblingssessel. So werden Ihr und Euer mobile Devices die perfekte Einheit für Longreads oder ausgedehnte YouTube-Sessions. Voraussetzung für den Haltearm ist eine Befestigungsfläche in Reichweite wie eine Tischplatte oder ein Fenstersims. Mit etwas Kreativität findet Ihr sicher eine geeignete Lösung.

Bild: Ugreen

Ohne Montage kommt der Tablift* aus, der im Bett oder auf dem Sofa das Tablet oder den Reader hält und so Euren Arm entlastet. Ideal für Freunde des gepflegten Badespaßes ist die Halterung von Wood U?*. Quer über die Badewanne gelegt, bietet sie verlässlichen Halt für Tablet und Reader. Das System ist solide und die Nutzung digitaler Geräte in der Badewanne für umsichtige Zeitgeister problemlos möglich. Auch nach zahlreichen Sessions seit vielen Jahren haben meine nassen Finger noch keinen Schaden an iPad oder Kindle angerichtet. Besonders spaßig wird es mit vernetzten Lautsprechern wie von Sonos, die über AirPlay oder Chromecast mit Euren Geräten verbunden sind. Diese machen die Badewanne zum perfekten Ort für YouTube, Netflix & Co.

Bild: Wood U?

Ergonomische Optimierung und belastungsreduzierendes Verhalten

Ob für das Notebook, Smartphone oder Tablet – mit dem richtigen Zubehör könnt Ihr die Ergonomie von jedem Gerät verbessern und somit Eurem Körper etwas Gutes tun. Den größten Nutzen versprechen ergonomische Optimierungen im Umgang mit den Geräten, mit denen Ihr die meiste Zeit verbringt. Gerade mit mobilen Geräten möchten wir im Alltag aber auch mal schnell etwas erledigen, ohne uns extra um die Installation von Zubehör zu kümmern. Dies ist völlig in Ordnung und macht ja gerade den Charme mobiler Geräte aus. Dennoch ist es sinnvoll, die eigenen Nutzungsgewohnheiten zu überdenken und Aktivitäten so durchzuführen, dass sie zu einer möglichst geringen Belastung führen.

So lassen sich viele Aufgaben statt auf dem Smartphone an einem ergonomischen Computerarbeitsplatz erledigen, der zugleich ein effizienteres Arbeiten ermöglicht. Genauso bietet es sich an, längere Lese-Einheiten bewusst auf ein ergonomisch platziertes Tablet oder einen Reader zu verlagern, anstatt mit dem Smartphone in der Hand von einem Artikel zum nächsten zu Stöbern, und dabei Arm und Nacken zu verkrampfen.

Egal wie ergonomisch Ihr Eure Steh-, Sitz- und Liegeplätze eingerichtet habt, entscheidend ist dabei auch immer, welche Haltung Ihr einnehmt. Deshalb lohnt es sich trotz aller Faszination, die von Euren Bildschirminhalten ausgeht, die Wahrnehmung immer wieder auf den eigenen Körper zu lenken. Dadurch bemerkt Ihr, ob sich Euer Körper wohlfühlt oder Ihr an der Einstellung des Bildschirms oder Eurer Haltung etwas verändern wollt. So ergänzen sich Körperbewusstsein und Ergonomie und Ihr habt beste Voraussetzungen für eine angenehme Interaktion mit Euren digitalen Geräten.

Welche ergonomischen Optimierungen nutzt Du und was sind Deine Tricks für mehr Wohlbefinden im Umgang mit Notebook, Tablet und Co? Teile Deine Erfahrung mit mir und meinen Lesern in den Kommentaren.

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Im Smart Home durch die Pandemie – die besten Health & Wellness-Gadgets für Zuhause

Aufgrund von Homeoffice-Regeln und Ausgangsbeschränkung verbringen derzeit viele Menschen den Großteil ihrer Zeit zu Hause. Neben den gesellschaftlichen und persönlichen Sorgen, die von SARS-CoV-2 ausgelöst werden, kann auch die räumliche Einschränkung zu einer mentalen Belastung werden. Gut also, wenn man sich daheim wohlfühlt und durch die eigene Umgebung dabei unterstützt wird, seine Gesundheit zu erhalten. Dazu können Smart Home-Lösungen einen sinnvollen Beitrag leisten. Ob bei der Strukturierung des Alltags, der Verschönerung der Wände oder der Verbesserung der Luftqualität. Einige der sinnvollsten Smart Home Produkte in Zeiten der Coronakrise stelle ich Euch in diesem Artikel vor.

Zeichenroboter

Ständig in den eigenen vier Wänden, da kommt schon mal der Wunsch nach Abwechslung auf. Zumindest was die Dekoration der Wände betrifft, ist dies einfach möglich. Der Zeichenroboter von Scribit dekoriert Eure Wände bei Bedarf täglich mit neuen Kunstwerken. Als Vorlage dienen eigene Fotos oder eine Vielzahl an Motiven der Community. Der Zeichenspaß funktioniert erstaunlich gut mit bis zu vier verschiedenen Farben gleichzeitig. Allerdings funktioniert die vom Hersteller angepriesene Löschfunktion bei unserer Wand nicht, weshalb wir diese feucht wischen, um Platz für neue Zeichnungen zu schaffen. Abgesehen davon eine tolle Erfindung für Kunst- und Designliebhaber.

Luftreiniger

In Zeiten des Coronavirus möchte man sich und seine Lieben so gut wie möglich schützen. Viele fragen sich daher, welchen Beitrag eine Belüftungsanlage im Büro oder ein Luftreiniger in der eigenen Wohnung leisten kann. Tatsächlich dürften Viren aufgrund ihrer Größe in einem HEPA Filter aus der Luft entfernt werden. Die überwiegende Menge an Infektionen wird jedoch durch Tröpfchenübertragung ausgelöst, die nur durch Abstandhalten und das Tragen von Masken verhindert wird. Eine Übertragung auf dem Luftweg, durch das Einatmen von Viren, könnte Studien zu Folge ebenfalls möglich sein. In der Praxis dürfte dies jedoch nur einen geringen Anteil an Eurem Infektionsrisikos ausmachen. Die einfachste Möglichkeit, diese Gefahr zu senken, ist intensives Lüften, sodass die Viruslast in der Raumluft niedrig gehalten wird.

Bild: Xiaomi

Ein Luftreiniger kann die Viruslast ebenfalls reduzieren und filtert darüber hinaus auch schlechte Gerüche und Feinstaub. Dieser Effekt ist interessant, denn langfristig dürfte die Luftqualität durchaus einen Einfluss auf die Gesundheit Eurer Atemwege haben. Ob Ihr von der Luftreinigung tatsächlich profitiert, hängt von Eurem Wohnort ab, denn die Schadstoffbelastung ist lokal sehr unterschiedlich. Im Zweifelsfall lohnt sich eine kurze Recherche zur Luftqualität in Eurer Umgebung. Solltet Ihr Euch für einen Luftreiniger interessieren, kann ich das günstige Gerät von Xiaomi* empfehlen. Dieses lässt sich per App steuern und hört auf Sprachassistenten wie Alexa und Google Home.

Smarte Beleuchtung oder Lichtwecker

Licht strukturiert unseren Tag und kann daher gerade in der aktuellen Zeit helfen, gesunde Routinen zu bewahren. So können smarte Lampen oder ein Lichtwecker sanft dabei unterstützen, morgens aus dem Bett zu kommen, auch wenn man die Wohnung nicht verlassen muss. Wer darüber hinaus auch seinen Schlaf optimieren möchte, sollte auf dimmbare Leuchtmittel mit Farbfunktion achten. Sanftes rotes Licht in den Abendstunden fördert das Einschlafen, wohingegen blaues Licht einen Energiekick am Morgen liefert. Ergänzt man smarte Lampen mit einem Bewegungsmelder, erhält man Komfort und hygienische Vorteile, wenn in Flur, Bad und Toilette auf die Betätigung von Lichtschaltern verzichtet werden kann. Ich habe seit mehreren Jahren Produkte von Philips, Osram und Ikea im Einsatz. Am zufriedensten bin ich mit den smarten Lampen* und den Bewegungsmeldern* von Philips Hue.

Bild: Philips Hue

LED Beamer

2020 ist psycho und fühlt sich häufig schräg an. Entsprechend sind die Orte mit dem größten Wellness-Potenzial entweder im Freien oder zu Hause. Die maximale Aufwertung Eures eigenen Zuhauses erhaltet Ihr mit einem LED- oder Laser-Beamer. Diese sind relativ günstig, praktisch und ermöglichen den Genuss von Bewegtbildern von enormem Ausmaß. Diagonalen von 3 bis 4 Metern lassen einen in Filme, Serien und Dokus eintauchen und bieten auch eine tolle Bühne für gestreamte Kultur in Form von Konzerten oder Theaterstücken. Da für knackige Kontraste ein abgedunkelter Raum notwendig ist, eignen sich Beamer vor allem für den bewussten Medienkonsum am Abend und für Sessions mit heruntergelassenen Rollläden. Im Vergleich zu klassischen Projektoren sind Modelle mit LED- oder Laserlichtquelle deutlich kleiner und praktischer in der Anwendung. Zusammen mit einer guten Anlage erhält man ein unschlagbares Erlebnis, das ich schon seit Jahren jedem Kino vorziehe. Die eigene Bildwand ist in diesem Jahr perfekt für den Feierabend zu Hause. Absolut empfehlenswert ist dieses Gerät* vom Marktführer LG. 

Bild: LG

Smarte Wetterstation

Neben der Schadstoffbelastung der Luft haben CO2-Gehalt, Temperatur und Luftfeuchtigkeit einen Einfluss auf Euer Wohlergehen. Mit einer smarten Wetterstation könnt Ihr diese Werte messen und der Verlauf über 24 Stunden oder längere Zeiträume analysieren. Dadurch lässt sich das eigene Lüftungsverhalten ganz einfach kontrollieren und die Sauerstoffversorgung ggf. verbessern. Außerdem zeigt Euch eine Wetterstation auch auf, ob die Befeuchtung der Luft sinnvoll ist. Bei mir ist das in den Wintermonaten der Fall, wenn die smarte Heizung* ihre Arbeit verrichtet. Aber auch bei länger anhaltendem, trockenem Klima, wie in diesem Frühjahr, kann die Luftfeuchtigkeit deutlich unter die empfohlenen 40 bis 60 Prozent abfallen.

Bild: Netatmo

Netatmos vernetzte Wetterstation* besteht aus zwei Modulen, welche sowohl innen wie auch im Freien aktuelle Klimadaten erfassen. Außerdem ist das System erweiterbar, durch Module für zusätzliche Räume und Sensoren für Wind und Regen. Über eine Freigabefunktion lassen sich die Daten mit Freunden oder mit anderen Geräten teilen. Hierfür finden sich praktische Anwendungsmöglichkeiten, die den Nutzen der Wetterstation noch einmal steigern. Hierzu habe ich auf dem Schreibtisch ein smartes Display von LaMetric*, dass mir die wichtigsten Werte anzeigt. Im Wohnzimmer informiert eine smarte Lampe mit rotem Licht bei erhöhten CO2-Gehalt. Die Verknüpfung der Wetterstation mit dem Hue System regelt die Plattform ifttt.

Luftbefeuchter

Trockene Luft führt dazu, dass abgesonderte Tröpfchen eintrocknen und die darin enthaltenen Viren durch die Luft schweben können. Ob hierdurch im Fall von SARS-CoV-2 ein Risiko ausgeht, wird noch diskutiert, aber auch aus einem anderen Gründen erhöht trockene Luft die Gefahr für eine virale Ansteckung. Hintergrund ist, dass die Austrocknung der Schleimhaut die Beweglichkeit der Flimmerhärchen vermindert, welche Fremdkörper und Krankheitserreger aus der Nase transportieren. Deshalb kann es Sinn ergeben, die Raumluft zu befeuchten, was auch zur Steigerung des Wohlbefindens beiträgt. Keramikgefäße oder feuchte Tücher über der Heizung können die Raumluft befeuchten, funktionieren aber nur, solange geheizt wird. Raumluftbefeuchter sind da flexibler, tragen aber je nach Wirkprinzip, zur Vermehrung von Bakterien bei. Gut gelöst haben dieses Problem die Geräte von Philips, welche in verschiedenen Größen angeboten werden. Ich habe meinen Luftbefeuchter fast das ganze Jahr im Betrieb, um ein angenehmeres Raumklima zu erzeugen. Auch wenn Philips Luftbefeuchter* über keine Connectivity-Features verfügen, passen sie gut in ein smartes Zuhause.

Bild: Philips

TRX

Ein TRX ist das ultimative Trainingsgerät für Zuhause oder im Freien. Alles, was man für das Training benötigt, ist ein Befestigungspunkt in mindestens zwei Meter Höhe und ein wenig Platz. Der TRX besteht aus Gurten die in der Türe, an einem Haken oder an einem Baum befestigt werden können. Am Ende der Gurte befinden sich Griffe, gegen die man das eigene Körpergewicht zieht oder drückt. Unterschiedliche Übungen ermöglichen das Training des ganzen Körpers wobei sich die Trainingsintensität durch die Körperhaltung für jedes Fitness-Level anpassen lässt. Je nach Geldbeutel und Einsatzszenario gibt es unterschiedliche Varianten.

Bild: TRX

Besonders hochwertig sind die Modelle des amerikanischen Erfinders und Namenspaten, dem Hersteller TRX. Es gibt aber auch viele günstigere Nachbauten von passabler Qualität und leichte Varianten mit Seilen statt Gurten, die gut in das Reisegepäck passen. Gemeinsam haben alle, dass sie viel Spaß machen und sehr gut geeignet sind, um die wichtige Körperkernmuskulatur zu trainieren. Sollte Euer Fitnessstudio also noch länger geschlossen sein, erhaltet Ihr mit dem TRX* eine gute Alternative und ein tolles Trainingsgerät für gemeinsame Sessions mit Freunden in der Sonne. 

Fitness-Tracker oder Smartwatch

Aufgrund von Ausgangsbeschränkungen und geschlossenen Fitnessstudios bewegen sich derzeit viele Menschen weniger und unterbrechen ihre gewohnte Sportroutine. Wenn man den Frust über die aktuelle Lage dann noch mit langen Netflix-Abenden, Essen und Alkohol kompensiert, kann die eigene Gesundheit schnell unter dem Lockdown leiden. Smartwatches und Fitness-Tracker sind auch in Zeiten der Krise gute Hilfsmittel im Kampf gegen Schlaf- und Bewegungsmangel. So motivieren die Geräte zum Spazieren oder Joggen und eignen sich auch zum Tracking vieler anderer Sportarten.

Je nach Anforderung, gibt es eine Vielzahl von Fitness-Trackern und Smartwatches, die einen während der Ausgangsbeschränkung bei einem gesünderen Lebensstil unterstützen können. Aufgrund ihres hohen Stromverbrauchs müssen viele Smartwatches regelmäßig geladen werden und sind daher weniger gut geeignet, um den Schlaf zu messen. Längere Laufzeiten bieten die Uhren von Herstellern wie Fitbit und Garmin, die im Vergleich zu Apple Watch und Co einen reduzierten Funktionsumfang anbieten. Fitness-Tracker sind leichter und kleiner als Smartwatches und tragen sich deshalb insbesondere Nachts vergleichsweise angenehm. Besonders interessant ist der neue Fitbit Charge 4*, der dank GPS auch gut für Ausdauersportler geeignet ist.

Quelle: Fitbit

Falls Ihr lieber eine Smartwatch wie die Apple Watch verwendet, kann der Ring von Oura eine gute Ergänzung zur Schlafmessung darstellen. Die Daten, die Wearables messen, sind übrigens auch geeignet, um die Coronakrise effektiver zu bewältigen können. Schlafqualität, Ruhepuls und Sauerstoffsättigung verändern sich bei einer viralen Infektion sowie einer Schwächung der Atemwege. Das Robert Koch Institut bittet Nutzer von Wearables daher um eine Datenspende, die helfen kann das Infektionsaufkommen in Deutschland besser einzuschätzen. Ich wünsche Euch natürlich, dass Eure Werte unauffällig bleiben und Ihr Euch in Eurem zu Hause wohlfühlt.

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SARS-CoV-2 Diagnostik – Licht im Dunkel der Corona-Krise

Das neuartige Coronavirus ist eine enorme Herausforderung für Gesundheitssysteme, Covid-19 Patienten und ganze Gesellschaften. Aktuell fragen sich viele Menschen, ob sie selbst infiziert sind oder wann sie die Isolation wieder verlassen können, ohne Andere zu gefährden. Die Antwort auf diese Fragen liefern Labortests, die Infektionen mit dem Coronavirus nachweisen können. Sowohl akut, als auch im Nachhinein, als Indiz für Immunität. Auch auf gesellschaftlicher Ebene hängen wichtige Entscheidungen und damit unsere Zukunft von Testergebnissen ab. Einen Überblick zu den verschiedenen Testverfahren und deren Relevanz in der Coronakrise möchte dieser Artikel liefern.  

Tests sind der Superskill für die Bekämpfung der Pandemie

Statistik: Anzahl durchgeführter Tests für das Coronavirus (COVID-19) in ausgewählten Ländern bis zum 20. März 2020* | Statista

Im Vergleich zu anderen Ländern hat Deutschland sehr früh angefangen umfangreich zu testen. Dies erklärt, warum viele Infizierte gemeldet werden, bisher aber vergleichsweise wenig Menschen verstorben sind. Aktuell unternehmen wir gesellschaftlich die größtmöglichen Anstrengungen, um Neuinfektionen zu verhindern. Je nach Strategie der Bundesregierung werden wir versuchen, die Zahl der Infizierten unter der Belastbarkeitsgrenze unseres Gesundheitssystems zu halten, wahrscheinlich sogar auf einem weitaus niedrigeren Niveau, um die Ausbreitung zu verlangsamen und stärker von medizinischen Lösungen profitieren zu können. Sobald jedoch die aktuellen Schutzmaßnahmen gelockert werden, könnte die exponentielle Verbreitung des Virus wieder seinen Lauf nehmen. Dann wäre die konsequente Nachverfolgung und Isolation aller Infizierten entscheidend dafür, die Verbreitungsgeschwindigkeit langsam und die Zahl der Infizierten niedrig zu halten. Hierfür wird eine enorme Menge an Tests benötigt, die akute Infektionen im frühen Stadium zuverlässig nachweisen. Zugleich benötigen wir Tests, mit denen überstandene Infektionen in der Bevölkerung erfasst werden können. Dies erlaubt uns die Dunkelziffer an Infizierten wie auch die Gefahr, die vom Coronavirus ausgeht, besser einzuschätzen, und unsere Maßnahmen entsprechend anzupassen. Des Weiteren spielen Antikörpertests auch für die Optimierung unseres Gesundheitsbetriebs zur Bewältigung der kommenden Herausforderungen eine wichtige Rolle.

Enormer Bedarf an Corona-Tests

Husten, Fieber, Halsschmerzen und verwandte Symptome sind derzeit weit verbreitet. Deshalb macht man sich schnell sorgen, mit Covid-19 infiziert zu sein. Tatsächlich befinden wir uns aktuell noch in der auslaufenden Grippe- und Erkältungssaison und die große Mehrheit der durchgeführten Corona-Tests fällt negativ aus. Lediglich 7-8 Prozent der untersuchten Proben sind positiv. Dennoch sollte man sich bei Verdacht auf einen viralen Infekt bewusst sein, dass man potentieller Risikoträger ist. Wer sich nicht ohnehin in häuslicher Isolation und Home Office befindet, sollte besondere Vorsicht walten lassen. Dazu gehört die Krankschreibung durch einen Arzt (derzeit telefonisch möglich) sowie weitere Maßnahmen zum Schutz der Mitmenschen, z.B. auch durch improvisierten Masken.

Quelle: cottonbro auf Pexels

Klarheit schaffen kann nur ein Test auf Coronaviren, aufgrund der limitierten Kapazitäten kann jedoch nicht jedem Verdacht nachgegangen werden. Dabei hat Deutschland im internationalen Vergleich sogar hohe Testkapazitäten, aber der weltweite Krisenzustand erfordert einen wohl überlegten Einsatz aller Ressourcen. Deshalb erstellt das Robert Koch-Institut (RKI) Empfehlungen für die Ärzte zur Anordnung der Tests. 

Wer sollte sich auf SARS-CoV-2 testen lassen?

Aufgrund der in den letzten Wochen stark angestiegenen Fallzahlen, priorisieren die aktuellen Testkriterien nicht länger den Aufenthalt in Risikoregionen, welcher Anfangs ein gutes Bild bezüglich der eingeschleppten Fälle und der Entstehung von Hotspots gab. Mittlerweile sind Reiseaktivitäten weitgehend erloschen und Deutschland ist selbst zum Risikogebiet geworden. Für einen Test entscheiden sich die Ärzte daher vor allem bei Personen, die mit Infizierten in Kontakt waren, ein hohes Risiko für einen schweren Verlauf haben und Menschen von hoher Kritikalität. Dies sind Personen in den für uns alle essentiellen Gesundheitsberufen und anderen Berufsbildern, die einem hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind und zugleich viele Menschen anstecken könnten. Aufgrund der stark angestiegenen Fallzahlen werden die Tests zunehmend von Patienten mit deutlich ausgeprägten Symptomen benötigt. Zur besseren Nachverfolgung aller Kontaktpersonen müssen die Kapazitäten daher weiter ausgebaut werden.

Erste Einschätzung mit Corona Online-Test

Wenn Ihr die Covid-19-typischen Symptome habt oder aus anderen Gründen denkt, dass Ihr betroffen seid, solltet Ihr zunächst klären, ob Ihr die Kriterien für die Durchführung eines Tests erfüllt. Eine erste Einschätzung liefert der Online-Test der Berliner Charité. Dieser wurde in Abstimmung mit dem Bundesgesundheitsministerium und dem RKI entwickelt und gibt nach Beantwortung einiger Fragen eine Empfehlung, ob Ihr in Isolation bleiben oder medizinische Hilfe suchen sollt. Wenn das Ergebnis des Tests für Euch nicht nachvollziehbar ist, solltet Ihr Eure weiteren Optionen abklären. Eine mögliche Anlaufstelle ist Euer regionales Gesundheitsamt dessen Nummer Ihr hier abfragen könnt. Viele Bundesländer haben auch spezielle Coronavirus Hotlines geschaltet. Auch Euer Hausarzt kann telefonisch beraten und ggf. einen Test anordnen. Symptome wie Fieber und Husten treten sowohl bei einer Grippe wie auch bei einer Infektion mit Coronaviren auf. Besonders an Covid-19 ist dass in einem frühen Stadium der Geruchs- und Geschmackssinn bei vielen Patienten stark beeinträchtigt ist. Solltet Ihr dieses Symptom beobachten, informiert unbedingt Euren Arzt oder das Gesundheitsamt.

Welche Laborverfahren werden eingesetzt?

Eine Steigerung der PCR Kapazitäten dürfte aber nur begrenzt möglich sein. Mittlerweile haben viele Länder angefangen, umfangreich zu testen, sodass ein Engpass bei den benötigten Reagenzien und Zubehör entstanden ist. Auch personell sind die Labore stark belastet, arbeiten teilweise rund um die Uhr im Schichtbetrieb und sind zugleich für die Versorgung von Patienten aus der regulären Versorgung zuständig, die ebenfalls Labortests benötigen. Dabei schlägt ein Strategiepapier des Innenministeriums die größtmögliche Erhöhung der Kapazitäten vor, um Covid-19 unter Kontrolle zu bekommen. Konkret bedeutet dies eine Ausweitung der Kapazitäten auf 200tsd. Tests pro Tag bis Ende April. Das Szenario sieht vor, Personen mit Eigenverdacht zu testen, wie auch den gesamten Kreis der Kontaktpersonen von positiv getesteten Personen. Abhilfe können PCR-Tests für Hochdurchsatz-Analytik-Systeme schaffen, wie sie Roche und Abbott vorgestellt haben. Diese erfordern weniger manuellen Aufwand, sodass zumindest Engpässe beim Personal umgangen werden können.

Bild: Roche Cobas 8800

Einen cleveren Ansatz zur Steigerung der Laborkapazitäten haben Frankfurter Wissenschaftler kürzlich vorgestellt. Anstatt jede Probe einzeln auszuwerten, wird Erbmaterial aus 10 Proben in einem Minipool zu einer Analyse zusammengefasst. Fällt der Test positiv aus, werden alle 10 Proben getrennt ausgewertet, um zu ermitteln, welche vom Virusträger stammt. Geeignet ist das Verfahren vor allem für Probanden mit geringer Wahrscheinlichkeit für einen positiven Test, wie es bei breit angelegten Tests asymptomatischer Personen der Fall sein dürfte. Das Verfahren soll für alle PCR Tests anwendbar sein und könnte die weltweit verfügbare Kapazität vervielfachen. Neben der Optimierung von Laborkapazitäten arbeiten Biotech-Firmen an vielen weiteren Verfahren, um die Kapazität zu erhöhen und die Ergebnisse schneller verfügbar zu machen. 

Kartuschentests für Coronaviren

Aktuell bereits verfügbar sind Kartuschentests für sogenannte Point of Care (PoC) Laborgeräte, welche eine Auswertung der Proben direkt vor Ort, z.B in Kliniken oder Arztpraxen ermöglichen. Durch den Wegfall des Probentransports zum Labor und die kürzere Prozessdauer, sind Ergebnisse, je nach Hersteller, schon innerhalb von einer Stunde verfügbar. Die Systeme bestehen aus einer Kartusche, welche die Probe aufnimmt und einem Gerät, dass die Tests auswertet. Die Kartuschen beinhalten dabei die benötigten Reagenzien für den PCR-Test, sodass ein umkomplizierter Betrieb und genaue Ergebnisse möglich sind. Pro Gerät können jedoch stets nur eine oder wenige Proben gleichzeitig ausgewertet werden, im Gegensatz zu den üblicherweise 96 Proben der großen Laboranlagen. Auch die Kosten für Kartuschentests liegen meist deutlich über denen einer Analyse im Labor. Kartuschentests sind daher primär als Ergänzung zu anderen Testverfahren geeignet und können ihre Stärke in besonderen Szenarien ausspielen. Beispielsweise auch in Flughäfen oder Bahnhöfen, um nach Lockerung der Mobilitätsbeschränkungen das Einschleppen neuer Infektionen zu verhindern. Qiagen, einer der führenden Anbieter von Kartuschentests, plant die Produktion von 6,5 Millionen Tests bis Ende April.

QIAGEN QIAstat-DX

Schnelltests für Coronaviren

Noch raschere Ergebnisse liefern Schnelltests, die ohne die für die PCR benötigte Vervielfältigung von Genen und Laborgeräte auskommen. Ähnlich wie beim Schwangerschaftstest liefern diese meist keine quantitative Analyse, sondern zeigen lediglich das positive oder negative Ergebnis an. Aktuell bereits erprobt werden Schnelltests, die Antikörper für Coronaviren im Blut nachweisen. Da Antikörper erst einige Tage nach einer Ansteckung gebildet werden, sind die Tests nicht geeignet, um akute Infektionen zuverlässig zu ermitteln. Ihre Stärke haben die Antikörpertests beim Nachweis einer überstandenen Infektion, welche im weiteren Verlauf der Pandemie immer wichtiger wird. 

Qualle: PharmACT

Schnelltests für den Nachweis akuter Infektionen werden ebenfalls entwickelt. Die sogenannten Antigentests kommen ohne die bei der PCR eingesetzte Vervielfältigung der Gene des Virus aus, weshalb sie auch nicht die selbe Sensitivität erreichen. Für den klinischen Einsatz wird dennoch eine hinreichende Genauigkeit erwartet. Daher könnten Antigen-Schnelltests maßgeblich zur Entlastung der Labore beitragen. Mit ihrer Verfügbarkeit wird in einigen Wochen gerechnet

Selbsttests für eine Infektion mit Coronaviren

Wer für 10 Sekunden die Luft anhalten kann, hat kein Covid-19, behauptet ein Kettenbrief. An diesem ist – wie an den meisten Kettenbriefen – natürlich nichts dran. In der frühen Phase der Infektion ist die Lunge meist noch nicht betroffen. Den Atem anhalten zu können ist daher keine Garantie dafür, dass keine Ansteckung vorliegt. Umgekehrt gibt es neben Covid-19 auch viele andere medizinische Ursachen, die es erschweren können, die Luft anzuhalten. Für einen Selbsttest kommt daher nur ein wissenschaftliches Verfahren in Betracht. Prinzipiell können Rachenabstriche oder Blutproben auch selbst gewonnen werden. Einzelne Biomarker wie Vitamin D (häufig diskutiert im Bezug auf das Immunsystem), oder ganze Sets von Nährstoffen lassen sich mit Tests von Firmen wie Cerascreen oder Lykon ermitteln. Dabei wird jedoch nur die Probe selbst gewonnen, die Auswertung erfolgt im Labor unter kontrollierten Bedingungen.

Corona-Tests nach diesem Prinzip werden seit einigen Tagen in einem von Amazon und Bill Gates geförderten Forschungsprojekt in der Region Seattle eingesetzt. Experten befürchten, dass es bei der selbständigen Probengewinnung zu Fehlern kommen kann, welche die Genauigkeit der Testergebnisse negativ beeinflussen. Laut Bill Gates konnte jedoch gezeigt werden, dass im Rahmen des Forschungsprojekts akkurate Daten erzeugt wurden. Ein Vorteil des Verfahrens: Für die Durchführung ist kein medizinisches Personal und damit auch keine Schutzkleidung notwendig. Deshalb können Selbsttests nützlich sein, um Engpässe bei der Probengewinnung zu umgehen. Wenn Alternativen schlecht verfügbar sind, kann das potentiell erhöhte Risiko für falsch-negative Ergebnisse von Selbsttests relativiert werden. Schließlich ist ein nicht perfekter Test immer noch besser als gar kein Test und kann dazu beitragen, dass Übertragungen verhindert werden.

Auch in Deutschland werden Selbsttests per Postversand angeboten. Der Anbieter Medi.Lab steht jedoch in der Kritik, aufgrund hoher Preise und fragwürdiger Geschäftspraxis. Probleme bestehen aber nicht nur bei der Vertrauenswürdigkeit des Unternehmens. Auch aus ethischen Gründen ist es sinnvoll nicht in Konkurrenz zur Gesundheitswirtschaft zu gehen, sondern Medizinern die Entscheidung über die Nutzung der knappen Laborressourcen zu überlassen.

Eine Sonderform des Selbsttests, die in Deutschland teilweise zur Anwendung kommt, sind Drive-in-Stationen, bei denen man selbständig einen Rachenabstrich durchführt. Hier entscheidet ein Arzt, ob der Test medizinisch sinnvoll ist, was schmerzhaft sein kann, wenn man nach stundenlangem Warten abgewiesen wird. Vor dem Besuch einer Drive-in Station lohnt sich daher die telefonische Abklärung mit dem Gesundheitsamt oder Hausarzt. Eure Erfahrungen und Tipps zur Durchführung von Corona-Tests könnt Ihr gerne als Kommentar posten.

Auch bei den Schnelltests auf Antikörper oder Antigene ist noch unklar, ob eine eigenständige Durchführung ohne Fachpersonal verlässliche Ergebnisse liefern kann. Mögliche Fehlerquellen liegen hier nicht nur in der Gewinnung der Probe, sondern auch in der Handhabung des Testkits. Des weiteren dürften Antigentests für den Nachweis akuter Infektionen, sobald verfügbar, zunächst Medizinern vorbehalten bleiben.

Schnelltests auf Antikörper, die zum Nachweis einer überstandenen Infektion geeignet sind, wurden in Asien bereits entwickelt und werden vereinzelt auch bei uns schon online verkauft. Experten wie Christian Drosten zufolge, müssen die verfügbaren Tests noch validiert werden, sodass von einer eigenständigen Anwendung abzuraten ist. Aufgrund der großen Gefahr, die von einer irrtümlich angenommenen Immunität gegen Sars CoV-2 ausgeht, sollte man besser keine Experimente machen. Des weiteren gilt auch hier, dass in der aktuellen Phase der Pandemie, keine Konkurrenz zur Anwendung durch Mediziner erzeugt werden sollte. Weshalb diese ein besonders Interesse an Antikörpertests haben, klären wir im nächsten Abschnitt.

Antikörpertests aka “wann hat der Spuk ein Ende?”

Manche wünschen sich, die Corona-Infektion schnell hinter sich zu bringen, um für Andere keine Gefahr darzustellen und wieder ihrem gewohnten Leben nachgehen zu können. Eine willentliche Infektion ist jedoch riskant, ganz egal in welchem Alter und Gesundheitszustand. Außerdem würdet Ihr nach einer absichtlichen Ansteckung die Verbreitung des Virus fördern und das wäre genau das Gegenteil von dem, was unsere Gesellschaft derzeit anstrebt. Auch, dass Ihr im Krankheitsfall zu einer zusätzlichen Belastung des Gesundheitssystems würdet, ist ein klares Gegenargument.

Vielleicht aber hattet Ihr in den letzten Wochen bereits nicht abgeklärte Symptome und fragt Euch nun, ob Ihr die Infektion schon hinter Euch habt. Jetzt kommt der große Auftritt der erwähnten Antikörpertests, die voraussichtlich schon bald im Labor und als Schnelltest durchgeführt werden können. Leider muss ich auch hier die Hoffnung auf rasche Klärung Eurer Fragen etwas bremsen.

Aktuell erfolgt die Validierung von Schnelltests und der Ausbau von Laborkapazitäten, die für medizinische und epidemiologische Studien benötigt werden. Wie Eingangs erwähnt helfen Antikörpertests, die Zahl der bisher Infizierten besser einzuschätzen. Aufgrund der frühen Aufnahme der Testaktivität kann für Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern von einer robusteren Datenlage ausgegangen werden. So überprüft das RKI laut seinem Präsidenten Professor Wieler durch das Screening nach Antikörpern in Blutspenden, wie sich die Immunität verbreitet. Repräsentativ ist diese Stichprobe nicht und konkrete Daten wurden bisher nicht kommuniziert. Viele andere Wissenschaftler fordern daher die Durchführung weiterer Studien, um das Risiko für schwere Verläufe und die Letalität von Covid-19 exakter zu berechnen. Entscheidend sind diese Daten für das weitere Krisenmanagement, also den Zeitpunkt der Aufhebung der Kontaktsperre und die weiteren Maßnahmen die uns über die kommenden Monate begleiten werden.

Auch für die Erforschung der Immunität spielen die Daten der Antikörpertests eine wichtige Rolle. Eine vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung koordinierte Studie soll die Entwicklung der Immunität bei 100tsd. Teilnehmern über die kommenden Monate beobachten. Dabei könnte die Verbreitung der Immunität in verschiedenen Regionen und Altersgruppen nachvollzogen werden. Auch die Effektivität der Immunität und die Dauer des Schutzes gegen erneute Ansteckung könnte im Rahmen der Studie erforscht werden. Erste Ergebnisse könnten Ende April vorliegen. Eine Pilotstudie, die noch frühere Antworten liefern soll, findet aktuell in Heinsberg statt.

Darüber hinaus gibt es akute medizinische Probleme für die Antikörpertests eine wichtige Rollen spielen. Mediziner und Altenpfleger mit erlangter Immunität können die Versorgung von Menschen in den Risikogruppen zukünftig vereinfachen, da von Ihnen kein Infektionsrisiko ausgeht und sie ggf. auch ohne Maßnahmen zum Eigenschutz arbeiten können. Außerdem sind Menschen mit erlangter Immunität wichtig für die präventive Behandlung von Menschen aus der Risikogruppe. Aus dem Blutserum von Patienten, die Covid-19 überstanden haben, lassen sich Antikörper gewinnen, die vorübergehend zur Immunität verhelfen können. Diese Strategie wird aktuell erprobt und könnte wichtig für die Überbrückung bis zur Verfügbarkeit eines Impfstoffes werden. Deshalb dürfte auch der Zugang zu Antikörpertests zunächst von der medizinischen und wissenschaftlichen Relevanz abhängen, bis diese frei für alle verfügbar sein werden.

Licht ins Dunkel bringen

Quelle: Rinck Content Studio

Test, testen, testen ist die wichtigste Empfehlung der WHO und das Credo jener Staaten, die im Kampf gegen Corona erfolgreich sind. Auch in Deutschland sind wir mit dieser Strategie bisher vergleichsweise gut gefahren. Innovative Labordiagnostik und effiziente Verfahren machen Hoffnung, dass wir diesen Weg ausbauen können, trotz massiv gestiegenen Bedarfs auf dem Weltmarkt.

Spannend sind jedoch nicht nur die Anzahl der gemessenen Infektionen sondern auch deren Bedeutung. Deshalb wäre mehr Transparenz hilfreich, um die Daten besser einordnen zu können. So könnten durch Veröffentlichung der Anzahl durchgeführter Tests die Thesen von Bezweiflern der Pandemie zumindest teilweise widerlegt werden. Deren Wortführer behaupten, dass wir keine exponentielle Zunahme der Infektionen, sondern des Testgeschehens beobachten. Anhand der bloßen Fallzahlen, lässt sich diese Meinung weder bestätigen noch widerlegen und hält sich entsprechend hartnäckig. Gerade einmal 41% der Deutschen halten Covid-19 für gefährlich und die Maßnahmen zur Verhinderung der weiteren Verbreitung werden von vielen Menschen nur halbherzig umgesetzt. Mehr Transparenz könnte den Bürgern helfen, das aktuelle Geschehen besser zu verstehen und die Einsicht für die gravierenden Maßnahmen fördern. Auch wenn wir die Zahl aktiver Fälle in einigen Wochen auf ein niedriges Niveau gebracht haben und die Testkapazität auf die Eindämmung des Virus konzentrieren, brauchen wir Einsicht. Die konsequente Nachverfolgung und Isolation aller Fälle ist dauerhaft nur mit kooperierenden Bürgern möglich.

Auch für eine zukünftige Öffnung von Grenzen, ist Transparenz wichtig, um die von anderen Ländern ausgehende Gefahr richtig einschätzen zu können. Aktuell ist dies unmöglich und die am stärksten von der Coronakrise betroffenen Länder erleben zugleich eine Vertrauenskrise und werfen China massive Fehlinformation vor. Tests als Schlüsselkompetenz für die Navigation durch die Zukunft sind daher kein nationaler Egotrip, sondern machen unsere Welt nur dann wieder angenehmer, wenn wir das Licht im Dunkel mit anderen Ländern teilen. Dafür brauchen wir Geduld, Optimismus und den Willen zur Zusammenarbeit, insbesondere auch auf internationaler Ebene. Auch digitale Lösungen, die es ermöglichen, auf Testergebnisse konsequent reagieren zu können, sind ein wichtiger Teil der Lösung. Über die europäische Corona App und weitere Themen zum Leben in und nach der Coronakrise findet Ihr hier auch in Zukunft viele Anregungen. Schaut gerne wieder vorbei und bleibt in Kontakt, zunächst auf einem der digitalen Wege.

Dieser Artikel wird zukünftig aktualisiert, um weiterhin die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Diagnostik widerzuspiegeln.

Die Digital Health Highlights der CES 2020

Die Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas ist die weltweit größte Ausstellung für Unterhaltungselektronik und zeigte sich 2020 digitaler als je zuvor. Von der elektrischen Zahnbürste mit integrierten Plaque-Sensor bis zum smarten Katzenklo – (vermeintliche) Intelligenz, die unsere Gesundheit und die unserer Lieben verbessern soll, war überall zu sehen. Die spannendes Innovationen in den Bereichen Wearables, Schlaf, Familie und Gesundheit findest Du in diesem Artikel. 

Wearables 

Withings ScanWatch

Withings Scanwatch
Bild: Withings

Withings zeigt mit der neuesten Generation seiner Hybrid Smartwatch einen umfassenden Gesundheitsmonitor. Ähnlich wie eine Apple Watch, überwacht die ScanWatch mit einem optischem Sensor den Herzrhythmus und warnt bei einer auffälligen Pulsfrequenz oder beim Auftreten von Vorhofflimmern. Integrierte Elektroden erlauben darüber hinaus die Aufzeichnung eines medizinisches EKGs, welches von der Scan Watch ausgewertet wird, aber auch Ärzten zur Kontrolle vorgezeigt werden kann. Erstmalig in ein Consumer Wearable integriert Withings die Messung der Blutsauerstoffsättigung zur Erkennung von nächtlicher Schlafapnoe.  

Suunto 7

Bild: Suunto

Suunto stellt mit der 7 eine Smartwatch für Sportbegeisterte vor. Anders als die bisherigen Modelle des Herstellers verfügt die Suunto 7 mit Android Wear über ein vollwertiges Smartwatch-Betriebssystem und beherrscht damit Funktionen wie Google Assistent, Pay, Musik, Apps und eine Anbindung an Google Fit. Die Smartwatch eignet sich damit für alle Athleten, denen der Funktionsumfang klassischer Sportuhren mit einfachen, proprietären Betriebssystemen nicht ausreicht. Neben Suunto wird diese Zielgruppe auch von Garmin bedient, wohingegen die Anbieter modischer Smartwatches mit Android Wear häufig Abstriche bei den Sport- und Gesundheitsfunktionen machen. 

Ivea Beauty-Smartwatch 

Bild: Android Guys

Für Gesundheits- und Beauty-begeisterte Nutzerinnen hat Ivea die Smartwatch Time-C entwickelt. Ihre Sensoren messen neben der Aktivität und Herzfrequenz auch die Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit, den CO2- und Schadstoffgehalt der Luft und die Lautstärke, Helligkeit und UV-Strahlung. Umweltfaktoren welche sich negativ auf Gesundheit, Wohlbefinden und Hautbild auswirken, sollen so erkannt werden. Darüber hinaus verspricht der Hersteller personalisierte Tipps und Empfehlungen zu Hautpflege und Lebensstil. 

Embr Personal Thermostat

Bild: Embr

Das Wearables nicht nur messen und informieren sondern das Wohlbefinden auch aktiv verbessern können, zeigen die Armbänder von Embr und Reliefband. Embr ist eine persönliche Klimaanlage, welche je nach persönlichem Temperaturbedürfnis die Haut am Handgelenk erwärmt oder abkühlt. Möglich macht dies ein kleines Peltierelements, welches auf der Unterseite des Handgelenks getragen wird. Durch die lokale Einwirkung soll die Temperaturwahrnehmung des Körpers verändert und das Wohlbefinden bei Hitze oder Kälte gesteigert werden. 

Reliefband

Bild: Reliefband

Das medizinische Armband Reliefband verspricht Linderung bei Übelkeit und Erbrechen durch den Effekt der Neurostimulation. Dazu wird der Median-Nerv am Handgelenk mit gezielten, elektrischen Pulsen angeregt. Die Reize setzen sich über das zentrale Nervensystem fort bis zum Gehirn und wandern von dort in den Magen, um die wahrgenommen Übelkeit zu bekämpfen. Die Wirksamkeit ist durch klinische Studien belegt und das Gerät von der amerikanischen Regulierungsstelle für Gesundheit, der FDA, als Medizinprodukt freigegeben. 

Schlaf-Tech

Muse S EEG, Urgonight Headset

Bild: Urgonight

Sehr beliebt bei bei den Herstellern von Digital Health Produkten sind technische Geräte zur Verbesserung des Schlafs. Neu in diesem Jahr ist die Idee, dem Nutzer mit Hilfe von Biofeedback in den Schlaf zu verhelfen. Muse hat hierfür eine neue Version seines EEG Headsets vorgestellt, welches neben den Hirnströmen zusätzliche Parameter zum Herzschlag, der Atmung und der Bewegung erfasst und seinen Nutzer mit Hilfe meditativer Erfahrungen auf den Schlaf vorbereitet. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt ein französische Headset Urgonight. Nutzer sollen durch regelmäßige, kurze Übungen erlernen, wie die für das Schlafen notwendige Hirnaktivität verstärkt wird. Laut Hersteller kann dadurch sowohl die Dauer bis zum Einschlafen wie auch die zwischen dem Schlaf Nachts wach verbrachte Zeit, deutlich reduziert werden.  

Philips Smart Sleep Headset 

Bild: Philips

Das Smart Sleep Stirnband von Philips verspricht die Schlafqualität zu verbessern, ohne selbst aktiv üben zu müssen. Dafür wird es Nachts getragen, überwacht im Schlaf die Hirnströme und erzeugt leise auditive Signale während der Tiefschlafphase. Hierdurch soll die Menge an Tiefschlaf gesteigert und die nächtliche Erholung verbessert werden. Phillips empfiehlt das Smart Sleep Headset für Menschen, die weniger als 6 Stunden schlafen und das Maximum aus ihren kurzen Nächsten herausholen wollen. 

Sleep Number Climate 360 Bett 

Bild: SleepNumber

Wer kein Wearable am Körper tragen aber seinen Schlaf dennoch technologisch optimieren möchte, kann auf ein Bett von Sleep Numbers zurückgreifen. Die neueste Version des amerikanischen high-tech Betts passt die Härte und Temperatur im Verlauf der Nacht automatisch an – zunächst warm für ein gemütliches und rasches Einschlafen, während der Nacht wird dann gekühlt, um die Schlafeffizienz zu erhöhen. Auch die Härte wird mittels Luftkissen im Verlauf der Nacht angepasst um die Ergonomie und Schlafqualität zu steigern. Selbstverständlich misst das smarte Bett auch die Bewegungsaktivität, den Ruhepuls und die Herzratenvariabilität des Nutzers. Die sogenannte SleepIQ Technologie steuert die Anpassung des Betts an den Nutzer und verhilft laut Hersteller zu 15 zusätzlichen Minuten an qualitativem Schlaf pro Nacht. 

Tech für Babies und Eltern

smarte Milchpumpe Elvie

Bild: Elvie

Auch die Eltern von Babies erhalten Unterstützung von Technologieunternehmen. Elvie, Hersteller einer smarten Milchpumpe, präsentierte ein neues Analyse-Feature namens „Insights“, welches Daten zur Verwendung der Pumpe, inklusive zur Menge der mit dem Gerät gewonnenen Milch, zur Verfügung stellt. Vor zwei Jahren hatte das Startup seine smarte Milchpumpe vorgestellt, die als „Wearable“ im Vergleich zum Wettbewerb praktischer und leiser sein soll. Mit dem neuen Insights Feature möchte Elvie zu einem besseren Verständnis für die effiziente Nutzung der Pumpe im Alltag beitragen.

Lumi by Pampers

Bild: Lumi by Pampers

Windelhersteller Pampers kooperiert für sein neues Angebot Lumi mit den Tech-Unternehmen Logitech und Verily, einem Life Science Unternehmen der Alphabet Gruppe (ehemals Google X). Die Monitoring-Lösung umfasst eine Babykamera und einen Activity-Tracker für die Windel welcher den Schlaf überwacht und feuchte Windeln erkennt. Der von Verily entwickelte Tracker für die Windel muss nach 3 Monaten ersetzt werden und informiert per App, ob das Baby schläft oder wach ist und wann die Windel gewechselt werden muss. Mit Hilfe der Kamera haben die Eltern ihr Baby stets im Blick und können mit der zwei Wege Audioübertragung auch mit ihrem Baby sprechen. 

Technologie für Senioren und Menschen mit Beeinträchtigung

Smarter Gürtel „Smart Belt Pro”

Bild: Welt

Für seinen smarten Gürtel erhielt der koreanische Anbieter Welt einen Innovationspreis auf der CES. Smart Belt Pro, die neueste Generation des Gürtels misst nicht nur die Aktivität und trackt Veränderungen des Bauchumfassungs sondern kann auch das Sturzrisiko berechnen. Dazu werden die Daten der verbauten Beschleunigungssensoren ausgewertet. An der Körpermitte positioniert können diese schon bevor ein Sturz stattgefunden hat Unsicherheiten im Gangmuster erkennen und bei erhöhtem Sturzrisiko warnen. 

Carepredict Tempo Seniorenmonitor

Bild: Carepredict

Carepredict ist ein Activity Tracker speziell für Senioren. An der dominanten Hand getragen, erkennt es Aktivitäten wie Essen, Duschen und Toilettengänge anhand ihrer charakteristischen Bewegungsmuster aber auch Spaziergänge und Schlafen werden erfasst. Änderungen die auf eine Verschlechterung des Gesundheitszustand hindeuten werden mit Hilfe von Machine Learning erkannt, sodass Risiken für eine Mangelernährung, Depression, Stürze oder der Abbau kognitiver Fähigkeiten prognostiziert werden können. Durch die frühzeitige Erkennung negativer Entwicklungen sollen Senioren und deren Kindern bei der Prävention unterstützt werden.

KI Hörgerät OrCam Hear 

Bild: Orcam

Künstliche Intelligenz nutzt der Hersteller Orcam um Menschen mit eingeschränktem Hörvermögen zu unterstützen. Eine um den Hals getragene Kamera erfasst dabei Körpersprache und Lippenbewegungen von Personen im Blickfeld des Nutzers. Durch die Auswertung der visuellen Informationen soll der Schall des Gesprächspartners von Umgebungsgeräuschen unterschieden und gezielt verstärkt werden, um sich z.B auch in Cafés mit vielen Menschen auf die eigene Unterhaltung konzentrieren zu können. Mit diesem Aufbau ahmt Orcam’s System die menschliche Hörverarbeitung nach, welche ebenfalls visuelle Eindrücke nutzt, um sich auf die relevanten akustischen Ereignisse zu fokussieren.

Smarte Badematte Mateo

Bild: Mateo

Wer keine Lust auf Wearables und andere technisch anmutende Geräte hat, für den plant das Startup Mateo das Anti-Gadget in Form einer smarten Badematte. Diese ist druckempfindlich und  misst Körpergewicht sowie Körperhaltung, durch die Erfassung der Bioimpendanz soll sogar eine Körperfettmessung möglich sein. Da die Matte auf ein Display verzichtet, erfolgt die Messung diskret und ohne Stress auszulösen, welcher viele Menschen vom Wiegen abhält. Stattdessen kann man sich die Messwerte in einem ruhigen Moment ansehen – oder nutzt die Waage zum beiläufigen Datensammeln und lässt sich von der zugehörigen App nur benachrichtigen wenn ein besonders denkwürdiger Ergebnis eintritt. Die Badematte für Wiegemuffel befindet sich wie viele weitere auf der CES gezeigten Exponate noch im Prototypenstadium. Eine für den Sommer geplante Crowdfundingkampagne soll die smarte Matte Realität werden lassen. Die ein oder andere Hoffnung der CES hat also noch einige Hürden zu nehmen. Zugleich zeigt die zunehmende Anzahl wissenschaftlich fundierter und medizinisch evaluierter Lösungen, dass Digital Health Produkte einen wichtigen Beitrag zu unserer Gesundheit leisten können. 

Apple Watch Series 4 – So gut ist die neue Generation

Mit der Vorstellung der vierten Generation der Apple Watch, haben die Kalifornier einiges an Aufsehen erregt. Ein größeres Display bei kleinerem Gehäuse und die neuen Funktionen EKG-Sensor und Sturzerkennung zeigen, wie weit das Unternehmen technologisch mittlerweile ist und dürften die Zielgruppe der Smartwatch deutlich erweitern. Bereits im Jahr 2014 hatte Apple mit der ersten Generation nicht nur eine Smartwatch vorgestellt, sondern mit der gleichzeitigen Einführung von HealthKit, welcher den Austausch von Daten unter Apps und mit Forschern und Kliniken regelt, gezeigt, dass es eine größere Vision hat. Und genau dies ist mit der Vorstellung der vierten Generation noch einmal deutlich geworden. Auch wenn der EKG Sensor bisher erst von der amerikanischen Gesundheitsbehörde freigegeben wurde und die Zulassung durch die europäischen Behörden noch aussteht, dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis die Watch auch hierzulande zur besseren Überwachung und Versorgung von Herzpatienten beiträgt. Auch sonst hat Apple mit der Series 4 einiges verbessert, was die Uhr für Self-Tracker, Fitnessbegeisterte aber auch ganz normale Anwender noch interessanter macht.

Die offensichtlichste Veränderung ist das größere Display, dass ähnlich wie bei den aktuellen iPhones einen dünneren Rand besitzt und damit trotz weiterhin kompakten Abmaßen wesentlich mehr Bildinformationen darstellt. Das macht Spaß, alles sieht schicker aus, ist besser zu erkennen und leichter zu bedienen. Toll ist auch ein Feature dass sich diese Displaygröße zunutze macht, das neue Zifferblatt, dass seinem Namen „Infograph“ alle Ehre macht. Speziell für das große Display der neuen Apple Watch entwickelt (und auch nicht auf den älteren Modellen verfügbar) bietet es Platz für bis zu acht Complications, also die kleinen Felder in denen sich Datum, Temperatur und viele andere Informationen anzeigen lassen. Für die vier Ecken des Zifferblatts hat sich Apple einen neuen Typ von Complications ausgedacht, welcher zusätzliche Informationen wie Minima und Maxima einer Datenreihe (z.B. Höchst- und Tiefstwerte der Tagestemperatur) oder Detailwerte für die drei Aktivitätsringe anzeigt. So kann sich jeder Nutzer ein individuelles Dashboard mit enormer Informationsdichte zusammenstellen. Man könnte auch sagen, dass das von Apple in seinen aktuellen Produktfotos und Werbekampagnen gezeigte Ziffernblatt geradezu der Traum aller Self-Tracker und Datenfreunde sein dürfte. Sinnvolle Anwendungen sind hierfür z.B. die Temperatur, die Aktivität, aber auch die Herzfrequenz der letzten Messungen lässt sich nach Installation der App „HeartWatch“ als Complication anzeigen. Ebenso Daten zur Umgebung wie der UV- oder Luftqualitätsindex (LQI) und viele andere Complications Eurer Apps.

Verbesserungen gibt es auch bei den Sensoren der Series 4. Die Leuchtdioden des optischen Herz-Sensors sind im Vergleich zu den Vorgängermodellen geschrumpft und näher zusammengerückt und machen so Platz für den Metallring, welcher eine der beiden Elektroden des EKG Sensors bildet. Im Vergleich zur 3. Generation der Apple Watch, hat sich die Qualität der optischen Herzfrequenzmessung noch einmal verbessert. Getestet habe ich beide Modelle parallel beim Laufen, Radfahren und Kraftsport mit dem TRX. Insbesondere bei Fitnessübungen hatten die Series 3 und ihre Vorgänger bisher immer wieder Probleme den Puls richtig einzuordnen und oftmals Werte in Höhe von ungefähr der Hälfte einer realistischen Herzfrequenz angezeigt (z.B. 50 statt 100 Schläge). Dieser Fehler, der mir auch bei vielen anderen Wearables aufgefallen war, dürfte daran gelegen haben, dass zur Berechnung der Herzfrequenz bisher neben den Sensordaten zum Blutfluss auch jene zur Bewegung genutzt wurden, um durch Datenfusion auch aus verrauschten Daten des optischen Sensors eine Aussage machen zu können. Dieses Verfahren führte jedoch speziell beim Kraftsport, wenn die Uhr nur wenig Bewegung erkennt und für die Belastung z.B. durch Gewichte blind ist, oft zu Fehlinterpretationen. Umso positiver daher, dass Apple bei seinen Algorithmen nachgebessert hat. So und mir bei der Series 4 mir bisher keine derartigen Probleme aufgefallen und auch die Series 3 scheint seit dem Update auf Watch OS 5 weniger anfällig für Fehlinterpretationen. Während meiner Tests erhielt ich mit beiden Geräte im Vergleich zur Messung mit einem Brustgurt stets plausible Werte, sodass von einer guten Genauigkeit der Herzfrequenzmessung ausgegangen werden kann.

Geringere Latenz beim Puls-Sensor und schnelleres GPS

Eine eindeutige Verbesserung der Series 4 gegenüber dem Vorgänger ist die gestiegene Geschwindigkeit beim Erkennen von Änderungen der Herzfrequenz in Folge von Belastungsänderungen*. Ob zwischen den Übungssätzen beim Kraftsport oder bei der Ampelpause beim Radfahren, die neueste Apple Watch erkannte das Absinken der Herzrate deutlich schneller und auch die Zunahme der Herzfrequenz bei steigender Belastung wird mit einer niedrigeren Latenz erfasst. Gemessen habe ich mit beiden Modelle wechselweise an beiden Handgelenken im Vergleich zu einem Polar Brustgurt, dessen Daten ich mit der Polar Beat App und beim Radfahren mit dem Fahrradcomputer Wahoo Elemnt Bolt aufgezeichnet habe. Im direkten Vergleich zur EKG Messung dürfte die Genauigkeit und Geschwindigkeit der Herzfrequenzmessung der Series 4 für die allermeisten Athleten ausreichen. Schade für die Poweruser: leider ist die Apple Watch nach wie vor nicht als Puls-Device via Bluetooth etc. an anderen Geräten zu verwenden. Wer beim Radfahren seine Herzfrequenz an einem Computer ablesen möchte, benötigt daher weiter einen zusätzlichen Sensor. Ähnliches gilt auch für Apps wie Strava, die ebenfalls nicht in der Lage sind, den mit der Watch gemessenen Puls auf dem Smartphone Display anzuzeigen.

Weitere Verbesserungen für Sportler konnte ich dagegen beim GPS feststellen. Wo die Series 3 teilweise noch einige Sekunden suchen musste, war sich die neueste Apple Watch bei meinen Tests stets unmittelbar ihres Standorts bewusst und stimmte beim Radfahren sowohl bei der Länge der Strecke wie auch bei der verbrauchten Kalorienmenge besser mit dem Fahrradcomputer überein, welcher meine geleistete Arbeit mit einem Powermeter messen konnte.

Die sonstigen Verbesserungen haben weniger mit der Hardware als mit der Software zu tun. Seit Watch OS 5 gibt es eine automatische Aktivitätserkennung, welche bei mir bisher nur beim Laufen nicht aber beim Radfahren oder Kraftsport funktioniert hat. Auch hier war die Apple Watch 4 im Vorteil und fragte mich nach ca. 1 km Laufen ob ich die Aktivität aufzeichnen möchte, wohingegen der Vorgänger weitere 200 Meter benötigte. Außerdem werden mit Watch OS 5 auch Unterbrechungen der Aktivität erkannt. Wenn man beim Radeln also an der Eisdiele verweilt, schlägt die Watch vor, das Tracking abzubrechen, was ggf. auch zur Schonung des Akkus beitragen kann. Schade ist, dass es keinen Pausenmodus gibt und das Tracking bei Wiederaufnahme der Aktivität z.B. nach kurzen Unterbrechungen wie Ampelstops automatisch fortgesetzt wird. Neu eingeführt hat Apple eine Funktion für Wettbewerbe welche im Modus 1 gegen 1 über sieben Tage ausgetragen werden können. Gruppenwettbewerbe wie bei Fitbit sind damit aktuell nicht möglich wobei Apple einen auch unabhängig von den Wettbewerben über die Erfolge seiner Freunde informiert, was durchaus zur Motivation beitragen kann.

Insgesamt sind Apple sowohl mit der neuen Watch und dem dazugehörigen OS 5 zwei hervorragende Upgrades gelungen. Insbesondere bei der Genauigkeit der Pulsmessung und der Aktivitätserkennung wirken sich die Vorteile auch auf die älteren Modelle aus, wohingegen die Series 4 mit einer deutlich geringeren Latenz auftrumpft. Außerdem brilliert das neue Modell mit einem beeindruckenden Display und bietet mit dem Ziffernblatt Infograph ganz neue Optionen, sich in seine Daten zu vertiefen. Mit der Sturzerkennung habe ich noch keine Erfahrung gemacht, wobei sie auch für Sportler im Notfall eine entscheidende Hilfe darstellen kann. Da sie die neuen, genaueren Bewegungssensoren der Series 4 voraussetzt, kann sie bei den älteren Modellen trotz Softwareupgrade nicht aktiviert werden. Unklar ist aktuell, wann der EKG-Sensor in Deutschland freigeschaltet wird und ob er zukünftig auch zur Messung der Herzratenvariabilität genutzt werden kann. Fest steht jedoch, dass die neue Watch eine beeindruckende Hardware-Plattform darstellt, welche durch Software-Updates immer nützlicher wird. Soviel für den ersten Eindruck. Neues zu den Features der Apple Watch, Updates zum Genauigkeitstest und Tips und Tricks erfahrt Ihr demnächst in einem Update hier auf igrowdigital.

*Verglichen wurde eine Series 3 in Edelstahl mit einer Series 4 Sport

Bilder: Apple

Quantified Self und die Vielfalt des Lebens

Millionen von Deutschen tragen Aktivitätstracker und Smartwatches, um sich zu einem aktiveren Lebensstil zu motivieren. Die Daten werden überwiegend als Feedback-Loop genutzt, fördern die Bewusstmachung des eigenen Aktivitätslevels und dienen als Trigger, vom gewohnten Verhalten abzuweichen und mehr Bewegung in den Altag zu integrieren. Bei der analytischen Nutzung persönlicher Daten bewegt sich die internationale Self-Tracking Community jedoch auf einem ganz anderen Level. Deshalb bin ich immer wieder begeistert, die hochindividuellen und oftmals sehr ausgefallenen Projekte zu sehen, die auf den Quantified Self Konferenzen und Meetups gezeigt werden. Drei davon möchte ich Euch hier kurz vorstellen.

Ahnjili Zhuparris: “How I Found My Psychedelic Sweet Spot Using R”

Quantified Self wird häufig mit körperlicher Selbstoptimierung und Gesundheitsobsession in Verbindung gebracht. Dass es hier auch Ausnahmen gibt, zeigt Ahnjili Zhuparri, eine Studentin der Neurowissenschaften. Sie untersucht den Effekt psychedelischer Substanzen auf die kognitiven Eigenschaften, im Rahmen universitärer Forschung und als persönliches Citizen Science Projekt. So hat sie die Wirkung von Cannabis, LSD, Ritalin und anderen Substanzen auf ihr eigenes Bewusstsein untersucht und mit Hilfe statistischer Methoden ausgewertet. Ihre Präsentation war Teil der Eröffnung der diesjährigen Quantified Self Konferenz in Amsterdam und kann als Beispiel dafür verstanden werden, wie offen die QS-Bewegung mit unterschiedlichen persönlichen Interessen umgeht. Nicht zur Nachahmung empfohlen, dennoch absolut sehenswert 😉

 

Robin Weis: “Tracking Crying”

Ein weiteres Beispiel für die Vielfalt an Themen, mit denen sich Self-Tracker auseinandersetzen, kommt von Robin Weiss. Ihre Kurzpräsentation “Tracking Crying” war ebenfalls Teil der Erföffnung der letzten Quantified Self Konferenz. Robin berichtet, dass sie ungewöhlich häufig weint und analysiert die Umstände, unter welchen dieses vorkommt. Ihr sehr persönlicher Talk enthält eine Menge Humor und zeigt, welche spannenden Erkenntnisse Einzelexperimente außergewöhnlicher Menschen hervorbringen können.

 

Richard Sprague: “Microbiome Gut Cleanse”

Das letzte Video wurde bei einem Quantified Self Meetup in der San Francisco Bay Area aufgenommen. Richard Sprague berichtet über ein Experiment bei dem er die Zusammensetzung seiner Darmbakterien manipuliert und analysiert hat. Mit Hilfe von Genanalysen ist es seit einiger Zeit möglich, das Mikrobiom, also die Gesamtheit der Mikrolebewesen in und auf dem Körper analysieren. Im Rahmen seines Experiments hat Richard versucht, die Bakterien in seinem Darm auszulöschen und diesen mit neuen Kulturen zu besiedeln. Ein Thema mit dem ich mich seit einigen Monaten auseinandersetze, weshalb Richards Talk für mich persönlich die größte praktische Relevanz besitzt.

Welcher Fitbit passt zu mir?

Die Marke Fitbit ist in den letzten Jahren schon fast zum Synonym für Activity-Tracker geworden. Zurecht, denn das amerikanische Unternehmen hat seine Technologien immer weiterentwickelt und punktet nicht nur mit solider Hardware, sondern auch die Apps von Fitbit überzeugen. Mittlerweile hat Fitbit zahlreiche Modelle im Angebot, die sich in ihrem Aussehen und ihrem Funktionsumfang deutlich unterscheiden. In den letzten Jahren und Monaten hatte ich alle Varianten im Einsatz (vielen Dank an Fitbit für die Bereitstellung der Testgeräte) und konnte so die Stärken und Schwächen der Geräte in der Praxis austesten. Wie sich die verschiedenen Fitbit Modelle unterscheiden und welches am besten zu Dir passt, erfährst Du in diesem Artikel.

Fitbit Alta und Alta HR

Activity Tracker Fitbit Alta HR

Der Alta ist ein praktischer und einfacher Activity-Tracker für modebewusste Menschen. Funktionell beschränkt er sich auf die Basics, also Bewegungsmessung und Schlafmessung, Ausdauersportarten wie Radfahren oder Laufen werden automatisch erkannt. Das ist praktisch, wenn man ein Gerät möchte, das möglichst einfach zu bedienen ist und auf besondere Fitness-Tests sowie das Tracking von Sportarten wie Yoga, Kraftsport etc. verzichten kann. Toll am Alta ist das kompakte Design und die Möglichkeit, das Aussehen des Trackers mit Armbändern als Zubehör an die eigenen Vorlieben anzupassen. Ich habe diese Möglichkeit schon bei meiner Apple Watch sehr zu lieben gelernt und mir auch für meinen Alltag HR diverse Armbänder als Zubehör besorgt. Neben dem hochwertigen Originalzubehör von Fitbit findet man z.B. auf Amazon eine große Auswahl an günstigen Alternativen. Toll ist die Akkulaufzeit von bis zu 7 Tagen mit der man relativ gut über die Runden kommt aber auch die Geschwindigkeit mit welcher der Tracker aufgeladen wird. Ich trage meinen seit mehreren Monaten rund um die Uhr und lade ihn nur alle paar Tage im Badezimmer während ich dusche und mich frisch mache. So eignete sich der Alta ideal für den Dauereinsatz. Aufgrund seiner schmalen Form is er sehr angenehm zu tragen, insbesondere auch nachts, wenn man ihn zur Schlafmessung nutzen nöchte.

Besser mit Pulsmessung

Angeboten wird der Alta in zwei Versionen, als Alta und als Alta HR mit zusätzlicher Pulsmessung, welche ich allen interessenten des Altas empfehlen würde. Auch wenn beide Modelle nichts für hochambitionierte, datenhungrige Sportler sind, ist die zusätzliche Pulsmessung durchaus sinnvoll zur Langzeitbeobachtung der Herzfrequenz, für eine Kontrollmessung beim Sport oder auch in Ruhe und liefert präzisere Daten zu automatisch aufgezeichneten Ausdaueraktivitäten. Außerdem beherscht die Variante mit dem Pulssensor eine detailliertere Schlafmessung, welche neben der Dauer und Tiefe des Schlafs auch den Verlauf der Schlafphasen umfasst. Wie gut das in der Praxis funktioniert, habe ich vor einigen Wochen im Schlaflabor getestet. Einen Artikel dazu findet Ihr demnächst auf igrowdigital.

Bei der Pulsmessung solltet Ihr darauf achten, dass die Art des Armbands und wie locker der Tracker am Handgelenk sitzt, einen enormen Einfluss auf die Genauigkeit hat. Für exaktere Pulswerte empfehlen sich Kunststoffbänder, wie sie mit dem Alta geliefert werdenund ggf. auch Lederbänder mit einem guten Sitz. Metallbänder sitzen häufig deutlich lockerer am Handgelenk und führen durch Rutschen des Trackers zu einer Beeinträchtigung der Genauigkeit. Doch selbst wenn der Tracker richtig sitzt, sollte die optische Pulsmessung aller Fitbit Geräte mit integriertem Herfrequenzsensor nur als Orientierungshilfe verstanden werden, was übrigens für die Wettbewerber von Fitbit gilt. Je nach Aktivität und persönlichen Faktoren wie Hautpigmentierung und Verlauf der Gefäße unter der Haut, kommt es teilweise zu deutlichen Abweichungen gegenüber dem Goldstandard hinsichtlich Genauigkeit, der EKG-Messung mit Elektroden auf der Brust. Gute Ergebnisse der optischen Sensoren sind typischerweise in Ruhe, beim Laufen und mit leichten Einschränkungen beim Radfahren zu erwarten. Bei Sportarten mit unregelmäßigem Bewegungs- und Belastungsmuster kann es schon mal zu größeren Abweichungen kommen. Die otpischen Sensoren haben dennoch ihre absolute Berechtigung u.a. zur Orientierung beim Ausdauersport, zur Langzeitbeobachtung, Messung des Ruhepulses und für eine bessere Schlafanalysen.

Smarte Zusatzfunktionen

Neben der Bewegungsaktivität- und Schlafmessung eignet sich der Alta mit seinem Display auch für die Anzeige von Notifications. Anrufe, SMS und Kalenderbenachrichtigungen werden dabei vom Smartphone an den Tracker weitergeleitet. Weitere Notifications wie Mails, Whatsapp und Co wie bei Smartwatches üblich können auf dem Alta nicht angezeigt werden, was aufgrund des kleinen Displays jedoch auch kaum sinnvoll wäre.

Persönlich nutze ich den Alta HR vor allem zur Schlafmessung und um mich mit meinen Fitbit-Freunden um den Highscore zu battlen. Für ein detailliertes Tracking beim Sport verwende ich je nach Aktivität eine Smartwatch und andere Sensoren die mit meinem Smartphone verbunden sind. Empfehlen würde ich den Alta als modische und bequeme Lösung zum Tracking im Alltag und für Ausdauersportler, die ihre Aktivitäten protokollieren wollen, beim Sport selbst aber nicht auf ein direktes Datenfeedback angewiesen sind. Beim Kraftsport und anderen Aktivitäten werden die verbrannten Kalorien (beim Alta HR) anhand der Pulswerte zwar näherungsweise gemessen, wer seine sportlichen Aktivitäten aber auch im Protokoll in der zugehörigen App sehen möchte, benötigt das manuelle Tracking welches der Alta nicht beherrscht. Außerdem werden beim automatischen Tracking von Laufen oder Radfahren lediglich die Dauer, der Kalorienverbrauch und der Verlauf der Herzfrequenz, nicht aber das Tempo und die Route aufgezeichnet. Wer für seine sportlichen Aktivitäten mehr Funktionen und ein genaueres Tracking möchte, sollte daher einen Blick auf den Charge 2 werfen.

+ Schicker Look und einfache Bedienung
+ Lange Batterielaufzeit
– kein manuelles Tracking sportlicher Aktivitäten

Zum Fitbit Alta HR auf Amazon

 

Fitbit Charge 2

Der Fitbits Charge 2 hat einen ähnlichen Aufbau wie der Fitbit Alta HR, besteht also aus einer Technik-Einheit mit Display in Verbindung mit einem auswechselbaren Armband. Im Gegensatz zum Alta ist der Charge 2 jedoch breiter und verfügt über einen Button am Gehäuse sowie einen Touch-Screen, um die zusätzlichen Funktionen des Activity Trackers zu bedienen.

Manuelle Aufzeichnung von Aktivitäten

So lässt sich die Aufzeichnung eines Workouts manuell starten, sodass Aktivitäten wie Yoga, Kraftsport u.v.m. protokolliert werden können. In diesem Tracking-Modus zeigt der Charge 2 Werte wie die aktuelle Herzfrequenz, die gelaufene Strecke oder die Dauer des Workouts auf dem Display an. Außerdem werden die so erfassten Workouts auch auf das wöchentliches Sport-Ziel angerechnet, bei dem man sich vornehmen kann, z.B. 5 mal pro Woche Sport zu treiben. Solltet Ihr auf Live-Daten beim Sport verzichten können, beherrscht der Charge 2 ähnlich wie der Alta HR die komfortable automatische Erkennung von Ausdauersportarten und die kontinuierliche Berechnung des Kalorienverbrauchs auf Basis der Herzfrequenz. Ich habe die beiden Modi bei mehreren Rennrad-Einheiten verglichen. Dabei waren die Pulswerte beim manuellen Tracking deutlich exakter als bei der automatischen Aktivitätserkennung.

Fitness-Cardio-Score

Ein weiterer Vorteil des Charge 2 gegenüber dem Alta HR ist die Möglichkeit, den Fitness-Cardio-Score, einen Wert der angibt, wie Leistungsfähig Euer Kreislauf ist, präziser zu bestimmen. Beim Alta wird dieser Wert auf Basis des Ruhepuls kalkuliert, beim Charge kann man auch beim Sport eine Leistungsmessung durchführen, indem man beim Laufen das manuelle Tracking der Aktivität startet und per GPS (vom mitgeführten Smartphone) die Geschwindigkeit und Strecke aufzeichnet. Das manuelle Aktivieren beim Laufen und das Mitführen eines Smartphones ist übrigens auch notwendig wenn die Route aufgezeichnet werden soll.

Der Charge 2 hilft auch beim Runterkommen

Neben der Unterstützung beim Sport bietet der Charge 2 auch eine geführte Atemübung, die Euch helfen soll, im Alltag zu entspannen. Dazu folgt Ihr mit Eurem Atem einer Animation auf dem Tracker, die Euch das Tempo für Ein-und Ausatmen vorgibt. Genau wie auch beim Alta könnt Ihr den Look des Charge 2 mit unterschiedlichen Armbändern an Euren Geschmack anpassen. Die Akkulaufzeit liegt bei bis zu 5 Tagen und damit knapp unter der des Alta HR. Insbesondere aufgrund des manuellen Sport-Tracking ist der Charge 2 ein toller Allrounder und bietet einen guten Kompromiss aus Funktionalität und Design.

+ Gutes Sport-Tracking
+ Entspannungsübung
– Akkulaufzeit

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Fitbit Blaze

Der Blaze ist ein Activity-Tracker im Uhrenformat. Genau wie der Alta HR und der Charge 2 hat der Blaze einen optischen Pulssensor und kann damit die Herzfrequenz im Alltag, im Schlaf und beim Sport messen. Gegenüber den Armbändern hat er für Sportler zwei wichtige Vorteile. Aufgrund des großen Displays lassen sich Werte wie Puls, zurückgelegte Strecke und Geschwindigkeit beim Laufen, Radfahren oder anderen Aktivitäten besser ablesen, insbesondere auch mehrere Werte auf einen Blick. Genaue Werte für Geschwindigkeit und Strecke bekommt man dabei nur wenn man zusätzlich ein Smartphone mit GPS mit sich führt. Ohne Smartphone erhält man beim Wandern oder Laufen Näherungswerte, die auf der Anzahl der Schritte und der angenommenen Schrittlänge basieren.

Der Fitbit Blaze als Fitness-Coach

Außerdem hat der Blaze eine Reihe von Übungsanleitungen integriert, mit denen man seine Muskulatur stärken kann. Dabei wird die Ausführung der Übungen auf dem Display von einem Avatar gezeigt – hat man diese verstanden darf man selbst loslegen und der virtuelle Coach zählt einen durch die Wiederholungen und motiviert, dran zu bleiben. Vergleichen kann man die Funktion mit den Apps von Runtastic und Co. Erstaunlicherweise funktioniert das auf dem im Vergleich zum Smartphone relativ kleinen Display der Blaze-Uhr ziemlich gut. Für erfahrene Sportler mit eigenem Trainingsplan ist die Funktion vermutlich weniger relevant aber gerade als Einstieg in das Fitnesstraining können die Übungen eine praktische Unterstützung sein.

Smarte Zusatzfunktionen

Wie auch bei den anderen Modellen von Fitbit lässt sich der Look des Blaze mit unterschiedlichen Armbändern anpassen. Mir hat Fitbit das Metallarmband zur Verfügung gestellt welches einen hochwertigen Eindruck macht. Die Akkulaufzeit liegt bei 5 Tagen. Schade ist, dass man den Blaze zum Laden aus der Halterung des Armbands entnehmen muss. Da habe ich von anderen Herstellern schon praktischere Lösungen gesehen ? Ansonsten macht die Blaze einen soliden Eindruck und ist eine gute Wahl für Alle die lieber Uhren tragen, beim Sport möglichst einfach ihre Werte checken wollen oder Lust haben mit dem Fitnesstraining zu beginnen. Neben den Sport-Funktionen hat die Blaze auch noch ein paar andere nützliche Features für den Alltag. Auch wenn die Blaze keine echte Smartwatch mit eigenem Appstore ist, bietet sie dennoch einige smarte Funktionen die den Umgang mit dem Smartphone einfacher machen. So können die Notification vieler Smartphone Apps auf dem Display der Blaze angezeigt werden. Außerdem lässt sich mit der Blaze vom Handgelenk aus die Musikwiedergabe auf dem Smartphone steuern.

+ Gute Anzeige von Werten
+ Inkl. Fitnessübungen
– Kein GPS

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Fitbit Ionic

Die Ionic ist Fitbits erste Smartwatch mit einem Betriebssystem, das Apps von Drittanbietern ermöglicht. Auch die technische Ausstattung macht die Smartwatch zu Fitbits aktuellem Top-Modell. So hat die Ionic einen integrierten Pulssensor und GPS, außerdem ist das Gerät wasserdicht und damit auch fürs Schwimmen geeignet. Ähnlich wie die meisten anderen Modelle von Fitbit, erkennt die Ionic Ausdauersport automatisch. Aktiviert man beim Sport die Aufzeichnung über die zugehörige App, werden auf dem hochauflösenden Display die aktuellen Leistungswerte dargestellt. Das scharfe Display kommt auch den von der Blaze bekannten Fitness-Programmen zugute. Auf dem Touch-Screen im Breitformat werden die Übungsanleitungen toll dargestellt, geneigte Fitness-Enthusiasten erhalten so ein gutes Coaching.

Fitbit etabliert ein neues Smartwatch-Ökosytem

Neben Fitness-Tracking und Übungsanleitung stehen auch verschiedene smarte Funktionen zur Verfügung. Abgesehen von Notifications und der Steuerung der Musikwiedergabe auf dem Smartphone gibt es für die Ionic einen eigenen Appstore, mit dem die Smartwatch um verschiedene Anwendungen erweitert werden kann. Das Angebot ist kurz nach dem Start noch überschaubar, Fitbit entwickelt jedoch kontinuierlich neue Apps  und hat eine Vielzahl an Partnerunternehmen, die Software für die Uhr entwickeln. Bereits veröffentlicht sind Apps des populären Fitness-Anbieters Strava und zahlreiche anderen Anwendungen wie eine Wetter-App, eine Entspannungsübung sowie die Möglichkeit, eigene Musik auf der Uhr zu speichern. Dies geht jedoch nur mit Dateien, also einer eigenen Musiksammlung oder Podcasts, die mit einem Computer auf die Uhr übertragen werden können. Abgespielt werden die Tracks auf Bluetoothkopfhörern, ein eigenes Modell namens Flyer hat Fitbit im Angebot.

Wie Fitbit kürzlich angekündigt hat, wird sich das Spektrum der Apps jedoch schon bald deutlich erweitern. So wird Musik in Europa auch über den Streaminganbieter Deezer direkt per WiFi auf die Smartwatch geladen werden können, weitere Anbieter werden sich hoffentlich bald anschließen. Außerdem kommen neue Fitness Apps von Clue, einer der führenden Zyklus- und Menstruations-Apps, Game Golf, einem Tracking-und Analyse-System für Golfspieler und Surfline, einem Vorhersage-Tool für Surfbedingungen. Auch in anderen Kategorien hat Fitbit mit Apps von Nest, Philips Hue, Yelp, Trip Advisor und vielen anderen zahlreiche Neuvorstellungen angekündigt.

Gute Mischung aus Apps und Fitness

Mit dem Softwareangebot einer Apple Watch, den Modellen von Samsung oder Smartwatches mit Android Wear dürfte die Ionic vorerst dennoch nicht mithalten können, dabei verfolgt Fitbit mit seinem Modell auch eine andere Zielsetzung. Im Vergleich zu den Smartwatches der etablierten Smartphonehersteller mit ihren persönlichen Assistenten wie Siri und Google Now ist die Ionic weniger ein tragbarer Computer sondern legt einen stärkeren Fokus auf Fitness und Gesundheit und ergänzt diese um die für aktive Menschen sinnvollen Anwendungen. So dürfte der integrierte Pulssensor der Ionic, welcher Licht unterschiedlicher Wellenlängen verwendet, den Sensoren vieler anderer Smartwatches überlegen sein und wie Fitbit bereits angekündigt hat, zukünftig auch andere Funktionen jenseits der reinen Pulsmessung unterstützen.

Schicke Uhr für fitte Typen

Dieser Fokus macht die Ionic zu einem spannenden Gerät für Alle, die die wichtigsten Funktionen einer Smartwatch nicht missen wollen und insbesondere beim Tracking, Coaching und anderen Gesundheitsfunktionen hohe Ansprüche haben. Ein großer Vorteil gegenüber den Smartwatches der Wettberber ist die lange Batterielaufzeit der Ionic von bis zu vier Tagen. Diese macht es einfach, die Uhr auch zum Schlaftracking zu verwenden oder bei einem Kurzurlaub das Ladekabel zu Hause zu lassen. Auch dass Design der Ionic ist durchaus gelungen. Derzeit werden drei verschiedene Farbvarianten angeboten und als Zubehör sind einfach zu wechselnde Armbänder aus Leder und anderen Materialen erhältlich. Für Technikbegeisterte, die Lust auf die aktuellen und zukünftigen Funktionen der Ionic haben und für Sportler, die einen genauen und praktischen Trainingsbegleiter suchen, ist die Ionic daher der ideale Fitbit.

+ GPS
+ Mit Apps vielseitig erweiterbar
– Preis

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Fitbit Flex 2

Fitbit Flex 2
Neben den oben beschriebenen Modellen bietet Fitbit noch zwei Einstiegsmodelle ohne Pulsmessung. Der Flex 2 ist ein Armband, welches eine kleine Kapsel mit der Elektronik des Trackers enthält. Die Armbänder sind in verschiedenen Farben erhältlich. Anders als bei den aufwendigeren Modellen hat der Flex kein richtiges Display sondern zeigt mit Hilfe von 5 Leuchtdioden den Fortschritt auf dem Weg zum täglichen Bewegungsziel an. Das sorgt für eine sehr reduzierte Optik sodass der Flex nicht als technisches Gadget sondern in Verbindung mit einem schicken Amband als Schmuckstück wahrgenommen wird.

Beim Tracking ist er ähnlich wie das Modell Alta einfach gehalten, erkennt Ausdauersportarten automatisch, hat jedoch keinen manuellen Modus für andere Sportarten. Darüber hinaus ist der Flex 2 wasserdicht und kann daher auch unter der Dusche oder zum Tracking von Schwimmen verwendet werden.

+ verschiedenfarbige, auswechselbare Armbänder
+ wasserdicht
– kein manuelles Tracking

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Fitbit Zip

Fitbit Zip white
Gegenüber allen anderen Fitbit-Modellen unterscheidet sich der Zip durch seine Bauart und Energieversorgung. Konzipiert als Clip, kann er an der Kleidung, einem BH oder Halskette befestigt werden. Außerdem verwendet er anstelle eines Akkus eine Knopf-Batterie mit einer Laufzeit von bis zu 6 Monaten –  das regelmäßige Aufladen wie bei anderen Geräten ist daher nicht nötig. Gemessen werden die Anzahl der Schritte, aktive Minuten und der Kalorienverbrauch. Die Automatische Erkennung von Ausdauersportarten und die Messung von Schlaf sind mit dem günstigen Tracker nicht möglich. Stattdessen erhält man mit dem Zip einen einfach zu handhabenden Schrittzähler für den Alltag. Ideal geeignet für Menschen die es praktisch mögen, am Handgelenk lieber nichs oder eine Breitling tragen und auf detailiertere Messungen verzichten können 😉

+ Preis
+ Lange Batterielaufzeit
– keine Schlafmessung möglich

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Nerdige Weihnachten – die besten Geschenke für Biohacker, Selbstoptimierer und Technologie-Enthusiasten

Apple AirPods

Apple AirPods Ear Buds

Apple’s AirPods sind ganz hervorragende Blutetooth-Ohrhörer. Der Klang ist ordentlich, die Akkulaufzeit sehr gut und mit dem kleinen Case passen die smarten Ohrhörer locker in die Hosentasche und sind immer dabei. Die Kombination dieser Eigenschaften machen die AirPods derzeit konkurrenzlos, auch wenn es mittlerweile eine Vielzahl weiterer Angebote gibt. An Begeisterungsmerkmalen kommen dann noch ein extrem einfaches Pairing mit dem iPhone und die hervorragende Tonqualität der Mikrofone bei Telefonaten dazu. Dafür nimmt man es auch gerne in Kauf, mit den Teilen im Ohr etwas ungewohnt auszusehen. Apple Fanboys freuen sich dzusätzlich über eine nahtlose Verwendung mit ihren anderen Geräten wie Watch, iPhone, iPad und Mac. Lediglich beim schnellen Radfahren, so ab 20 km/h, gibts laute Windgeräusche weshalb für diesen Einsatz ggf. ein anderes Modell in Betracht gezogen werden sollte. Ich verwende dafür die Dash Pro von Bragi mit denen ich jedoch nur mäßig zufrieden bin. In Anbetracht des Preises stimmen Tragekomfort, Leistung und Sound leider nicht so richtig. Außerdem ist das Münchner Startup ein kundenverachtender Sauhaufen den man per se nicht unterstützen sollte. Eine preiswertere Alternative könnten die Jabra Ohrhörer sein. Aber wenn Windgeräusche keine größeres Thema sind, sind Apple’s AirPods das Maß aller Dinge und die gibts hier bei Amazon.

Fitbit Alta HR

Activity Tracker Fitbit Alta HRNicht umsonst ist Fitbit Marktführer bei den Fitness-Trackern. Die Geräte haben ein durchdachtes Konzept und kommen mit einer soliden App, die einfach zu bedienen ist und anders als bei einigen Wettbewerbern, zuverlässig synchronisiert. Auch aufgrund der großen Nutzerbasis von Fitbit findet man auf der Plattform schnell Freunde und Bekannte mit denen man sich messen kann, was zusätzliche Motivation verspricht. Der Alta HR ist ein toller Tracker für den Alltag und liefert ein gutes Feedback zur Bewegung, zum Schlaf und zu Ausdauersportarten. Für ambitionierte Sportler die auch ihre Fitness- und Yoga-Workouts und viele andere Sportarten tracken wollen, macht der Activity-Tracker Charge 2 oder die Smartwatch Ionic von Fitbit eventuell mehr Sinn. Für alle Anderen oder als Zweit-Fitbit ist der Alta HR ein Topp-Gerät. Schön klein, gutaussehend, mit ordentlicher Akkulaufzeit und einer Vielzahl von als Zubehör erhältlicher Armbänder. Ich trage den Alta HR seit Monaten zusätzlich zur Apple Watch, um mich mit meinen Fitbit-Buddies zu battlen und meinen Schlaf zu messen. Dabei macht der stylishe Tracker einen ganz hervorragenden Job. Das Gerät findest Du hier bei Amazon. Dort gibts übrigens auch eine Menge schicker und günstiger Armbänder für den Alta.

Lykon Omega 3 Teskit

Bluttest Lykon

Das Berliner Startup Lykon bietet innovative Biomarker-Analysen. Damit kann man ganz einfach herausfinden, ob man mit seiner Ernährung und seinem Lebensstil ausreichend mit wichtigen Nährstoffen versorgt wird oder ob ein Ungleichgewicht vorliegt. Um diese Information zu bekommen muss man sich eine kleine Menge Blut abnehmen. Mit dem gut gemachten Testkit inkl. ausführlicher Anleitung und einem kleinen Fingerpieks geht das jedoch ganz einfach. Die Probe wird im Labor ausgewertet und die Ergebnisse liegen einige Tage nach Einsendung in einem Online-Portal vor. In diesem erfahrt Ihr auch, welche Rolle die verschiedenen Biomarker spielen und was Ihr tun könnt, um Eure Werte ggf. zu verbessern. Angeboten werden verschiedenste Testkits welche gezielt einige Werte oder ein ganzes Spektrum abdecken. Als Geschenk gut geeignet ist der Omega Test von Lykon, mit welchen die Versorgung mit den unterschiedlichen Omega Fettsäuren überprüft werden kann. Ähnlich wie beim Vitamin D ist auch die Versorgung mit diesen Fettsäuren bei den meisten Deutschen unausgeglichen. Der Test eignet sich daher gut als Impuls, sich mit Nahrungsmitteln und gesunden Fettsäuren auseinanderzusetzen, denn eine ungünstige Versorgung erhöht langfristig das Risiko für Herzerkrankungen. Genauso eignet sich der Kit für engagierte Biohacker zur Überprüfung und ggf. zum Feintuning ihrer Ernährung und Supplementierung. Weitere Infos und 25€ Rabatt auf die erste Bestellung erhältst Du hier.

Apple Watch (Armband)

Die Apple Watch ist in der aktuellen dritten Generation schon ein ziemlich beeindruckendes Gerät. Mit ihrem integrierten Pulssensor und GPS ist sie ein solider Fitness-Tracker für Bewegung im Alltag und sportliche Aktivitäten. Darüber hinaus gibt es diverse Apps und Funktionen die sie auch jenseits von Sport und Gesundheit zu einem sinnvollen wearable Computer machen. Besonders praktisch finde ich die Benachrichtigung bei eingehenden Mails, Kurznachrichten oder Anrufen. Bei Bedarf wird man so ganz konkret über aktuelle Ereignisse informiert und kann ohne größere Störung, zum Beispiel in einer Konferenz entscheiden, ob der Anruf Priorität hat oder diskret weggeklickt werden kann. Auch Siri ist mit der Apple Watch noch einfacher verfügbar. Sobald man die Uhr zu sich dreht, ist der persönliche Assistent in der Watch empfänglich für Ansagen. Das klappt in der Praxis oft besser als quer durch den Raum sein iPhone anzubrüllen. Spaß macht auch, dass sich der Look der Apple Watch mit verschiedensten Armbändern immer wieder ändern lässt. Gute bezahlbare Armbänder für die Apple Watch gibt es zum Beispiel von Solo Pelle. Mein Lieblingsarmband auf dem Bild oben findest Du hier auf Amazon.

Induktionsladepad

Smartphones ständig per Kabel mit Strom versorgen zu müssen ist ziemlich mühsam, insbesondere für Heavy-User, deren Geräte mehrmals täglich einen Energie-Kick brauchen, um über die Runden zu kommen. Viel charmanter ist dagegen das induktive Laden, also durch Auflegen des Telefons auf eine spezielle Ladefläche. Bei Android gibt es die Funktion bei vielen Herstellern schon länger. Apple hat sie mit seinen aktuellen Modellen iPhone 8 und iPhone X eingeführt. Richtet man sich auf den Tischen und anderen Orten auf denen man sein Telefon typischerweise ablegt einen Induktionslader ein, kann man sein Telefon geradezu beiläufig laden und hat daher auch fast immer einen vollen Akku. Die Geräte gibts in unterschiedlichen Formen und Farben bereits für kleines Geld. Wirklich magisch wird es wenn Ihr einen Induktionslader in eine Tischplatte oder andere Möbel integriert, sodass das Kabel verschwindet. Ich bin mit dem Kit von Zens sehr zufrieden. Die Montage war kinderleicht und die reduzierte Optik fügt sich gut in unseren Küchentisch. Alternativen dazu gibt es von Ikea, teilweise schon ab Werk direkt in die Möbel des Unternehmens integriert. Den Zens-Kit inklusive Lochsäge für die Holzplatte gibts hier bei Amazon 😉

Philips Hue

Vorsicht Einstiegsdroge. Man fängt harmlos mit ein paar Glühbirnen an und versenkt schon bald den Gegenwert eines Carbon-Rennrads oder eines gebrauchten Kleinwagens um die komplette Wohnung smart zu beleuchten 😉 Dafür bekommt man aber auch ein sehr flexibles System mit diversen Leuchtmitteln und Lampen, die es einem erlauben die eigene Bude wie in 1001 Nacht erstrahlen zu lassen. Für den Start empfiehlt sich ein Set mit Glühbirnen und Bridge – so lassen sich die Birnen per App bedienen und falls schon ein Sprachassistent im Haus ist, geht es auch auf Zuruf. Am günstigsten sind die Leuchtmittel in weiß, mehr Spaß machen die Varianten die in bunten Farben erstrahlen. Letztere sind auch unter Biohacking-Gesichtspunkten äußerst vernünftig, da sich ihr Spektrum von stimulierendem blau und kaltweiss über einschläferndes warmweis und rot, sehr sinnvoll über den Tag nutzen lässt. Neben Philips gibt es Systeme von Osram und IKEA. Osram hat mich nicht überzeugt, das Ikea System habe ich noch nicht getestet. Die Leuchtmittel der unterschiedlichen Systeme sind weitgehend zu einander kompatibel, so  dass ihr ggf. auch mischen könnt. Auf Amazon findest Du diverse Starter-Sets und Zubehör von Philips Hue. Das Starter-Set für die am weitesten verbreitete Fassung E27 findest Du hier.

Hue Bewegungsmelder

Wir Menschen sind schon komische Lebewesen. Drehen an Rädern und drücken auf Knöpfe, nur um mit dem Auto von A nach B zu kommen, die Heizung zu regulieren oder das Licht ein und wieder auszuschalten. Dabei kann man seine Lebenszeit doch so viel sinnvoller nutzen, wenn man die Trottel-Jobs den Maschinen überlässt. Bis die Autos ohne uns klarkommen dauert es noch ein wenig, aber bei der Wohnraumbeleuchtung ist es schon heute möglich, mithilfe von Bewegungsmeldern auf Hands-free upzugraden. Äußerst sinnvoll ist das in Räumen, in denen man sich eher kurz aufhält, wie im Flur, Badezimmer, WC, Vorratskammer oder begehbarer Kleiderschrank. Für mich eine ganz große Errungenschaft, die ähnlich wie die Automatisierung der Heizung zu einer enormen Erleichterung im Alltag führt. Unbedingt ausprobieren, denn für die Bedienung von Lichtschaltern seid Ihr einfach überqualifiziert. Den Hue Bewegungsmelder gibts hier bei Amazon.

Sonos One

Sonos ist Marktführer für vernetzte Multiroom-Lautsprecher und mit dem kürzlich erschienen Modell One nochmals deutlich attraktiver geworden. Ähnlich wie Amazon’s Echo und Google’s Home enthalten die kleinen Lautsprecher Mikrofone, sodass man auf Amazon digitale Sprachassistentin Alexa zugreifen kann. Im Vergleich zu meinen Echos der ersten Generation klingen die Sonos deutlich ausgewogener und sind damit insbesondere für Musikfreunde mit scharfen Ohren zu empfehlen. Wirklich audiophil wird es, wenn man zwei Lautsprecher zu einem Stereo-Paar kombiniert, so dass die Musik räumlich aufgelöst wiedergegeben wird. Die Alexa-Integration ist aktuell noch nicht perfekt, weshalb man derzeit noch auf Funktionen wie das tägliche News-Update verzichten muss. (Update: News-Update ist jetzt verfügbar, andere Funktionen wie telefonieren und Intercom via Alexa werdern aktuell nicht unterstützt.) Sonos arbeitet jedoch kontinuierlich an der Verbesserung seiner Software und für das nächste Jahr ist die Integration von Google Assistant und Apple’s Airplay 2 angekündigt, sodass sich Siri und der Sonos Lautsprecher hoffentlich auch annähern dürften. Ebenso muss Sonos die versprochene Integration von Audible noch liefern aber ich bin zuversichtlich, dass das Unternehmen seine neue Strategie als offene Plattform erfolgreich umsetzen wird. Das macht die Sonos One zum absoluten Topp Tipp unter den smarten Lautsprecherboxen, da man sich mit ihr (mittelfristig) nicht auf einen Assistenten und ein eingeschränktes Set an unterstützen Schnittstellen und Diensten festlegen muss. Auch die kürzlich angekündigte Kooperation mit Ikea dürfte dem Erfolg und Nutzen der Sonos Produkte sehr zuträglich sein. Die mögliche Alternative von Apple namens HomePod verzögert sich auf 2018 und wird daher erstmal nicht ihren Weg unter die Weihnachtsbäume finden. Für Smarthome Enthusiasten erübrigt sich der Apple Speaker ohnehin, da aufgrund der Restriktionen von HomeKit viele Hersteller ihren Fokus auf Echo und Google Assistant legen, weshalb man mit einem Siri-only Device nur wenig kompatible Komponenten findet. Neben den Vorteilen für Euer smartes Zuhause ist die Sonos One auch der ideale Einstieg in die Welt des guten Klangs. Der Hersteller bietet ein umfangreiches Sortiment an Lautsprechern, z.B. auch für Heimkino-Enthusiasten. Ein Paar der Sonos One liefert schon ordentlich Druck bis in den mittleren Bassbereich und ist damit ganz hervorragend für moderne Musikstile geeignet. Für den vollendeten Genuss besteht die Möglichkeit, die One mit einem Subwoofer zu kombinieren. Den kleinen Speaker zum Einstieg gibts hier bei Amazon.

Flic Button

Flic Buttons sind kleine Knöpfe, die man mit dem Smartphone verbinden kann, um verschiedene Funktionen zu steuern oder Aktionen auszulösen. Wie man sie konkret einsetzt, hängt von der Platzierung und den Diensten ab, dieman gerne nutzen möchte. Ich habe sie an meinem City-Flitzer an den beiden Lenkerenden befestigt, um damit beim Radfahren Songs skippen und in der Lautstärke regeln zu können, ohne am Smartphone oder der Apple Watch herumdrücken zu müssen. So ist man zugleich komfortabler und sicherer unterwegs, da Blick und Hände nicht auf den Touchscreen gelenkt werden müssen.

Dennoch bedeuten Musik, Podcasts oder Hörbücher auf dem Fahrrad ein zusätzliches Sicherheitsrisiko, eine besonders aufmerksame Fahrweise und der Schutz mit Helm oder Airbag verstehen sich deshalb von selbst. Neben den Verwendung an den Enden klassischer Lenker eignen sich die Flic Buttons übrigens auch zur Befestigung an der Brems-/ Schalteinheit moderner Rennräder. Ansonsten lassen sich die Buttons auch an allerlei anderen Dingen befestigen und für alle möglichen Zwecke einsetzten. Ein Bekannter schickt per Flic-Button eine Aufforderung Bier trinken zu gehen in einen Slack-Kanal. Weitere Anwendungsmöglichkeiten findest Du in diesem Video.

Als Leser hast Du die großartige Chance einen von zwei Flic-Buttons zu gewinnen. Teile zur Teilnahme am Gewinnspiel einfach diesen Artikel auf Facebook oder Twitter und erwähne im Post den jeweiligen  igrowdigital Account (igrowdigital auf Facebook) / (igrowdigital auf Twitter). Auf Amazon findest Du die Buttons hier.

LaMetric

LaMetric ist ideal für Menschen die vieles Messen und stets auf der Suche nach wertvollen Informationen sind. Das vernetzte Display sieht aus wie eine alte Digital-Uhr mit groben Pixeln, kann per Web-Schnittstellen jedoch viele Informationen abrufen und anzeigen. Praktisch ist dies v.a. in Verbindung mit den Raumklima-Sensoren von Netatmo, um den Überblick über die CO2-Werte in der Wohnung zu behalten, aber auch die Außentemperatur und Witterung, Aktivitätsdaten von Fitbit, der Wert der letzten Gewichtsmessung, Arbeitspensum von RescueTime, die Anzahl der Follower auf Twitter oder die Entwicklung des Bitcoin-Kurses lassen sich so ganz beiläufig verfolgen. Dazu gibt es eine ordentliche Auswahl sogenannter „Apps“ welche die Darstellung der Daten auf dem per WiFi mit dem Internet verbundenen Gadget regeln. Weitere Integrationen sind über IFTTT möglich, sodass man eine ziemlich große Menge an Metrics auf das Display bekommt. Bei uns steht das Teil im Flur und hat sich dort als ganz praktisch erwiesen. Empfehlenswert für Menschen die viele Daten haben und einen entspannten Weg suchen, diese im Überblick zu bewahren. Gibts hier bei Amazon.

Coffee Selbermachen to Go

Dieser Tipp ist etwas spezieller und richtet sich an Biohacker die gerne Kaffee trinken und viel Reisen. Seit einigen Jahren habe ich auf allen Reisen mein mobiles CoffeKit dabei, um mir im Hotelzimmer oder Zug einen Bullettproof Coffee zu brauen. Dazu verwende ich eine French-Press in Thermobecher-Form von Bodum und einen Tauchsieder um Wasser zu erhitzen. So kann ich mir überall einen hochwertigen Kaffee zubereiten, den ich mit etwas Gee und MTC Öl zu einem leckeren und energievollen Frühstück anreichere. Für Gourmets empfiehlt es sich dann noch, das Gemisch aus Kaffee und Fett mit einem Milchschäumer zu homogenisieren, denn ansonsten schwimmt das Fett nun mal oben. Für Pragmatiker geht es aber auch ohne. Schönheit entsteht bekanntlich ja im Kopf also haben wir es selbst in der Hand 😉

Selbstverständlich funktioniert der mobile CoffeKit auch ohne Fettanreicherung. Für die Fans von Bulettproof Coffee ist die Lösung jedoch besonders interessant, da man damit auf Reisen komplett unabhängig von Frühstücksbuffets oder dem Angebot lokaler Backshops etc. wird. Unter Effizienzgesichtspunkten also ein absoluter Traum. Gut für den Koffer eignen sich die Fettquellen Gee, MCT Öl und Kakaobutter, da sie alle bei Raumtemperatur gelagert werden können. Alle Bestandteile meines Top-Tipps für vielreisende High-Performer findest Du hier auf Amazon:

French Press 

Tauchsieder 

Gee 

MCT Öl

Funkwecker Braun

Smartphones sind der Hammer und haben uns erst zu den modernen, vernetzten Menschen gemacht die wir heute sind. Rund um den Schlaf sind die Anforderungen unseres Gehirns aber noch immer ziemlich old school – wir brauchen Ruhe, am Besten sogar schon mit etwas Vorlauf, bevor wir einschlummern. Mail und Facebook im Bett sind daher kontraproduktiv, zumindest wenn sie das letzte sind, mit dem wir uns vor dem Einschlafen auseinandersetzen. Um den Smartphone-Verzicht einfacher zu machen hat mich meine Freundin davon überzeugt, echte Wecker anzuschaffen, die es uns erlauben die Telefone über die Nacht mit räumlicher Distanz in einem anderem Raum aufzuladen. So kommt man erst gar nicht in die Versuchung, noch mal eben schnell was in der digitalen Welt zu checken. Für mich funktioniert das prima, denn so ein Wecker mit Rädern und Knöpfen bietet eine hervorragende Usability, zumindest wenn man seinen Smartphone-Wecker per graphischem Interface steuert und nicht per Sprache. Wer also Bock auf Digital Detox und Entschleunigung hat, ist gut beraten mit einem analogen Wecker. Das Funkmodell von Braun macht einen ziemlich ordentlichen Job. Gibts hier bei Amazon.

Logi Button 

Power is nothing without control, deshalb sind programmierbare Knöpfe ganz hervorragend, da sie uns aus unserer analogen Welt heraus mehr Kontrolle über alles Smarte und Vernetzte geben. Die Logitech Buttons sind ideal im Smarthome, da sie über eine Bridge direkt per WiFi mit anderen vernetzten Geräten verbunden werden. Anders als die Flic-Buttons hängen sie also nicht am Smartphone, sondern sind ein direkter Bestandteil des Heim-Netzwerk, in dem sie Philips Hue, Sonos Lautsprecher und andere vernetzte Spielereien kontrollieren können. So ist es möglich mit den Logi Buttons einzelne Lampen oder die Beleuchtung ganzer Räume zu steuern, die Musik auf Sonos Lautsprechern zu pausieren oder fortsetzen, Playlists und Sender zu wechseln, Lieder zu überspringen und vieles mehr. Besonders vielseitig werden die Buttons in Kombination mit Logitech’s Harmony System, über das auch Fernseher, Beamer und diverse andere Geräte gesteuert werden können. Damit sind auch kombinierte Aktionen möglich, wie Beamer an, Licht in den Kinomodus und Anlage in den Surroundmodus. Gerade an Tagen an denen man keinen Bock hat, mit Alexa zu quatschen sind die Buttons ein echter Segen und Ersparen es einem für jede kleine Aktion das Smartphone aus der Tasche ziehen zu müssen. Wichtig sind Knopf-Interfaces aber auch wenn man mit Menschen zusammenlebt, die keine Lust haben oder nicht in der Lage sind, ihre Umgebung via Sprachassistent zu steuern und diesen dennoch Kontrolle geben möchte. Der Einstieg in die Welt von Logitechs Knöpfen erfolgt über ein Starter-Paket mit einer Bridge. Danach kann man sich einzelne Buttons kaufen, für die es manchmal sehr faire Deals gibt. Weitere Infos hier auf Amazon.

Audible Abo

Bevor Du mal wieder ein Buch verschenkst, solltest Du Dir bewusst machen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass dieses gelesen wird, gegen null geht. Zumindest wenn der Beschenkte im Job täglich stundenlang Texte liest und schreibt, privat Blogs und Social Media nutzt und keine Lust hat, sich noch mehr Buchstaben anzusehen, um sich zu bilden. Ein schonungsloser Blick auf meinen eigenen Buchkonsum hat ergeben, dass ich von den letzten zehn Büchern die ich gekauft habe, nicht mehr als zwei zu Ende gelesen habe und wurden mir die Bücher geschenkt, sieht die Bilanz noch negativer aus. Was für mich hingegen sehr gut funktioniert, sind Hörbücher. Die laufen beim Sport, auf dem Weg ins Büro, beim Kochen und zu anderen Gelegenheiten, je nach Lust und Laune. So schaffe ich im Schnitt ca. 20 Bücher pro Jahr, meist Sachbücher mit einer langen Spieldauer und einem Bewusstseins-erweiternden Effekt. Ideal für Hörbuch-Enthusiasten ist Audible, bei dem Du Hörbücher im Monats-Abo erhältst. Ein Titel kostet schlappe 10€, ein Schnäppchen für topp-aktuelle Sachbücher die in der gebundenen Erstauflage oft 30€ und mehr kosten. Wenn ich dann noch berücksichtige, dass ich Bücher in den meisten Fällen ohnehin nicht lese, dafür aber 90% der Hörbücher die ich in den letzten 6 Jahren ausgewählt habe, auch zu Ende gehört habe, ist der Business Case klar. Auf der Audible Website findest Du Abos über 3, 6 oder 12 Monate zum Verschenken, wobei in jedem Monat ein Hörbuch heruntergeladen werden kann. Gut an dem Abo ist auch, dass der Beschenkte selbst entscheiden kann, was er hören wird, was die Wahrscheinlichkeit dass Du mit Deinem Geschenk zu einer Zunahme an Bildung beiträgst, zusätzlich erhöht. Du kannst dann ja immer noch empfehlen, man solle sich unbedingt mal Homo Sapiens und Homo Deus von Harari, Eine kurze Geschichte der alltäglichen Dinge von Bryson, The Gene von Mukherjee, What Technology Wants von Kelly, Data for the People von Weigend und Change Agent von Suarez anhören 😉 Also auf gehts, mach die Welt zu einem schlaueren Ort mit einem Abo von Audible.

AIRY Pflanzentopf

Die Zusammensetzung der  Luft die wir Atmen hat einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit. So führt ein erhöhter CO2-Gehalt zu einer Beeinträchtigung unseres Denkvermögens (Quelle) und auch andere in der Luft schwebende Partikel können sich nachteilig auswirken. Deshalb ist es wichtig, auf die ausreichende Versorgung mit Frischluft zu achten, aber auch sicherzustellen, dass Luftschadstoffe in Innnräumen gebunden werden. Mutter Natur hat dafür schon vor langer Zeit ziemlich coole Gadgets entwickelt, man nennt sie Pflanzen. Pflanzen verwandeln das Kohlenstoffdioxid dass wir ausatmen in Sauerstoff und binden Luftschadstoffe wie Formaldehyde, Benzene und Phtalate. Wie die Nasa herausgefunden hat, spielt das Wurzelwerk der Pflanzen eine wichtige Rolle für diesen Filterprozess. Deshalb hat Airy einen Pflanzentopf entwickelt, der den Luftkontakt der Wurzeln erhöht, und damit eine effizientere Filterleistung pro Pflanze ermöglicht. Einen davon habe ich seit mittlerweile 18 Monaten in meiner Wohnung, wo er einer Palme ein zu Hause gibt. Gemeinsam mit ca. 40 anderen Pflanzen erzeugt die Palme im Airy ein ganz hervorragendes Raumklima. Die Wirksamkeit des Systems wurde in mehreren Studien, u.a. vom Fraunhofer Institut bestätigt. Von mir gibts Props für das Gadget zum Pflanzenhacking. Gibts hier bei Amazon.

Damit sind wir am Ende meiner Empfehlungen für ein nerdiges Weihnachten angekommen. Dir und Deinen Biohackern, Selbstoptimieren und Technologie-Enthusiasten wünsche ich ein frohes Fest, eine erholsame Zeit sowie viel Freude und Erfolg mit Euren Geschenken. Um an der Verlosung von zwei Flic Buttons teilzunehmen, teile einfach diesen Artikel auf Facebook oder Twitter und erwähne im Post den jeweiligen igrowdigital Account (igrowdigital auf Facebook) / (igrowdigital auf Twitter).