Software, Sensoren und Maschinen

Welche Tools zur Steigerung der Lebensqualität gibt es und was leisten sie? Apps und Gadgets für Sport, Gesundheit und Wohlbefinden im Praxistest.

Welche Tools zur Steigerung der Lebensqualität gibt es und was leisten sie? Apps und Gadgets für Sport, Gesundheit und Wohlbefinden im Praxistest.

Ergonomie mit Notebook, Smartphone & Co – Tipps für weniger Belastung

Ob mit dem Smartphone, Computer oder Tablet – wir verbringen immer mehr Zeit mit digitalen Geräten. Die zunehmende Nutzung digitaler Medien beansprucht uns mental, stellt aber auch ergonomisch eine echte Herausforderung dar. Anstatt uns zu bewegen und unsere Wirbelsäule in Balance zu halten, verbringen wir immer mehr Zeit sitzend. Dabei geben digitale Anzeigen und Bedienelemente unsere Haltungs- und Bewegungsmuster vor.

Berücksichtigen Desktop-Computer mit ihren externen Bildschirmen die menschliche Anatomie zumindest bei der nach vorne ausgerichteten Kopfhaltung, stellen Notebooks, Tablets und Smartphones noch eine größere Gefahr für unsere Gesundheit dar. Der auf den Bildschirm nach unten gerichtete Blick führt zur Belastung der Halswirbelsäule, da die Muskeln zusätzliche Kraft aufbringen müssen, um den Kopf zu halten. Mögliche Folgen sind chronische Muskelverspannungen, verringerte Durchblutung und Schmerzen in Schulter, Nacken und Kopf.

Mit zunehmender Kopfbeugung nimmt die Krafteinwirkung auf die Halswirbelsäule zu. Quelle:  Kenneth K. Hansraj

Auch das dauerhafte Halten von Smartphones, Tablets und Readern führt zur Beanspruchung von Hand, Arm und Schulter. Abhilfe schaffen Halterungen, die diese Geräte in eine ergonomisch günstige Position bringen, sodass der menschliche Halteapparat entlastet wird. Auch die Ergonomie von Tastatur und Maus spielt bei der Nutzung von Computern und Notebooks eine wichtige Rolle. Mit welchen Hilfsmitteln Ihr Euren Arbeitsplatz und Eure private Medien-Nutzung ergonomisch optimieren könnt, erfahrt Ihr in diesem Artikel.

Notebookständer

Notebooks sind praktisch und ermöglichen es an jedem Ort zu arbeiten. Besonders ergonomisch sind sie dabei jedoch nicht. Um nicht dauerhaft den Nacken zu belasten, solltet Ihr Euer Notebook deshalb so platzieren, dass sich die Bildschirmoberkante ungefähr auf Augenhöhe befindet. Einfach erreicht Ihr dies mit Notebookständern, die in verschiedenen Ausführungen angeboten werden. Aus einem Stück gefertigte Designermodelle ohne Höheneinstellung bieten dabei oft nicht genügend Flexibilität und sind meist zu niedrig. Empfehlenswert sind daher einstellbare Modelle, mit denen Ihr mindestens 25 cm Höhe gewinnt. Genau das bietet zum Beispiel meine Empfehlung auf Amazon*.

Bild: BoYata

Mit einem Notebookständer habt Ihr den Bildschirm ergonomisch positioniert und könnt so eine gesunde Kopfhaltung einnehmen. Dasselbe solltet Ihr auch mit den Eingabegeräten machen, welche die Haltung Eurer Hände, Arme und Schultern vorgeben. Hierfür benötigt Ihr ein externes Keyboard und eine Maus, die sich nahe bei Euch, ca. 10 cm von der Tischkante, befinden sollten. Als Resultat habt Ihr einen Winkel von ca. 90 Grad in den Ellenbogen, die Arme waagrecht und die Schultern hinten.

Ergonomische Maus

Auch bei Mäusen gibt es mittlerweile eine Vielzahl an ergonomisch optimierten Modellen. Teilweise muten diese recht exotisch an und brechen mit den gewohnten Bedienkonzepten. Klassisch bedienbar, jedoch ergonomisch vorteilhaft, sind vertikale Mäuse. Im Gegensatz zu normalen Mäusen liegt die Hand bei den vertikalen Modellen nicht flach auf, sondern dreht schräg nach oben. Dies führt zu einer offeneren Haltung von Hand und Arm, reduziert die Muskelbeanspruchung und kann damit zur Reduktion von Beschwerden beitragen. Eines der ausgefeiltesten Modelle ist die Unimouse von Contour. Deren Winkel und Abstützung des Daumens sind einstellbar und lassen sich an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Außerdem hat sie programmierbare Tasten und macht eine tolle Figur auf dem Schreibtisch. Findet Ihr hier auf Amazon.

Bild: Contour

Tastatur

Layout und Art der Tastatur haben einen enormen Einfluss auf die Beanspruchung von Muskeln und Sehnen. Unter ergonomischen Gesichtspunkten gibt es mehrere Aspekte zu berücksichtigen. Ergonomische Tastaturen* mit ihrer V-förmigen Tastenanordnung können die Belastung in den Handgelenken reduzieren, indem das bei konventionellen Tastaturen übliche, seitliche Abknicken der Hände vermieden wird. Wichtig ist auch die Breite der Tastatur. Tastaturen ohne Nummernblock erlauben eine Positionierung der Maus direkt neben den Buchstaben, wodurch das Wechseln von den Tasten zur Maus einfacher wird.

Bild: Microsoft

Einen wichtigen Einfluss auf das Schreibgefühl einer Tastatur hat auch die Art der verbauten Tasten. Insbesondere bei Notebooks ging der Trend zu immer kleineren Tastenhüben, wodurch flachere Tastaturen ermöglicht wurden. Für Vielschreiber kann jedoch eine mechanische Tastatur mit längerem Tastenhub und dem charakteristischen Gefühl mechanischer Schalter vorteilhaft sein. Bei diesen ist die für die Betätigung einer Taste notwendige Kraft exakt definiert, wodurch die Finger beim Schreiben ein taktiles Feedback erfahren. Außerdem besitzen die Tasten eine mit den Fingerkuppen gut spürbare Kontur, was beim blinden Schreiben eine bessere Orientierung ermöglicht. Im Gegensatz zu den weit verbreiteten halb-mechanischen Tastaturen mit Gummimembran sind Switches mit mechanischem Schlitten und Metallfedern lauter.

Bild: Cheery

Manche Nutzer schätzen gerade diese Eigenschaft und entscheiden sich sogar für besonders laute Schalter, welche per Klicken ein zusätzliches Feedback liefern. Es gibt aber auch besonders leise mechanische Tastaturen, die kaum lauter als ihre Gummikollegen sind. Insbesondere bei Gamern ist ein regelrechter Kult um mechanische Tastaturen entstanden, der in der Individualisierung der eigenen Tastatur seine Vollendung findet. So lassen sich einzelne Tasten oder auch ganze Tastensätze austauschen, um mit Form, Material und Farbe der Tasten ein Statement zu setzen. Ebenso gibt es auch ergonomische mechanische Tastaturen*, die aus separaten Tastenblöcken für jede Hand bestehen. Ich verwende die Race 3 von Vortex* die mit unterschiedlichen Cherry-Switches erhältlich ist. Sie ist eines der wenigen Modelle mit deutschsprachigem Tastatur-Layout, das zugleich relativ gut mit Mac OS kompatibel ist. Geliefert wird sie mit grauen und bunten Tasten für einen coolen Retro-Look oder Farbenfreude am Schreibtisch.

Bild: Vortexgear

Stehtisch oder Tischaufsatz

“Sitzen ist das neue Rauchen” weiß jeder, der von seinem Fitness-Tracker immer wieder zum Aufstehen aufgefordert wird. Regelmäßige Pausen mit Bewegung sind gut, noch besser ist es jedoch, wenn man auch die Arbeit im Stehen verrichten kann. Ideal dafür geeignet sind elektrisch höhenverstellbare Tische, die je nach Situation auf die gewünschte Höhe gebracht werden können. Hier gibt es mittlerweile eine enorme Auswahl vom günstigen Einstiegsmodell bis zum smarten Designertisch, der einen mit Nudging ans Aufstehen gewöhnt. Wirklich wichtig ist jedoch vor allem eine Speicherfunktion für unterschiedliche Höheneinstellungen. So findet der Tisch automatisch zur Lieblingshöhe für Sitzen und Stehen zurück und häufige Positionswechsel gehen schnell von der Hand.

Bild: Inwerk

Wer keinen Platz für einen separaten Schreibtisch hat, muss nicht auf das Arbeiten im Stehen verzichten. Hersteller wie Inwerk bieten stylishe Varianten mit verchromten Kufen, die auch im Wohnbereich eine gute Figur machen. Je nach Designwunsch kann man das Tischgestell mit einer zum Rest der Einrichtung passenden Platte kombinieren. Wir haben mittlerweile sowohl in unseren Büros wie auch in unserer Küche höhenverstellbare Tische im Einsatz. So haben wir auch in der Küche stets den perfekten Tisch zum Essen und Arbeiten im Home-Office, für Stehpartys oder als zusätzliche Arbeitsfläche für große Kochaktionen.

Wenn räumliche oder finanzielle Hürden dem Umstieg auf einen höhenverstellbaren Tisch verhindern, gibt es einfache Hilfsmittel, um auch an einem normalen Tisch im Stehen arbeiten zu können. Eine Möglichkeit besteht darin, stabile Kartons zur Erhöhung von Tastatur und Notebook zu verwenden. Am besten Ihr probiert es mit vorhandenem Material. Es gibt aber auch spezielle Aufbauten aus Karton im Handel. Eher für einen separaten Schreibtisch geeignet sind verstellbare Aufbauten*, die sowohl beim Sitzen wie auch beim Stehen auf dem Tisch verbleiben können.

Bild: Songmics

Praktisch sind auch Holzgestelle die nach der Verwendung rasch auseinandergebaut und beiseite gestellt werden können. Für eine gute Ergonomie solltet Ihr auf eine Lösung mit separaten Etagen für das Notebook und die Tastatur achten. Befinden sich beide auf derselben Höhe müsst Ihr bei der Haltung von Kopf und Armen Kompromisse machen und belastet Schulter und Nacken. Eine gute Lösung, die ich auch selbst schon testen konnte, bietet Standsome*.

Bild: Standsome

Bürostuhl für das Home-Office

Auch wenn Ihr schon diverse Küchenstühle, Hocker und Sessel bei Euch zu Hause habt – für längeres, produktives Arbeiten führt kein Weg an einem guten Bürostuhl vorbei. Nur dieser ist auf Eure Körperform einstellbar und passt sich an wechselnde Körperhaltungen an. Ein Modell, das in der Küchen oder in Wohnräumen eine besonders gute Figur macht, ist der Capisco des skandinavischen Herstellers Hag. Mit seinem Sattelsitz lädt er zum aktiven und abwechslungsreichen sitzen ein. So eignet er sich auch gut zum Sitzen an einem erhöhten Tisch, z. B. bei mittlerer Einstellung eines höhenverstellbaren Tisches. In der Ausführung mit langer Gasfeder kann er sogar als Stehhilfe genutzt werden und unterstützt so viele verschiedene Körperhaltungen.

Aufgrund der für einen Bürostuhl untypischen Form und der niedrigen Rückenlehne passt er auch optisch gut in viele Küchen-Arrangements und hilft Euch den entspannten Look Eures Wohnraums zu bewahren. Beim Möbelhändler Eures Vertrauens findet Ihr eine große Auswahl an Stoff- und Ledermustern für den Capisco. So wird der Hag zu einem dezenten aber charismatischen Unterstützung der Euch viel Ausdauer bei der Arbeit im Home-Office ermöglicht. Mit seiner guten Ergonomie macht er natürlich auch im Arbeitszimmer oder Büro einen hervorragenden Job.

Bild: Flokk

Monitorarm

Unter dem Gesichtspunkt der Produktivität lohnt sich ein großer externer Bildschirm, der die übersichtliche Darstellung mehrerer Fenster erlaubt. Die sind mittlerweile sehr erschwinglich und wenn es Platz und Geldbeutel zulassen gilt hier, umso größer umso besser. Ich bin mittlerweile bei einem 38 Zöller angekommen und feiere meinen Arbeitsplatz jeden Tag J. Insbesondere bei größeren Bildschirmen lohnt sich ein Monitorarm, der einen hohen Verstellbereich und rasche Positionswechsel ermöglicht. So könnt Ihr einfach unterschiedliche Einstellungen ausprobieren und abwechseln und Eure Haltung am Schreibtisch kontinuierlich optimieren.

Praktisch ist so ein Monitorarm auch für alle Nutzer großer Bildschirme die häufig an Videokonferenzen teilnehmen. So habe ich die Oberkante meines 38er beim regulären Arbeiten deutlich über Augenhöhe, die Webcam erwischt mich in der Einstellung aus der Vogelperspektive. Deshalb bewege ich den Monitor zur Verbesserung der Kameraperspektive für Videocalls auf Augenhöhe – danach gehts wieder zurück nach oben für den maximalen Überblick. Ein weiterer Vorteil eines Monitorarms ist übrigens der Platzgewinn auf dem Schreibtisch, da der Ständer unter dem Bildschirm wegfällt. Auch beim Design sind die meisten Monitorarme im Vergleich zur mitgelieferten Originalhalterung ein Gewinn. Achtet auf die Robustheit des Monitorarms, um bei stürmischen Tastenanschlägen ein Wackeln des Bildschirms zu vermeiden. Topp sind die Monitorarme von Ergotron*.

Bild: Ergotronic

Halterungen für Tablet & Co

Auch bei der Nutzung von Smartphone, Tablet und Reader spielt Ergonomie eine wichtige Rolle, denn gerade mit diesen Geräten werden die Sessions immer länger und damit belastender für den Halteapparat J Ähnlich wie bei den großen Computern lässt sich auch hier mit einfachen Hilfsmitteln die Belastung für Euren Arm reduzieren. Statt Euer Gerät selbst zu halten, steckt Ihr dieses einfach in eine Halterung* welche den Bildschirm in perfekter Position zu Eurem Gesicht ausrichtet. Ideal für Orte, an denen Ihr Euch besonders gerne mit Eurem mobilen Gerät aufhaltet, wie Eurem Lieblingssessel. So werden Ihr und Euer mobile Devices die perfekte Einheit für Longreads oder ausgedehnte YouTube-Sessions. Voraussetzung für den Haltearm ist eine Befestigungsfläche in Reichweite wie eine Tischplatte oder ein Fenstersims. Mit etwas Kreativität findet Ihr sicher eine geeignete Lösung.

Bild: Ugreen

Ohne Montage kommt der Tablift* aus, der im Bett oder auf dem Sofa das Tablet oder den Reader hält und so Euren Arm entlastet. Ideal für Freunde des gepflegten Badespaßes ist die Halterung von Wood U?*. Quer über die Badewanne gelegt, bietet sie verlässlichen Halt für Tablet und Reader. Das System ist solide und die Nutzung digitaler Geräte in der Badewanne für umsichtige Zeitgeister problemlos möglich. Auch nach zahlreichen Sessions seit vielen Jahren haben meine nassen Finger noch keinen Schaden an iPad oder Kindle angerichtet. Besonders spaßig wird es mit vernetzten Lautsprechern wie von Sonos, die über AirPlay oder Chromecast mit Euren Geräten verbunden sind. Diese machen die Badewanne zum perfekten Ort für YouTube, Netflix & Co.

Bild: Wood U?

Ergonomische Optimierung und belastungsreduzierendes Verhalten

Ob für das Notebook, Smartphone oder Tablet – mit dem richtigen Zubehör könnt Ihr die Ergonomie von jedem Gerät verbessern und somit Eurem Körper etwas Gutes tun. Den größten Nutzen versprechen ergonomische Optimierungen im Umgang mit den Geräten, mit denen Ihr die meiste Zeit verbringt. Gerade mit mobilen Geräten möchten wir im Alltag aber auch mal schnell etwas erledigen, ohne uns extra um die Installation von Zubehör zu kümmern. Dies ist völlig in Ordnung und macht ja gerade den Charme mobiler Geräte aus. Dennoch ist es sinnvoll, die eigenen Nutzungsgewohnheiten zu überdenken und Aktivitäten so durchzuführen, dass sie zu einer möglichst geringen Belastung führen.

So lassen sich viele Aufgaben statt auf dem Smartphone an einem ergonomischen Computerarbeitsplatz erledigen, der zugleich ein effizienteres Arbeiten ermöglicht. Genauso bietet es sich an, längere Lese-Einheiten bewusst auf ein ergonomisch platziertes Tablet oder einen Reader zu verlagern, anstatt mit dem Smartphone in der Hand von einem Artikel zum nächsten zu Stöbern, und dabei Arm und Nacken zu verkrampfen.

Egal wie ergonomisch Ihr Eure Steh-, Sitz- und Liegeplätze eingerichtet habt, entscheidend ist dabei auch immer, welche Haltung Ihr einnehmt. Deshalb lohnt es sich trotz aller Faszination, die von Euren Bildschirminhalten ausgeht, die Wahrnehmung immer wieder auf den eigenen Körper zu lenken. Dadurch bemerkt Ihr, ob sich Euer Körper wohlfühlt oder Ihr an der Einstellung des Bildschirms oder Eurer Haltung etwas verändern wollt. So ergänzen sich Körperbewusstsein und Ergonomie und Ihr habt beste Voraussetzungen für eine angenehme Interaktion mit Euren digitalen Geräten.

Welche ergonomischen Optimierungen nutzt Du und was sind Deine Tricks für mehr Wohlbefinden im Umgang mit Notebook, Tablet und Co? Teile Deine Erfahrung mit mir und meinen Lesern in den Kommentaren.

Dieser Artikel enthält mit einem * gekennzeichnete Affiliate-Links zu Produkten auf Amazon. Bei einem Kauf der Produkte erhalte ich eine Provision, die es mir ermöglicht, Inhalte für diese Website zu erstellen. Der Preis für Dich als Käufer ändert sich dadurch nicht. Danke für die Unterstützung.

Im Smart Home durch die Pandemie – die besten Health & Wellness-Gadgets für Zuhause

Aufgrund von Homeoffice-Regeln und Ausgangsbeschränkung verbringen derzeit viele Menschen den Großteil ihrer Zeit zu Hause. Neben den gesellschaftlichen und persönlichen Sorgen, die von SARS-CoV-2 ausgelöst werden, kann auch die räumliche Einschränkung zu einer mentalen Belastung werden. Gut also, wenn man sich daheim wohlfühlt und durch die eigene Umgebung dabei unterstützt wird, seine Gesundheit zu erhalten. Dazu können Smart Home-Lösungen einen sinnvollen Beitrag leisten. Ob bei der Strukturierung des Alltags, der Verschönerung der Wände oder der Verbesserung der Luftqualität. Einige der sinnvollsten Smart Home Produkte in Zeiten der Coronakrise stelle ich Euch in diesem Artikel vor.

Zeichenroboter

Ständig in den eigenen vier Wänden, da kommt schon mal der Wunsch nach Abwechslung auf. Zumindest was die Dekoration der Wände betrifft, ist dies einfach möglich. Der Zeichenroboter von Scribit dekoriert Eure Wände bei Bedarf täglich mit neuen Kunstwerken. Als Vorlage dienen eigene Fotos oder eine Vielzahl an Motiven der Community. Der Zeichenspaß funktioniert erstaunlich gut mit bis zu vier verschiedenen Farben gleichzeitig. Allerdings funktioniert die vom Hersteller angepriesene Löschfunktion bei unserer Wand nicht, weshalb wir diese feucht wischen, um Platz für neue Zeichnungen zu schaffen. Abgesehen davon eine tolle Erfindung für Kunst- und Designliebhaber.

Luftreiniger

In Zeiten des Coronavirus möchte man sich und seine Lieben so gut wie möglich schützen. Viele fragen sich daher, welchen Beitrag eine Belüftungsanlage im Büro oder ein Luftreiniger in der eigenen Wohnung leisten kann. Tatsächlich dürften Viren aufgrund ihrer Größe in einem HEPA Filter aus der Luft entfernt werden. Die überwiegende Menge an Infektionen wird jedoch durch Tröpfchenübertragung ausgelöst, die nur durch Abstandhalten und das Tragen von Masken verhindert wird. Eine Übertragung auf dem Luftweg, durch das Einatmen von Viren, könnte Studien zu Folge ebenfalls möglich sein. In der Praxis dürfte dies jedoch nur einen geringen Anteil an Eurem Infektionsrisikos ausmachen. Die einfachste Möglichkeit, diese Gefahr zu senken, ist intensives Lüften, sodass die Viruslast in der Raumluft niedrig gehalten wird.

Bild: Xiaomi

Ein Luftreiniger kann die Viruslast ebenfalls reduzieren und filtert darüber hinaus auch schlechte Gerüche und Feinstaub. Dieser Effekt ist interessant, denn langfristig dürfte die Luftqualität durchaus einen Einfluss auf die Gesundheit Eurer Atemwege haben. Ob Ihr von der Luftreinigung tatsächlich profitiert, hängt von Eurem Wohnort ab, denn die Schadstoffbelastung ist lokal sehr unterschiedlich. Im Zweifelsfall lohnt sich eine kurze Recherche zur Luftqualität in Eurer Umgebung. Solltet Ihr Euch für einen Luftreiniger interessieren, kann ich das günstige Gerät von Xiaomi* empfehlen. Dieses lässt sich per App steuern und hört auf Sprachassistenten wie Alexa und Google Home.

Smarte Beleuchtung oder Lichtwecker

Licht strukturiert unseren Tag und kann daher gerade in der aktuellen Zeit helfen, gesunde Routinen zu bewahren. So können smarte Lampen oder ein Lichtwecker sanft dabei unterstützen, morgens aus dem Bett zu kommen, auch wenn man die Wohnung nicht verlassen muss. Wer darüber hinaus auch seinen Schlaf optimieren möchte, sollte auf dimmbare Leuchtmittel mit Farbfunktion achten. Sanftes rotes Licht in den Abendstunden fördert das Einschlafen, wohingegen blaues Licht einen Energiekick am Morgen liefert. Ergänzt man smarte Lampen mit einem Bewegungsmelder, erhält man Komfort und hygienische Vorteile, wenn in Flur, Bad und Toilette auf die Betätigung von Lichtschaltern verzichtet werden kann. Ich habe seit mehreren Jahren Produkte von Philips, Osram und Ikea im Einsatz. Am zufriedensten bin ich mit den smarten Lampen* und den Bewegungsmeldern* von Philips Hue.

Bild: Philips Hue

LED Beamer

2020 ist psycho und fühlt sich häufig schräg an. Entsprechend sind die Orte mit dem größten Wellness-Potenzial entweder im Freien oder zu Hause. Die maximale Aufwertung Eures eigenen Zuhauses erhaltet Ihr mit einem LED- oder Laser-Beamer. Diese sind relativ günstig, praktisch und ermöglichen den Genuss von Bewegtbildern von enormem Ausmaß. Diagonalen von 3 bis 4 Metern lassen einen in Filme, Serien und Dokus eintauchen und bieten auch eine tolle Bühne für gestreamte Kultur in Form von Konzerten oder Theaterstücken. Da für knackige Kontraste ein abgedunkelter Raum notwendig ist, eignen sich Beamer vor allem für den bewussten Medienkonsum am Abend und für Sessions mit heruntergelassenen Rollläden. Im Vergleich zu klassischen Projektoren sind Modelle mit LED- oder Laserlichtquelle deutlich kleiner und praktischer in der Anwendung. Zusammen mit einer guten Anlage erhält man ein unschlagbares Erlebnis, das ich schon seit Jahren jedem Kino vorziehe. Die eigene Bildwand ist in diesem Jahr perfekt für den Feierabend zu Hause. Absolut empfehlenswert ist dieses Gerät* vom Marktführer LG. 

Bild: LG

Smarte Wetterstation

Neben der Schadstoffbelastung der Luft haben CO2-Gehalt, Temperatur und Luftfeuchtigkeit einen Einfluss auf Euer Wohlergehen. Mit einer smarten Wetterstation könnt Ihr diese Werte messen und der Verlauf über 24 Stunden oder längere Zeiträume analysieren. Dadurch lässt sich das eigene Lüftungsverhalten ganz einfach kontrollieren und die Sauerstoffversorgung ggf. verbessern. Außerdem zeigt Euch eine Wetterstation auch auf, ob die Befeuchtung der Luft sinnvoll ist. Bei mir ist das in den Wintermonaten der Fall, wenn die smarte Heizung* ihre Arbeit verrichtet. Aber auch bei länger anhaltendem, trockenem Klima, wie in diesem Frühjahr, kann die Luftfeuchtigkeit deutlich unter die empfohlenen 40 bis 60 Prozent abfallen.

Bild: Netatmo

Netatmos vernetzte Wetterstation* besteht aus zwei Modulen, welche sowohl innen wie auch im Freien aktuelle Klimadaten erfassen. Außerdem ist das System erweiterbar, durch Module für zusätzliche Räume und Sensoren für Wind und Regen. Über eine Freigabefunktion lassen sich die Daten mit Freunden oder mit anderen Geräten teilen. Hierfür finden sich praktische Anwendungsmöglichkeiten, die den Nutzen der Wetterstation noch einmal steigern. Hierzu habe ich auf dem Schreibtisch ein smartes Display von LaMetric*, dass mir die wichtigsten Werte anzeigt. Im Wohnzimmer informiert eine smarte Lampe mit rotem Licht bei erhöhten CO2-Gehalt. Die Verknüpfung der Wetterstation mit dem Hue System regelt die Plattform ifttt.

Luftbefeuchter

Trockene Luft führt dazu, dass abgesonderte Tröpfchen eintrocknen und die darin enthaltenen Viren durch die Luft schweben können. Ob hierdurch im Fall von SARS-CoV-2 ein Risiko ausgeht, wird noch diskutiert, aber auch aus einem anderen Gründen erhöht trockene Luft die Gefahr für eine virale Ansteckung. Hintergrund ist, dass die Austrocknung der Schleimhaut die Beweglichkeit der Flimmerhärchen vermindert, welche Fremdkörper und Krankheitserreger aus der Nase transportieren. Deshalb kann es Sinn ergeben, die Raumluft zu befeuchten, was auch zur Steigerung des Wohlbefindens beiträgt. Keramikgefäße oder feuchte Tücher über der Heizung können die Raumluft befeuchten, funktionieren aber nur, solange geheizt wird. Raumluftbefeuchter sind da flexibler, tragen aber je nach Wirkprinzip, zur Vermehrung von Bakterien bei. Gut gelöst haben dieses Problem die Geräte von Philips, welche in verschiedenen Größen angeboten werden. Ich habe meinen Luftbefeuchter fast das ganze Jahr im Betrieb, um ein angenehmeres Raumklima zu erzeugen. Auch wenn Philips Luftbefeuchter* über keine Connectivity-Features verfügen, passen sie gut in ein smartes Zuhause.

Bild: Philips

TRX

Ein TRX ist das ultimative Trainingsgerät für Zuhause oder im Freien. Alles, was man für das Training benötigt, ist ein Befestigungspunkt in mindestens zwei Meter Höhe und ein wenig Platz. Der TRX besteht aus Gurten die in der Türe, an einem Haken oder an einem Baum befestigt werden können. Am Ende der Gurte befinden sich Griffe, gegen die man das eigene Körpergewicht zieht oder drückt. Unterschiedliche Übungen ermöglichen das Training des ganzen Körpers wobei sich die Trainingsintensität durch die Körperhaltung für jedes Fitness-Level anpassen lässt. Je nach Geldbeutel und Einsatzszenario gibt es unterschiedliche Varianten.

Bild: TRX

Besonders hochwertig sind die Modelle des amerikanischen Erfinders und Namenspaten, dem Hersteller TRX. Es gibt aber auch viele günstigere Nachbauten von passabler Qualität und leichte Varianten mit Seilen statt Gurten, die gut in das Reisegepäck passen. Gemeinsam haben alle, dass sie viel Spaß machen und sehr gut geeignet sind, um die wichtige Körperkernmuskulatur zu trainieren. Sollte Euer Fitnessstudio also noch länger geschlossen sein, erhaltet Ihr mit dem TRX* eine gute Alternative und ein tolles Trainingsgerät für gemeinsame Sessions mit Freunden in der Sonne. 

Fitness-Tracker oder Smartwatch

Aufgrund von Ausgangsbeschränkungen und geschlossenen Fitnessstudios bewegen sich derzeit viele Menschen weniger und unterbrechen ihre gewohnte Sportroutine. Wenn man den Frust über die aktuelle Lage dann noch mit langen Netflix-Abenden, Essen und Alkohol kompensiert, kann die eigene Gesundheit schnell unter dem Lockdown leiden. Smartwatches und Fitness-Tracker sind auch in Zeiten der Krise gute Hilfsmittel im Kampf gegen Schlaf- und Bewegungsmangel. So motivieren die Geräte zum Spazieren oder Joggen und eignen sich auch zum Tracking vieler anderer Sportarten.

Je nach Anforderung, gibt es eine Vielzahl von Fitness-Trackern und Smartwatches, die einen während der Ausgangsbeschränkung bei einem gesünderen Lebensstil unterstützen können. Aufgrund ihres hohen Stromverbrauchs müssen viele Smartwatches regelmäßig geladen werden und sind daher weniger gut geeignet, um den Schlaf zu messen. Längere Laufzeiten bieten die Uhren von Herstellern wie Fitbit und Garmin, die im Vergleich zu Apple Watch und Co einen reduzierten Funktionsumfang anbieten. Fitness-Tracker sind leichter und kleiner als Smartwatches und tragen sich deshalb insbesondere Nachts vergleichsweise angenehm. Besonders interessant ist der neue Fitbit Charge 4*, der dank GPS auch gut für Ausdauersportler geeignet ist.

Quelle: Fitbit

Falls Ihr lieber eine Smartwatch wie die Apple Watch verwendet, kann der Ring von Oura eine gute Ergänzung zur Schlafmessung darstellen. Die Daten, die Wearables messen, sind übrigens auch geeignet, um die Coronakrise effektiver zu bewältigen können. Schlafqualität, Ruhepuls und Sauerstoffsättigung verändern sich bei einer viralen Infektion sowie einer Schwächung der Atemwege. Das Robert Koch Institut bittet Nutzer von Wearables daher um eine Datenspende, die helfen kann das Infektionsaufkommen in Deutschland besser einzuschätzen. Ich wünsche Euch natürlich, dass Eure Werte unauffällig bleiben und Ihr Euch in Eurem zu Hause wohlfühlt.

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Apple Watch Series 4 – So gut ist die neue Generation

Mit der Vorstellung der vierten Generation der Apple Watch, haben die Kalifornier einiges an Aufsehen erregt. Ein größeres Display bei kleinerem Gehäuse und die neuen Funktionen EKG-Sensor und Sturzerkennung zeigen, wie weit das Unternehmen technologisch mittlerweile ist und dürften die Zielgruppe der Smartwatch deutlich erweitern. Bereits im Jahr 2014 hatte Apple mit der ersten Generation nicht nur eine Smartwatch vorgestellt, sondern mit der gleichzeitigen Einführung von HealthKit, welcher den Austausch von Daten unter Apps und mit Forschern und Kliniken regelt, gezeigt, dass es eine größere Vision hat. Und genau dies ist mit der Vorstellung der vierten Generation noch einmal deutlich geworden. Auch wenn der EKG Sensor bisher erst von der amerikanischen Gesundheitsbehörde freigegeben wurde und die Zulassung durch die europäischen Behörden noch aussteht, dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis die Watch auch hierzulande zur besseren Überwachung und Versorgung von Herzpatienten beiträgt. Auch sonst hat Apple mit der Series 4 einiges verbessert, was die Uhr für Self-Tracker, Fitnessbegeisterte aber auch ganz normale Anwender noch interessanter macht.

Die offensichtlichste Veränderung ist das größere Display, dass ähnlich wie bei den aktuellen iPhones einen dünneren Rand besitzt und damit trotz weiterhin kompakten Abmaßen wesentlich mehr Bildinformationen darstellt. Das macht Spaß, alles sieht schicker aus, ist besser zu erkennen und leichter zu bedienen. Toll ist auch ein Feature dass sich diese Displaygröße zunutze macht, das neue Zifferblatt, dass seinem Namen „Infograph“ alle Ehre macht. Speziell für das große Display der neuen Apple Watch entwickelt (und auch nicht auf den älteren Modellen verfügbar) bietet es Platz für bis zu acht Complications, also die kleinen Felder in denen sich Datum, Temperatur und viele andere Informationen anzeigen lassen. Für die vier Ecken des Zifferblatts hat sich Apple einen neuen Typ von Complications ausgedacht, welcher zusätzliche Informationen wie Minima und Maxima einer Datenreihe (z.B. Höchst- und Tiefstwerte der Tagestemperatur) oder Detailwerte für die drei Aktivitätsringe anzeigt. So kann sich jeder Nutzer ein individuelles Dashboard mit enormer Informationsdichte zusammenstellen. Man könnte auch sagen, dass das von Apple in seinen aktuellen Produktfotos und Werbekampagnen gezeigte Ziffernblatt geradezu der Traum aller Self-Tracker und Datenfreunde sein dürfte. Sinnvolle Anwendungen sind hierfür z.B. die Temperatur, die Aktivität, aber auch die Herzfrequenz der letzten Messungen lässt sich nach Installation der App „HeartWatch“ als Complication anzeigen. Ebenso Daten zur Umgebung wie der UV- oder Luftqualitätsindex (LQI) und viele andere Complications Eurer Apps.

Verbesserungen gibt es auch bei den Sensoren der Series 4. Die Leuchtdioden des optischen Herz-Sensors sind im Vergleich zu den Vorgängermodellen geschrumpft und näher zusammengerückt und machen so Platz für den Metallring, welcher eine der beiden Elektroden des EKG Sensors bildet. Im Vergleich zur 3. Generation der Apple Watch, hat sich die Qualität der optischen Herzfrequenzmessung noch einmal verbessert. Getestet habe ich beide Modelle parallel beim Laufen, Radfahren und Kraftsport mit dem TRX. Insbesondere bei Fitnessübungen hatten die Series 3 und ihre Vorgänger bisher immer wieder Probleme den Puls richtig einzuordnen und oftmals Werte in Höhe von ungefähr der Hälfte einer realistischen Herzfrequenz angezeigt (z.B. 50 statt 100 Schläge). Dieser Fehler, der mir auch bei vielen anderen Wearables aufgefallen war, dürfte daran gelegen haben, dass zur Berechnung der Herzfrequenz bisher neben den Sensordaten zum Blutfluss auch jene zur Bewegung genutzt wurden, um durch Datenfusion auch aus verrauschten Daten des optischen Sensors eine Aussage machen zu können. Dieses Verfahren führte jedoch speziell beim Kraftsport, wenn die Uhr nur wenig Bewegung erkennt und für die Belastung z.B. durch Gewichte blind ist, oft zu Fehlinterpretationen. Umso positiver daher, dass Apple bei seinen Algorithmen nachgebessert hat. So und mir bei der Series 4 mir bisher keine derartigen Probleme aufgefallen und auch die Series 3 scheint seit dem Update auf Watch OS 5 weniger anfällig für Fehlinterpretationen. Während meiner Tests erhielt ich mit beiden Geräte im Vergleich zur Messung mit einem Brustgurt stets plausible Werte, sodass von einer guten Genauigkeit der Herzfrequenzmessung ausgegangen werden kann.

Geringere Latenz beim Puls-Sensor und schnelleres GPS

Eine eindeutige Verbesserung der Series 4 gegenüber dem Vorgänger ist die gestiegene Geschwindigkeit beim Erkennen von Änderungen der Herzfrequenz in Folge von Belastungsänderungen*. Ob zwischen den Übungssätzen beim Kraftsport oder bei der Ampelpause beim Radfahren, die neueste Apple Watch erkannte das Absinken der Herzrate deutlich schneller und auch die Zunahme der Herzfrequenz bei steigender Belastung wird mit einer niedrigeren Latenz erfasst. Gemessen habe ich mit beiden Modelle wechselweise an beiden Handgelenken im Vergleich zu einem Polar Brustgurt, dessen Daten ich mit der Polar Beat App und beim Radfahren mit dem Fahrradcomputer Wahoo Elemnt Bolt aufgezeichnet habe. Im direkten Vergleich zur EKG Messung dürfte die Genauigkeit und Geschwindigkeit der Herzfrequenzmessung der Series 4 für die allermeisten Athleten ausreichen. Schade für die Poweruser: leider ist die Apple Watch nach wie vor nicht als Puls-Device via Bluetooth etc. an anderen Geräten zu verwenden. Wer beim Radfahren seine Herzfrequenz an einem Computer ablesen möchte, benötigt daher weiter einen zusätzlichen Sensor. Ähnliches gilt auch für Apps wie Strava, die ebenfalls nicht in der Lage sind, den mit der Watch gemessenen Puls auf dem Smartphone Display anzuzeigen.

Weitere Verbesserungen für Sportler konnte ich dagegen beim GPS feststellen. Wo die Series 3 teilweise noch einige Sekunden suchen musste, war sich die neueste Apple Watch bei meinen Tests stets unmittelbar ihres Standorts bewusst und stimmte beim Radfahren sowohl bei der Länge der Strecke wie auch bei der verbrauchten Kalorienmenge besser mit dem Fahrradcomputer überein, welcher meine geleistete Arbeit mit einem Powermeter messen konnte.

Die sonstigen Verbesserungen haben weniger mit der Hardware als mit der Software zu tun. Seit Watch OS 5 gibt es eine automatische Aktivitätserkennung, welche bei mir bisher nur beim Laufen nicht aber beim Radfahren oder Kraftsport funktioniert hat. Auch hier war die Apple Watch 4 im Vorteil und fragte mich nach ca. 1 km Laufen ob ich die Aktivität aufzeichnen möchte, wohingegen der Vorgänger weitere 200 Meter benötigte. Außerdem werden mit Watch OS 5 auch Unterbrechungen der Aktivität erkannt. Wenn man beim Radeln also an der Eisdiele verweilt, schlägt die Watch vor, das Tracking abzubrechen, was ggf. auch zur Schonung des Akkus beitragen kann. Schade ist, dass es keinen Pausenmodus gibt und das Tracking bei Wiederaufnahme der Aktivität z.B. nach kurzen Unterbrechungen wie Ampelstops automatisch fortgesetzt wird. Neu eingeführt hat Apple eine Funktion für Wettbewerbe welche im Modus 1 gegen 1 über sieben Tage ausgetragen werden können. Gruppenwettbewerbe wie bei Fitbit sind damit aktuell nicht möglich wobei Apple einen auch unabhängig von den Wettbewerben über die Erfolge seiner Freunde informiert, was durchaus zur Motivation beitragen kann.

Insgesamt sind Apple sowohl mit der neuen Watch und dem dazugehörigen OS 5 zwei hervorragende Upgrades gelungen. Insbesondere bei der Genauigkeit der Pulsmessung und der Aktivitätserkennung wirken sich die Vorteile auch auf die älteren Modelle aus, wohingegen die Series 4 mit einer deutlich geringeren Latenz auftrumpft. Außerdem brilliert das neue Modell mit einem beeindruckenden Display und bietet mit dem Ziffernblatt Infograph ganz neue Optionen, sich in seine Daten zu vertiefen. Mit der Sturzerkennung habe ich noch keine Erfahrung gemacht, wobei sie auch für Sportler im Notfall eine entscheidende Hilfe darstellen kann. Da sie die neuen, genaueren Bewegungssensoren der Series 4 voraussetzt, kann sie bei den älteren Modellen trotz Softwareupgrade nicht aktiviert werden. Unklar ist aktuell, wann der EKG-Sensor in Deutschland freigeschaltet wird und ob er zukünftig auch zur Messung der Herzratenvariabilität genutzt werden kann. Fest steht jedoch, dass die neue Watch eine beeindruckende Hardware-Plattform darstellt, welche durch Software-Updates immer nützlicher wird. Soviel für den ersten Eindruck. Neues zu den Features der Apple Watch, Updates zum Genauigkeitstest und Tips und Tricks erfahrt Ihr demnächst in einem Update hier auf igrowdigital.

*Verglichen wurde eine Series 3 in Edelstahl mit einer Series 4 Sport

Bilder: Apple

Welcher Fitbit passt zu mir?

Die Marke Fitbit ist in den letzten Jahren schon fast zum Synonym für Activity-Tracker geworden. Zurecht, denn das amerikanische Unternehmen hat seine Technologien immer weiterentwickelt und punktet nicht nur mit solider Hardware, sondern auch die Apps von Fitbit überzeugen. Mittlerweile hat Fitbit zahlreiche Modelle im Angebot, die sich in ihrem Aussehen und ihrem Funktionsumfang deutlich unterscheiden. In den letzten Jahren und Monaten hatte ich alle Varianten im Einsatz (vielen Dank an Fitbit für die Bereitstellung der Testgeräte) und konnte so die Stärken und Schwächen der Geräte in der Praxis austesten. Wie sich die verschiedenen Fitbit Modelle unterscheiden und welches am besten zu Dir passt, erfährst Du in diesem Artikel.

Fitbit Alta und Alta HR

Activity Tracker Fitbit Alta HR

Der Alta ist ein praktischer und einfacher Activity-Tracker für modebewusste Menschen. Funktionell beschränkt er sich auf die Basics, also Bewegungsmessung und Schlafmessung, Ausdauersportarten wie Radfahren oder Laufen werden automatisch erkannt. Das ist praktisch, wenn man ein Gerät möchte, das möglichst einfach zu bedienen ist und auf besondere Fitness-Tests sowie das Tracking von Sportarten wie Yoga, Kraftsport etc. verzichten kann. Toll am Alta ist das kompakte Design und die Möglichkeit, das Aussehen des Trackers mit Armbändern als Zubehör an die eigenen Vorlieben anzupassen. Ich habe diese Möglichkeit schon bei meiner Apple Watch sehr zu lieben gelernt und mir auch für meinen Alltag HR diverse Armbänder als Zubehör besorgt. Neben dem hochwertigen Originalzubehör von Fitbit findet man z.B. auf Amazon eine große Auswahl an günstigen Alternativen. Toll ist die Akkulaufzeit von bis zu 7 Tagen mit der man relativ gut über die Runden kommt aber auch die Geschwindigkeit mit welcher der Tracker aufgeladen wird. Ich trage meinen seit mehreren Monaten rund um die Uhr und lade ihn nur alle paar Tage im Badezimmer während ich dusche und mich frisch mache. So eignete sich der Alta ideal für den Dauereinsatz. Aufgrund seiner schmalen Form is er sehr angenehm zu tragen, insbesondere auch nachts, wenn man ihn zur Schlafmessung nutzen nöchte.

Besser mit Pulsmessung

Angeboten wird der Alta in zwei Versionen, als Alta und als Alta HR mit zusätzlicher Pulsmessung, welche ich allen interessenten des Altas empfehlen würde. Auch wenn beide Modelle nichts für hochambitionierte, datenhungrige Sportler sind, ist die zusätzliche Pulsmessung durchaus sinnvoll zur Langzeitbeobachtung der Herzfrequenz, für eine Kontrollmessung beim Sport oder auch in Ruhe und liefert präzisere Daten zu automatisch aufgezeichneten Ausdaueraktivitäten. Außerdem beherscht die Variante mit dem Pulssensor eine detailliertere Schlafmessung, welche neben der Dauer und Tiefe des Schlafs auch den Verlauf der Schlafphasen umfasst. Wie gut das in der Praxis funktioniert, habe ich vor einigen Wochen im Schlaflabor getestet. Einen Artikel dazu findet Ihr demnächst auf igrowdigital.

Bei der Pulsmessung solltet Ihr darauf achten, dass die Art des Armbands und wie locker der Tracker am Handgelenk sitzt, einen enormen Einfluss auf die Genauigkeit hat. Für exaktere Pulswerte empfehlen sich Kunststoffbänder, wie sie mit dem Alta geliefert werdenund ggf. auch Lederbänder mit einem guten Sitz. Metallbänder sitzen häufig deutlich lockerer am Handgelenk und führen durch Rutschen des Trackers zu einer Beeinträchtigung der Genauigkeit. Doch selbst wenn der Tracker richtig sitzt, sollte die optische Pulsmessung aller Fitbit Geräte mit integriertem Herfrequenzsensor nur als Orientierungshilfe verstanden werden, was übrigens für die Wettbewerber von Fitbit gilt. Je nach Aktivität und persönlichen Faktoren wie Hautpigmentierung und Verlauf der Gefäße unter der Haut, kommt es teilweise zu deutlichen Abweichungen gegenüber dem Goldstandard hinsichtlich Genauigkeit, der EKG-Messung mit Elektroden auf der Brust. Gute Ergebnisse der optischen Sensoren sind typischerweise in Ruhe, beim Laufen und mit leichten Einschränkungen beim Radfahren zu erwarten. Bei Sportarten mit unregelmäßigem Bewegungs- und Belastungsmuster kann es schon mal zu größeren Abweichungen kommen. Die otpischen Sensoren haben dennoch ihre absolute Berechtigung u.a. zur Orientierung beim Ausdauersport, zur Langzeitbeobachtung, Messung des Ruhepulses und für eine bessere Schlafanalysen.

Smarte Zusatzfunktionen

Neben der Bewegungsaktivität- und Schlafmessung eignet sich der Alta mit seinem Display auch für die Anzeige von Notifications. Anrufe, SMS und Kalenderbenachrichtigungen werden dabei vom Smartphone an den Tracker weitergeleitet. Weitere Notifications wie Mails, Whatsapp und Co wie bei Smartwatches üblich können auf dem Alta nicht angezeigt werden, was aufgrund des kleinen Displays jedoch auch kaum sinnvoll wäre.

Persönlich nutze ich den Alta HR vor allem zur Schlafmessung und um mich mit meinen Fitbit-Freunden um den Highscore zu battlen. Für ein detailliertes Tracking beim Sport verwende ich je nach Aktivität eine Smartwatch und andere Sensoren die mit meinem Smartphone verbunden sind. Empfehlen würde ich den Alta als modische und bequeme Lösung zum Tracking im Alltag und für Ausdauersportler, die ihre Aktivitäten protokollieren wollen, beim Sport selbst aber nicht auf ein direktes Datenfeedback angewiesen sind. Beim Kraftsport und anderen Aktivitäten werden die verbrannten Kalorien (beim Alta HR) anhand der Pulswerte zwar näherungsweise gemessen, wer seine sportlichen Aktivitäten aber auch im Protokoll in der zugehörigen App sehen möchte, benötigt das manuelle Tracking welches der Alta nicht beherrscht. Außerdem werden beim automatischen Tracking von Laufen oder Radfahren lediglich die Dauer, der Kalorienverbrauch und der Verlauf der Herzfrequenz, nicht aber das Tempo und die Route aufgezeichnet. Wer für seine sportlichen Aktivitäten mehr Funktionen und ein genaueres Tracking möchte, sollte daher einen Blick auf den Charge 2 werfen.

+ Schicker Look und einfache Bedienung
+ Lange Batterielaufzeit
– kein manuelles Tracking sportlicher Aktivitäten

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Fitbit Charge 2

Der Fitbits Charge 2 hat einen ähnlichen Aufbau wie der Fitbit Alta HR, besteht also aus einer Technik-Einheit mit Display in Verbindung mit einem auswechselbaren Armband. Im Gegensatz zum Alta ist der Charge 2 jedoch breiter und verfügt über einen Button am Gehäuse sowie einen Touch-Screen, um die zusätzlichen Funktionen des Activity Trackers zu bedienen.

Manuelle Aufzeichnung von Aktivitäten

So lässt sich die Aufzeichnung eines Workouts manuell starten, sodass Aktivitäten wie Yoga, Kraftsport u.v.m. protokolliert werden können. In diesem Tracking-Modus zeigt der Charge 2 Werte wie die aktuelle Herzfrequenz, die gelaufene Strecke oder die Dauer des Workouts auf dem Display an. Außerdem werden die so erfassten Workouts auch auf das wöchentliches Sport-Ziel angerechnet, bei dem man sich vornehmen kann, z.B. 5 mal pro Woche Sport zu treiben. Solltet Ihr auf Live-Daten beim Sport verzichten können, beherrscht der Charge 2 ähnlich wie der Alta HR die komfortable automatische Erkennung von Ausdauersportarten und die kontinuierliche Berechnung des Kalorienverbrauchs auf Basis der Herzfrequenz. Ich habe die beiden Modi bei mehreren Rennrad-Einheiten verglichen. Dabei waren die Pulswerte beim manuellen Tracking deutlich exakter als bei der automatischen Aktivitätserkennung.

Fitness-Cardio-Score

Ein weiterer Vorteil des Charge 2 gegenüber dem Alta HR ist die Möglichkeit, den Fitness-Cardio-Score, einen Wert der angibt, wie Leistungsfähig Euer Kreislauf ist, präziser zu bestimmen. Beim Alta wird dieser Wert auf Basis des Ruhepuls kalkuliert, beim Charge kann man auch beim Sport eine Leistungsmessung durchführen, indem man beim Laufen das manuelle Tracking der Aktivität startet und per GPS (vom mitgeführten Smartphone) die Geschwindigkeit und Strecke aufzeichnet. Das manuelle Aktivieren beim Laufen und das Mitführen eines Smartphones ist übrigens auch notwendig wenn die Route aufgezeichnet werden soll.

Der Charge 2 hilft auch beim Runterkommen

Neben der Unterstützung beim Sport bietet der Charge 2 auch eine geführte Atemübung, die Euch helfen soll, im Alltag zu entspannen. Dazu folgt Ihr mit Eurem Atem einer Animation auf dem Tracker, die Euch das Tempo für Ein-und Ausatmen vorgibt. Genau wie auch beim Alta könnt Ihr den Look des Charge 2 mit unterschiedlichen Armbändern an Euren Geschmack anpassen. Die Akkulaufzeit liegt bei bis zu 5 Tagen und damit knapp unter der des Alta HR. Insbesondere aufgrund des manuellen Sport-Tracking ist der Charge 2 ein toller Allrounder und bietet einen guten Kompromiss aus Funktionalität und Design.

+ Gutes Sport-Tracking
+ Entspannungsübung
– Akkulaufzeit

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Fitbit Blaze

Der Blaze ist ein Activity-Tracker im Uhrenformat. Genau wie der Alta HR und der Charge 2 hat der Blaze einen optischen Pulssensor und kann damit die Herzfrequenz im Alltag, im Schlaf und beim Sport messen. Gegenüber den Armbändern hat er für Sportler zwei wichtige Vorteile. Aufgrund des großen Displays lassen sich Werte wie Puls, zurückgelegte Strecke und Geschwindigkeit beim Laufen, Radfahren oder anderen Aktivitäten besser ablesen, insbesondere auch mehrere Werte auf einen Blick. Genaue Werte für Geschwindigkeit und Strecke bekommt man dabei nur wenn man zusätzlich ein Smartphone mit GPS mit sich führt. Ohne Smartphone erhält man beim Wandern oder Laufen Näherungswerte, die auf der Anzahl der Schritte und der angenommenen Schrittlänge basieren.

Der Fitbit Blaze als Fitness-Coach

Außerdem hat der Blaze eine Reihe von Übungsanleitungen integriert, mit denen man seine Muskulatur stärken kann. Dabei wird die Ausführung der Übungen auf dem Display von einem Avatar gezeigt – hat man diese verstanden darf man selbst loslegen und der virtuelle Coach zählt einen durch die Wiederholungen und motiviert, dran zu bleiben. Vergleichen kann man die Funktion mit den Apps von Runtastic und Co. Erstaunlicherweise funktioniert das auf dem im Vergleich zum Smartphone relativ kleinen Display der Blaze-Uhr ziemlich gut. Für erfahrene Sportler mit eigenem Trainingsplan ist die Funktion vermutlich weniger relevant aber gerade als Einstieg in das Fitnesstraining können die Übungen eine praktische Unterstützung sein.

Smarte Zusatzfunktionen

Wie auch bei den anderen Modellen von Fitbit lässt sich der Look des Blaze mit unterschiedlichen Armbändern anpassen. Mir hat Fitbit das Metallarmband zur Verfügung gestellt welches einen hochwertigen Eindruck macht. Die Akkulaufzeit liegt bei 5 Tagen. Schade ist, dass man den Blaze zum Laden aus der Halterung des Armbands entnehmen muss. Da habe ich von anderen Herstellern schon praktischere Lösungen gesehen ? Ansonsten macht die Blaze einen soliden Eindruck und ist eine gute Wahl für Alle die lieber Uhren tragen, beim Sport möglichst einfach ihre Werte checken wollen oder Lust haben mit dem Fitnesstraining zu beginnen. Neben den Sport-Funktionen hat die Blaze auch noch ein paar andere nützliche Features für den Alltag. Auch wenn die Blaze keine echte Smartwatch mit eigenem Appstore ist, bietet sie dennoch einige smarte Funktionen die den Umgang mit dem Smartphone einfacher machen. So können die Notification vieler Smartphone Apps auf dem Display der Blaze angezeigt werden. Außerdem lässt sich mit der Blaze vom Handgelenk aus die Musikwiedergabe auf dem Smartphone steuern.

+ Gute Anzeige von Werten
+ Inkl. Fitnessübungen
– Kein GPS

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Fitbit Ionic

Die Ionic ist Fitbits erste Smartwatch mit einem Betriebssystem, das Apps von Drittanbietern ermöglicht. Auch die technische Ausstattung macht die Smartwatch zu Fitbits aktuellem Top-Modell. So hat die Ionic einen integrierten Pulssensor und GPS, außerdem ist das Gerät wasserdicht und damit auch fürs Schwimmen geeignet. Ähnlich wie die meisten anderen Modelle von Fitbit, erkennt die Ionic Ausdauersport automatisch. Aktiviert man beim Sport die Aufzeichnung über die zugehörige App, werden auf dem hochauflösenden Display die aktuellen Leistungswerte dargestellt. Das scharfe Display kommt auch den von der Blaze bekannten Fitness-Programmen zugute. Auf dem Touch-Screen im Breitformat werden die Übungsanleitungen toll dargestellt, geneigte Fitness-Enthusiasten erhalten so ein gutes Coaching.

Fitbit etabliert ein neues Smartwatch-Ökosytem

Neben Fitness-Tracking und Übungsanleitung stehen auch verschiedene smarte Funktionen zur Verfügung. Abgesehen von Notifications und der Steuerung der Musikwiedergabe auf dem Smartphone gibt es für die Ionic einen eigenen Appstore, mit dem die Smartwatch um verschiedene Anwendungen erweitert werden kann. Das Angebot ist kurz nach dem Start noch überschaubar, Fitbit entwickelt jedoch kontinuierlich neue Apps  und hat eine Vielzahl an Partnerunternehmen, die Software für die Uhr entwickeln. Bereits veröffentlicht sind Apps des populären Fitness-Anbieters Strava und zahlreiche anderen Anwendungen wie eine Wetter-App, eine Entspannungsübung sowie die Möglichkeit, eigene Musik auf der Uhr zu speichern. Dies geht jedoch nur mit Dateien, also einer eigenen Musiksammlung oder Podcasts, die mit einem Computer auf die Uhr übertragen werden können. Abgespielt werden die Tracks auf Bluetoothkopfhörern, ein eigenes Modell namens Flyer hat Fitbit im Angebot.

Wie Fitbit kürzlich angekündigt hat, wird sich das Spektrum der Apps jedoch schon bald deutlich erweitern. So wird Musik in Europa auch über den Streaminganbieter Deezer direkt per WiFi auf die Smartwatch geladen werden können, weitere Anbieter werden sich hoffentlich bald anschließen. Außerdem kommen neue Fitness Apps von Clue, einer der führenden Zyklus- und Menstruations-Apps, Game Golf, einem Tracking-und Analyse-System für Golfspieler und Surfline, einem Vorhersage-Tool für Surfbedingungen. Auch in anderen Kategorien hat Fitbit mit Apps von Nest, Philips Hue, Yelp, Trip Advisor und vielen anderen zahlreiche Neuvorstellungen angekündigt.

Gute Mischung aus Apps und Fitness

Mit dem Softwareangebot einer Apple Watch, den Modellen von Samsung oder Smartwatches mit Android Wear dürfte die Ionic vorerst dennoch nicht mithalten können, dabei verfolgt Fitbit mit seinem Modell auch eine andere Zielsetzung. Im Vergleich zu den Smartwatches der etablierten Smartphonehersteller mit ihren persönlichen Assistenten wie Siri und Google Now ist die Ionic weniger ein tragbarer Computer sondern legt einen stärkeren Fokus auf Fitness und Gesundheit und ergänzt diese um die für aktive Menschen sinnvollen Anwendungen. So dürfte der integrierte Pulssensor der Ionic, welcher Licht unterschiedlicher Wellenlängen verwendet, den Sensoren vieler anderer Smartwatches überlegen sein und wie Fitbit bereits angekündigt hat, zukünftig auch andere Funktionen jenseits der reinen Pulsmessung unterstützen.

Schicke Uhr für fitte Typen

Dieser Fokus macht die Ionic zu einem spannenden Gerät für Alle, die die wichtigsten Funktionen einer Smartwatch nicht missen wollen und insbesondere beim Tracking, Coaching und anderen Gesundheitsfunktionen hohe Ansprüche haben. Ein großer Vorteil gegenüber den Smartwatches der Wettberber ist die lange Batterielaufzeit der Ionic von bis zu vier Tagen. Diese macht es einfach, die Uhr auch zum Schlaftracking zu verwenden oder bei einem Kurzurlaub das Ladekabel zu Hause zu lassen. Auch dass Design der Ionic ist durchaus gelungen. Derzeit werden drei verschiedene Farbvarianten angeboten und als Zubehör sind einfach zu wechselnde Armbänder aus Leder und anderen Materialen erhältlich. Für Technikbegeisterte, die Lust auf die aktuellen und zukünftigen Funktionen der Ionic haben und für Sportler, die einen genauen und praktischen Trainingsbegleiter suchen, ist die Ionic daher der ideale Fitbit.

+ GPS
+ Mit Apps vielseitig erweiterbar
– Preis

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Fitbit Flex 2

Fitbit Flex 2
Neben den oben beschriebenen Modellen bietet Fitbit noch zwei Einstiegsmodelle ohne Pulsmessung. Der Flex 2 ist ein Armband, welches eine kleine Kapsel mit der Elektronik des Trackers enthält. Die Armbänder sind in verschiedenen Farben erhältlich. Anders als bei den aufwendigeren Modellen hat der Flex kein richtiges Display sondern zeigt mit Hilfe von 5 Leuchtdioden den Fortschritt auf dem Weg zum täglichen Bewegungsziel an. Das sorgt für eine sehr reduzierte Optik sodass der Flex nicht als technisches Gadget sondern in Verbindung mit einem schicken Amband als Schmuckstück wahrgenommen wird.

Beim Tracking ist er ähnlich wie das Modell Alta einfach gehalten, erkennt Ausdauersportarten automatisch, hat jedoch keinen manuellen Modus für andere Sportarten. Darüber hinaus ist der Flex 2 wasserdicht und kann daher auch unter der Dusche oder zum Tracking von Schwimmen verwendet werden.

+ verschiedenfarbige, auswechselbare Armbänder
+ wasserdicht
– kein manuelles Tracking

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Fitbit Zip

Fitbit Zip white
Gegenüber allen anderen Fitbit-Modellen unterscheidet sich der Zip durch seine Bauart und Energieversorgung. Konzipiert als Clip, kann er an der Kleidung, einem BH oder Halskette befestigt werden. Außerdem verwendet er anstelle eines Akkus eine Knopf-Batterie mit einer Laufzeit von bis zu 6 Monaten –  das regelmäßige Aufladen wie bei anderen Geräten ist daher nicht nötig. Gemessen werden die Anzahl der Schritte, aktive Minuten und der Kalorienverbrauch. Die Automatische Erkennung von Ausdauersportarten und die Messung von Schlaf sind mit dem günstigen Tracker nicht möglich. Stattdessen erhält man mit dem Zip einen einfach zu handhabenden Schrittzähler für den Alltag. Ideal geeignet für Menschen die es praktisch mögen, am Handgelenk lieber nichs oder eine Breitling tragen und auf detailiertere Messungen verzichten können 😉

+ Preis
+ Lange Batterielaufzeit
– keine Schlafmessung möglich

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Nerdige Weihnachten – die besten Geschenke für Biohacker, Selbstoptimierer und Technologie-Enthusiasten

Apple AirPods

Apple AirPods Ear Buds

Apple’s AirPods sind ganz hervorragende Blutetooth-Ohrhörer. Der Klang ist ordentlich, die Akkulaufzeit sehr gut und mit dem kleinen Case passen die smarten Ohrhörer locker in die Hosentasche und sind immer dabei. Die Kombination dieser Eigenschaften machen die AirPods derzeit konkurrenzlos, auch wenn es mittlerweile eine Vielzahl weiterer Angebote gibt. An Begeisterungsmerkmalen kommen dann noch ein extrem einfaches Pairing mit dem iPhone und die hervorragende Tonqualität der Mikrofone bei Telefonaten dazu. Dafür nimmt man es auch gerne in Kauf, mit den Teilen im Ohr etwas ungewohnt auszusehen. Apple Fanboys freuen sich dzusätzlich über eine nahtlose Verwendung mit ihren anderen Geräten wie Watch, iPhone, iPad und Mac. Lediglich beim schnellen Radfahren, so ab 20 km/h, gibts laute Windgeräusche weshalb für diesen Einsatz ggf. ein anderes Modell in Betracht gezogen werden sollte. Ich verwende dafür die Dash Pro von Bragi mit denen ich jedoch nur mäßig zufrieden bin. In Anbetracht des Preises stimmen Tragekomfort, Leistung und Sound leider nicht so richtig. Außerdem ist das Münchner Startup ein kundenverachtender Sauhaufen den man per se nicht unterstützen sollte. Eine preiswertere Alternative könnten die Jabra Ohrhörer sein. Aber wenn Windgeräusche keine größeres Thema sind, sind Apple’s AirPods das Maß aller Dinge und die gibts hier bei Amazon.

Fitbit Alta HR

Activity Tracker Fitbit Alta HRNicht umsonst ist Fitbit Marktführer bei den Fitness-Trackern. Die Geräte haben ein durchdachtes Konzept und kommen mit einer soliden App, die einfach zu bedienen ist und anders als bei einigen Wettbewerbern, zuverlässig synchronisiert. Auch aufgrund der großen Nutzerbasis von Fitbit findet man auf der Plattform schnell Freunde und Bekannte mit denen man sich messen kann, was zusätzliche Motivation verspricht. Der Alta HR ist ein toller Tracker für den Alltag und liefert ein gutes Feedback zur Bewegung, zum Schlaf und zu Ausdauersportarten. Für ambitionierte Sportler die auch ihre Fitness- und Yoga-Workouts und viele andere Sportarten tracken wollen, macht der Activity-Tracker Charge 2 oder die Smartwatch Ionic von Fitbit eventuell mehr Sinn. Für alle Anderen oder als Zweit-Fitbit ist der Alta HR ein Topp-Gerät. Schön klein, gutaussehend, mit ordentlicher Akkulaufzeit und einer Vielzahl von als Zubehör erhältlicher Armbänder. Ich trage den Alta HR seit Monaten zusätzlich zur Apple Watch, um mich mit meinen Fitbit-Buddies zu battlen und meinen Schlaf zu messen. Dabei macht der stylishe Tracker einen ganz hervorragenden Job. Das Gerät findest Du hier bei Amazon. Dort gibts übrigens auch eine Menge schicker und günstiger Armbänder für den Alta.

Lykon Omega 3 Teskit

Bluttest Lykon

Das Berliner Startup Lykon bietet innovative Biomarker-Analysen. Damit kann man ganz einfach herausfinden, ob man mit seiner Ernährung und seinem Lebensstil ausreichend mit wichtigen Nährstoffen versorgt wird oder ob ein Ungleichgewicht vorliegt. Um diese Information zu bekommen muss man sich eine kleine Menge Blut abnehmen. Mit dem gut gemachten Testkit inkl. ausführlicher Anleitung und einem kleinen Fingerpieks geht das jedoch ganz einfach. Die Probe wird im Labor ausgewertet und die Ergebnisse liegen einige Tage nach Einsendung in einem Online-Portal vor. In diesem erfahrt Ihr auch, welche Rolle die verschiedenen Biomarker spielen und was Ihr tun könnt, um Eure Werte ggf. zu verbessern. Angeboten werden verschiedenste Testkits welche gezielt einige Werte oder ein ganzes Spektrum abdecken. Als Geschenk gut geeignet ist der Omega Test von Lykon, mit welchen die Versorgung mit den unterschiedlichen Omega Fettsäuren überprüft werden kann. Ähnlich wie beim Vitamin D ist auch die Versorgung mit diesen Fettsäuren bei den meisten Deutschen unausgeglichen. Der Test eignet sich daher gut als Impuls, sich mit Nahrungsmitteln und gesunden Fettsäuren auseinanderzusetzen, denn eine ungünstige Versorgung erhöht langfristig das Risiko für Herzerkrankungen. Genauso eignet sich der Kit für engagierte Biohacker zur Überprüfung und ggf. zum Feintuning ihrer Ernährung und Supplementierung. Weitere Infos und 25€ Rabatt auf die erste Bestellung erhältst Du hier.

Apple Watch (Armband)

Die Apple Watch ist in der aktuellen dritten Generation schon ein ziemlich beeindruckendes Gerät. Mit ihrem integrierten Pulssensor und GPS ist sie ein solider Fitness-Tracker für Bewegung im Alltag und sportliche Aktivitäten. Darüber hinaus gibt es diverse Apps und Funktionen die sie auch jenseits von Sport und Gesundheit zu einem sinnvollen wearable Computer machen. Besonders praktisch finde ich die Benachrichtigung bei eingehenden Mails, Kurznachrichten oder Anrufen. Bei Bedarf wird man so ganz konkret über aktuelle Ereignisse informiert und kann ohne größere Störung, zum Beispiel in einer Konferenz entscheiden, ob der Anruf Priorität hat oder diskret weggeklickt werden kann. Auch Siri ist mit der Apple Watch noch einfacher verfügbar. Sobald man die Uhr zu sich dreht, ist der persönliche Assistent in der Watch empfänglich für Ansagen. Das klappt in der Praxis oft besser als quer durch den Raum sein iPhone anzubrüllen. Spaß macht auch, dass sich der Look der Apple Watch mit verschiedensten Armbändern immer wieder ändern lässt. Gute bezahlbare Armbänder für die Apple Watch gibt es zum Beispiel von Solo Pelle. Mein Lieblingsarmband auf dem Bild oben findest Du hier auf Amazon.

Induktionsladepad

Smartphones ständig per Kabel mit Strom versorgen zu müssen ist ziemlich mühsam, insbesondere für Heavy-User, deren Geräte mehrmals täglich einen Energie-Kick brauchen, um über die Runden zu kommen. Viel charmanter ist dagegen das induktive Laden, also durch Auflegen des Telefons auf eine spezielle Ladefläche. Bei Android gibt es die Funktion bei vielen Herstellern schon länger. Apple hat sie mit seinen aktuellen Modellen iPhone 8 und iPhone X eingeführt. Richtet man sich auf den Tischen und anderen Orten auf denen man sein Telefon typischerweise ablegt einen Induktionslader ein, kann man sein Telefon geradezu beiläufig laden und hat daher auch fast immer einen vollen Akku. Die Geräte gibts in unterschiedlichen Formen und Farben bereits für kleines Geld. Wirklich magisch wird es wenn Ihr einen Induktionslader in eine Tischplatte oder andere Möbel integriert, sodass das Kabel verschwindet. Ich bin mit dem Kit von Zens sehr zufrieden. Die Montage war kinderleicht und die reduzierte Optik fügt sich gut in unseren Küchentisch. Alternativen dazu gibt es von Ikea, teilweise schon ab Werk direkt in die Möbel des Unternehmens integriert. Den Zens-Kit inklusive Lochsäge für die Holzplatte gibts hier bei Amazon 😉

Philips Hue

Vorsicht Einstiegsdroge. Man fängt harmlos mit ein paar Glühbirnen an und versenkt schon bald den Gegenwert eines Carbon-Rennrads oder eines gebrauchten Kleinwagens um die komplette Wohnung smart zu beleuchten 😉 Dafür bekommt man aber auch ein sehr flexibles System mit diversen Leuchtmitteln und Lampen, die es einem erlauben die eigene Bude wie in 1001 Nacht erstrahlen zu lassen. Für den Start empfiehlt sich ein Set mit Glühbirnen und Bridge – so lassen sich die Birnen per App bedienen und falls schon ein Sprachassistent im Haus ist, geht es auch auf Zuruf. Am günstigsten sind die Leuchtmittel in weiß, mehr Spaß machen die Varianten die in bunten Farben erstrahlen. Letztere sind auch unter Biohacking-Gesichtspunkten äußerst vernünftig, da sich ihr Spektrum von stimulierendem blau und kaltweiss über einschläferndes warmweis und rot, sehr sinnvoll über den Tag nutzen lässt. Neben Philips gibt es Systeme von Osram und IKEA. Osram hat mich nicht überzeugt, das Ikea System habe ich noch nicht getestet. Die Leuchtmittel der unterschiedlichen Systeme sind weitgehend zu einander kompatibel, so  dass ihr ggf. auch mischen könnt. Auf Amazon findest Du diverse Starter-Sets und Zubehör von Philips Hue. Das Starter-Set für die am weitesten verbreitete Fassung E27 findest Du hier.

Hue Bewegungsmelder

Wir Menschen sind schon komische Lebewesen. Drehen an Rädern und drücken auf Knöpfe, nur um mit dem Auto von A nach B zu kommen, die Heizung zu regulieren oder das Licht ein und wieder auszuschalten. Dabei kann man seine Lebenszeit doch so viel sinnvoller nutzen, wenn man die Trottel-Jobs den Maschinen überlässt. Bis die Autos ohne uns klarkommen dauert es noch ein wenig, aber bei der Wohnraumbeleuchtung ist es schon heute möglich, mithilfe von Bewegungsmeldern auf Hands-free upzugraden. Äußerst sinnvoll ist das in Räumen, in denen man sich eher kurz aufhält, wie im Flur, Badezimmer, WC, Vorratskammer oder begehbarer Kleiderschrank. Für mich eine ganz große Errungenschaft, die ähnlich wie die Automatisierung der Heizung zu einer enormen Erleichterung im Alltag führt. Unbedingt ausprobieren, denn für die Bedienung von Lichtschaltern seid Ihr einfach überqualifiziert. Den Hue Bewegungsmelder gibts hier bei Amazon.

Sonos One

Sonos ist Marktführer für vernetzte Multiroom-Lautsprecher und mit dem kürzlich erschienen Modell One nochmals deutlich attraktiver geworden. Ähnlich wie Amazon’s Echo und Google’s Home enthalten die kleinen Lautsprecher Mikrofone, sodass man auf Amazon digitale Sprachassistentin Alexa zugreifen kann. Im Vergleich zu meinen Echos der ersten Generation klingen die Sonos deutlich ausgewogener und sind damit insbesondere für Musikfreunde mit scharfen Ohren zu empfehlen. Wirklich audiophil wird es, wenn man zwei Lautsprecher zu einem Stereo-Paar kombiniert, so dass die Musik räumlich aufgelöst wiedergegeben wird. Die Alexa-Integration ist aktuell noch nicht perfekt, weshalb man derzeit noch auf Funktionen wie das tägliche News-Update verzichten muss. (Update: News-Update ist jetzt verfügbar, andere Funktionen wie telefonieren und Intercom via Alexa werdern aktuell nicht unterstützt.) Sonos arbeitet jedoch kontinuierlich an der Verbesserung seiner Software und für das nächste Jahr ist die Integration von Google Assistant und Apple’s Airplay 2 angekündigt, sodass sich Siri und der Sonos Lautsprecher hoffentlich auch annähern dürften. Ebenso muss Sonos die versprochene Integration von Audible noch liefern aber ich bin zuversichtlich, dass das Unternehmen seine neue Strategie als offene Plattform erfolgreich umsetzen wird. Das macht die Sonos One zum absoluten Topp Tipp unter den smarten Lautsprecherboxen, da man sich mit ihr (mittelfristig) nicht auf einen Assistenten und ein eingeschränktes Set an unterstützen Schnittstellen und Diensten festlegen muss. Auch die kürzlich angekündigte Kooperation mit Ikea dürfte dem Erfolg und Nutzen der Sonos Produkte sehr zuträglich sein. Die mögliche Alternative von Apple namens HomePod verzögert sich auf 2018 und wird daher erstmal nicht ihren Weg unter die Weihnachtsbäume finden. Für Smarthome Enthusiasten erübrigt sich der Apple Speaker ohnehin, da aufgrund der Restriktionen von HomeKit viele Hersteller ihren Fokus auf Echo und Google Assistant legen, weshalb man mit einem Siri-only Device nur wenig kompatible Komponenten findet. Neben den Vorteilen für Euer smartes Zuhause ist die Sonos One auch der ideale Einstieg in die Welt des guten Klangs. Der Hersteller bietet ein umfangreiches Sortiment an Lautsprechern, z.B. auch für Heimkino-Enthusiasten. Ein Paar der Sonos One liefert schon ordentlich Druck bis in den mittleren Bassbereich und ist damit ganz hervorragend für moderne Musikstile geeignet. Für den vollendeten Genuss besteht die Möglichkeit, die One mit einem Subwoofer zu kombinieren. Den kleinen Speaker zum Einstieg gibts hier bei Amazon.

Flic Button

Flic Buttons sind kleine Knöpfe, die man mit dem Smartphone verbinden kann, um verschiedene Funktionen zu steuern oder Aktionen auszulösen. Wie man sie konkret einsetzt, hängt von der Platzierung und den Diensten ab, dieman gerne nutzen möchte. Ich habe sie an meinem City-Flitzer an den beiden Lenkerenden befestigt, um damit beim Radfahren Songs skippen und in der Lautstärke regeln zu können, ohne am Smartphone oder der Apple Watch herumdrücken zu müssen. So ist man zugleich komfortabler und sicherer unterwegs, da Blick und Hände nicht auf den Touchscreen gelenkt werden müssen.

Dennoch bedeuten Musik, Podcasts oder Hörbücher auf dem Fahrrad ein zusätzliches Sicherheitsrisiko, eine besonders aufmerksame Fahrweise und der Schutz mit Helm oder Airbag verstehen sich deshalb von selbst. Neben den Verwendung an den Enden klassischer Lenker eignen sich die Flic Buttons übrigens auch zur Befestigung an der Brems-/ Schalteinheit moderner Rennräder. Ansonsten lassen sich die Buttons auch an allerlei anderen Dingen befestigen und für alle möglichen Zwecke einsetzten. Ein Bekannter schickt per Flic-Button eine Aufforderung Bier trinken zu gehen in einen Slack-Kanal. Weitere Anwendungsmöglichkeiten findest Du in diesem Video.

Als Leser hast Du die großartige Chance einen von zwei Flic-Buttons zu gewinnen. Teile zur Teilnahme am Gewinnspiel einfach diesen Artikel auf Facebook oder Twitter und erwähne im Post den jeweiligen  igrowdigital Account (igrowdigital auf Facebook) / (igrowdigital auf Twitter). Auf Amazon findest Du die Buttons hier.

LaMetric

LaMetric ist ideal für Menschen die vieles Messen und stets auf der Suche nach wertvollen Informationen sind. Das vernetzte Display sieht aus wie eine alte Digital-Uhr mit groben Pixeln, kann per Web-Schnittstellen jedoch viele Informationen abrufen und anzeigen. Praktisch ist dies v.a. in Verbindung mit den Raumklima-Sensoren von Netatmo, um den Überblick über die CO2-Werte in der Wohnung zu behalten, aber auch die Außentemperatur und Witterung, Aktivitätsdaten von Fitbit, der Wert der letzten Gewichtsmessung, Arbeitspensum von RescueTime, die Anzahl der Follower auf Twitter oder die Entwicklung des Bitcoin-Kurses lassen sich so ganz beiläufig verfolgen. Dazu gibt es eine ordentliche Auswahl sogenannter „Apps“ welche die Darstellung der Daten auf dem per WiFi mit dem Internet verbundenen Gadget regeln. Weitere Integrationen sind über IFTTT möglich, sodass man eine ziemlich große Menge an Metrics auf das Display bekommt. Bei uns steht das Teil im Flur und hat sich dort als ganz praktisch erwiesen. Empfehlenswert für Menschen die viele Daten haben und einen entspannten Weg suchen, diese im Überblick zu bewahren. Gibts hier bei Amazon.

Coffee Selbermachen to Go

Dieser Tipp ist etwas spezieller und richtet sich an Biohacker die gerne Kaffee trinken und viel Reisen. Seit einigen Jahren habe ich auf allen Reisen mein mobiles CoffeKit dabei, um mir im Hotelzimmer oder Zug einen Bullettproof Coffee zu brauen. Dazu verwende ich eine French-Press in Thermobecher-Form von Bodum und einen Tauchsieder um Wasser zu erhitzen. So kann ich mir überall einen hochwertigen Kaffee zubereiten, den ich mit etwas Gee und MTC Öl zu einem leckeren und energievollen Frühstück anreichere. Für Gourmets empfiehlt es sich dann noch, das Gemisch aus Kaffee und Fett mit einem Milchschäumer zu homogenisieren, denn ansonsten schwimmt das Fett nun mal oben. Für Pragmatiker geht es aber auch ohne. Schönheit entsteht bekanntlich ja im Kopf also haben wir es selbst in der Hand 😉

Selbstverständlich funktioniert der mobile CoffeKit auch ohne Fettanreicherung. Für die Fans von Bulettproof Coffee ist die Lösung jedoch besonders interessant, da man damit auf Reisen komplett unabhängig von Frühstücksbuffets oder dem Angebot lokaler Backshops etc. wird. Unter Effizienzgesichtspunkten also ein absoluter Traum. Gut für den Koffer eignen sich die Fettquellen Gee, MCT Öl und Kakaobutter, da sie alle bei Raumtemperatur gelagert werden können. Alle Bestandteile meines Top-Tipps für vielreisende High-Performer findest Du hier auf Amazon:

French Press 

Tauchsieder 

Gee 

MCT Öl

Funkwecker Braun

Smartphones sind der Hammer und haben uns erst zu den modernen, vernetzten Menschen gemacht die wir heute sind. Rund um den Schlaf sind die Anforderungen unseres Gehirns aber noch immer ziemlich old school – wir brauchen Ruhe, am Besten sogar schon mit etwas Vorlauf, bevor wir einschlummern. Mail und Facebook im Bett sind daher kontraproduktiv, zumindest wenn sie das letzte sind, mit dem wir uns vor dem Einschlafen auseinandersetzen. Um den Smartphone-Verzicht einfacher zu machen hat mich meine Freundin davon überzeugt, echte Wecker anzuschaffen, die es uns erlauben die Telefone über die Nacht mit räumlicher Distanz in einem anderem Raum aufzuladen. So kommt man erst gar nicht in die Versuchung, noch mal eben schnell was in der digitalen Welt zu checken. Für mich funktioniert das prima, denn so ein Wecker mit Rädern und Knöpfen bietet eine hervorragende Usability, zumindest wenn man seinen Smartphone-Wecker per graphischem Interface steuert und nicht per Sprache. Wer also Bock auf Digital Detox und Entschleunigung hat, ist gut beraten mit einem analogen Wecker. Das Funkmodell von Braun macht einen ziemlich ordentlichen Job. Gibts hier bei Amazon.

Logi Button 

Power is nothing without control, deshalb sind programmierbare Knöpfe ganz hervorragend, da sie uns aus unserer analogen Welt heraus mehr Kontrolle über alles Smarte und Vernetzte geben. Die Logitech Buttons sind ideal im Smarthome, da sie über eine Bridge direkt per WiFi mit anderen vernetzten Geräten verbunden werden. Anders als die Flic-Buttons hängen sie also nicht am Smartphone, sondern sind ein direkter Bestandteil des Heim-Netzwerk, in dem sie Philips Hue, Sonos Lautsprecher und andere vernetzte Spielereien kontrollieren können. So ist es möglich mit den Logi Buttons einzelne Lampen oder die Beleuchtung ganzer Räume zu steuern, die Musik auf Sonos Lautsprechern zu pausieren oder fortsetzen, Playlists und Sender zu wechseln, Lieder zu überspringen und vieles mehr. Besonders vielseitig werden die Buttons in Kombination mit Logitech’s Harmony System, über das auch Fernseher, Beamer und diverse andere Geräte gesteuert werden können. Damit sind auch kombinierte Aktionen möglich, wie Beamer an, Licht in den Kinomodus und Anlage in den Surroundmodus. Gerade an Tagen an denen man keinen Bock hat, mit Alexa zu quatschen sind die Buttons ein echter Segen und Ersparen es einem für jede kleine Aktion das Smartphone aus der Tasche ziehen zu müssen. Wichtig sind Knopf-Interfaces aber auch wenn man mit Menschen zusammenlebt, die keine Lust haben oder nicht in der Lage sind, ihre Umgebung via Sprachassistent zu steuern und diesen dennoch Kontrolle geben möchte. Der Einstieg in die Welt von Logitechs Knöpfen erfolgt über ein Starter-Paket mit einer Bridge. Danach kann man sich einzelne Buttons kaufen, für die es manchmal sehr faire Deals gibt. Weitere Infos hier auf Amazon.

Audible Abo

Bevor Du mal wieder ein Buch verschenkst, solltest Du Dir bewusst machen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass dieses gelesen wird, gegen null geht. Zumindest wenn der Beschenkte im Job täglich stundenlang Texte liest und schreibt, privat Blogs und Social Media nutzt und keine Lust hat, sich noch mehr Buchstaben anzusehen, um sich zu bilden. Ein schonungsloser Blick auf meinen eigenen Buchkonsum hat ergeben, dass ich von den letzten zehn Büchern die ich gekauft habe, nicht mehr als zwei zu Ende gelesen habe und wurden mir die Bücher geschenkt, sieht die Bilanz noch negativer aus. Was für mich hingegen sehr gut funktioniert, sind Hörbücher. Die laufen beim Sport, auf dem Weg ins Büro, beim Kochen und zu anderen Gelegenheiten, je nach Lust und Laune. So schaffe ich im Schnitt ca. 20 Bücher pro Jahr, meist Sachbücher mit einer langen Spieldauer und einem Bewusstseins-erweiternden Effekt. Ideal für Hörbuch-Enthusiasten ist Audible, bei dem Du Hörbücher im Monats-Abo erhältst. Ein Titel kostet schlappe 10€, ein Schnäppchen für topp-aktuelle Sachbücher die in der gebundenen Erstauflage oft 30€ und mehr kosten. Wenn ich dann noch berücksichtige, dass ich Bücher in den meisten Fällen ohnehin nicht lese, dafür aber 90% der Hörbücher die ich in den letzten 6 Jahren ausgewählt habe, auch zu Ende gehört habe, ist der Business Case klar. Auf der Audible Website findest Du Abos über 3, 6 oder 12 Monate zum Verschenken, wobei in jedem Monat ein Hörbuch heruntergeladen werden kann. Gut an dem Abo ist auch, dass der Beschenkte selbst entscheiden kann, was er hören wird, was die Wahrscheinlichkeit dass Du mit Deinem Geschenk zu einer Zunahme an Bildung beiträgst, zusätzlich erhöht. Du kannst dann ja immer noch empfehlen, man solle sich unbedingt mal Homo Sapiens und Homo Deus von Harari, Eine kurze Geschichte der alltäglichen Dinge von Bryson, The Gene von Mukherjee, What Technology Wants von Kelly, Data for the People von Weigend und Change Agent von Suarez anhören 😉 Also auf gehts, mach die Welt zu einem schlaueren Ort mit einem Abo von Audible.

AIRY Pflanzentopf

Die Zusammensetzung der  Luft die wir Atmen hat einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit. So führt ein erhöhter CO2-Gehalt zu einer Beeinträchtigung unseres Denkvermögens (Quelle) und auch andere in der Luft schwebende Partikel können sich nachteilig auswirken. Deshalb ist es wichtig, auf die ausreichende Versorgung mit Frischluft zu achten, aber auch sicherzustellen, dass Luftschadstoffe in Innnräumen gebunden werden. Mutter Natur hat dafür schon vor langer Zeit ziemlich coole Gadgets entwickelt, man nennt sie Pflanzen. Pflanzen verwandeln das Kohlenstoffdioxid dass wir ausatmen in Sauerstoff und binden Luftschadstoffe wie Formaldehyde, Benzene und Phtalate. Wie die Nasa herausgefunden hat, spielt das Wurzelwerk der Pflanzen eine wichtige Rolle für diesen Filterprozess. Deshalb hat Airy einen Pflanzentopf entwickelt, der den Luftkontakt der Wurzeln erhöht, und damit eine effizientere Filterleistung pro Pflanze ermöglicht. Einen davon habe ich seit mittlerweile 18 Monaten in meiner Wohnung, wo er einer Palme ein zu Hause gibt. Gemeinsam mit ca. 40 anderen Pflanzen erzeugt die Palme im Airy ein ganz hervorragendes Raumklima. Die Wirksamkeit des Systems wurde in mehreren Studien, u.a. vom Fraunhofer Institut bestätigt. Von mir gibts Props für das Gadget zum Pflanzenhacking. Gibts hier bei Amazon.

Damit sind wir am Ende meiner Empfehlungen für ein nerdiges Weihnachten angekommen. Dir und Deinen Biohackern, Selbstoptimieren und Technologie-Enthusiasten wünsche ich ein frohes Fest, eine erholsame Zeit sowie viel Freude und Erfolg mit Euren Geschenken. Um an der Verlosung von zwei Flic Buttons teilzunehmen, teile einfach diesen Artikel auf Facebook oder Twitter und erwähne im Post den jeweiligen igrowdigital Account (igrowdigital auf Facebook) / (igrowdigital auf Twitter).

Crowdfunding Tipp Degree°

Aktuell läuft eine spannende Crowdfunding-Kampagne auf die ich Euch gerne hinweisen möchte. Mit dem Fieberthermometer von Degree° kriegen Eltern schon bald die Möglichkeit, die Temperatur ihrer Kinder im Bedarfsfall per App abzurufen. Degree misst die Körperkerntemperatur im Ohr und wird dazu im Krankheitsfall wie eine Art Ohrhörer getragen. Die Messwerte werden regelmäßig übertragen und können mit dem Smartphone kontrolliert werden. Das macht das Leben von Eltern einfacher und verhindert, das gesundheitliche Probelem bei Kindern zu spät erkannt werden werden. So entfällt z.B nächtliches Aufstehen, Wecken und Messen, was für Eltern wie Kinder eine enorme Belastung sein kann. Ich finde das Konzept von Degree° sehr vielversprechend und relevant und wünsche dem Team weiter viel Erfolg bei der Crowdfunding-Kampagne. Weitere Informationen findet Ihr hier bei Kickstarter.

Top Gear 2015 – die besten Tools für Lifestyle, Sport und Wohlbefinden

Mit den richtigen Tools und Werkzeugen lassen sich Lebensqualität, Gesundheit und Zufriedenheit steigern – deshalb bin ich bekennender Fan von Gadgets und Geräten die mit ihrer Funktion mein Leben besser und glücklicher machen (manche nennen es auch Produktfetischismus). In diesem Artikel möchte ich Euch vorstellen, welche Produkte für mich 2015 am wichtigsten waren. Neben Self-Tracking-Gadgets findet ihr auch praktische Lösungen die Euer Zuhause wohnlicher machen oder mit denen Ihr das Beste für Eure Ernährung herausholen könnt.

Die besten Lifestyle-Tools 2015

Apple Watch

Nachdem ich während der letzten Jahre über 20 verschiedene Fitness-Tracker im Einsatz hatte, ist die Apple Watch seit Mai mein favorisierter Begleiter am Handgelenk. Apple’s ganzheitliches Konzept zum Bewegungstracking ist allen anderen Lösungen überlegen, beim Laufen ersetzt sie außerdem eine Pulsuhr was bei anderen Sportarten leider noch nicht optimal funktioniert. Dass Display ist gut geeignet um sich Reminder von anderen Tracking Apps wie Coach.me anzeigen zu lassen und so seinen Fortschritte bei diversen Zielen festzuhalten. Nützlich sind auch einige der smarten Funktionen der Apple Watch. Bei mir besonders beliebt: Anrufe in unpassenden Situationen ablehnen. Falls ihr Euch lediglich zu mehr Bewegung motivieren wollt, könnte ein Activity-Tracker die günstigere Alternative sein. Die besten Modelle im Überblick findet ihr hier.

Apple Watch_activity app

Schlafsystem Withings Aura

Das Schlafsystem Withings Aura besteht aus einem Lichtwecker und einem Sensor der unter der Matratze platziert wird, um die Schlafdauer und Schlafqualität zu messen. So lässt sich ohne weiteren Aufwand der eigene Schlaf aufzeichnen – insbesondere praktisch wenn die Smartwatch Nachts geladen werden muss oder man keine Lust hat ein Gerät am Handgelenk zu tragen. Auch der Lichtwecker und die weiteren Funktionen zur Verbesserung der Schlafhygiene sind sinnvoll und das System wird durch regelmäßige Software-Updates kontinuierlich verbessert. Weitere Informationen im Schlaf-Tracker Überblick oder bei Amazon.

Smarte Waage Withings Body Analyzer

Seit 4 Jahren verwende ich vernetzte Waagen und der Withings Body Analyzer ist dabei das fortschrittlichste System das ich bisher getestet habe und noch heute nutze. Regelmäßiges Wiegen ist ein essentieller Bestandteil meiner Gewichtskontrolle. In Phasen in denen ich mich länger nicht gewogen habe, nehme ich stets zu – regelmäßiges Wiegen hilft zum Glück wieder, meine Ziele zu erreichen (Ein Effekt der übrigens auch aus Studien bekannt ist). Den Body Analyzer und weitere smarte Waagen habe ich hier im Detail vorgestellt. Eine Alternative für Sportler könnte die TanitaRD 901 BT sein, die ich demnächst testen möchte. Den Withings Body Analyzer bei Amazon findest Du hier.

Smarte Beleuchtung Philips Hue

Licht hat einen entscheidenen Einfluss auf das Wohlbefinden und mit vernetzten Lampen wie der Philips Hue lässt sich dieser Einfluss gezielt steuern. Durch Änderung der Helligkeit und Lichtfarbe lassen sich die Stimmungen in Eurem Lebensraum extrem vielseitig gestalten. Meine Hue ist so programmiert, dass sie den Verlauf des Sonnenlichts imitiert und sich so positiv auf meinen Biorhythmus auswirkt- einer der effektivsten Hacks um meinen Schlaf zu verbessern. Leider hat Philips beim Kundenservice und im Bereich Smart Home Produktstrategie die unangenehme Eigenschaft etwas bitchy zu sein. Mangels besserer Alternativen zur smarten Beleuchtung gebe ich hier dennoch eine Empfehlung. Weitere Informationen zur Philips Hue findet Ihr hier bei Amazon.

philips_hue

Smarte Heizung Homematic ip

Auch die Temperatur unserer Umgebung hat einen wichtigen Einfluss auf unser Wohlbefinden und sollte daher stets unseren Anforderungen angepasst sein. Durch Vernetzung und Programmierung der Heizung könnt Ihr sicherstellen, dass Eure Räume immer dann beheizt sind wann, ihr es braucht und zugleich keine Energie verschwendet wird wenn ihr nicht zu Hause seit. Das neue System von Homematic welches ich seit einigen Wochen im Einsatz habe erledigt diese Aufgabe hervorragend und ist im Gegensatz zu vielen anderen System kinderleicht zu installieren. Alle Geräte verfügen über eine eigene ip-Adresse so dass in zukünftigen Smarthome-Anwendungen eine noch reibungslosere Integration möglich sein sollte. Ein weiterer Vorteil ist, dass Ihr mit dem Kauf der Hardware einen kostenlosen Cloudservice bekommt, mit dem ihr auch unterwegs vom Smartphone Temperatureinstellungen ändern könnt. Bei anderen Anbietern kostet dies oft eine zusätzliche monatliche Gebühr. Zum Ausprobieren gut geeignet ist das Homematic ip Starterkit das Ihr hier bei Amazon findet.

WiFi-Lautsprecher Bose Soundtouch 10

Wenn Ihr bei idealer Beleuchtung und Temperatur aufgewacht seid, könnt Ihr Euren Start in den Tag am Besten mit der richtigen Musik im Badezimmer perfektionieren. Ideal dafür ist das Bose Soundtouch 10. Wie bei den meisten anderen modernen Lautsprechern könnt Ihr via Bluetooth Musik und Hörbücher vom Smartphone streamen. Was mich am Bose Soundtouch jedoch begeistert ist die Möglichkeit, 6 Web-Radio-Sender zu programmieren, die Ihr durch Knöpfe an der Box oder der mitgelieferten Fernbedienung direkt starten könnt. So kann man schnell den Sound aufdrehen ohne am Handy rumdrücken zu müssen. Perfekt für einen Start in den Tag mit Hip Hop Classics, Electro Beats oder DnB Heaven. Im Gegensatz zu manch anderen Herstellern gibt Bose keine explizite Empfehlung für die Verwendung in feuchten Räumen. Mein Lautsprecher hat im Badezimmer bisher jedoch keinen Schaden genommen. Weitere Informationen zur Soundtouch 10 findet Ihr hier bei Amazon.

Virtual Reality Brille Gear Vr

Virtual Reality wird das ganz große Ding 2016. Falls Ihr ein Samsung Galaxy S6 besitzt, könnt Ihr Euch für 99€  eine Brille kaufen, die aus dem Smartphone einen VR Computer macht. Ein großartiges Spielzeug für alle die einen Blick in die Zukunft werfen wollen. Gibts hier bei Amazon.

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Die besten Sport-Tools 2015

Smartes Springseil Smart Rope

Insbesondere auch vor dem Kraftsport sollte man den Kreislauf in Schwung bringen, wofür ein Springseil hervorragend geeignet ist. Besonders Spaß macht das mit der smarten Variante Smart Rope, bei der ein LED Display in das Seil integriert ist, mit dem ihr die Anzahl der Wiederholungen stets vor Augen habt. Wie das in der Praxis aussieht seht Ihr im nachfolgenden Video. Sehr motivierend!

Smarte Sportkleidung Athos

Apps zum Tracking des Kraftsports sind meist mühsam und erfordern die manuelle Erfassung der Art der Übung, des gewählten Gewicht und der Anzahl der Wiederholungen. Mit den Textilien von Athos wird die Muskelspannung gemessen und in einer Smartphone App ausgewertet und visualisiert. Diese Daten lassen sich nutzen, um die Ausführung einzelner Übungen und auch die Ausgewogenheit des Trainingsplans zu kontrollieren. Die Technologie ist noch sehr jung und hat noch Potential nach oben wobei Athos regelmäßig Updates seiner Software veröffentlicht. Eine interessante Alternative für Kraftsportler ist das smarte Armband von Atlas Wearables welches Fitness-Übungen automatisch erkennen soll. Mehr dazu sobald ich das Gerät testen konnte.

Suspension Trainer TRX Force Kit

Ich trainiere gern mit freien Gewichten weshalb mein Wohnzimmer zugleich ein kleines Fitnessstudio ist. Darin befindet sich auch ein TRX, ein System aus Gurten mit dem Ihr verschiedenste Übungen durchführen könnt. Im Gegensatz zu anderen Formen des Bodyweight-Trainings kann man mit einem Suspension Trainer einfacher größere Trainingsreize erzielen und ich finde es auch viel angenehmer in den Seilen zu hängen als auf dem Boden zu turnen. Praktisch sind Suspension Trainer insbesondere auch für Menschen die viel Reisen oder draußen Sport machen. Mein TRX hat mich schon in diversen Hotels und Parks begleitet. Begonnen habe ich mit dem Suspension Training mit einem günstigen Nachbau von Kettler der eigentlich einen guten Job macht. Der Original TRX Force Kit den ich seit einem Jahr verwende ist preislich schon ziemlich abgehoben, fühlt sich aber insbesondere in der martialischen Tactical Force Edition wirklich toll an..

Quadlock Smartphone Halterung

Den Weg ins Büro bestreite ich fast täglich mit meinem Rennrad – einer ziemlich flotten Maschine die ich auch für sportliche Ausfahrten nutze. Wichtig ist mir dabei mein Smartphone stets im Blickfeld zu haben. Perfekt geht das mit den Quadlock-Halterungen mit denen Ihr Euer Telefon sicher am Fahrradlenker befestigen könnt. So habt Ihr Google Maps und Co stets im Blick und könnt an roten Ampeln auch mal die Musik oder das Hörbuch wechseln oder schauen was es neues in der Mailbox oder auf Facebook gibt. Quadlocks System ist modular aufgebaut und mit diversem Zubehör auch in vielen anderen Bereichen nützlich. Zum Beispiel könnt Ihr Euer Smartphone beim Joggen an einem praktischen Oberarmband befestigen. Den Quadlock Bike-Kit und die anderen Varianten findet Ihr bei Amazon.

Wahoo Fahrradsensor

Der erste Faktor den man als ambitionierter Sportler beim Rennradfahren betrachten sollte, ist die Trittfrequenz. Ganz einfach geht dies mit dem Wahoo Fahrradsensor der die Umdrehungen der Kurbel misst und über einen Speichensensor auch die Geschwindigkeit misst (was bessere Ergebnisse liefert als das GPS des Smartphones das schnelle Geschwindigkeitsänderungen nur mit erheblicher Verzögerung erkennt). Die Daten könnt ihr Euch on diversen kompatiblen Als auf dem Smartphone ansehen. Für ca. 50 € ein lohnenswertes Tool das mir geholfen hat, meine Fahrtechnik zu optimieren. Gibts hier bei Amazon.

Smarte Pedale Garmin Vector 2

Für Profis und richtig ambitionierte Radsportler sind die  Vector 2 Pedale von Garmin, welche neben der Trittfrequenz eine Vielzahl weiterer Parameter erfassen. Der wichtigste davon ist die übertragene Leistung, welche im Gegensatz zu Werten wie Geschwindigkeit oder Pulsfrequenz eine neutrale Vergleichsmöglichkeit liefert die nicht von der Tagesform oder dem Gegenwind beeinflusst wird. Darüber hinaus liefern die Vector 2 noch viele weitere Daten die helfen können den Bewegungsablauf beim Pedaltritt zu optimieren. Ich habe während der letzten Monate ein Testexemplar von Garmin geliehen mit dem ich viel Spaß hatte. Leider sind die Pedal mit einem Preis von 1300€ nicht gerade ein Schnäppchen – mal sehen ob ich mir in der nächsten Radsaison ein Paar kaufen werde. Für ambitionierte Rennradler liefern sie auf jeden Fall ein detailliertes Feedback und können enorm motivieren. Weitere Information gibt es hier bei Amazon.

Fahrrad Airbag Hövding 2.0

Auch beim Casual Cycling ins Büro oder anderen Strecken in der Stadt erreicht man Geschwindigkeiten und ist mit Verkehrsteilnehmern konfrontiert, die bei einem Unfall üble Konsequenzen haben können. Da ich jedoch bei Alltagsfahrten keine Lust auf einen Helm habe, schütze ich mich mich mit dem Fahrrad Airbag von Hövding, der im Fall des Falles auch noch eine viel bessere Schutzwirkung als ein klassischer Helm erzielen soll. Das Teil wird wie ein Schal getragen, ist bequem und hat eine Akkulaufzeit von ca. 10 Stunden. Funktioniert top und wenn Ihr regelmäßig Fahrrad fahrt und nicht lebensmüde seid dann ist der Hövding eigentlich ein Nobrainer 😉 Gib’s hier bei Amazon.

Hoevding

Die besten Tools für Ernährung

Power Mixer Vitamix etc.

Für wirklich leckere Smoothies führt kaum ein Weg an einem High Power Mixer wie dem Vitamix vorbei. Ich habe mir ein günstigeres Vitamix-Plagiat von Klarstein gekauft, dessen Mixerbehälter schon ziemlich bald unappetitlich wurde und keine heißen Getränke ausgehalten hat. Dieses habe ich jetzt mit einem Original Vitamix Behälter ersetzt in dem auch heiße Drinks wie ein Bulletproof Coffee perfekt gemixt werden können. Da ich das Gerät fast täglich im Einsatz habe, hätte ich mir im Nachhinein lieber gleich einen Vitamix gekauft aber wenn man Smoothies und Co zum ersten mal probiert und noch nicht weiß ob das dauerhaft zur Leidenschaft wird, kann man sich mit den günstigeren Geräten gut vorantasten.

Saftpresse Sana TNC 707

Bei der Saftpresse habe ich nach dem Versuch mit einem günstigen Modell schnell auf mein Traumgerät gewechselt. Mit der Sana 707 lassen sich aus Grünzeug, Gemüse und Obst perfekt die Nährstoffe in Form von Saft extrahieren, dabei ist die Reinigung im Vergleich zu den meisten anderen Slow-Juicern ein Kinderspiel. Außerdem lassen sich gefrorene Beeren etc. ganz easy zu Sorbet oder Eis verarbeiten und aus Mandeln macht die wunderschöne Wundermaschine Mandelmuss oder Mandelmilch. Mein Öko- und Biohacking-Herz schlägt höher für die Sana 707. Gibts hier bei Amazon.

Sana Juicer

Limettenpresse Modell Budget

Wasser ist gesund und lecker aber wenn man erst mal ein paar Tausend Liter davon getrunken hat, kann es ein wenig langweilig werden. Unter anderem deshalb presse ich mir Standardmäßig Limetten oder Zitronen in einen Wasserkrug was viel besser schmeckt und tolles Vitamin C liefert. Mit einer Limettenpresse geht das einfach und sauber und dieses Modell erledigt seine Aufgabe jetzt schon seit Monaten täglich ganz hervorragend.

Milchschäumer Profi Cook

Meinen Kaffe trinke ich am liebsten Schwarz aber mit Milchschäumern lassen sich auch ganz andere Jobs bewältigen. Meine Nährstoffe und alles weitere was ich unter biochemischen Gesichtspunkten für sinnvoll halte hole ich mir nicht nur aus Nahrungsmitteln sondern auch mal aus Nahrungsergänzungsmitteln. Manche davon sind billiger in Pulverform und lassen sich mit einem leistungsfähigen Milchschäumer sehr schön in Wasser auflösen. Ähnlich gut funktioniert dass auch für widerspenstige Proteinpulver oder was auch immer Ihr euch reinziehen wollt. Der erste Milchschäumer den ich gekauft hatte war mit AAA Batterien etwas schwach drauf. Dieser hier mit Doppel AA Batterie-Power macht alles wunderbar homogen und kann dank stabiler Hülle auch mal mit auf die Reise um unterwegs einen Bulletproof Coffee zu zaubern.

Selbsttests für Blutwerte und Allergien

Eure Ernährung ist vom Feinsten aber Ihr wüsstet gerne was das bringt oder an welcher Stelle ihr noch Potential zur Verbesserung habt? Währen der letzten Jahre habe ich diverse Bluttests ausprobiert die genau darüber Erkenntnisse liefern können wie großes Blutbild beim Arzt, Vitamin D Test zu Hause oder auch Selbsttests auf diverse Allergien, Nährstoffmängel etc. Hier gibts wirklich viele Möglichkeiten in die ihr Euch ggf. weiter einlesen solltet. Einen guten Überblick zu den verfügbaren Tests findet Ihr bei Vimeda.

Top Tools für Euren Geist

Heartmath Inner Balance Trainer

Wenn ihr von dem ganzen Sport, dem guten Essen und den fetten Beats im Badezimmer auch mal wieder runterkommen wollt, könntet Ihr ne Runde meditieren. Inner Balance von Heartmath ist eine Art Meditationscoach der Euch dabei hilft, tiefer zu entspannen. Mit einem Clip am Ohr misst das Gerät Eure Herzratenvariabilität und gibt Euch per Smartphone App Feedback, mit dem Ihr gezielt locker werden könnt.

Self-Tracking mit Apple Numbers

Eines der besten Personal Dev Tools gibts für Apple User gratis und für alle anderen erfüllt MS Office oder Google Docs einen ähnlichen Zweck. Seit zwei Jahren schnappe ich mir um Sylvester eine Tabelle und überlege mir, was ich in den kommenden 12 Monaten erreichen möchte. Dabei halte ich für jeden Monat ein Ziel in einer Zeile der Tabelle fest und überlege dabei auch welche Ressourcen etc. notwendig sind, um dieses Ziel zu erreichen. Das Ergebnis ist ein sehr übersichtlicher Miniplan an dem ich mich im Verlauf des Jahres immer wieder orientiere und in dem ich Gelerntes als Notiz ergänze und den Grad meiner Zielerreichung protokolliere. Mir haben diese Pläne 2014 und 2015 viel Fokus und Motivation beschert und ich freue mich schon darauf, die Prioritäten für 2016 zu setzen. Wie auch immer Ihr Eure Ziele erreicht – ich wünsche Euch dabei viel Spaß und Erfolg und lasst mich wissen, welches Tools euer Leben verändert haben 😉

p.s.: Im Artikel verwende ich Affiliate-Links die dazu führen, dass wenn Ihr etwas bei Amazon bestellt, ich mit einer kleinen Provision an den Einnahmen beteiligt werde. Der Kaufpreis ändert sich für Euch dadurch nicht und ihr tut mit Euren Einkäufen sogar etwas gutes. Die Hälfte meiner Affiliate-Einnahmen spende ich an gesellschaftlich relevante und wohltätige Organisationen wie Netzpolitik.org und die Effective Altruism Organisation Give Directly.

Schlaftracker – der große Überblick

Neben regelmäßiger Bewegung und gesunder Ernährung ist ausreichender und erholsamer Schlaf entscheidend für eine gute Leistungsfähigkeit und eine hohe Lebensqualität. Jeder Dritte in Deutschland ist jedoch von gelegentlichen Schlafproblemen betroffen – jeder Zehnte leidet an chronischen Schafstörungen. Der Lösung dieser Probleme hat sich mittlerweile auch die Wearables und Digital Health Industrie angenommen. Viele Activity-Tracker eignen sich so auch zur Schlafmessung und versprechen ein besseres Verständnis für den eigenen Schlaf sowie eine gesteigerte Motivation, rechtzeitig ins Bett zu gehen. Wer keine Lust hat selbst am Körper einen Sensor zu tragen, kann auch sein Bett mit geeigneter Technik aufrüsten. Sensoren zur Befestigung auf oder unter der Matratze erfassen während des Schlafs verschiedenste Körperregungen und ziehen aus diesen Rückschlüsse über Schlafdauer, Schlafprobleme und Schlafqualität.

Schlaftracker

Was die verschiedenen Geräte können und wie genau sie messen habe ich in einem großen Praxistest untersucht. Dazu bin ich mit 10 Acitivity-Trackern und Bettsensoren ins Schlaflabor und haben die Ergebnisse der Gadgets mit einer medizinischen Schlafmessung verglichen. Mit ins Labor genommen habe ich die Armbänder und Uhren von Basis, Fitbit, Microsoft, Misfit, Polar und Withings sowie die Bettsensoren von Beddit, Emfit und Withings. Außerdem dabei war die iPhone App Sleep Cycle welche die Smartphone-Sensoren nutzt, um die Bewegungen während der Nachtruhe zu analysieren und ein Zeo Stirnband zur Messung der Hirnströme, welches mittlerweile nicht mehr erhältlich ist. Das Projekt hat sich dabei als echte Herausforderung herausgestellt. Da mein iPhone aufgrund der großen Menge an Bluetooth Devices die ich im Einsatz habe gerne Zicken macht, habe ich die Daten der unterschiedlichen Sensoren zur Sicherheit mit verschiedenen Geräten eingesammelt. Zwei iPhones, ein iPad und ein WiFi-Hotspot für die Bettsensoren haben die Daten dann auch reibungslos protokolliert. Von der Optimierung dieses Setups in den beiden Nächten vor dem Experiment im Schlaflabor war ich dann auch entsprechend müde und schlief im Labor trotz umfangreicher Verkabelung wie ein Engel. Zusätzlich zur Messung im Schlaflabor, bei welcher ich mich direkt zum Schlafen ins Bett gelegt hatte und relativ zügig eingeschlafen war, habe ich die Geräte auch einem Alltagstest unterzogen, bei welchem sie unter erschwerten Bedingungen ihr Können unter Beweis stellen mussten. Hier lag ich teilweise längere Zeit wach im Bett um zu lesen oder Filme zu schauen – genauso mussten die Sensoren fürs Bett mit dem von meiner Freundin erzeugten Datenrauschen umgehen, welche teilweise noch im Bett blieb, nach ich schon aufgestanden war. Wie das im echten Leben so ist, konnte hier nicht immer ausgeschlossen werden dass sie sich nach frei werden meiner Betthälfte nicht auf der Matratze ausbreitet, und dabei mit ihren Bewegungen meine Sensoren getäuscht hat. Zur Analyse der Genauigkeit der Geräte im Heimeinsatz habe ich mir die Messwerte der verschiedenen Geräte im Vergleich angeschaut und auf Plausibilität untersucht.

So funktioniert die Schlafmessung

Informationen zum Schlaf lassen sich mit vielen verschiedenen Sensoren erfassen. Die Münchner Schlafklinik Prosomno, mit deren Unterstützung ich diesen Test durchgeführt habe, stattet seine Probanden dazu mit Elektroden, Beschleunungungssensoren, Mikrofonen und optischen Sensoren aus. So werden die elektrischen Signale von Hirnströmen, Herzschlag, und Muskelspannungen gemessen, Bewegungen erfasst und Atemgeräusche wie Schnarchen oder andere akustische Äußerungen während der Nacht aufgezeichnet. Zusätzlich wird mit einem Drucksensor an der Nasenöffnung die Atmung überwacht und ein Finger des Probanden mit einem Pulsoximeter durchleuchtet um die Sauerstoffkonzentrationen im Blut zu erfassen.

Florian_Schumacher_Schlaflabor

Die Messwerte der verschiedenen Sensoren werden in einer zentralen Einheit am Körper gesammelt und per WiFi an das Computersystem des Schlaflabors übertragen. Aus diesen Daten lassen sich der Zeitpunkt des Einschlafens und Aufwachens ermitteln sowie der Verlauf der verschiedenen Schlafphasen während der Nacht. Dazu werden die unterschiedlichen Messwerte von den Ärzten der Schlafklinik im Zusammenhang betrachtet um das entsprechende Schlafstadium zu klassifizieren. Außerdem lassen sich mit den Sensoren im Schlaflabor auch Anomalien und Störungen im Schlaf feststellen, wie zum Beispiel  Muskelzuckungen, Schnarchen oder Atemaussetzer. Für die exakte Analyse des Schlafverlaufs müssen dabei komplexe Muster in den Messwerte erkannt werden. Eine reine Bewegungsmessung wie sie bei vielen Fitness-Trackern angewendet wird, kann die Feinheiten der einzelnen Schlafphasen hingegen nicht unterscheiden. Deutlich wird dies bei den Tief- und REM-Schlafphasen die im Gegensatz zum Leichtschlaf von relativ geringer Bewegungsaktivität gekennzeichnet sind. Entsprechend machen hier auch die meisten Geräte keine Unterscheidung und fassen Tief- und REM Schlafphase welche eine wichtige Funktion für die körperliche bzw. mentale Regeneration besitzen unter Begriffen wie „tiefem Schlaf“ oder „erholsamem Schlaf“ zusammen. Nur die Geräte von Basis, Emfit, Withings (Aura) und Zeo zeigen eine ähnliche Detailreiche Schlafarchitektur wie das Schlaflabor wozu sie weitere Daten wie Puls oder Hirnströme berücksichtigen.

Schlaflabor_Smartphone
Der Infrarotkamera im Schlaflabor entgeht nichts..

Auch die Geräte zur Installation im Bett messen die Bewegungen des Schlafenden, wozu kapazitive Sensoren die durch Bewegung ausgelösten Druckveränderungen erfassen. Dabei sollen nicht nur die Druckveränderungen durch Bewegungen wie Umdrehen im Bett erkannt werden, auch die durch Atmung oder den Herzschlag erzeugten Mikrobewegungen können laut der Hersteller unterschieden werden. Im Vergleich zu einfachen Wearables stehen bei den Lösungen zur Installation im Bett also mehr Daten zur Verfügung welche genauere Messwerte ermöglichen sollten. In der Praxis war dieser Effekt jedoch teilweise bemerkbar, die Geräte unterscheiden sich viel mehr durch andere funktionelle Vor- und Nachteile von ihren Alternativen für das Handgelenk.

Vor- und Nachteile von Activity-Tracker und Bettsensoren 

Insbesondere wenn man schon einen Activity-Tracker mit Schlafmessung besitzt, stellt sich die Frage ob die Anschaffung eines zusätzlichen Gerätes sinnvoll ist. Aber auch wenn noch kein entsprechendes Gerät vorhanden ist, besitzen Activity-Tracker auch zur Schlafmessung praktische Eigenschaften. Bewegungs- und Schlafmessung mit einem Gerät spart unnötige Kosten und sorgt dafür dass die verschiedenen Daten übersichtlich in der App eines Herstellers angezeigt werden können. Außerdem sind die Wearables mobil und können auch auf Reisen mitgenommen werden, wohingegen die Bettsensoren auf oder unter der Matratze installiert sind und auf eine Bettseite eingeschränkt sind. Wer also beruflich oder privat viel unterwegs ist oder aus anderen Gründen öfter nicht im eigenen Bett schläft, ist mit einem Wearable flexibler. Viele Activity-Tracker besitzen jedoch keine automatische Schlaferkennung und müssen beim Zubettgehen manuell in den Schlafmodus gestellt werden. Vergisst man dies, erhält man keine Schlafdaten. Alle von mir getesteten Modelle verfügen hingegen über eine automatische Schlaferkennung – dies macht das Schlaf-Tracking komfortabler aber auch anfälliger für Messfehler, zum Beispiel wenn man wach im Bett liegt ohne sich zu bewegen und der Tracker annimmt, dass man schläft. Dieses Problem tritt aber auch bei den Bett-Sensoren auf, welche ebenfalls automatisch erkennen wenn man sich schlafen legt und dabei unter Umständen zu falschen Ergebnissen kommen.

Ist es nicht unglaublich, wie gut ich im Schlaf aussehe?
Ist es nicht unglaublich, wie sexy ich im Schlaf aussehe?

Sensoren zur Installation im Bett sind gut geeignet wenn man Nachts kein Gerät am Handgelenk tragen möchte, oder tagsüber eine Smartwatch verwendet, die aufgrund ihrer geringen Akkulaufzeit Nachts geladen werden muss. Hersteller wie Withings kombinieren ihre Bett-Sensoren mit einer Basis-Station welche weitere Messwerte aus der Umgebung erfasst und zusätzlich als Lampe eingesetzt werden kann. Im Vergleich zu den Wearables wird hier also nicht nur der schlafende Nutzer vermessen sondern auch sein Umfeld welches einen entscheidenden Einfluss auf die Schlafqualität haben kann. Wichtig zu beachten bei den Bett-Sensoren ist, dass diese keine Personen unterscheiden können und daher Daten sammeln sobald jemand im Bett liegt, egal ob dies der vorgesehene Nutzer, dessen Partner oder der Hund ist.

Gemeinsam haben die Acitivty-Tracker und Bett-Sensoren die automatische Übertragung der Daten in eine App oder ein Onlineprofil per Bluetooth oder Wifi. Nach dem Schlafen können die eigenen Daten so direkt auf dem Smartphone, bei manchen Geräten auch auf einer Website angesehen werden. Typischerweise werden der Zeitpunkt des Einschlafens und Aufwachens angezeigt, ebenso die Dauer und Erholsamkeit des Schlafs, wobei sich die Art der Auswertungen bei den unterschiedlichen Hersteller teilweise deutlich unterscheiden. Manche Geräte bieten einen statistische Daten zur durchschnittlichen Schlafmenge der letzten Tage oder Wochen für einen einfacheren Überblick oder Tips zur Verbesserung des Schlafs. Dies ist insbesondere praktisch wenn man seine Schlafgewohnheiten verbessern und die Erfolge direkt in der App nachvollziehen möchte. Neben der reinen Schlafmessung besitzen viele Geräte auch eine smarte Weckfunktion, die einen morgens in der Leichtschlafphase weckt, was vielen Menschen leichter fällt als aus der Tiefschlafphase gerissen zu werden. Die weiteren Funktionen, Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Geräte findet ihr hier im Detail.

Withings Aura

Withings_Aura

Das Withings Aura besteht aus einem Sensor der unter der Matratze platziert wird und einer Lampe die neben dem Bett platziert wird. Sensor und Lampe sind über ein Kabel verbunden. Die Lampe ist über WiFi mit dem heimischen WiFi verbunden und überträgt die Daten zum Schlaf auf Withings Server von wo aus die per Smartphone App oder Online Profil betrachtet werden können. Die Messung des Schlafs erfolgt vollautomatisch sobald man sich hingelegt hat. Mit zwei Prozent Abweichung bei der Schlafdauer lag das Withings Aura sehr nah am Ergebnis des Schlaflabors. Unter Alltagsbedingungen kam es jedoch zu weitaus größeren Abweichungen bei der Schlafdauer. Die gemessene Dauer von REM- und Tiefschlafphase wichen mit 38 beziehungsweise 32 Prozent deutlich von den Ergebnissen des Schlaflabors ab. Neben der eigentlichen Schlafmessung bietet die Withings Aura eine smarte Weckfunktion. Dabei kann man sich morgens im Leichtschlaf aufwecken, wenn man vor ein Zeitfenster angibt, innerhalb welchem man aufstehen möchte. Zum Wecken kombiniert Aura angenehme Klänge mit blauem Licht, welches die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin hemmt und so hilft, leichter aus dem Bett zu kommen. Zugleich kann Aura auch als Nachttischlampe verwendet werden. Durch Tippen auf das Berührungsempfindliche Gehäuse wird ein wames Licht eingeschaltet welches sich durch doppeltes Tippen wieder ausschalten lässt. Durch seitliches Wischen lässt sich dieser Farbton aktivieren und in einem zweiten Modus lassen sich als Einschlafhilfe beruhigende Klänge aktivieren. Helligkeit und Lautstärke der Klänge lassen sich auch über die smartphone App einstellen, ebenso können dort verschiedene Klänge vom Meeresrauschen bis hin zu leichten Klavierklängen ausgewählt werden. Wie sinnvoll diese Funktion ist, hängt vom persönlichen Geschmack ab, zeigt aber wie vielfältig Aura in seinen Einsatzmöglichkeiten ist. Paare haben die Möglichkeit einen zweiten Schlafsensor per USB an die Lampe anzuschließen, eine dritte USB Buchse kann genutzt werden, um z.B ein Ladekabel für das Smartphone einzustecken. Bei der Schlafanalyse bietet Withings hochaufgelöste Ergebnisse – neben Leichtschlaf werden auch Tief- und REM-Schlaf unterschieden. Neben dem Verlauf des Schlafs zeigt die App auch Informationen zum Verlauf der Helligkeit und der Raumtemperatur. Die Bedienung der Aura ist etwas gewöhnungsbedürftig, der Hersteller liefert aber durch Software-Updates bei App und Firmware regelmäßige Verbesserungen vor. Damit verfolgt Withings mit der Aura ein interessantes Konzept, welches mit 299 € (UVP, im Handel teilweise billiger) jedoch auch einen stolzen Preis hat. Wie auch bei allen anderen Produkten von Withings, können die Daten als CSV Tabelle heruntergeladen werden, um sie mit Excel oder anderen Statistik-Programmen zu analysieren.

+Sowohl zur Schlafmessung wie zur Schlafoptimierung geeignet
+Unterstützt Apple HealthKit und Google Fit
+Daten können über Website heruntergeladen werden
-Preis

Zum Withings Aura auf Amazon

Beddit

Beddit

Der Schlafsensor von Beddit besteht aus einem dünnen Sensorstreifen welcher mit Hilfe eines Klebebands auf der Matratze fixiert wird. An einer Seite des Sensors befindet sich eine Elektronik-Einheit welche die Messwerte per Bluetooth an das Smartphone sendet. Dazu muss das Smartphone zur Schlafmessung in Reichweite und die Bluetooth-Verbindung aktiv sein – Wifi und Mobilfunkverbindung können deaktiviert werden. Die zugehörige Smartphone App wertet die Daten des kapazitiven Sensors aus, um aus diesen auf das Schlafverhalten zu schließen. Zusätzlich werden dabei auf Mikrofon und Helligkeitssensor des Smartphones zugegriffen, um die Helligkeit im Schlafzimmer und nächtliches Schnarchen zu erkennen. Nach dem Aufwachen zeigt die Beddit-App unter anderem die Schlafdauer, Atem-und Herzfrequenz sowie einen „Sleepscore“ an. Dieser Sleepscore berücksichtigt neben der Schlafdauer auch wie unruhig der Schlaf war, ob man geschnarcht hat oder während der Nacht wach wurde und das Bett verlassen hat. Im Vergleich zum Schlaflabor betrug die Abweichung der gemessen Schlafdauer lediglich 1% – unter Alltagsbedigungen kam es jedoch auch beim Beddit zu weitaus größeren Abweichungen bei der Schlafdauer. Im Vergleich zu der bei einigen anderen Geräten vorgesehenen Platzierung unter der Matratze ist die Befestigung des Beddits auf der Matratze etwas weniger robust. Nach längerer Nutzung kann sich der Sensor von der Matratze lösen und muss dann mit einem neuen Klebeband erneut fixiert werden. Beddit unterstützt die Synchronisation der Daten mit Apple Healthkit. Ein Download der Daten wird im Beddit-Onlineportal angeboten.

+unauffällig und einfach zu installieren
+Unterstützt Apple HealthKit und Download der Daten
-Smartphone muss in Reichweite und Bluetooth aktiviert sein

Zum Beddit Schlafsensor bei Amazon

Withings Activité

Withings Activite

Withings Acitivité ist eine Analog-Uhr mit integriertem Activity-Tracker. Dank wasserdichtem Gehäuse und Uhrenbatterie ist die Activité praktisch in der Handhabung und kann auch zum Schwimmen eingesetzt werden. Die Laufzeit mit einer Batterie beträgt laut Hersteller ca. 8 Monate und ein Batteriewechsel kann vom Nutzer selbst durchgeführt werden. Tagsüber misst die Activité die Anzahl der Schritte und zeigt diese auf einem zusätzlichen kleinen Zeiger im Zifferblatt an. Nachts getragen misst die Uhr die Bewegungen im Schlaf und erkennt so die Schlafdauer und die Tiefe des Schlafs. Angezeigt werden diese Daten in Withings App Healthmate welche per Bluetooth mit der Activité synchronsiert wird. Bei meinem Test im Schlaflabor erzielte die Activité mit weniger als einem Prozent Abweichung bei der Schlafdauer das beste Ergebnis – im Alltagstest kam es aber auch bei der Activité zu größeren Abweichungen. Tief- und REM-Schlafphase werden hingegen nicht unterschieden, weshalb Withings App bei Nutzung der Activité auch nur die Gesamtdauer, Dauer von Leicht- und Tiefschlaf sowie deren Verlauf während der Nacht darstellt. Die Activité ist als Luxusmodell in Schweizer Fertigung und in einer modischen Variante namens Activité Pop erhältlich. Beide Varianten bieten die selben Funktionen und unterscheiden sich primär durch ihr Design und die Qualität der verwenden Materialen. Die Daten der Activité können mit Apple Healthkit und Google Fit synchronisiert und auf der Withings Website als Tabelle heruntergeladen werden.

+Wasserdicht und lange Batterielaufzeit
+Unterstützt Apple Healthkit, Google Fit und Download der Daten

Zur Withings Activité auf Amazon

Fitbit Charge

Fitbit-Charge

Der Fitbit Charge ist ein Activity-Tracker mit Display welcher auch die Uhrzeit und den Namen bei eingehenden Telefonanrufen anzeigen kann. Angeboten wird er in zwei Varianten, als Charge und als Charge HR, welcher zusätzlich über eine optische Pulsmessung verfügt die eine kontinuierliche Messung der Herzfrequenz erlaubt. Beide Modelle erkennen automatisch wenn man sich schlafen legt, und geben in der App die Schlafdauer inklusive Unterbrechungen durch Ruhelosigkeit und Aufwachen an. In einer Detailgrafik kann man sich den Durchschnitt pro Woche, Monat oder Jahr ansehen und bekommt so einen guten Überblick über das eigene Schlafpensum. Für unseren Test hatten wir das Modell Charge HR im Einsatz – welcher die Schlafdauer mit 5% Abweichung zum Laborwert relativ gut erkannt hat. Dieser Eindruck bestätigte sich auch im Alltagstest, bei welchem der Charge HR die zweitbesten Resultate aller getesteten Geräte erzielte. Die Akkulaufzeit beträgt beim Modell Charge ca. 7-10 Tage, der Charge HR muss bereits nach 5 Tagen mit frischer Energie versorgt werden. Im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern unterstützt Fitbit die Smartphone-Schnittstellen Apple Healthkit und Google Fit nicht, welche es erlauben Daten in einer zentralen App zu speichern und mit anderen Apps auszutauschen. Abhilfe schafft die App Syncsolver welche die Fitbit Daten sowohl mit den entsprechenden Schnittstellen von iOS und Android synchronisiert. Der Fitbit Charge ist gut verarbeitet und in verschiedenen Farben erhältlich. Im Gegensatz zu den anderen getesteten Geräten ist der Fitbit nicht für den Einsatz unter Wasser konzipiert. Auch wenn das Gerät gegen Wasser geschützt ist, rät der Hersteller vom Einsatz beim Schwimmen ab.

+Optische Pulsmessung zur kontinuierlichen Messung der Herzfrequenz
-Synchronisation mit HeathKit und Google Fit nur über Zusatzpaps möglich

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Polar Loop

Polar Loop
Das Polar Lopp ist der Activity Tracker des Sport-Spezialisten, über den ich hier schon ausführlich berichtet habe. Das Gerät ist mittlerweile bereits in der zweiten Generation erhältlich, welche über Bluetooth mit dem Smartphone verbunden auch eingehende Anrufe und weitere Notifications anzeigt. Neu bei der zweiten Generation ist unter Anderem ein Vibrationsalarm, welcher bei längerer Inaktivität daran erinnert, aufzustehen und sich zu bewegen. Der wasserdichte Activity Tracker kann auch unter der Dusche oder beim Schwimmen verwendet werden und lässt sich mit einem kompatiblen Bluetooth Brustgurt zur Pulsmessung verbinden. Nachts getragen erkennt der Loop auch die Schlafdauer und Phasen unruhigen Schlafs welche in einem Diagramm und als Zahlen angezeigt werden können. Die Schlafmessung basiert wie bei der Withings Activité auf der Aktigraphie. Bei meinem Test im Schlaflabor, welchen ich mit einem Gerät der ersten Generation durchgeführt haben wurde die Schlafdauer mit einem Prozent Abweichung vom Ergebnis des Schlaflabors sehr gut erkannt. In der Praxis kam es jedoch zu weitaus größeren Abweichungen, Geräte mit Pulsmessung lieferten hier plausiblere Werte und eine Unterscheidung von REM und Tiefschlaf sind bei dem von Polar eingesetzten Verfahren nicht möglich. Die Messwerte des Polar Loops werden mit einer Smartphone-App synchronisiert und können auch in einem Online-Profil betrachtet werden. Polar synchronisiert die Daten auch mit Apple HealthKit und Google Fit, ein Download der Daten ist ebenfalls möglich. Besonders geeignet ist der Loop für Sportler die den Pulsgurt oder andere Sensoren von Polar einsetzen und alle Messwerte in einem Onlineprofil betrachten wollen.

+ Wasserdicht
– Kurze Batterielaufzeit (bei zweiter Generation verbessert)

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Misfit Flash

Misfit_Flash
Neben Firmen wie Fitbit, Jawbone und Nike hat sich das amerikanische Unternehmen Misfit Wearables als Anbieter von Activity Trackern auf dem Markt etabliert. Im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern setzt Misfit auf elegantes Design und einfache Bedienung – die Geräte des Herstellers werden mit einer Uhrenbatterie betrieben und laufen bis 6 Monate bevor der Nutzer eine neue Batterie einlegen muss. Misfits Modell Shine ist aus hochwertigem Aluminium hergestellt und kann mit diversem Zubehör als Armband, Brosche oder Halskette getragen werden. Die günstigere Variante Flash welche wir im Schlaflabor getestet haben besteht aus Kunststoff und ist primär als Armband konzipiert. Beide Varianten verzichten auf das bei anderen Trackern übliche Display und zeigen die Bewegungsaktivität stattdessen über 12 Leuchtdioden an, welche auch zur Anzeige der Uhrzeit genutzt werden können. Misfits Tracker messen Nachts die Schlafdauer und tiefe des Schlafs, die Daten werden in einer Smartphone App angezeigt. Wie bei den anderen Geräten mit reiner Bewegungsmessung wird auch bei Misfits Modell nicht zwischen REM- und Tiefschlaf unterschieden. Beide Phasen werden unter der Bezeichnung „erholsamer Schlaf“ zusammengefasst. Bei der Messung der Schlafdauer lag das von uns getestete Modell Flash mit 5 % Abweichung relativ nahe am Ergebnis des Schlaflabors. Auch im Alltagstest lieferte der Tracker relativ plausible Werte für die Schlafdauer mit Ausnahme von einer sehr kurzen Nacht, für die das Gerät keinen Schlaf erkannt hat. Technikfans können den Flash auch als smarten Knopf verwenden und über die Automatisierungsplattform IFTTT vernetzte Dienste wie z.B. Smart Home Anwendungen steuern.

+Günstig
+Lange Batterielaufzeit

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Basis Peak

basis-peak
Basis Peak ist ein smarter Activity-Tracker und mit reichlich Sensoren ausgestattet. Das Gerät verfügt neben der Bewegungsmessung über einen optischen Pulssensor, Hautwiderstandsmessung und zwei Thermometer zur Ermittlung der vom Körper abgegeben Wärme. Durch die Identifizierung der charakteristischen Datenmuster erkennt der Tracker Aktivitäten wie Gehen, Laufen oder Radfahren ohne dafür manuell die Aufzeichnung starten zu müssen. Auch die Schlafdauer und Schlafarchitektur wird vom Peak automatisch erkannt – die Smartphone App zeigt den Verlauf und die Dauer der verschiedenen Schlafphasen an. Die Schlafdauer wurde mit 6 % Abweichung vom Laborwert gut erkannt und in der Praxis konnten mit dem Gerät sogar die plausibelsten Werte für die Schlafdauer gemessen werden. Die Länge von REM- und Tiefschlafphase wichen jedoch deutlich von den Laborwerten ab und sollte mit Vorsicht genossen werden. Neben den automatischen Trackings-Fähigkeiten setzt Basis insbesondere auf Gamification und Gewohnheitsbildung. Ziele wie mehrmals täglich Joggen zu gehen, zu einer bestimmten Uhrzeit ins Bett zu gehen oder eine bestimmte Schlafmenge zu erreichen lassen sich mit Hilfe der App einfach überwachen. Für das Erreichen seiner Ziele erhält man Punkte und steigt in höhere Level auf, welche Voraussetzung sind, um sich neue Ziele zu setzen. So wird man Schritt für Schritt an neue Gewohnheiten herangeführt und das Setzen von zu vielen Zielen wird verhindert. Die Daten können mit Apple Health und Google Fit synchronisiert werden, ein Download von der Website ist ebenfalls möglich. Neben dem Sport- und Gesundsheitstracking zeigt das Peak Notifications auf welche es mit einem Vibrationsalarm aufmerksam macht.

+Automatische Erkennung von Gehen, Laufen und Radfahren
-Display und Bedienung etwas umständlich

Microsoft Band

Microsoft Band
Das Microsoft Band ist das High-Tech Gerät im Testfeld und mit einer Vielzahl von Sensoren ausgestattet. Neben der Bewegungsmessung verfügt es über eine optische Pulsmessung, Hautwiderstandsmessung, ein UV Sensor und beim Ausdauersport kann zusätzlich ein GPS Empfänger aktiviert werden. Neben Activity- und Fitnesstracking kann das Microsoft Band auch Schlaf aufzeichnen. Bei meinem Test im Schlaflabor lieferte das Band mit 12% Abweichung bei der Schlafdauer die ungenauesten Ergebnisse im Testfeld. Ob dies repräsentativ für das MS Band ist, kann ich leider nicht beurteilen, da ich das Gerät geliehen hatte und bei einem späteren Test unter Alltagsbedingungen aufgrund technischer Probleme keine Daten sammeln konnte. Ich würde aber davon ausgehen, dass Microsoft an der Optimierung seiner Algorithmen arbeitet und mittelfristig ähnlich gute Resultate wie die anderen Armbänder mit integrierter Pulsmessung liefert. Die Daten vom Microsoft Band können mit Apple Healthkit und Google Fit synchronisiert werden. Außerdem bietet das Microsoft Band eine Anbindung an Microsoft Healthvault, eine kostenlose medizinische Akte in der diverse Gesundheitsdaten gespeichert und ggf. auch mit Ärzten geteilt werden können. Neben den Fitness- und Gesundheits-Funktionen bietet das Microsoft Band die Möglichkeit über Apps erweitert zu werden, Notifications und eine Anbindung an Microsoft Cortona. Im Vergleich zu den meisten Wettbewerbern hebt es sich mit einem farbigen Display ab, welches auch für die Darstellung von Mails geeignet ist. Die aufwendige Technik führt zu Abstrichen bei der Akkulaufzeit, je nach Nutzungsintensität muss das Microsoft Band bereits nach ein bis zwei Tagen wieder aufgeladen werden. Das smarte Armband ist mit Android, iOS und Microsoft mobile kompatibel. Mittlerweile ist bereits eine zweite verbesserte Version des Microsoft Bands erschienen. Ob und wann dieses in Deutschland verfügbar wird, hat das Unternehmen noch nicht angekündigt.

+Viele Sensoren und Funktionen
-Kurze Akkulaufzeit

Fazit

Bei der Genauigkeit der gemessenen Schlafdauer konnten die meisten von uns getesteten Geräte mit relativ guten Werten überzeugen. Die besten Ergebnisse in der Praxis lieferten die Armbänder mit integriertem Pulssensor von Basis und Fitbit, aber auch die auf reiner Bewegungsmessung basierenden Modelle Withings Activité und Misfit Shine erzielten hier etwas genauere Werte als die Sensoren für die Installation im Bett.

Weniger Aussagekräftig dagegen waren die Ergebnisse zum Verlauf des Schlafs. Die gemessene Dauer von leichtem und tiefem Schlaf wich bei allen Geräten deutlich von den Laborwerten ab, auch bei den von Basis Peak und Withings Aura gemessenen Werten der REM-Schlafphase kam es zu erheblichen Abweichungen. Ähnliches galt für die von den Trackern ermittelten Werte, wie häufig man aufgewacht ist und wie lange diese Wachphasen dauerten. Damit sind die Messwerte zum Schlafverlauf für medizinische Aussagen eher ungeeignet – die Veränderung eines Trends sollte in vielen Fällen dennoch nachvollziehbar sein.

Mit den guten Ergebnissen bei der Messung der Schlafdauer eignen sich die Gerät insbesondere, um sein Bewusstsein für das eigene Schlafpensum zu schärfen und Dank der automatischen Messung machen es die Geräte leicht den Überblick zu bewahren. Wertvoll sind insbesondere auch die Funktionen zum Erlernen sinnvoller Schlafgewohnheiten wie die Möglichkeit sich Schlafziele zu setzen und diese mit Hilfe der Tracker zu kontrollieren. Auch die bei einigen Apps integrierten Tipps zur Verbesserung des Schlafs liefern praktische Anleitung um seine Gewohnheiten und Umgebungsfaktoren zu optimieren und dadurch eine bessere Schlafqualität zu erzielen. Mit ihren zusätzlichen Daten zu Helligkeit, Lautstärke, Schnarchen und Temperatur liefern hier auch insbesondere die im Bett zu installierenden Sensoren von Beddit und Withings sinnvolle Zusatzdaten. Abgesehen davon ist die Wahl eines Sensor fürs Bett oder eines Activity-Trackers primär eine Frage der persönlichen Vorliebe. Einen Mehrwert gegenüber der von uns im Labor mitgetesteten Smartphone App „Sleep Cycle“ liefern beide Arten von Geräten durch eine wesentlich genauere Messung der Schlafdauer und Schlafeffizienz und die Coachingfunktionen welche zu einem besseren Schlaf verhelfen können.

Neben den hier vorgestellten Devices gibt es einige andere Activity Tracker mit automatischer Schlafmessung und auch bei den Sensoren fürs Bett entsteht viel derzeit viel neues. Dieser Artikel wird regelmäßig ergänzt und upgedadet, es lohnt sich also wieder reinzuschauen. Wenn Du Dich neben Schlaf-Trackern auch für Activity Tracker interessierst, solltest Du einen Blick auf den großen Activity Tracker Überblick werfen. Wirklich sinnvoll und praktisch finde ich auch vernetzte Körperwaagen. Hier findest Du die gängigsten Modelle.