igrowdigital und die Zukunft

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat eine Studie zu normativen Trends im Jahr 2030 beauftragt, zu der ich und zahlreiche andere Experten befragt wurden.

Seminar Gemeinsam mit ca. 40 Vertretern verschiedenster Verbände, Hochschulprofessoren und anderen Experten war ich gestern auf den Foresight-Workshop „normative Gesellschaftstrends“ im Auftrag des Bundesministerium für Bildung und Forschung eingeladen. Die vom VDI Technologiezentrum in Verbindung mit dem Fraunhofer Institut durchgeführte Veranstaltung hatte das Ziel, für das Jahr 2030 Trends in Bereichen wie Multikultur, Governance, Nachhaltigkeit oder sozialer Kohäsion zu identifizieren. Die Arbeitsgruppe zum Thema Virtualisierung durch digitale Technologien welche ich unterstützten durfte, widmete sich der These „sein bedeutet online sein“. Hierzu diskutierten wir die Bedeutung des Internet of Things in einem zukünftigen Alltag, die Nutzung von Wearable Technologies wie Biosensoren, Smart Watches und Augmented Reality Displays sowie die Rolle von Assistenzdiensten welche von Computertechnologien bereit gestellt werden.

Augmented Reality Brille
Quelle: Vuzix

Eines der großen Themen schien hierbei der Wandel von Computertechnologien, welche nur auf Aufforderung aktiv werden, hin zu einem Spektrum von Diensten welche Menschen rund um die Uhr begleiten und pro-aktiv auf Informationen aufmerksam machen. Künstliche Intelligenz und Mensch-Maschine Interaktion wurden dabei als entscheidende Forschungsfelder identifiziert, um die immer intensiver werdende Beziehung zwischen Mensch und Technologie positiv zu gestalten und zugleich die Risiken neuer Technologien nachvollziehen und kontrollieren zu können. Dabei kam auch insbesondere die normative Wirkung zur Sprache, welche Firmen wie Apple mit ihrem Assistenzdienst Siri durch die Auswahl von Informationen auf immer persönlichere Fragestellungen ausüben werden und welche Herausforderungen an die freie Meinungsbildung in einer Welt entstehen, deren Informationsfluss zunehmend von Firmen wie Google beeinflusst wird. Ich hoffe mit dem Engagement von meiner Arbeitsgruppe und mir dazu beigetragen zu haben, dass das Bundesministerium für Bildung und Forschung einen zielführenden Einblick in die Zukunft digital ergänzter Lebensrealitäten erhält und freue mich über einige sehr interessante Kontakte die ich im Rahmen der Veranstaltung kennenlernen durfte.

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