Ergonomie mit Notebook, Smartphone & Co – Tipps für weniger Belastung

Ergonomie mit Notebook, Smartphone & Co – Tipps für weniger Belastung

Ob mit dem Smartphone, Computer oder Tablet – wir verbringen immer mehr Zeit mit digitalen Geräten. Die zunehmende Nutzung digitaler Medien beansprucht uns mental, stellt aber auch ergonomisch eine echte Herausforderung dar. Anstatt uns zu bewegen und unsere Wirbelsäule in Balance zu halten, verbringen wir immer mehr Zeit sitzend. Dabei geben digitale Anzeigen und Bedienelemente unsere Haltungs- und Bewegungsmuster vor.

Berücksichtigen Desktop-Computer mit ihren externen Bildschirmen die menschliche Anatomie zumindest bei der nach vorne ausgerichteten Kopfhaltung, stellen Notebooks, Tablets und Smartphones noch eine größere Gefahr für unsere Gesundheit dar. Der auf den Bildschirm nach unten gerichtete Blick führt zur Belastung der Halswirbelsäule, da die Muskeln zusätzliche Kraft aufbringen müssen, um den Kopf zu halten. Mögliche Folgen sind chronische Muskelverspannungen, verringerte Durchblutung und Schmerzen in Schulter, Nacken und Kopf.

Mit zunehmender Kopfbeugung nimmt die Krafteinwirkung auf die Halswirbelsäule zu. Quelle:  Kenneth K. Hansraj

Auch das dauerhafte Halten von Smartphones, Tablets und Readern führt zur Beanspruchung von Hand, Arm und Schulter. Abhilfe schaffen Halterungen, die diese Geräte in eine ergonomisch günstige Position bringen, sodass der menschliche Halteapparat entlastet wird. Auch die Ergonomie von Tastatur und Maus spielt bei der Nutzung von Computern und Notebooks eine wichtige Rolle. Mit welchen Hilfsmitteln Ihr Euren Arbeitsplatz und Eure private Medien-Nutzung ergonomisch optimieren könnt, erfahrt Ihr in diesem Artikel.

Notebookständer

Notebooks sind praktisch und ermöglichen es an jedem Ort zu arbeiten. Besonders ergonomisch sind sie dabei jedoch nicht. Um nicht dauerhaft den Nacken zu belasten, solltet Ihr Euer Notebook deshalb so platzieren, dass sich die Bildschirmoberkante ungefähr auf Augenhöhe befindet. Einfach erreicht Ihr dies mit Notebookständern, die in verschiedenen Ausführungen angeboten werden. Aus einem Stück gefertigte Designermodelle ohne Höheneinstellung bieten dabei oft nicht genügend Flexibilität und sind meist zu niedrig. Empfehlenswert sind daher einstellbare Modelle, mit denen Ihr mindestens 25 cm Höhe gewinnt. Genau das bietet zum Beispiel meine Empfehlung auf Amazon*.

Bild: BoYata

Mit einem Notebookständer habt Ihr den Bildschirm ergonomisch positioniert und könnt so eine gesunde Kopfhaltung einnehmen. Dasselbe solltet Ihr auch mit den Eingabegeräten machen, welche die Haltung Eurer Hände, Arme und Schultern vorgeben. Hierfür benötigt Ihr ein externes Keyboard und eine Maus, die sich nahe bei Euch, ca. 10 cm von der Tischkante, befinden sollten. Als Resultat habt Ihr einen Winkel von ca. 90 Grad in den Ellenbogen, die Arme waagrecht und die Schultern hinten.

Ergonomische Maus

Auch bei Mäusen gibt es mittlerweile eine Vielzahl an ergonomisch optimierten Modellen. Teilweise muten diese recht exotisch an und brechen mit den gewohnten Bedienkonzepten. Klassisch bedienbar, jedoch ergonomisch vorteilhaft, sind vertikale Mäuse. Im Gegensatz zu normalen Mäusen liegt die Hand bei den vertikalen Modellen nicht flach auf, sondern dreht schräg nach oben. Dies führt zu einer offeneren Haltung von Hand und Arm, reduziert die Muskelbeanspruchung und kann damit zur Reduktion von Beschwerden beitragen. Eines der ausgefeiltesten Modelle ist die Unimouse von Contour. Deren Winkel und Abstützung des Daumens sind einstellbar und lassen sich an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Außerdem hat sie programmierbare Tasten und macht eine tolle Figur auf dem Schreibtisch. Findet Ihr hier auf Amazon.

Bild: Contour

Tastatur

Layout und Art der Tastatur haben einen enormen Einfluss auf die Beanspruchung von Muskeln und Sehnen. Unter ergonomischen Gesichtspunkten gibt es mehrere Aspekte zu berücksichtigen. Ergonomische Tastaturen* mit ihrer V-förmigen Tastenanordnung können die Belastung in den Handgelenken reduzieren, indem das bei konventionellen Tastaturen übliche, seitliche Abknicken der Hände vermieden wird. Wichtig ist auch die Breite der Tastatur. Tastaturen ohne Nummernblock erlauben eine Positionierung der Maus direkt neben den Buchstaben, wodurch das Wechseln von den Tasten zur Maus einfacher wird.

Bild: Microsoft

Einen wichtigen Einfluss auf das Schreibgefühl einer Tastatur hat auch die Art der verbauten Tasten. Insbesondere bei Notebooks ging der Trend zu immer kleineren Tastenhüben, wodurch flachere Tastaturen ermöglicht wurden. Für Vielschreiber kann jedoch eine mechanische Tastatur mit längerem Tastenhub und dem charakteristischen Gefühl mechanischer Schalter vorteilhaft sein. Bei diesen ist die für die Betätigung einer Taste notwendige Kraft exakt definiert, wodurch die Finger beim Schreiben ein taktiles Feedback erfahren. Außerdem besitzen die Tasten eine mit den Fingerkuppen gut spürbare Kontur, was beim blinden Schreiben eine bessere Orientierung ermöglicht. Im Gegensatz zu den weit verbreiteten halb-mechanischen Tastaturen mit Gummimembran sind Switches mit mechanischem Schlitten und Metallfedern lauter.

Bild: Cheery

Manche Nutzer schätzen gerade diese Eigenschaft und entscheiden sich sogar für besonders laute Schalter, welche per Klicken ein zusätzliches Feedback liefern. Es gibt aber auch besonders leise mechanische Tastaturen, die kaum lauter als ihre Gummikollegen sind. Insbesondere bei Gamern ist ein regelrechter Kult um mechanische Tastaturen entstanden, der in der Individualisierung der eigenen Tastatur seine Vollendung findet. So lassen sich einzelne Tasten oder auch ganze Tastensätze austauschen, um mit Form, Material und Farbe der Tasten ein Statement zu setzen. Ebenso gibt es auch ergonomische mechanische Tastaturen*, die aus separaten Tastenblöcken für jede Hand bestehen. Ich verwende die Race 3 von Vortex* die mit unterschiedlichen Cherry-Switches erhältlich ist. Sie ist eines der wenigen Modelle mit deutschsprachigem Tastatur-Layout, das zugleich relativ gut mit Mac OS kompatibel ist. Geliefert wird sie mit grauen und bunten Tasten für einen coolen Retro-Look oder Farbenfreude am Schreibtisch.

Bild: Vortexgear

Stehtisch oder Tischaufsatz

“Sitzen ist das neue Rauchen” weiß jeder, der von seinem Fitness-Tracker immer wieder zum Aufstehen aufgefordert wird. Regelmäßige Pausen mit Bewegung sind gut, noch besser ist es jedoch, wenn man auch die Arbeit im Stehen verrichten kann. Ideal dafür geeignet sind elektrisch höhenverstellbare Tische, die je nach Situation auf die gewünschte Höhe gebracht werden können. Hier gibt es mittlerweile eine enorme Auswahl vom günstigen Einstiegsmodell bis zum smarten Designertisch, der einen mit Nudging ans Aufstehen gewöhnt. Wirklich wichtig ist jedoch vor allem eine Speicherfunktion für unterschiedliche Höheneinstellungen. So findet der Tisch automatisch zur Lieblingshöhe für Sitzen und Stehen zurück und häufige Positionswechsel gehen schnell von der Hand.

Bild: Inwerk

Wer keinen Platz für einen separaten Schreibtisch hat, muss nicht auf das Arbeiten im Stehen verzichten. Hersteller wie Inwerk bieten stylishe Varianten mit verchromten Kufen, die auch im Wohnbereich eine gute Figur machen. Je nach Designwunsch kann man das Tischgestell mit einer zum Rest der Einrichtung passenden Platte kombinieren. Wir haben mittlerweile sowohl in unseren Büros wie auch in unserer Küche höhenverstellbare Tische im Einsatz. So haben wir auch in der Küche stets den perfekten Tisch zum Essen und Arbeiten im Home-Office, für Stehpartys oder als zusätzliche Arbeitsfläche für große Kochaktionen.

Wenn räumliche oder finanzielle Hürden dem Umstieg auf einen höhenverstellbaren Tisch verhindern, gibt es einfache Hilfsmittel, um auch an einem normalen Tisch im Stehen arbeiten zu können. Eine Möglichkeit besteht darin, stabile Kartons zur Erhöhung von Tastatur und Notebook zu verwenden. Am besten Ihr probiert es mit vorhandenem Material. Es gibt aber auch spezielle Aufbauten aus Karton im Handel. Eher für einen separaten Schreibtisch geeignet sind verstellbare Aufbauten*, die sowohl beim Sitzen wie auch beim Stehen auf dem Tisch verbleiben können.

Bild: Songmics

Praktisch sind auch Holzgestelle die nach der Verwendung rasch auseinandergebaut und beiseite gestellt werden können. Für eine gute Ergonomie solltet Ihr auf eine Lösung mit separaten Etagen für das Notebook und die Tastatur achten. Befinden sich beide auf derselben Höhe müsst Ihr bei der Haltung von Kopf und Armen Kompromisse machen und belastet Schulter und Nacken. Eine gute Lösung, die ich auch selbst schon testen konnte, bietet Standsome*.

Bild: Standsome

Bürostuhl für das Home-Office

Auch wenn Ihr schon diverse Küchenstühle, Hocker und Sessel bei Euch zu Hause habt – für längeres, produktives Arbeiten führt kein Weg an einem guten Bürostuhl vorbei. Nur dieser ist auf Eure Körperform einstellbar und passt sich an wechselnde Körperhaltungen an. Ein Modell, das in der Küchen oder in Wohnräumen eine besonders gute Figur macht, ist der Capisco des skandinavischen Herstellers Hag. Mit seinem Sattelsitz lädt er zum aktiven und abwechslungsreichen sitzen ein. So eignet er sich auch gut zum Sitzen an einem erhöhten Tisch, z. B. bei mittlerer Einstellung eines höhenverstellbaren Tisches. In der Ausführung mit langer Gasfeder kann er sogar als Stehhilfe genutzt werden und unterstützt so viele verschiedene Körperhaltungen.

Aufgrund der für einen Bürostuhl untypischen Form und der niedrigen Rückenlehne passt er auch optisch gut in viele Küchen-Arrangements und hilft Euch den entspannten Look Eures Wohnraums zu bewahren. Beim Möbelhändler Eures Vertrauens findet Ihr eine große Auswahl an Stoff- und Ledermustern für den Capisco. So wird der Hag zu einem dezenten aber charismatischen Unterstützung der Euch viel Ausdauer bei der Arbeit im Home-Office ermöglicht. Mit seiner guten Ergonomie macht er natürlich auch im Arbeitszimmer oder Büro einen hervorragenden Job.

Bild: Flokk

Monitorarm

Unter dem Gesichtspunkt der Produktivität lohnt sich ein großer externer Bildschirm, der die übersichtliche Darstellung mehrerer Fenster erlaubt. Die sind mittlerweile sehr erschwinglich und wenn es Platz und Geldbeutel zulassen gilt hier, umso größer umso besser. Ich bin mittlerweile bei einem 38 Zöller angekommen und feiere meinen Arbeitsplatz jeden Tag J. Insbesondere bei größeren Bildschirmen lohnt sich ein Monitorarm, der einen hohen Verstellbereich und rasche Positionswechsel ermöglicht. So könnt Ihr einfach unterschiedliche Einstellungen ausprobieren und abwechseln und Eure Haltung am Schreibtisch kontinuierlich optimieren.

Praktisch ist so ein Monitorarm auch für alle Nutzer großer Bildschirme die häufig an Videokonferenzen teilnehmen. So habe ich die Oberkante meines 38er beim regulären Arbeiten deutlich über Augenhöhe, die Webcam erwischt mich in der Einstellung aus der Vogelperspektive. Deshalb bewege ich den Monitor zur Verbesserung der Kameraperspektive für Videocalls auf Augenhöhe – danach gehts wieder zurück nach oben für den maximalen Überblick. Ein weiterer Vorteil eines Monitorarms ist übrigens der Platzgewinn auf dem Schreibtisch, da der Ständer unter dem Bildschirm wegfällt. Auch beim Design sind die meisten Monitorarme im Vergleich zur mitgelieferten Originalhalterung ein Gewinn. Achtet auf die Robustheit des Monitorarms, um bei stürmischen Tastenanschlägen ein Wackeln des Bildschirms zu vermeiden. Topp sind die Monitorarme von Ergotron*.

Bild: Ergotronic

Halterungen für Tablet & Co

Auch bei der Nutzung von Smartphone, Tablet und Reader spielt Ergonomie eine wichtige Rolle, denn gerade mit diesen Geräten werden die Sessions immer länger und damit belastender für den Halteapparat J Ähnlich wie bei den großen Computern lässt sich auch hier mit einfachen Hilfsmitteln die Belastung für Euren Arm reduzieren. Statt Euer Gerät selbst zu halten, steckt Ihr dieses einfach in eine Halterung* welche den Bildschirm in perfekter Position zu Eurem Gesicht ausrichtet. Ideal für Orte, an denen Ihr Euch besonders gerne mit Eurem mobilen Gerät aufhaltet, wie Eurem Lieblingssessel. So werden Ihr und Euer mobile Devices die perfekte Einheit für Longreads oder ausgedehnte YouTube-Sessions. Voraussetzung für den Haltearm ist eine Befestigungsfläche in Reichweite wie eine Tischplatte oder ein Fenstersims. Mit etwas Kreativität findet Ihr sicher eine geeignete Lösung.

Bild: Ugreen

Ohne Montage kommt der Tablift* aus, der im Bett oder auf dem Sofa das Tablet oder den Reader hält und so Euren Arm entlastet. Ideal für Freunde des gepflegten Badespaßes ist die Halterung von Wood U?*. Quer über die Badewanne gelegt, bietet sie verlässlichen Halt für Tablet und Reader. Das System ist solide und die Nutzung digitaler Geräte in der Badewanne für umsichtige Zeitgeister problemlos möglich. Auch nach zahlreichen Sessions seit vielen Jahren haben meine nassen Finger noch keinen Schaden an iPad oder Kindle angerichtet. Besonders spaßig wird es mit vernetzten Lautsprechern wie von Sonos, die über AirPlay oder Chromecast mit Euren Geräten verbunden sind. Diese machen die Badewanne zum perfekten Ort für YouTube, Netflix & Co.

Bild: Wood U?

Ergonomische Optimierung und belastungsreduzierendes Verhalten

Ob für das Notebook, Smartphone oder Tablet – mit dem richtigen Zubehör könnt Ihr die Ergonomie von jedem Gerät verbessern und somit Eurem Körper etwas Gutes tun. Den größten Nutzen versprechen ergonomische Optimierungen im Umgang mit den Geräten, mit denen Ihr die meiste Zeit verbringt. Gerade mit mobilen Geräten möchten wir im Alltag aber auch mal schnell etwas erledigen, ohne uns extra um die Installation von Zubehör zu kümmern. Dies ist völlig in Ordnung und macht ja gerade den Charme mobiler Geräte aus. Dennoch ist es sinnvoll, die eigenen Nutzungsgewohnheiten zu überdenken und Aktivitäten so durchzuführen, dass sie zu einer möglichst geringen Belastung führen.

So lassen sich viele Aufgaben statt auf dem Smartphone an einem ergonomischen Computerarbeitsplatz erledigen, der zugleich ein effizienteres Arbeiten ermöglicht. Genauso bietet es sich an, längere Lese-Einheiten bewusst auf ein ergonomisch platziertes Tablet oder einen Reader zu verlagern, anstatt mit dem Smartphone in der Hand von einem Artikel zum nächsten zu Stöbern, und dabei Arm und Nacken zu verkrampfen.

Egal wie ergonomisch Ihr Eure Steh-, Sitz- und Liegeplätze eingerichtet habt, entscheidend ist dabei auch immer, welche Haltung Ihr einnehmt. Deshalb lohnt es sich trotz aller Faszination, die von Euren Bildschirminhalten ausgeht, die Wahrnehmung immer wieder auf den eigenen Körper zu lenken. Dadurch bemerkt Ihr, ob sich Euer Körper wohlfühlt oder Ihr an der Einstellung des Bildschirms oder Eurer Haltung etwas verändern wollt. So ergänzen sich Körperbewusstsein und Ergonomie und Ihr habt beste Voraussetzungen für eine angenehme Interaktion mit Euren digitalen Geräten.

Welche ergonomischen Optimierungen nutzt Du und was sind Deine Tricks für mehr Wohlbefinden im Umgang mit Notebook, Tablet und Co? Teile Deine Erfahrung mit mir und meinen Lesern in den Kommentaren.

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Im Smart Home durch die Pandemie – die besten Health & Wellness-Gadgets für Zuhause

Aufgrund von Homeoffice-Regeln und Ausgangsbeschränkung verbringen derzeit viele Menschen den Großteil ihrer Zeit zu Hause. Neben den gesellschaftlichen und persönlichen Sorgen, die von SARS-CoV-2 ausgelöst werden, kann auch die räumliche Einschränkung zu einer mentalen Belastung werden. Gut also, wenn man sich daheim wohlfühlt und durch die eigene Umgebung dabei unterstützt wird, seine Gesundheit zu erhalten. Dazu können Smart Home-Lösungen einen sinnvollen Beitrag leisten. Ob bei der Strukturierung des Alltags, der Verschönerung der Wände oder der Verbesserung der Luftqualität. Einige der sinnvollsten Smart Home Produkte in Zeiten der Coronakrise stelle ich Euch in diesem Artikel vor.

Zeichenroboter

Ständig in den eigenen vier Wänden, da kommt schon mal der Wunsch nach Abwechslung auf. Zumindest was die Dekoration der Wände betrifft, ist dies einfach möglich. Der Zeichenroboter von Scribit dekoriert Eure Wände bei Bedarf täglich mit neuen Kunstwerken. Als Vorlage dienen eigene Fotos oder eine Vielzahl an Motiven der Community. Der Zeichenspaß funktioniert erstaunlich gut mit bis zu vier verschiedenen Farben gleichzeitig. Allerdings funktioniert die vom Hersteller angepriesene Löschfunktion bei unserer Wand nicht, weshalb wir diese feucht wischen, um Platz für neue Zeichnungen zu schaffen. Abgesehen davon eine tolle Erfindung für Kunst- und Designliebhaber.

Luftreiniger

In Zeiten des Coronavirus möchte man sich und seine Lieben so gut wie möglich schützen. Viele fragen sich daher, welchen Beitrag eine Belüftungsanlage im Büro oder ein Luftreiniger in der eigenen Wohnung leisten kann. Tatsächlich dürften Viren aufgrund ihrer Größe in einem HEPA Filter aus der Luft entfernt werden. Die überwiegende Menge an Infektionen wird jedoch durch Tröpfchenübertragung ausgelöst, die nur durch Abstandhalten und das Tragen von Masken verhindert wird. Eine Übertragung auf dem Luftweg, durch das Einatmen von Viren, könnte Studien zu Folge ebenfalls möglich sein. In der Praxis dürfte dies jedoch nur einen geringen Anteil an Eurem Infektionsrisikos ausmachen. Die einfachste Möglichkeit, diese Gefahr zu senken, ist intensives Lüften, sodass die Viruslast in der Raumluft niedrig gehalten wird.

Bild: Xiaomi

Ein Luftreiniger kann die Viruslast ebenfalls reduzieren und filtert darüber hinaus auch schlechte Gerüche und Feinstaub. Dieser Effekt ist interessant, denn langfristig dürfte die Luftqualität durchaus einen Einfluss auf die Gesundheit Eurer Atemwege haben. Ob Ihr von der Luftreinigung tatsächlich profitiert, hängt von Eurem Wohnort ab, denn die Schadstoffbelastung ist lokal sehr unterschiedlich. Im Zweifelsfall lohnt sich eine kurze Recherche zur Luftqualität in Eurer Umgebung. Solltet Ihr Euch für einen Luftreiniger interessieren, kann ich das günstige Gerät von Xiaomi* empfehlen. Dieses lässt sich per App steuern und hört auf Sprachassistenten wie Alexa und Google Home.

Smarte Beleuchtung oder Lichtwecker

Licht strukturiert unseren Tag und kann daher gerade in der aktuellen Zeit helfen, gesunde Routinen zu bewahren. So können smarte Lampen oder ein Lichtwecker sanft dabei unterstützen, morgens aus dem Bett zu kommen, auch wenn man die Wohnung nicht verlassen muss. Wer darüber hinaus auch seinen Schlaf optimieren möchte, sollte auf dimmbare Leuchtmittel mit Farbfunktion achten. Sanftes rotes Licht in den Abendstunden fördert das Einschlafen, wohingegen blaues Licht einen Energiekick am Morgen liefert. Ergänzt man smarte Lampen mit einem Bewegungsmelder, erhält man Komfort und hygienische Vorteile, wenn in Flur, Bad und Toilette auf die Betätigung von Lichtschaltern verzichtet werden kann. Ich habe seit mehreren Jahren Produkte von Philips, Osram und Ikea im Einsatz. Am zufriedensten bin ich mit den smarten Lampen* und den Bewegungsmeldern* von Philips Hue.

Bild: Philips Hue

LED Beamer

2020 ist psycho und fühlt sich häufig schräg an. Entsprechend sind die Orte mit dem größten Wellness-Potenzial entweder im Freien oder zu Hause. Die maximale Aufwertung Eures eigenen Zuhauses erhaltet Ihr mit einem LED- oder Laser-Beamer. Diese sind relativ günstig, praktisch und ermöglichen den Genuss von Bewegtbildern von enormem Ausmaß. Diagonalen von 3 bis 4 Metern lassen einen in Filme, Serien und Dokus eintauchen und bieten auch eine tolle Bühne für gestreamte Kultur in Form von Konzerten oder Theaterstücken. Da für knackige Kontraste ein abgedunkelter Raum notwendig ist, eignen sich Beamer vor allem für den bewussten Medienkonsum am Abend und für Sessions mit heruntergelassenen Rollläden. Im Vergleich zu klassischen Projektoren sind Modelle mit LED- oder Laserlichtquelle deutlich kleiner und praktischer in der Anwendung. Zusammen mit einer guten Anlage erhält man ein unschlagbares Erlebnis, das ich schon seit Jahren jedem Kino vorziehe. Die eigene Bildwand ist in diesem Jahr perfekt für den Feierabend zu Hause. Absolut empfehlenswert ist dieses Gerät* vom Marktführer LG. 

Bild: LG

Smarte Wetterstation

Neben der Schadstoffbelastung der Luft haben CO2-Gehalt, Temperatur und Luftfeuchtigkeit einen Einfluss auf Euer Wohlergehen. Mit einer smarten Wetterstation könnt Ihr diese Werte messen und der Verlauf über 24 Stunden oder längere Zeiträume analysieren. Dadurch lässt sich das eigene Lüftungsverhalten ganz einfach kontrollieren und die Sauerstoffversorgung ggf. verbessern. Außerdem zeigt Euch eine Wetterstation auch auf, ob die Befeuchtung der Luft sinnvoll ist. Bei mir ist das in den Wintermonaten der Fall, wenn die smarte Heizung* ihre Arbeit verrichtet. Aber auch bei länger anhaltendem, trockenem Klima, wie in diesem Frühjahr, kann die Luftfeuchtigkeit deutlich unter die empfohlenen 40 bis 60 Prozent abfallen.

Bild: Netatmo

Netatmos vernetzte Wetterstation* besteht aus zwei Modulen, welche sowohl innen wie auch im Freien aktuelle Klimadaten erfassen. Außerdem ist das System erweiterbar, durch Module für zusätzliche Räume und Sensoren für Wind und Regen. Über eine Freigabefunktion lassen sich die Daten mit Freunden oder mit anderen Geräten teilen. Hierfür finden sich praktische Anwendungsmöglichkeiten, die den Nutzen der Wetterstation noch einmal steigern. Hierzu habe ich auf dem Schreibtisch ein smartes Display von LaMetric*, dass mir die wichtigsten Werte anzeigt. Im Wohnzimmer informiert eine smarte Lampe mit rotem Licht bei erhöhten CO2-Gehalt. Die Verknüpfung der Wetterstation mit dem Hue System regelt die Plattform ifttt.

Luftbefeuchter

Trockene Luft führt dazu, dass abgesonderte Tröpfchen eintrocknen und die darin enthaltenen Viren durch die Luft schweben können. Ob hierdurch im Fall von SARS-CoV-2 ein Risiko ausgeht, wird noch diskutiert, aber auch aus einem anderen Gründen erhöht trockene Luft die Gefahr für eine virale Ansteckung. Hintergrund ist, dass die Austrocknung der Schleimhaut die Beweglichkeit der Flimmerhärchen vermindert, welche Fremdkörper und Krankheitserreger aus der Nase transportieren. Deshalb kann es Sinn ergeben, die Raumluft zu befeuchten, was auch zur Steigerung des Wohlbefindens beiträgt. Keramikgefäße oder feuchte Tücher über der Heizung können die Raumluft befeuchten, funktionieren aber nur, solange geheizt wird. Raumluftbefeuchter sind da flexibler, tragen aber je nach Wirkprinzip, zur Vermehrung von Bakterien bei. Gut gelöst haben dieses Problem die Geräte von Philips, welche in verschiedenen Größen angeboten werden. Ich habe meinen Luftbefeuchter fast das ganze Jahr im Betrieb, um ein angenehmeres Raumklima zu erzeugen. Auch wenn Philips Luftbefeuchter* über keine Connectivity-Features verfügen, passen sie gut in ein smartes Zuhause.

Bild: Philips

TRX

Ein TRX ist das ultimative Trainingsgerät für Zuhause oder im Freien. Alles, was man für das Training benötigt, ist ein Befestigungspunkt in mindestens zwei Meter Höhe und ein wenig Platz. Der TRX besteht aus Gurten die in der Türe, an einem Haken oder an einem Baum befestigt werden können. Am Ende der Gurte befinden sich Griffe, gegen die man das eigene Körpergewicht zieht oder drückt. Unterschiedliche Übungen ermöglichen das Training des ganzen Körpers wobei sich die Trainingsintensität durch die Körperhaltung für jedes Fitness-Level anpassen lässt. Je nach Geldbeutel und Einsatzszenario gibt es unterschiedliche Varianten.

Bild: TRX

Besonders hochwertig sind die Modelle des amerikanischen Erfinders und Namenspaten, dem Hersteller TRX. Es gibt aber auch viele günstigere Nachbauten von passabler Qualität und leichte Varianten mit Seilen statt Gurten, die gut in das Reisegepäck passen. Gemeinsam haben alle, dass sie viel Spaß machen und sehr gut geeignet sind, um die wichtige Körperkernmuskulatur zu trainieren. Sollte Euer Fitnessstudio also noch länger geschlossen sein, erhaltet Ihr mit dem TRX* eine gute Alternative und ein tolles Trainingsgerät für gemeinsame Sessions mit Freunden in der Sonne. 

Fitness-Tracker oder Smartwatch

Aufgrund von Ausgangsbeschränkungen und geschlossenen Fitnessstudios bewegen sich derzeit viele Menschen weniger und unterbrechen ihre gewohnte Sportroutine. Wenn man den Frust über die aktuelle Lage dann noch mit langen Netflix-Abenden, Essen und Alkohol kompensiert, kann die eigene Gesundheit schnell unter dem Lockdown leiden. Smartwatches und Fitness-Tracker sind auch in Zeiten der Krise gute Hilfsmittel im Kampf gegen Schlaf- und Bewegungsmangel. So motivieren die Geräte zum Spazieren oder Joggen und eignen sich auch zum Tracking vieler anderer Sportarten.

Je nach Anforderung, gibt es eine Vielzahl von Fitness-Trackern und Smartwatches, die einen während der Ausgangsbeschränkung bei einem gesünderen Lebensstil unterstützen können. Aufgrund ihres hohen Stromverbrauchs müssen viele Smartwatches regelmäßig geladen werden und sind daher weniger gut geeignet, um den Schlaf zu messen. Längere Laufzeiten bieten die Uhren von Herstellern wie Fitbit und Garmin, die im Vergleich zu Apple Watch und Co einen reduzierten Funktionsumfang anbieten. Fitness-Tracker sind leichter und kleiner als Smartwatches und tragen sich deshalb insbesondere Nachts vergleichsweise angenehm. Besonders interessant ist der neue Fitbit Charge 4*, der dank GPS auch gut für Ausdauersportler geeignet ist.

Quelle: Fitbit

Falls Ihr lieber eine Smartwatch wie die Apple Watch verwendet, kann der Ring von Oura eine gute Ergänzung zur Schlafmessung darstellen. Die Daten, die Wearables messen, sind übrigens auch geeignet, um die Coronakrise effektiver zu bewältigen können. Schlafqualität, Ruhepuls und Sauerstoffsättigung verändern sich bei einer viralen Infektion sowie einer Schwächung der Atemwege. Das Robert Koch Institut bittet Nutzer von Wearables daher um eine Datenspende, die helfen kann das Infektionsaufkommen in Deutschland besser einzuschätzen. Ich wünsche Euch natürlich, dass Eure Werte unauffällig bleiben und Ihr Euch in Eurem zu Hause wohlfühlt.

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SARS-CoV-2 Diagnostik – Licht im Dunkel der Corona-Krise

Das neuartige Coronavirus ist eine enorme Herausforderung für Gesundheitssysteme, Covid-19 Patienten und ganze Gesellschaften. Aktuell fragen sich viele Menschen, ob sie selbst infiziert sind oder wann sie die Isolation wieder verlassen können, ohne Andere zu gefährden. Die Antwort auf diese Fragen liefern Labortests, die Infektionen mit dem Coronavirus nachweisen können. Sowohl akut, als auch im Nachhinein, als Indiz für Immunität. Auch auf gesellschaftlicher Ebene hängen wichtige Entscheidungen und damit unsere Zukunft von Testergebnissen ab. Einen Überblick zu den verschiedenen Testverfahren und deren Relevanz in der Coronakrise möchte dieser Artikel liefern.  

Tests sind der Superskill für die Bekämpfung der Pandemie

Statistik: Anzahl durchgeführter Tests für das Coronavirus (COVID-19) in ausgewählten Ländern bis zum 20. März 2020* | Statista

Im Vergleich zu anderen Ländern hat Deutschland sehr früh angefangen umfangreich zu testen. Dies erklärt, warum viele Infizierte gemeldet werden, bisher aber vergleichsweise wenig Menschen verstorben sind. Aktuell unternehmen wir gesellschaftlich die größtmöglichen Anstrengungen, um Neuinfektionen zu verhindern. Je nach Strategie der Bundesregierung werden wir versuchen, die Zahl der Infizierten unter der Belastbarkeitsgrenze unseres Gesundheitssystems zu halten, wahrscheinlich sogar auf einem weitaus niedrigeren Niveau, um die Ausbreitung zu verlangsamen und stärker von medizinischen Lösungen profitieren zu können. Sobald jedoch die aktuellen Schutzmaßnahmen gelockert werden, könnte die exponentielle Verbreitung des Virus wieder seinen Lauf nehmen. Dann wäre die konsequente Nachverfolgung und Isolation aller Infizierten entscheidend dafür, die Verbreitungsgeschwindigkeit langsam und die Zahl der Infizierten niedrig zu halten. Hierfür wird eine enorme Menge an Tests benötigt, die akute Infektionen im frühen Stadium zuverlässig nachweisen. Zugleich benötigen wir Tests, mit denen überstandene Infektionen in der Bevölkerung erfasst werden können. Dies erlaubt uns die Dunkelziffer an Infizierten wie auch die Gefahr, die vom Coronavirus ausgeht, besser einzuschätzen, und unsere Maßnahmen entsprechend anzupassen. Des Weiteren spielen Antikörpertests auch für die Optimierung unseres Gesundheitsbetriebs zur Bewältigung der kommenden Herausforderungen eine wichtige Rolle.

Enormer Bedarf an Corona-Tests

Husten, Fieber, Halsschmerzen und verwandte Symptome sind derzeit weit verbreitet. Deshalb macht man sich schnell sorgen, mit Covid-19 infiziert zu sein. Tatsächlich befinden wir uns aktuell noch in der auslaufenden Grippe- und Erkältungssaison und die große Mehrheit der durchgeführten Corona-Tests fällt negativ aus. Lediglich 7-8 Prozent der untersuchten Proben sind positiv. Dennoch sollte man sich bei Verdacht auf einen viralen Infekt bewusst sein, dass man potentieller Risikoträger ist. Wer sich nicht ohnehin in häuslicher Isolation und Home Office befindet, sollte besondere Vorsicht walten lassen. Dazu gehört die Krankschreibung durch einen Arzt (derzeit telefonisch möglich) sowie weitere Maßnahmen zum Schutz der Mitmenschen, z.B. auch durch improvisierten Masken.

Quelle: cottonbro auf Pexels

Klarheit schaffen kann nur ein Test auf Coronaviren, aufgrund der limitierten Kapazitäten kann jedoch nicht jedem Verdacht nachgegangen werden. Dabei hat Deutschland im internationalen Vergleich sogar hohe Testkapazitäten, aber der weltweite Krisenzustand erfordert einen wohl überlegten Einsatz aller Ressourcen. Deshalb erstellt das Robert Koch-Institut (RKI) Empfehlungen für die Ärzte zur Anordnung der Tests. 

Wer sollte sich auf SARS-CoV-2 testen lassen?

Aufgrund der in den letzten Wochen stark angestiegenen Fallzahlen, priorisieren die aktuellen Testkriterien nicht länger den Aufenthalt in Risikoregionen, welcher Anfangs ein gutes Bild bezüglich der eingeschleppten Fälle und der Entstehung von Hotspots gab. Mittlerweile sind Reiseaktivitäten weitgehend erloschen und Deutschland ist selbst zum Risikogebiet geworden. Für einen Test entscheiden sich die Ärzte daher vor allem bei Personen, die mit Infizierten in Kontakt waren, ein hohes Risiko für einen schweren Verlauf haben und Menschen von hoher Kritikalität. Dies sind Personen in den für uns alle essentiellen Gesundheitsberufen und anderen Berufsbildern, die einem hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind und zugleich viele Menschen anstecken könnten. Aufgrund der stark angestiegenen Fallzahlen werden die Tests zunehmend von Patienten mit deutlich ausgeprägten Symptomen benötigt. Zur besseren Nachverfolgung aller Kontaktpersonen müssen die Kapazitäten daher weiter ausgebaut werden.

Erste Einschätzung mit Corona Online-Test

Wenn Ihr die Covid-19-typischen Symptome habt oder aus anderen Gründen denkt, dass Ihr betroffen seid, solltet Ihr zunächst klären, ob Ihr die Kriterien für die Durchführung eines Tests erfüllt. Eine erste Einschätzung liefert der Online-Test der Berliner Charité. Dieser wurde in Abstimmung mit dem Bundesgesundheitsministerium und dem RKI entwickelt und gibt nach Beantwortung einiger Fragen eine Empfehlung, ob Ihr in Isolation bleiben oder medizinische Hilfe suchen sollt. Wenn das Ergebnis des Tests für Euch nicht nachvollziehbar ist, solltet Ihr Eure weiteren Optionen abklären. Eine mögliche Anlaufstelle ist Euer regionales Gesundheitsamt dessen Nummer Ihr hier abfragen könnt. Viele Bundesländer haben auch spezielle Coronavirus Hotlines geschaltet. Auch Euer Hausarzt kann telefonisch beraten und ggf. einen Test anordnen. Symptome wie Fieber und Husten treten sowohl bei einer Grippe wie auch bei einer Infektion mit Coronaviren auf. Besonders an Covid-19 ist dass in einem frühen Stadium der Geruchs- und Geschmackssinn bei vielen Patienten stark beeinträchtigt ist. Solltet Ihr dieses Symptom beobachten, informiert unbedingt Euren Arzt oder das Gesundheitsamt.

Welche Laborverfahren werden eingesetzt?

Eine Steigerung der PCR Kapazitäten dürfte aber nur begrenzt möglich sein. Mittlerweile haben viele Länder angefangen, umfangreich zu testen, sodass ein Engpass bei den benötigten Reagenzien und Zubehör entstanden ist. Auch personell sind die Labore stark belastet, arbeiten teilweise rund um die Uhr im Schichtbetrieb und sind zugleich für die Versorgung von Patienten aus der regulären Versorgung zuständig, die ebenfalls Labortests benötigen. Dabei schlägt ein Strategiepapier des Innenministeriums die größtmögliche Erhöhung der Kapazitäten vor, um Covid-19 unter Kontrolle zu bekommen. Konkret bedeutet dies eine Ausweitung der Kapazitäten auf 200tsd. Tests pro Tag bis Ende April. Das Szenario sieht vor, Personen mit Eigenverdacht zu testen, wie auch den gesamten Kreis der Kontaktpersonen von positiv getesteten Personen. Abhilfe können PCR-Tests für Hochdurchsatz-Analytik-Systeme schaffen, wie sie Roche und Abbott vorgestellt haben. Diese erfordern weniger manuellen Aufwand, sodass zumindest Engpässe beim Personal umgangen werden können.

Bild: Roche Cobas 8800

Einen cleveren Ansatz zur Steigerung der Laborkapazitäten haben Frankfurter Wissenschaftler kürzlich vorgestellt. Anstatt jede Probe einzeln auszuwerten, wird Erbmaterial aus 10 Proben in einem Minipool zu einer Analyse zusammengefasst. Fällt der Test positiv aus, werden alle 10 Proben getrennt ausgewertet, um zu ermitteln, welche vom Virusträger stammt. Geeignet ist das Verfahren vor allem für Probanden mit geringer Wahrscheinlichkeit für einen positiven Test, wie es bei breit angelegten Tests asymptomatischer Personen der Fall sein dürfte. Das Verfahren soll für alle PCR Tests anwendbar sein und könnte die weltweit verfügbare Kapazität vervielfachen. Neben der Optimierung von Laborkapazitäten arbeiten Biotech-Firmen an vielen weiteren Verfahren, um die Kapazität zu erhöhen und die Ergebnisse schneller verfügbar zu machen. 

Kartuschentests für Coronaviren

Aktuell bereits verfügbar sind Kartuschentests für sogenannte Point of Care (PoC) Laborgeräte, welche eine Auswertung der Proben direkt vor Ort, z.B in Kliniken oder Arztpraxen ermöglichen. Durch den Wegfall des Probentransports zum Labor und die kürzere Prozessdauer, sind Ergebnisse, je nach Hersteller, schon innerhalb von einer Stunde verfügbar. Die Systeme bestehen aus einer Kartusche, welche die Probe aufnimmt und einem Gerät, dass die Tests auswertet. Die Kartuschen beinhalten dabei die benötigten Reagenzien für den PCR-Test, sodass ein umkomplizierter Betrieb und genaue Ergebnisse möglich sind. Pro Gerät können jedoch stets nur eine oder wenige Proben gleichzeitig ausgewertet werden, im Gegensatz zu den üblicherweise 96 Proben der großen Laboranlagen. Auch die Kosten für Kartuschentests liegen meist deutlich über denen einer Analyse im Labor. Kartuschentests sind daher primär als Ergänzung zu anderen Testverfahren geeignet und können ihre Stärke in besonderen Szenarien ausspielen. Beispielsweise auch in Flughäfen oder Bahnhöfen, um nach Lockerung der Mobilitätsbeschränkungen das Einschleppen neuer Infektionen zu verhindern. Qiagen, einer der führenden Anbieter von Kartuschentests, plant die Produktion von 6,5 Millionen Tests bis Ende April.

QIAGEN QIAstat-DX

Schnelltests für Coronaviren

Noch raschere Ergebnisse liefern Schnelltests, die ohne die für die PCR benötigte Vervielfältigung von Genen und Laborgeräte auskommen. Ähnlich wie beim Schwangerschaftstest liefern diese meist keine quantitative Analyse, sondern zeigen lediglich das positive oder negative Ergebnis an. Aktuell bereits erprobt werden Schnelltests, die Antikörper für Coronaviren im Blut nachweisen. Da Antikörper erst einige Tage nach einer Ansteckung gebildet werden, sind die Tests nicht geeignet, um akute Infektionen zuverlässig zu ermitteln. Ihre Stärke haben die Antikörpertests beim Nachweis einer überstandenen Infektion, welche im weiteren Verlauf der Pandemie immer wichtiger wird. 

Qualle: PharmACT

Schnelltests für den Nachweis akuter Infektionen werden ebenfalls entwickelt. Die sogenannten Antigentests kommen ohne die bei der PCR eingesetzte Vervielfältigung der Gene des Virus aus, weshalb sie auch nicht die selbe Sensitivität erreichen. Für den klinischen Einsatz wird dennoch eine hinreichende Genauigkeit erwartet. Daher könnten Antigen-Schnelltests maßgeblich zur Entlastung der Labore beitragen. Mit ihrer Verfügbarkeit wird in einigen Wochen gerechnet

Selbsttests für eine Infektion mit Coronaviren

Wer für 10 Sekunden die Luft anhalten kann, hat kein Covid-19, behauptet ein Kettenbrief. An diesem ist – wie an den meisten Kettenbriefen – natürlich nichts dran. In der frühen Phase der Infektion ist die Lunge meist noch nicht betroffen. Den Atem anhalten zu können ist daher keine Garantie dafür, dass keine Ansteckung vorliegt. Umgekehrt gibt es neben Covid-19 auch viele andere medizinische Ursachen, die es erschweren können, die Luft anzuhalten. Für einen Selbsttest kommt daher nur ein wissenschaftliches Verfahren in Betracht. Prinzipiell können Rachenabstriche oder Blutproben auch selbst gewonnen werden. Einzelne Biomarker wie Vitamin D (häufig diskutiert im Bezug auf das Immunsystem), oder ganze Sets von Nährstoffen lassen sich mit Tests von Firmen wie Cerascreen oder Lykon ermitteln. Dabei wird jedoch nur die Probe selbst gewonnen, die Auswertung erfolgt im Labor unter kontrollierten Bedingungen.

Corona-Tests nach diesem Prinzip werden seit einigen Tagen in einem von Amazon und Bill Gates geförderten Forschungsprojekt in der Region Seattle eingesetzt. Experten befürchten, dass es bei der selbständigen Probengewinnung zu Fehlern kommen kann, welche die Genauigkeit der Testergebnisse negativ beeinflussen. Laut Bill Gates konnte jedoch gezeigt werden, dass im Rahmen des Forschungsprojekts akkurate Daten erzeugt wurden. Ein Vorteil des Verfahrens: Für die Durchführung ist kein medizinisches Personal und damit auch keine Schutzkleidung notwendig. Deshalb können Selbsttests nützlich sein, um Engpässe bei der Probengewinnung zu umgehen. Wenn Alternativen schlecht verfügbar sind, kann das potentiell erhöhte Risiko für falsch-negative Ergebnisse von Selbsttests relativiert werden. Schließlich ist ein nicht perfekter Test immer noch besser als gar kein Test und kann dazu beitragen, dass Übertragungen verhindert werden.

Auch in Deutschland werden Selbsttests per Postversand angeboten. Der Anbieter Medi.Lab steht jedoch in der Kritik, aufgrund hoher Preise und fragwürdiger Geschäftspraxis. Probleme bestehen aber nicht nur bei der Vertrauenswürdigkeit des Unternehmens. Auch aus ethischen Gründen ist es sinnvoll nicht in Konkurrenz zur Gesundheitswirtschaft zu gehen, sondern Medizinern die Entscheidung über die Nutzung der knappen Laborressourcen zu überlassen.

Eine Sonderform des Selbsttests, die in Deutschland teilweise zur Anwendung kommt, sind Drive-in-Stationen, bei denen man selbständig einen Rachenabstrich durchführt. Hier entscheidet ein Arzt, ob der Test medizinisch sinnvoll ist, was schmerzhaft sein kann, wenn man nach stundenlangem Warten abgewiesen wird. Vor dem Besuch einer Drive-in Station lohnt sich daher die telefonische Abklärung mit dem Gesundheitsamt oder Hausarzt. Eure Erfahrungen und Tipps zur Durchführung von Corona-Tests könnt Ihr gerne als Kommentar posten.

Auch bei den Schnelltests auf Antikörper oder Antigene ist noch unklar, ob eine eigenständige Durchführung ohne Fachpersonal verlässliche Ergebnisse liefern kann. Mögliche Fehlerquellen liegen hier nicht nur in der Gewinnung der Probe, sondern auch in der Handhabung des Testkits. Des weiteren dürften Antigentests für den Nachweis akuter Infektionen, sobald verfügbar, zunächst Medizinern vorbehalten bleiben.

Schnelltests auf Antikörper, die zum Nachweis einer überstandenen Infektion geeignet sind, wurden in Asien bereits entwickelt und werden vereinzelt auch bei uns schon online verkauft. Experten wie Christian Drosten zufolge, müssen die verfügbaren Tests noch validiert werden, sodass von einer eigenständigen Anwendung abzuraten ist. Aufgrund der großen Gefahr, die von einer irrtümlich angenommenen Immunität gegen Sars CoV-2 ausgeht, sollte man besser keine Experimente machen. Des weiteren gilt auch hier, dass in der aktuellen Phase der Pandemie, keine Konkurrenz zur Anwendung durch Mediziner erzeugt werden sollte. Weshalb diese ein besonders Interesse an Antikörpertests haben, klären wir im nächsten Abschnitt.

Antikörpertests aka “wann hat der Spuk ein Ende?”

Manche wünschen sich, die Corona-Infektion schnell hinter sich zu bringen, um für Andere keine Gefahr darzustellen und wieder ihrem gewohnten Leben nachgehen zu können. Eine willentliche Infektion ist jedoch riskant, ganz egal in welchem Alter und Gesundheitszustand. Außerdem würdet Ihr nach einer absichtlichen Ansteckung die Verbreitung des Virus fördern und das wäre genau das Gegenteil von dem, was unsere Gesellschaft derzeit anstrebt. Auch, dass Ihr im Krankheitsfall zu einer zusätzlichen Belastung des Gesundheitssystems würdet, ist ein klares Gegenargument.

Vielleicht aber hattet Ihr in den letzten Wochen bereits nicht abgeklärte Symptome und fragt Euch nun, ob Ihr die Infektion schon hinter Euch habt. Jetzt kommt der große Auftritt der erwähnten Antikörpertests, die voraussichtlich schon bald im Labor und als Schnelltest durchgeführt werden können. Leider muss ich auch hier die Hoffnung auf rasche Klärung Eurer Fragen etwas bremsen.

Aktuell erfolgt die Validierung von Schnelltests und der Ausbau von Laborkapazitäten, die für medizinische und epidemiologische Studien benötigt werden. Wie Eingangs erwähnt helfen Antikörpertests, die Zahl der bisher Infizierten besser einzuschätzen. Aufgrund der frühen Aufnahme der Testaktivität kann für Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern von einer robusteren Datenlage ausgegangen werden. So überprüft das RKI laut seinem Präsidenten Professor Wieler durch das Screening nach Antikörpern in Blutspenden, wie sich die Immunität verbreitet. Repräsentativ ist diese Stichprobe nicht und konkrete Daten wurden bisher nicht kommuniziert. Viele andere Wissenschaftler fordern daher die Durchführung weiterer Studien, um das Risiko für schwere Verläufe und die Letalität von Covid-19 exakter zu berechnen. Entscheidend sind diese Daten für das weitere Krisenmanagement, also den Zeitpunkt der Aufhebung der Kontaktsperre und die weiteren Maßnahmen die uns über die kommenden Monate begleiten werden.

Auch für die Erforschung der Immunität spielen die Daten der Antikörpertests eine wichtige Rolle. Eine vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung koordinierte Studie soll die Entwicklung der Immunität bei 100tsd. Teilnehmern über die kommenden Monate beobachten. Dabei könnte die Verbreitung der Immunität in verschiedenen Regionen und Altersgruppen nachvollzogen werden. Auch die Effektivität der Immunität und die Dauer des Schutzes gegen erneute Ansteckung könnte im Rahmen der Studie erforscht werden. Erste Ergebnisse könnten Ende April vorliegen. Eine Pilotstudie, die noch frühere Antworten liefern soll, findet aktuell in Heinsberg statt.

Darüber hinaus gibt es akute medizinische Probleme für die Antikörpertests eine wichtige Rollen spielen. Mediziner und Altenpfleger mit erlangter Immunität können die Versorgung von Menschen in den Risikogruppen zukünftig vereinfachen, da von Ihnen kein Infektionsrisiko ausgeht und sie ggf. auch ohne Maßnahmen zum Eigenschutz arbeiten können. Außerdem sind Menschen mit erlangter Immunität wichtig für die präventive Behandlung von Menschen aus der Risikogruppe. Aus dem Blutserum von Patienten, die Covid-19 überstanden haben, lassen sich Antikörper gewinnen, die vorübergehend zur Immunität verhelfen können. Diese Strategie wird aktuell erprobt und könnte wichtig für die Überbrückung bis zur Verfügbarkeit eines Impfstoffes werden. Deshalb dürfte auch der Zugang zu Antikörpertests zunächst von der medizinischen und wissenschaftlichen Relevanz abhängen, bis diese frei für alle verfügbar sein werden.

Licht ins Dunkel bringen

Quelle: Rinck Content Studio

Test, testen, testen ist die wichtigste Empfehlung der WHO und das Credo jener Staaten, die im Kampf gegen Corona erfolgreich sind. Auch in Deutschland sind wir mit dieser Strategie bisher vergleichsweise gut gefahren. Innovative Labordiagnostik und effiziente Verfahren machen Hoffnung, dass wir diesen Weg ausbauen können, trotz massiv gestiegenen Bedarfs auf dem Weltmarkt.

Spannend sind jedoch nicht nur die Anzahl der gemessenen Infektionen sondern auch deren Bedeutung. Deshalb wäre mehr Transparenz hilfreich, um die Daten besser einordnen zu können. So könnten durch Veröffentlichung der Anzahl durchgeführter Tests die Thesen von Bezweiflern der Pandemie zumindest teilweise widerlegt werden. Deren Wortführer behaupten, dass wir keine exponentielle Zunahme der Infektionen, sondern des Testgeschehens beobachten. Anhand der bloßen Fallzahlen, lässt sich diese Meinung weder bestätigen noch widerlegen und hält sich entsprechend hartnäckig. Gerade einmal 41% der Deutschen halten Covid-19 für gefährlich und die Maßnahmen zur Verhinderung der weiteren Verbreitung werden von vielen Menschen nur halbherzig umgesetzt. Mehr Transparenz könnte den Bürgern helfen, das aktuelle Geschehen besser zu verstehen und die Einsicht für die gravierenden Maßnahmen fördern. Auch wenn wir die Zahl aktiver Fälle in einigen Wochen auf ein niedriges Niveau gebracht haben und die Testkapazität auf die Eindämmung des Virus konzentrieren, brauchen wir Einsicht. Die konsequente Nachverfolgung und Isolation aller Fälle ist dauerhaft nur mit kooperierenden Bürgern möglich.

Auch für eine zukünftige Öffnung von Grenzen, ist Transparenz wichtig, um die von anderen Ländern ausgehende Gefahr richtig einschätzen zu können. Aktuell ist dies unmöglich und die am stärksten von der Coronakrise betroffenen Länder erleben zugleich eine Vertrauenskrise und werfen China massive Fehlinformation vor. Tests als Schlüsselkompetenz für die Navigation durch die Zukunft sind daher kein nationaler Egotrip, sondern machen unsere Welt nur dann wieder angenehmer, wenn wir das Licht im Dunkel mit anderen Ländern teilen. Dafür brauchen wir Geduld, Optimismus und den Willen zur Zusammenarbeit, insbesondere auch auf internationaler Ebene. Auch digitale Lösungen, die es ermöglichen, auf Testergebnisse konsequent reagieren zu können, sind ein wichtiger Teil der Lösung. Über die europäische Corona App und weitere Themen zum Leben in und nach der Coronakrise findet Ihr hier auch in Zukunft viele Anregungen. Schaut gerne wieder vorbei und bleibt in Kontakt, zunächst auf einem der digitalen Wege.

Dieser Artikel wird zukünftig aktualisiert, um weiterhin die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Diagnostik widerzuspiegeln.

Die Digital Health Highlights der CES 2020

Die Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas ist die weltweit größte Ausstellung für Unterhaltungselektronik und zeigte sich 2020 digitaler als je zuvor. Von der elektrischen Zahnbürste mit integrierten Plaque-Sensor bis zum smarten Katzenklo – (vermeintliche) Intelligenz, die unsere Gesundheit und die unserer Lieben verbessern soll, war überall zu sehen. Die spannendes Innovationen in den Bereichen Wearables, Schlaf, Familie und Gesundheit findest Du in diesem Artikel. 

Wearables 

Withings ScanWatch

Withings Scanwatch
Bild: Withings

Withings zeigt mit der neuesten Generation seiner Hybrid Smartwatch einen umfassenden Gesundheitsmonitor. Ähnlich wie eine Apple Watch, überwacht die ScanWatch mit einem optischem Sensor den Herzrhythmus und warnt bei einer auffälligen Pulsfrequenz oder beim Auftreten von Vorhofflimmern. Integrierte Elektroden erlauben darüber hinaus die Aufzeichnung eines medizinisches EKGs, welches von der Scan Watch ausgewertet wird, aber auch Ärzten zur Kontrolle vorgezeigt werden kann. Erstmalig in ein Consumer Wearable integriert Withings die Messung der Blutsauerstoffsättigung zur Erkennung von nächtlicher Schlafapnoe.  

Suunto 7

Bild: Suunto

Suunto stellt mit der 7 eine Smartwatch für Sportbegeisterte vor. Anders als die bisherigen Modelle des Herstellers verfügt die Suunto 7 mit Android Wear über ein vollwertiges Smartwatch-Betriebssystem und beherrscht damit Funktionen wie Google Assistent, Pay, Musik, Apps und eine Anbindung an Google Fit. Die Smartwatch eignet sich damit für alle Athleten, denen der Funktionsumfang klassischer Sportuhren mit einfachen, proprietären Betriebssystemen nicht ausreicht. Neben Suunto wird diese Zielgruppe auch von Garmin bedient, wohingegen die Anbieter modischer Smartwatches mit Android Wear häufig Abstriche bei den Sport- und Gesundheitsfunktionen machen. 

Ivea Beauty-Smartwatch 

Bild: Android Guys

Für Gesundheits- und Beauty-begeisterte Nutzerinnen hat Ivea die Smartwatch Time-C entwickelt. Ihre Sensoren messen neben der Aktivität und Herzfrequenz auch die Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit, den CO2- und Schadstoffgehalt der Luft und die Lautstärke, Helligkeit und UV-Strahlung. Umweltfaktoren welche sich negativ auf Gesundheit, Wohlbefinden und Hautbild auswirken, sollen so erkannt werden. Darüber hinaus verspricht der Hersteller personalisierte Tipps und Empfehlungen zu Hautpflege und Lebensstil. 

Embr Personal Thermostat

Bild: Embr

Das Wearables nicht nur messen und informieren sondern das Wohlbefinden auch aktiv verbessern können, zeigen die Armbänder von Embr und Reliefband. Embr ist eine persönliche Klimaanlage, welche je nach persönlichem Temperaturbedürfnis die Haut am Handgelenk erwärmt oder abkühlt. Möglich macht dies ein kleines Peltierelements, welches auf der Unterseite des Handgelenks getragen wird. Durch die lokale Einwirkung soll die Temperaturwahrnehmung des Körpers verändert und das Wohlbefinden bei Hitze oder Kälte gesteigert werden. 

Reliefband

Bild: Reliefband

Das medizinische Armband Reliefband verspricht Linderung bei Übelkeit und Erbrechen durch den Effekt der Neurostimulation. Dazu wird der Median-Nerv am Handgelenk mit gezielten, elektrischen Pulsen angeregt. Die Reize setzen sich über das zentrale Nervensystem fort bis zum Gehirn und wandern von dort in den Magen, um die wahrgenommen Übelkeit zu bekämpfen. Die Wirksamkeit ist durch klinische Studien belegt und das Gerät von der amerikanischen Regulierungsstelle für Gesundheit, der FDA, als Medizinprodukt freigegeben. 

Schlaf-Tech

Muse S EEG, Urgonight Headset

Bild: Urgonight

Sehr beliebt bei bei den Herstellern von Digital Health Produkten sind technische Geräte zur Verbesserung des Schlafs. Neu in diesem Jahr ist die Idee, dem Nutzer mit Hilfe von Biofeedback in den Schlaf zu verhelfen. Muse hat hierfür eine neue Version seines EEG Headsets vorgestellt, welches neben den Hirnströmen zusätzliche Parameter zum Herzschlag, der Atmung und der Bewegung erfasst und seinen Nutzer mit Hilfe meditativer Erfahrungen auf den Schlaf vorbereitet. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt ein französische Headset Urgonight. Nutzer sollen durch regelmäßige, kurze Übungen erlernen, wie die für das Schlafen notwendige Hirnaktivität verstärkt wird. Laut Hersteller kann dadurch sowohl die Dauer bis zum Einschlafen wie auch die zwischen dem Schlaf Nachts wach verbrachte Zeit, deutlich reduziert werden.  

Philips Smart Sleep Headset 

Bild: Philips

Das Smart Sleep Stirnband von Philips verspricht die Schlafqualität zu verbessern, ohne selbst aktiv üben zu müssen. Dafür wird es Nachts getragen, überwacht im Schlaf die Hirnströme und erzeugt leise auditive Signale während der Tiefschlafphase. Hierdurch soll die Menge an Tiefschlaf gesteigert und die nächtliche Erholung verbessert werden. Phillips empfiehlt das Smart Sleep Headset für Menschen, die weniger als 6 Stunden schlafen und das Maximum aus ihren kurzen Nächsten herausholen wollen. 

Sleep Number Climate 360 Bett 

Bild: SleepNumber

Wer kein Wearable am Körper tragen aber seinen Schlaf dennoch technologisch optimieren möchte, kann auf ein Bett von Sleep Numbers zurückgreifen. Die neueste Version des amerikanischen high-tech Betts passt die Härte und Temperatur im Verlauf der Nacht automatisch an – zunächst warm für ein gemütliches und rasches Einschlafen, während der Nacht wird dann gekühlt, um die Schlafeffizienz zu erhöhen. Auch die Härte wird mittels Luftkissen im Verlauf der Nacht angepasst um die Ergonomie und Schlafqualität zu steigern. Selbstverständlich misst das smarte Bett auch die Bewegungsaktivität, den Ruhepuls und die Herzratenvariabilität des Nutzers. Die sogenannte SleepIQ Technologie steuert die Anpassung des Betts an den Nutzer und verhilft laut Hersteller zu 15 zusätzlichen Minuten an qualitativem Schlaf pro Nacht. 

Tech für Babies und Eltern

smarte Milchpumpe Elvie

Bild: Elvie

Auch die Eltern von Babies erhalten Unterstützung von Technologieunternehmen. Elvie, Hersteller einer smarten Milchpumpe, präsentierte ein neues Analyse-Feature namens „Insights“, welches Daten zur Verwendung der Pumpe, inklusive zur Menge der mit dem Gerät gewonnenen Milch, zur Verfügung stellt. Vor zwei Jahren hatte das Startup seine smarte Milchpumpe vorgestellt, die als „Wearable“ im Vergleich zum Wettbewerb praktischer und leiser sein soll. Mit dem neuen Insights Feature möchte Elvie zu einem besseren Verständnis für die effiziente Nutzung der Pumpe im Alltag beitragen.

Lumi by Pampers

Bild: Lumi by Pampers

Windelhersteller Pampers kooperiert für sein neues Angebot Lumi mit den Tech-Unternehmen Logitech und Verily, einem Life Science Unternehmen der Alphabet Gruppe (ehemals Google X). Die Monitoring-Lösung umfasst eine Babykamera und einen Activity-Tracker für die Windel welcher den Schlaf überwacht und feuchte Windeln erkennt. Der von Verily entwickelte Tracker für die Windel muss nach 3 Monaten ersetzt werden und informiert per App, ob das Baby schläft oder wach ist und wann die Windel gewechselt werden muss. Mit Hilfe der Kamera haben die Eltern ihr Baby stets im Blick und können mit der zwei Wege Audioübertragung auch mit ihrem Baby sprechen. 

Technologie für Senioren und Menschen mit Beeinträchtigung

Smarter Gürtel „Smart Belt Pro”

Bild: Welt

Für seinen smarten Gürtel erhielt der koreanische Anbieter Welt einen Innovationspreis auf der CES. Smart Belt Pro, die neueste Generation des Gürtels misst nicht nur die Aktivität und trackt Veränderungen des Bauchumfassungs sondern kann auch das Sturzrisiko berechnen. Dazu werden die Daten der verbauten Beschleunigungssensoren ausgewertet. An der Körpermitte positioniert können diese schon bevor ein Sturz stattgefunden hat Unsicherheiten im Gangmuster erkennen und bei erhöhtem Sturzrisiko warnen. 

Carepredict Tempo Seniorenmonitor

Bild: Carepredict

Carepredict ist ein Activity Tracker speziell für Senioren. An der dominanten Hand getragen, erkennt es Aktivitäten wie Essen, Duschen und Toilettengänge anhand ihrer charakteristischen Bewegungsmuster aber auch Spaziergänge und Schlafen werden erfasst. Änderungen die auf eine Verschlechterung des Gesundheitszustand hindeuten werden mit Hilfe von Machine Learning erkannt, sodass Risiken für eine Mangelernährung, Depression, Stürze oder der Abbau kognitiver Fähigkeiten prognostiziert werden können. Durch die frühzeitige Erkennung negativer Entwicklungen sollen Senioren und deren Kindern bei der Prävention unterstützt werden.

KI Hörgerät OrCam Hear 

Bild: Orcam

Künstliche Intelligenz nutzt der Hersteller Orcam um Menschen mit eingeschränktem Hörvermögen zu unterstützen. Eine um den Hals getragene Kamera erfasst dabei Körpersprache und Lippenbewegungen von Personen im Blickfeld des Nutzers. Durch die Auswertung der visuellen Informationen soll der Schall des Gesprächspartners von Umgebungsgeräuschen unterschieden und gezielt verstärkt werden, um sich z.B auch in Cafés mit vielen Menschen auf die eigene Unterhaltung konzentrieren zu können. Mit diesem Aufbau ahmt Orcam’s System die menschliche Hörverarbeitung nach, welche ebenfalls visuelle Eindrücke nutzt, um sich auf die relevanten akustischen Ereignisse zu fokussieren.

Smarte Badematte Mateo

Bild: Mateo

Wer keine Lust auf Wearables und andere technisch anmutende Geräte hat, für den plant das Startup Mateo das Anti-Gadget in Form einer smarten Badematte. Diese ist druckempfindlich und  misst Körpergewicht sowie Körperhaltung, durch die Erfassung der Bioimpendanz soll sogar eine Körperfettmessung möglich sein. Da die Matte auf ein Display verzichtet, erfolgt die Messung diskret und ohne Stress auszulösen, welcher viele Menschen vom Wiegen abhält. Stattdessen kann man sich die Messwerte in einem ruhigen Moment ansehen – oder nutzt die Waage zum beiläufigen Datensammeln und lässt sich von der zugehörigen App nur benachrichtigen wenn ein besonders denkwürdiger Ergebnis eintritt. Die Badematte für Wiegemuffel befindet sich wie viele weitere auf der CES gezeigten Exponate noch im Prototypenstadium. Eine für den Sommer geplante Crowdfundingkampagne soll die smarte Matte Realität werden lassen. Die ein oder andere Hoffnung der CES hat also noch einige Hürden zu nehmen. Zugleich zeigt die zunehmende Anzahl wissenschaftlich fundierter und medizinisch evaluierter Lösungen, dass Digital Health Produkte einen wichtigen Beitrag zu unserer Gesundheit leisten können. 

Apple Watch Series 4 – So gut ist die neue Generation

Mit der Vorstellung der vierten Generation der Apple Watch, haben die Kalifornier einiges an Aufsehen erregt. Ein größeres Display bei kleinerem Gehäuse und die neuen Funktionen EKG-Sensor und Sturzerkennung zeigen, wie weit das Unternehmen technologisch mittlerweile ist und dürften die Zielgruppe der Smartwatch deutlich erweitern. Bereits im Jahr 2014 hatte Apple mit der ersten Generation nicht nur eine Smartwatch vorgestellt, sondern mit der gleichzeitigen Einführung von HealthKit, welcher den Austausch von Daten unter Apps und mit Forschern und Kliniken regelt, gezeigt, dass es eine größere Vision hat. Und genau dies ist mit der Vorstellung der vierten Generation noch einmal deutlich geworden. Auch wenn der EKG Sensor bisher erst von der amerikanischen Gesundheitsbehörde freigegeben wurde und die Zulassung durch die europäischen Behörden noch aussteht, dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis die Watch auch hierzulande zur besseren Überwachung und Versorgung von Herzpatienten beiträgt. Auch sonst hat Apple mit der Series 4 einiges verbessert, was die Uhr für Self-Tracker, Fitnessbegeisterte aber auch ganz normale Anwender noch interessanter macht.

Die offensichtlichste Veränderung ist das größere Display, dass ähnlich wie bei den aktuellen iPhones einen dünneren Rand besitzt und damit trotz weiterhin kompakten Abmaßen wesentlich mehr Bildinformationen darstellt. Das macht Spaß, alles sieht schicker aus, ist besser zu erkennen und leichter zu bedienen. Toll ist auch ein Feature dass sich diese Displaygröße zunutze macht, das neue Zifferblatt, dass seinem Namen „Infograph“ alle Ehre macht. Speziell für das große Display der neuen Apple Watch entwickelt (und auch nicht auf den älteren Modellen verfügbar) bietet es Platz für bis zu acht Complications, also die kleinen Felder in denen sich Datum, Temperatur und viele andere Informationen anzeigen lassen. Für die vier Ecken des Zifferblatts hat sich Apple einen neuen Typ von Complications ausgedacht, welcher zusätzliche Informationen wie Minima und Maxima einer Datenreihe (z.B. Höchst- und Tiefstwerte der Tagestemperatur) oder Detailwerte für die drei Aktivitätsringe anzeigt. So kann sich jeder Nutzer ein individuelles Dashboard mit enormer Informationsdichte zusammenstellen. Man könnte auch sagen, dass das von Apple in seinen aktuellen Produktfotos und Werbekampagnen gezeigte Ziffernblatt geradezu der Traum aller Self-Tracker und Datenfreunde sein dürfte. Sinnvolle Anwendungen sind hierfür z.B. die Temperatur, die Aktivität, aber auch die Herzfrequenz der letzten Messungen lässt sich nach Installation der App „HeartWatch“ als Complication anzeigen. Ebenso Daten zur Umgebung wie der UV- oder Luftqualitätsindex (LQI) und viele andere Complications Eurer Apps.

Verbesserungen gibt es auch bei den Sensoren der Series 4. Die Leuchtdioden des optischen Herz-Sensors sind im Vergleich zu den Vorgängermodellen geschrumpft und näher zusammengerückt und machen so Platz für den Metallring, welcher eine der beiden Elektroden des EKG Sensors bildet. Im Vergleich zur 3. Generation der Apple Watch, hat sich die Qualität der optischen Herzfrequenzmessung noch einmal verbessert. Getestet habe ich beide Modelle parallel beim Laufen, Radfahren und Kraftsport mit dem TRX. Insbesondere bei Fitnessübungen hatten die Series 3 und ihre Vorgänger bisher immer wieder Probleme den Puls richtig einzuordnen und oftmals Werte in Höhe von ungefähr der Hälfte einer realistischen Herzfrequenz angezeigt (z.B. 50 statt 100 Schläge). Dieser Fehler, der mir auch bei vielen anderen Wearables aufgefallen war, dürfte daran gelegen haben, dass zur Berechnung der Herzfrequenz bisher neben den Sensordaten zum Blutfluss auch jene zur Bewegung genutzt wurden, um durch Datenfusion auch aus verrauschten Daten des optischen Sensors eine Aussage machen zu können. Dieses Verfahren führte jedoch speziell beim Kraftsport, wenn die Uhr nur wenig Bewegung erkennt und für die Belastung z.B. durch Gewichte blind ist, oft zu Fehlinterpretationen. Umso positiver daher, dass Apple bei seinen Algorithmen nachgebessert hat. So und mir bei der Series 4 mir bisher keine derartigen Probleme aufgefallen und auch die Series 3 scheint seit dem Update auf Watch OS 5 weniger anfällig für Fehlinterpretationen. Während meiner Tests erhielt ich mit beiden Geräte im Vergleich zur Messung mit einem Brustgurt stets plausible Werte, sodass von einer guten Genauigkeit der Herzfrequenzmessung ausgegangen werden kann.

Geringere Latenz beim Puls-Sensor und schnelleres GPS

Eine eindeutige Verbesserung der Series 4 gegenüber dem Vorgänger ist die gestiegene Geschwindigkeit beim Erkennen von Änderungen der Herzfrequenz in Folge von Belastungsänderungen*. Ob zwischen den Übungssätzen beim Kraftsport oder bei der Ampelpause beim Radfahren, die neueste Apple Watch erkannte das Absinken der Herzrate deutlich schneller und auch die Zunahme der Herzfrequenz bei steigender Belastung wird mit einer niedrigeren Latenz erfasst. Gemessen habe ich mit beiden Modelle wechselweise an beiden Handgelenken im Vergleich zu einem Polar Brustgurt, dessen Daten ich mit der Polar Beat App und beim Radfahren mit dem Fahrradcomputer Wahoo Elemnt Bolt aufgezeichnet habe. Im direkten Vergleich zur EKG Messung dürfte die Genauigkeit und Geschwindigkeit der Herzfrequenzmessung der Series 4 für die allermeisten Athleten ausreichen. Schade für die Poweruser: leider ist die Apple Watch nach wie vor nicht als Puls-Device via Bluetooth etc. an anderen Geräten zu verwenden. Wer beim Radfahren seine Herzfrequenz an einem Computer ablesen möchte, benötigt daher weiter einen zusätzlichen Sensor. Ähnliches gilt auch für Apps wie Strava, die ebenfalls nicht in der Lage sind, den mit der Watch gemessenen Puls auf dem Smartphone Display anzuzeigen.

Weitere Verbesserungen für Sportler konnte ich dagegen beim GPS feststellen. Wo die Series 3 teilweise noch einige Sekunden suchen musste, war sich die neueste Apple Watch bei meinen Tests stets unmittelbar ihres Standorts bewusst und stimmte beim Radfahren sowohl bei der Länge der Strecke wie auch bei der verbrauchten Kalorienmenge besser mit dem Fahrradcomputer überein, welcher meine geleistete Arbeit mit einem Powermeter messen konnte.

Die sonstigen Verbesserungen haben weniger mit der Hardware als mit der Software zu tun. Seit Watch OS 5 gibt es eine automatische Aktivitätserkennung, welche bei mir bisher nur beim Laufen nicht aber beim Radfahren oder Kraftsport funktioniert hat. Auch hier war die Apple Watch 4 im Vorteil und fragte mich nach ca. 1 km Laufen ob ich die Aktivität aufzeichnen möchte, wohingegen der Vorgänger weitere 200 Meter benötigte. Außerdem werden mit Watch OS 5 auch Unterbrechungen der Aktivität erkannt. Wenn man beim Radeln also an der Eisdiele verweilt, schlägt die Watch vor, das Tracking abzubrechen, was ggf. auch zur Schonung des Akkus beitragen kann. Schade ist, dass es keinen Pausenmodus gibt und das Tracking bei Wiederaufnahme der Aktivität z.B. nach kurzen Unterbrechungen wie Ampelstops automatisch fortgesetzt wird. Neu eingeführt hat Apple eine Funktion für Wettbewerbe welche im Modus 1 gegen 1 über sieben Tage ausgetragen werden können. Gruppenwettbewerbe wie bei Fitbit sind damit aktuell nicht möglich wobei Apple einen auch unabhängig von den Wettbewerben über die Erfolge seiner Freunde informiert, was durchaus zur Motivation beitragen kann.

Insgesamt sind Apple sowohl mit der neuen Watch und dem dazugehörigen OS 5 zwei hervorragende Upgrades gelungen. Insbesondere bei der Genauigkeit der Pulsmessung und der Aktivitätserkennung wirken sich die Vorteile auch auf die älteren Modelle aus, wohingegen die Series 4 mit einer deutlich geringeren Latenz auftrumpft. Außerdem brilliert das neue Modell mit einem beeindruckenden Display und bietet mit dem Ziffernblatt Infograph ganz neue Optionen, sich in seine Daten zu vertiefen. Mit der Sturzerkennung habe ich noch keine Erfahrung gemacht, wobei sie auch für Sportler im Notfall eine entscheidende Hilfe darstellen kann. Da sie die neuen, genaueren Bewegungssensoren der Series 4 voraussetzt, kann sie bei den älteren Modellen trotz Softwareupgrade nicht aktiviert werden. Unklar ist aktuell, wann der EKG-Sensor in Deutschland freigeschaltet wird und ob er zukünftig auch zur Messung der Herzratenvariabilität genutzt werden kann. Fest steht jedoch, dass die neue Watch eine beeindruckende Hardware-Plattform darstellt, welche durch Software-Updates immer nützlicher wird. Soviel für den ersten Eindruck. Neues zu den Features der Apple Watch, Updates zum Genauigkeitstest und Tips und Tricks erfahrt Ihr demnächst in einem Update hier auf igrowdigital.

*Verglichen wurde eine Series 3 in Edelstahl mit einer Series 4 Sport

Bilder: Apple

igrowdigital bei “hart aber fair”

Zum Jahresbeginn zeigte die Redaktion von “hart aber fair” eine Sendung zum Thema Abnehmen. Diskutiert wurde, ob man unbedingt schlank sein muss, um sich sexy zu fühlen und gesund zu bleiben und welche Ansätze zur Gewichtsreduktion zielführend sind. Frank Plasberg und seine Redaktion luden mich für ihre Sendung für ein Experten-Interview ein. Herr Plasberg diskutierte mit mir über den Nutzen und die Risiken des Self-Trackings und der zunehmenden Verfügbarkeit persönlicher Daten. Die Sendung ist bis zum 8.1.2019 in der Mediathek von hart aber fair verfügbar. Das Gespräch von Herr Plasberg und mir seht Ihr ab Minute 43:50. Die aufgrund der begrenzten Sendezeit nur oberflächlich angerissenen Hilfsmittel zur Ernährungsoptimierung wie Gen- und Blutanalysen werde ich in einem Artikel auf igrowdigital in den kommenden Tagen ausführlich vorstellen.

Wearable Technologies Konferenz in München

Ein spannendes Event für Wearable Tech Professionals findet am 30.-31. Januar, parallel zur ISPO, in München statt. Die Wearable Technologies Konferenz, welche bereits seit 2006 die Branche versammelt und mittlerweile auch in den USA, Australien, Indien und Singapur veranstaltet wird, zeigt in diesem Jahr wie smarte Sensoren und künstliche Intelligenz die Sport-, Lifestyle- und Gesundheitsbranche und die Industrien von Morgen verändern. Neben 60 hochrangigen internationalen Referenten von IBM, STMicroelectronics, Panasonic, Dainese, Lufthansa, der FIFA und vielen mehr, stehen die Finalisten des IOT / WT INNOVATION WORLD CUP auf der Bühne. Aus über 940 Einreichungen hat die internationale Fachjury die 30 innovativsten Techpreneure aus aller Welt ausgewählt, die beim offiziellen Pitch und der Award Ceremony ihre Produkte vorstellen werden.

Als ehemaliger Trendsout der Wearable Technologies AG war mir die Konferenz stets eine große Freude und auch heute noch schätze ich die einmalige Wearable Tech Expertise die in München zusammen kommt. Mehr zum Programm erfahrt Ihr hier. Als Leser von IGROWDIGITAL könnt Ihr die Wearable Technologies Konferenz zu Vorzugskonditionen besuchen. Gebt dazu auf der Anmeldungsseite einfach den Code “Igrowdigital” ein und spart 30% auf die Tickets.

XPOMET Medizin Convention

Während der letzten Jahre war ich als Speaker oder Besucher auf vielen Konferenzen und Messen für die Gesundheitsbranche. Gerade bei den traditionellen Veranstaltungen haben es Innovationen häufig schwer, die gebührende Aufmerksamkeit zu erhalten. Deshalb freue ich mich auf ein frisches Format, welches im März 2018 in Leipzig erstmalig stattfinden wird.

Die XPOMET© Convention vereint einen Innovationskongress mit über 100 nationalen & internationalen Top-Speakern mit themenspezifischen Think Tanks, Diskussionsformaten und einer Future Health Ausstellung, welche Medizin-Trends praktisch erfahrbar macht. Über 15 Showcases von der Arztpraxis der Zukunft bis zum Smart Health Home – sowie eine Startup Section und ein Hackathon erwarten die Teilnehmer. Außerdem haben die Veranstalter diverse Side-Events, Parties und ein”Festival of Medicine” angekündigt, so dass die Freude an der Innovation auch nach Sonnenuntergang weiter zelebriert werden kann.

Ich freue mich auf internationale Top-Experten wie Paul Sonnier und Audrey de Grey und werde selbst einen Einblick in die Nutzung von Blut- und Genanalysen zur Optimierung von Gesundheit und Wohlbefinden geben. Als Beirat für den Optimized-Self Track der XPOMET haben mir die Veranstalter den Rabatt-Code “FSXPO20” zur Verfügung gestellt, mit welchem Ihr Tickets um 20% ermäßigt erwerben könnt. Außerdem verlose ich 10 Freikarten für die XPOMET Convention, welche vom 21. – 23. März in Leipzig stattfindet, unter meinen Lesern. Um an der Verlosung teilzunehmen, teilt bis zum 15.2.18 diesen Artikel auf Facebook oder Twitter und erwähnt dabei meinen Account (Facebook), (Twitter).