Das Spektrum von Quantified Self

Quantified Self hat viele Facetten. Neben der Anwendung von Vitalitäts- und Verhaltensinformationen in Sport und Gesundheit können persönlich Daten auch zur Energieeinsparung oder zum Aufbau eines Wissensarchiv eingesetzt werden.

Die nächsten Quantified Self Meetups finden am 28. August in München und am 8. September in Berlin statt.

Bei diesen Veranstaltungen sprechen die Self-Tracker über ihre Erfahrung mit Lifestyle-orientierten Fitnessanwendungen, ein Ernährungsexperiment mit einer Low Carb Minimal Diät und den kognitionspsychologische Ansatz einer Lernsoftware. Auch sonst decken die Treffen der Quantified Self Gruppen ein weites Spektrum ab. In München stellen drei junge Unternehmen innovative Anwendungen für den Gesundheitsmarkt vor. Hochspannend darunter das optische Verfahren von Mevitec, welches nicht invasiv (ohne Blutentnahme) den Stoffwechsel einer Person analysiert. Dieses auf Licht basierende Messverfahren vereinfacht die Kontrolle und Steuerung einer an die individuellen Anforderungen angepassten Ernährung entscheidend. Auch das Münchner Startup Soma Amalytics arbeitet mit seiner Smartphone Applikation zur Stresserkennung und Burnout Prävention an einem hoch interessanten Thema. Verhaltensdaten des Nutzers werden bei Soma Analytics Ansatz mit dem Smartphone teilweise automatisiert erhoben und auf entsprechende Muster von Stress und Depression untersucht.

In Berlin zeigen die Startups Archify und WATTlive Anwendungsfälle von persönlichen Informationen und Verhaltensdaten jenseits von Sport und Gesundheit. Archify bietet ein digitales Gedächtnis und speichert mit Hilfe eines Plugins alle Websites, Mails und Social Media Interaktionen eines Benutzers. Als persönliche Suchmaschine ermöglicht der Dienst dem Anwender seine digitale Vergangenheit zu durchforschen und Informationen wieder zu finden. WATTlive entwickelt Software zum Monitoring und zur Steuerung des Energieverbrauchs in Abhängigkeit von Umweltfaktoren wie Temperatur, Helligkeit und Luftqualtität. Hier werden Umweltdaten und Verhaltensdaten eines Bewohners kombiniert wodurch ein Energieeinsparpotential realisiert wird. Darüber hinaus liefert WATTlive dem Nutzer mit seinen Produkten ein Feedback über die Umweltfreundlichkeit seines Verhaltens und motiviert diesen, Effizient mit Ressourcen umzugehen. Mit diesen Beiträgen zu innovativen technologischen Anwendungen liefern die Meetups einen guten Überblick über die Bandbreite von Quantified Self. Zukünftig wird die Quantified Self Szene das Potential persönlicher Daten wie Vitalitätswerte und Verhaltensinformationen in einem immer größeren Kontext ergründen und verbreiten. Als Organisator der Münchner und Berliner Meetups freue ich mich dann insbesondere über Kontakt und Austausch mit Experten in Cloud Computing und Datensicherheit, Datamining, Verhaltenspsychologie, Mensch Maschine Interaktion und Künstlicher Intelligenz.

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